Das stimme ich Goyale uneingeschränkt gerne zu.
Die Creme de la Creme ist natürlich das Financial Planning. Aber die Beratungsqualität in den Kreditinstituten hat meistens auch ein gutes Niveau. Who Finance gibt Dir auch gute Anhaltspunkte.
Zum ETF: Da bin ich hin- und hergerissen.
Einerseits kaufst Du Dir mit einem ETF einen Markt in der Regel ohne Wenn und Aber, sofern der ETF den Markt voll (und nicht synthetisch) abbildet. (Es gibt auch nicht voll abbildende, die eine andere Risikostruktur aufweisen.) Andererseits gibt es keine sogenannte Downside Protection durch einen Fondsmanager. Ein klassischer vollabbildender ETF ist in der Regel passiv gemanaged; der Fonds kann damit einen Markt (z. B. Dax) nahezu identisch abbilden). Ein aktiv gemanagter Fonds hat ggü. einem ETF Einschränkungen (Liquiditätshaltung, Begrenzung Titelanteil am Fondsvermögen).
Die Frage is halt, was man als besser geeignet für sich selbst ansieht:
A) ETF: Volle Abbildung, keine Downside Protection (Absicherung nach unten). Achtung vor synthetische Abbildung.
B) aktiv gemanagter Fonds: Nur ähnliche und nicht mal eine vollständige Abbildung (wg. Liquiditätshaltung), dafür (einen Teil des Weges nach unten) Downside Protection bei schwierigen Marktsituationen.
Es gibt welche, die kaufen einen ETF, wenn es nach oben geht und wechseln in ein aktives Mandat, wenn es schwieriger wird.
Bei dem Wortpaar Privatanleger und ETF bin ich etwas skeptisch aus den genannten Gründen.
Ein Sparplan routiniert eine Sparbemühung. Das ist gut, wenn man nicht regelmäßig die Augen offen halten möchte. Andererseits kann man auch auf einem Geldmarktkonto (Verzinsung zunächst egal) ansparen und zu besonders schwachen Marktphasen eine größere Position zukaufen. So mache ich es. Sobald die Märkte ein relativ hohes Niveau (bzw. Zyklus-Hoch) erreicht haben, steige ich konsequent zu Gunsten des Geldmarktkontos wieder aus und warte auf zukünftige lukrative Möglichkeiten der Wieder- oder Alternativeinstiegs. Allerdings habe ich die Finanzmärkte täglich (in Echtzeit) im Blick.
Bei der Altersversorgung spiele ich fast alle Plätze: Lebensversicherung mit 4% Garantiezins; Fonds-Riester mit bewusster Übersparung (wegen der 12/60-Steuer-Regelung); Zusatzversorgungskasse, Zusatzansparung in die Zusatzversorgungskasse; Fondssparen, Sparbuch, Aktien. Nur Immobilien lasse ich aus, weil da eh welche irgendwann anlanden und ich im Alter ungebunden sein und gerne teilweise im Ausland leben möchte. Ist aber eine individuelle Sache, die nicht für jeden gelten mag. Wichtig ist mMn auch besonders die Absicherung der Arbeitskraft (Berufsunfähigkeit) aber auch eine Kranken-/Pflegeversicherung.