Beiträge von derAL

    Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass es sich durchsetzen wird.
    Das wird ein Flop. Wer soll das kaufen? Der Retail-Kunde? Ergibt sich daraus eine große Nachfrage? Ganz sicher nicht.
    Anstatt sich auf solche Blödeleien zu konzentrieren, sollte MS seine Anstrengungen endlich mal auf die kommenden Smartphones richten. Hier gibt es etliche Lücken zu schließen, um auf die Mitbewerber aufzuschließen. HoloLens dürfte dabei mit sehr großer Wahrscheinlichkeit keine Impulse auf das Smartphonegeschäft lenken.

    Folgende Erfahrung mit dem Zurückspielen:


    - Zurücksetzen auf Werkseinstellung mit Daten löschen
    - dann bei gedrücktem Power-Button herunterfahren
    - dann geht man in den Recovery Mode (ausschalten, bei gedrücktem Homebutton Kabel reinstecken)
    - wenn das Symbol erscheint kommt in iTunes ein Pop-up
    - auf 'Wiederherstellen' gehen
    - dann auf 'Wiederherstellen und Aktualisieren'
    - es kommt ein Pop-up 'iPhone Software Update' > auf 'Weiter'
    - dann kommen '8.4. Lizenzbedingungen' > auf 'Zustimmen'
    - die Software wird heruntergeladen, etwa 2,23 GB
    - Jetzt ganz wichtig:Falls das iPhone während der Download-Zeit erneut bootet, dann nochmals ausstöpseln, nochmals in den Recovery Mode (Homebutton Kabel reinstecken) gehen; der Download läuft dabei unvermindert weiter, einfach den Restore und Update Pop-up -der wieder erscheint' wegklicken.
    - Alsbald der Download abgeschlossen ist,
    - wird die Software des Downloads (8.4) extrahiert und auf das Gerät installiert.
    - nachdem die Installation fertig ist, kommt der Wiederherstellungsprozess
    - archivierte 8.4. Sicherung auswählen, wiederherstellen
    - auf dem Gerät erscheint 'Restore in Progress'
    - ist der Vorgang fertig, habt Ihr wieder eine 8.4 mit alles Sicherungsdaten im Gerät


    Fazit: Das erneute Rebooten des Geräts während des Wiederherstellungsprozess führt zu den Downgrade-Problemen. Das war auch bei mir jedes Mal der Grund, weshalb ein Downgrade nicht klappte. Nach obiger Beschreibung gelang es mir dann endlich.


    Falls also ein Reboot erfolgt, nochmals in den Recovery-Mode gehen und so tun, als hätte der Reboot gar nicht stattgefunden.


    Gute Frage. Ich denke, dass da mehrere Komponenten mitspielten:


    - die Perspektiven von Symbian sahen internen Analysen und aus Sicht von Branchenkennern/Unternehmensberatern zufolge vielleicht schlimmer aus, als es die offiziellen Daten aufzeigten, welche ja oftmals von den Beständen und nicht vom tatsächlichen Neugeschäft dominiert werden
    - bei Nokia selbst war es eine Kulturfrage, die man evtl. tatsächlich aufrütteln musste. Die haben das Problem jahrelang nicht erkannt oder ignoriert. Ja selbst das Nachfolger-OS-Team torpediert. Und die meisten waren da immer noch da und verantwortlich. Dann kommt plötzlich einer und alle sagen, 'das haben wir schon immer so gemacht'. Vielleicht war die Notwendigkeit der Zäsur 'die Plattform brennt' einfach gegeben. Man musste reinen Wein einschenken, weil das bis dahin keiner kapiert hatte.
    - Elop war auf Grund seiner langen Tätigkeit bei MS vielleicht auch etwas übermotiviert und glaubte tatsächlich stark an WP. Das will ich ja gar nicht bestreiten.
    - MS machte viele Versprechungen, die es nicht hielt oder nicht so schnell wie erwartet umsetzte. Der erste gefühlte Gau war ja schon beim Nokia 900 bei gleichzeitiger Verkündigung des OS-Wechsels, für das das 900er nicht mehr kompatibel sein würde. Und das zum Marktstart nach der Koop-Verkündung. Da hätte man tatsächlich abwarten sollen.
    - MS hätte sich schneller an die Bedürfnisse von Nokia anpassen müssen (Hardware/Software)


