Beiträge von derAL

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69 05.09.2014, 19:07 Uhr
    Ok, diesen logischen Schritt habe ich gemacht. Aber ich glaube tatsächlich, das Apple mit den Gebühren bzw. mit den Banken und der Hardware Geschäfte macht.


    Wer sagt eigentlich, das Apple keine Bank aufmacht?......


    Und wer sagt eigentlich, dass das perspektivisch in die Richtung gehen könnte?

    Zitat

    Original geschrieben von derAL 03.09.2014, 21:00 Uhr
    Relevant ist es aber für die großen Linien des Unternehmens. Und an der Stelle sehe ich ... vor allem die Finanzdienste (wie weit ist dann noch perspektivisch ein Apple Google Aktienfonds oder eine Apple Bank oder andere Finanzdienstleistungen entfernt? Das werden wir noch in diesem Jahrzehnt stärker diskutieren, da bin ich mir sicher; hier entsteht eine neue Konkurrenz für Banken). Wenn Apple wirklich noch viel reißen will, dann hier ...


    Zitat

    Original geschrieben von Timba69 05.09.2014, 19:37 Uhr
    Eben. Deshalb meine ich eher: Die bauen sich ihre eigene Bank und geben den Leuten eine virtuelle Kreditkarte mit 5% Zinsen. Da könnte man ganz bequem das Kapital drin parken, mit Zinsen, da Eigenkapitalquote..;)


    Das die anderen Banken mitspielen dürfen, ist für die Verbreitung..:-) Wir warten mal ab.


    - Also fremdes Kapital würde ich eher dem Fremdkapital zurechnen. Es kann sich deshalb nicht um Eigenkapital handeln. Mehr Fremdkapital reduziert die Eigenkapitalquote. Daneben sei noch erwähnt, dass das Eigenkapital bei Kreditinstituten schon geschäftsbedingt niedriger sein muss als bei anderen Branchen. Bleibt damit nur noch eine Hebelungsperspektive für das Eigenkapitals von Apple übrig. Aber was soll Apple mehr Gesamtkapital denn bringen, wenn sie es aktuell schon nicht einmal schaffen, ihre Barreserven so rentabel zu investieren, dass damit nicht die Rendite des operativen Geschäfts verwässert wird? Die Investorenseite/die Wallstreet will ja gerade deshalb an der Stelle mehr Aktivitäten von Seiten Apples sehen (mehr Ausschüttung, mehr Aktienrückkauf, mehr Marktdurchdringung, mehr Marktanteil, neue Produktsparten und neue Geschäftsfelder), weil sie sich um die Gesamtrentabilität Ihres Apple-Investments Sorgen machen. Wegen der 'zu-viele-unrentable-Barreserven-bringen-weniger-Rendite-auf-das-Apple-Investment'-Problematik.


    - Auch benötigen sie hierfür erst einmal die Genehmigung der europäischen Aufsicht (oder der anderer Länder) und müssen sich deren Regularien unterwerfen. Sie benötigen eine Erlaubnis. So einfach ist das nun auch wieder nicht.


    - Weshalb sollten die anderen Banken beim 5%-Zinsen-Zahlen mitmachen, wenn sie (z. B. die europäischen) sich zu 0,05% bei der EZB refinanzieren können, indem Sie Wertpapiere beleihen und demnächst neue oder alte ABS-Papiere und/oder Pfandbriefe in das neue Ankaufsprogramm der EZB, das ab Oktober starten soll, einbringen können? Das erkläre uns doch mal bitte. ;)

    Unwissenheit schützt auch im Rechtsverkehr nicht vor Strafe. Und eine gewisse 'Geschäftsmündigkeit' darf man auch bei TT-Mitgliedern durchaus erwarten. Wer etwas kauft, ohne sich zumindest ansatzweise zu informieren, der hat meiner Meinung nach auch eine Selbstverantwortung.


    Wenn beide den Preis für gerechtfertigt und fair erachten und sich gerade deshalb handelseinig geworden sind, dann kann ich daran wahrlich keine 'dreiste Abzocke' erkennen.


    Sofern die Preise im Rahmen bleiben, ist das in Ordnung. Den Aufschlag im spezifischen Fall (15 EUR, ein doppelter Espresso kostet mancherorts ja auch schon 5 EUR) halte ich auch nicht für überteuert. Vielleicht waren die Parkgebühren in der City und/oder die Wartezeiten hoch oder was auch immer. Und schon relativiert sich schnell die dem Käufer unterstellte 'Spanne', welche natürlich auf Grund der Prozentwirkung bei niedrigen Ausgangswert unnötig (an der Stelle wohl bewusst) dramatisiert wird, um damit das eigene Argument zu stärken. Und wenn man hier schon derartige Verstärkungen benötigt, sollte man bereits am Grundargument zweifeln.


    Jeder Fall ist meiner Meinung nach spezifisch und individuell zu bewerten.
    Den skizzierten Fall bewerte ich persönlich mit 'in Ordnung/keine Abzocke'.