    Ich glaube nicht an die These der Überheblichkeit. Ich denke, dass man tatsächlich daran glaubte, dass man durch die Koop mehr reißen würde als durch den langsamen Shift zu MeeGo, das noch in den Kinderschuhen (auf Grund der Torpedierung der Vorjahre) steckte. MS ist -das darf man an der Stelle nicht vergessen- ja keine Garagenfirma gewesen. Nokia und Microsoft; das hatte doch einen gewissen Charme/Strahlkraft. Die Standard-Software der Unternemen auch mobil. Dann kam das 900er, das Hin und Her, dass regelmäßig 'bald mehr kommt' (dann kam es regelmäßig nicht oder nur sehr verspätet) usw. usw.. Wie man so etwas versauen kann, ist schon ein Meisterwerk; keine Frage. Ich sehe den Spielball allerdings bei MS. Nokia schaffte es, binnen kurzer Zeit hardwareseitig eine hohe Qualität zu liefern. MS schaffte das softwareseitig nicht.


    A: Klar kenne ich die Positionen und das Mehrheitslager der Elop-Kritiker. Da wird man wohl auch nie zusammenkommen. Beide Positionen haben jedoch ihre Daseinsberechtigung. Es war eine unpopuläre Entscheidung. Es gibt in der Retrospektive für manche einen faden Beigeschmack, viel Stoff für Verschwörungstheorien und (was völlig normal bei solchen Entwicklungen ist) die ich-habs-ja-immer-schon-gewusst-Poser. Die Chancen standen 50:50. Entweder es funktioniert oder es funktioniert nicht. Es hat nicht funktioniert. Was wäre passiert, wenn es funktioniert hätte? Elop wäre heute als der neue Steve Jobs geadelt worden, man hätte einen neuen Managerstil 'gefunden' und Du könntest Bücher und ein paar Jahre Biographien kaufen. Die Grenzen für derartige Einwertungen sind eng. Eine Chance kannst Du nur bekommen, wenn Du den Preis des Risikos bereit bist, zu bezahlen. In dem Fall kam es zur Zahlungsaufforderung.


    B: Nokia hat schon Jahre vorher nicht mehr gedacht. Das findet man in vielen Unternehmen. Übrigens auch bei Apple. Erst mit Cook kam wieder ein Neues Denken. Würde Jobs heute noch das Unternehmen führen; da bin ich mir nicht sicher, ob es so wäre, wie es jetzt ist. (Jetzt kommen bald wieder interessante Kommentare und Empörungsaufheuler ;) ). Die Lebensleistung von Jobs ist unbestritten. In dem Kontext ein großer Mann, der eine Sendung in History auch noch im Jahre 2.150 bekommen wird.


    C: Wenn strategische Risiken schlagend werden, dann hast Du einen Super-GAU. Es dauert etliche Jahre, bis sich ein Unternehmen davon erholt hat. Wie lange hat Apple in der Krise gebraucht, Motorola, usw.? In der ersten MS-Koop-Phase ging es auch darum, die Cash Burn Geschwindigkeit zu reduzieren und Belastungen herunterzufahren. Da war nicht wirklich viel drin für Entwicklung. Sicher wäre das ein tolles Signal gewesen. Nokia zoffte sich stattdessen mit MS um die Entwicklung des Hauptsystems, wo man sich bei MS Zeit und Zeit ließ (Hardwarebeschränkungen usw.). MS ließ Nokia am ausgestreckten / langen Arm verhungern. Man fügte Schaden durch Nichtstun zu, weil man wohl andere Absichten hatte.


    Nokia stand für den Weltmarktführer. Steht seit kurzem als saniert da. Steht aktuell in der Neuausrichtungsphase. Steht irgendwann wohl mit einer Klarheit bereit. In welcher Form, wissen wir noch nicht. Es gibt mehrere Optionen und Ansätze. Aktuell wird die Basis das Ausrüstergeschäft sein. Die HERE-Transaktion stört mMn den bisherigen Neuausrichtungsgedanken und sorgt dafür, dass man das für-was-steht wieder in Frage stellt. Zu Recht. Da bin ich bei Dir. Da hätte man -so wie Du es beschreibst- in der Nach-MS-Periode mit Innovationen überraschen können. Der Z-Launcher war ein Ansatz in der Richtung. Dann kam aber nicht mehr viel. Das Tablet, nun ja, sehe ich in der Phase als völligen Quatsch an. Wenn es ein Monster-Gerät wäre, dann wäre das wohl besser für eine souveräne Neubewerbung am Markt.