    Ein Preis entsteht durch Angebot und Nachfrage. Und die Preise, welche dort gebildet werden, ändern sich nach Interessen- und Ausgangslage verschiedenster Präferenzen. Wer schnell etwas benötigt, zahlt gerne einen Aufschlag (weil er in der Gesamtbetrachtung vielleicht Suchkosten oder ähnliches dadurch vermeiden kann); wer schnell etwas liquidieren möchte, akzeptiert einen Abschlag, weil es ihm um einen schnellen Handelsumschlag geht. Es kann doch nicht sein, dass wir jede zeitlich, mengenmäßig oder regional begrenzte Werbeaktion eines einzelnen Wirtschaftssubjekts (z. B. Sommer-, Neueröffnungs-, Jubiläums- oder Mehrwertsteueraktion etc., die ja durch andere überteuerte Produkte in deren Gesamtkalkulation 'quersubventioniert' werden) als Preisobergrenze für alle weiteren und zukünftigen Handelsaktivitäten definieren und in Folge dessen auch noch jeden, der von diesen Aktionen losgelöste Preise anbietet, als unlauter brandschatzen und ihn dadurch erheblich in seiner Reputation beschädigen. Das geht zu weit.


    Wir haben hier eine freie Marktwirtschaft, leben damit nicht in einer Planwirtschaft und haben deshalb auch keine 'staatlich' festgesetzten bzw. definierten Preise.


    Ein Ordnungsrahmen ist sehr wichtig, da bin ich gerne dabei, aber einen 15-EUR-Spread als Unsitte zu bewerten und deshalb regulieren zu wollen, halte ich für nicht zweckdienlich und ebenso wenig als sachgerecht.


    Wichtiger finde ich die Aussonderung schwarzer Schafe, die durch merkwürdiges Verhalten (z. B. Zusagen, sich dann nicht mehr melden) oder jener, die TT ohne Premiumaccount und Communitygedanken als billigen Ebay-Ersatz missbrauchen, dadurch die administrativen Kosten von TT erhöhen oder gar die Reputation der TT-Handelsplattform insgesamt deutlich und außerordentlich schwächen, so dass diese von Dritten immer mehr gemieden wird. Hier besteht Handlungsbedarf, allerdings in Relation zu dem 15-EUR-Spread des obigen Falls ein tatsächlich echter.

    Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    Angeblich soll's auch einen optionalen "Einhand-Modus" geben, damit die groesseren Geraete trotzdem noch komfortabel mit einer Hand bedient werden koennen:


    So was? :D



    Aber mal Spass beiseite. Das hätte tatsächlich Charme ...

    Timba:


    Ich nehme nichts wörtlich auf. Ich nehme nur auf. ;)


    Das mit dem Interesse ist halt immer so eine Sache. Natürlich interessiert es den Normalo nicht.


    Relevant ist es aber für die großen Linien des Unternehmens. Und an der Stelle sehe ich die datenBANK, den Geschäftskundenbereich (auch im Kontext IBM-Deal > das bisher Beste von Cook) und vor allem die Finanzdienste (wie weit ist dann noch perspektivisch ein Apple Google Aktienfonds oder eine Apple Bank oder andere Finanzdienstleistungen entfernt? Das werden wir noch in diesem Jahrzehnt stärker diskutieren, da bin ich mir sicher; hier entsteht eine neue Konkurrenz für Banken). Wenn Apple wirklich noch viel reißen will, dann hier. Das iPhone löst mal wieder kurz (wenn überhaupt) eine Euphorie aus und dann ist wieder Alltagsleben angesagt. In einem nahezu gesättigten Markt, wo die Marktanteile nun mal anders verteilt sind als noch um 2009/10. (An der Stelle spreche ich nicht von Gewinnen, da sieht es bei Apple fulminant aus; das wird noch ein paar Jahre so weitergehen). Bei den genannten Bereichen oder bei den Diensten im allgemeinen beginnt doch gerade erst die Goldgräberstimmung, jetzt da, wo die Marktdurchdringung an Smartphones überall formidable Werte erreicht hat. Hier sehe ich auch die Smartwatches und sonstigen Wearables. Und da schaut man auf Marktanteile durchaus. Kann Apple mit seinem kleinen Marktanteil (weltweit betrachtet) überhaupt einen Standard schaffen? Erreicht das neue iMessage jemals den Erfolg von WhatsApp oder beisst Cupertino sich da wie viele vorher auch die Zähne aus? So leicht ist das auch für Apple nicht mehr wie man das vielleicht glauben mag. Android, derzeit fragmentiert, zieht über 90% Marktanteil an sich. Bekommen die eine gute Defragmentierung hin, dann haben sie auch eine bessere Ausgangslage für einen Standard.


    Wo laufen denn die aktuellen Schlachten tatsächlich, wenn man mal über den Tellerrand hinausblickt?


    Maps / Instant Video / Instant Music / Health / Messaging / etc. oder zusammengefasst über Dienste, Dienste und nochmals Dienste. Dienste sind gewissermaßen 'das neue iPhone', der neue Wachstumsmarkt.


    An der Stelle ist Apples Ökosystem zwar grundsätzlich durchdacht, aber andere haben ihre Hausaufgaben mittlerweile auch ganz gut gemacht, ganz gleich, ob sie nun Google, Amazon, Samsung oder selbst Microsoft (die NOCH nachhängen, aber ökosystemseitig langsam das Verfolgerfeld erreichen) heißen. Auch mit Facebook/Twitter ist zu rechnen.


    Auch Uber betrachte ich innerhalb dieses Dienstespektrums. Das wird nicht der letzte Dienste-Versuch bleiben und wir sehen an der Stelle noch ganz andere nette Geschichten.


    Auch bei New Nokia kannst Du sehen, dass die neuen Bemühungen auch über Dienste laufen werden.


    Und ein wichtiger Aspekt bei den Diensten lautet eben Sicherheit. Diese ist letztlich ein Teilaspekt dafür, für welche Dienste sich Kunden entscheiden. Und an der Stelle stoße ich einfach auf, wenn man das mit 'interessiert keinen' abwinkt. Es hat keine Auswirkungen, wenn Apple sofort Maßnahmen ergreift, die vor einem Reputationsschaden bewahren. Und das haben sie ja, weil sie die Bedeutung auch perspektivisch richtig einschätzen.



    Zu den 16 GB: Glaube nicht mehr, dass wir diese Größe sehen. Dachte, wir steigen mit 32 GB-128GB in die neue iPhone-Runde ein. Und zwei-, dreihundert Euro mehr; naja, das wird bei der Primär-Zielgruppe irrelevant bleiben. Die Umsätze und die Wachstumsraten werden dennoch mittelfristig in der Breite weiter sinken. Da erobern andere derzeit die claims. Das wird das iPhone 6 nicht verhindern können.
    Meiner Meinung nach weiterhin das Damoklesschwert der Firma. Deswegen besteht ja die zentrale Forderung nach neuen Sparten oder Märkten gerade auch von Seiten der Investoren, da China allein den iPhone-Umsatz- und Marktanteilsrückgang nicht beenden kann, allenfalls kurzfristig. Hier haben wir einfach ein gewaltiges demographisches wie auch gesellschaftliches Problem (überproportional viele alt/arm).

    Zumindest ergab das die erste Einschätzung. Apple will ja noch ganz genau beobachten und prüfen.


    Postings einer meiner dieser Art lösen speziell in diesem Thread immer gleich heftigste Abwehr- oder 'ja, aber'-Reaktionen im Sinne eines stimulus response aus. Aber das ist seit langem business as usual. Und das auch noch, obwohl ich seit Jahresanfang mittlerweile ja selbst stark verappelt bin. Bleiben wir also neugierig und offen, aber auch wachsam und kritisch. We'll carry on, carry on ...


    Also Timba (bewusst namentlich genannt, weil ich ihn ebenso gerne dazu zähle) und alle meine anderen TT-Freunde und -Kumpels; lasst uns fröhlich weiterdiskutieren und uns schon mal heiß laufen für die kommenden schweren und vermutlich langen TT-Tage und -Nächte. Der 09.09. kommt immer schneller; unaufhaltsam wird er uns und unsere Brieftaschen erreichen und damit streng genommen quälen, he he ...


    ;) :top: :D

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Es INTERESSIERT keinen ...


    Also ich habe gelernt, dass man Dinge nie generalisieren, sondern differenziert betrachten sollte.


    Cloud-Sicherheit ist ein relevantes Thema.


    Und das tangiert auch und gerade Apple, vor allem in Hinblick auf iCloud Drive, sehr persönliche Gesundheitsdaten, das noch stärker beachtete Geschäftskundensegment (iOS legt hier unter anderem einen weiteren Schwerpunkt, Stichwort MDM/Geräte- und Datenmanagement und Bewerbung iOS 8 mit der 'erweiterten Sicherheit', Arbeitsaccounts etc.; Link), die IBM-Kooperation (mit Ziel eben der noch stärkeren Business-Ausrichtung) und den voraussichtlichen Einstieg ins Mobile Payment Geschäft. Dort ist Sicherheit oberstes Gebot. Jeder IT-Sicherheitsverantwortlicher/-beauftragter schaut sich das intensiv an und bewertet dort ebenso regelmäßig die Risiken. Auch das Themenfeld der operationellen Risiken gewinnt zunehmend und dabei stark dynamisch an Bedeutung bei Strategiefragen und Unternehmensprozessen.


    Für den Umstand, dass es nach Deiner Einschätzung 'keinen INTERESSIERT', ist es doch schon aussergewöhnlich, dass Apple auf die Meldungen engagiert reagiert, findest Du nicht? Das Thema sollte doch am 09.09. nun wahrlich nicht stören, oder? ;)