Beiträge von derAL

    8,35% dann der von Nokia. 40 Tsd. Geräte bilden dort keinen nennenswerten Trend aus.


    290% beträgt der Zuwachs Samsungs im Verhältnis des Zuwachses von Apple 2014 zu 2013.
    450% beträgt der Zuwachs Samsungs im Verhältnis des Zuwachses von Apple von 2014 zu 2012.
    100% beträgt der Zuwachs von Huawei im Verhältnis des Zuwachses von Apple von 2014 auf 2013.


    Das ist ein klarer Trend, würde ich sagen. (Weshalb denke ich gerade jetzt an den Crocodile Hunter mit dem Spruch 'Das ist ein Messer? Das ist ein Messer!') ;)


    Meine sonstige Wahrnehmung sehe ich dadurch eher bestätigt, zumal ComScore ja den Bestand betrachtet, und der besteht aus Alt- und Neugeräten. Wenn Apple also nicht mehr so wächst wie Samsung und Huawei; was passiert dann von 2015 auf 2013 mit den Daten?


    Und weltweit sieht es noch mal ein Stück weit anders aus. Deutschland ist oder besser war Apple Land. Das Land wurde aber von Samsung erobert.

    Zitat

    Original geschrieben von Bandit137
    ...


    Du bist ein Verfechter des freien Marktes ... (Dort) kann man von der Finanzwirtschaft nicht erwarten, dass sie sich die Grenzen selbst setzen ... sollen alles zum Wohle ihres Unternehmens tun ...


    Wenn ... so definiert ... , dann muss der Staat für die notwendigen Grenzen sorgen. Und das (wurde) ... stark vernachlässigt.


    Randnotiz: Neben Bush erwähne ich insbesondere die SPD in Deutschland (Grundmotto: 'Deregulierung und Liberalisierung'; vierte Finanzmarktförderungsgesetz - hier gerade die Befreiung der Gewinne aus dem Verkauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften von der Besteuerung; Förderung der Verbriefung von Krediten zu Wertpapieren durch Steuergeschenke, Senkung des Spitzensteuersatz; Erlauben von hoch-spekulativen Hedge-Fonds; EU-Beitritt Griechenlands trotzt gefälschter Daten).


    Also Vernachlässigung. Auch völlige Zustimmung.


    Jetzt wird wie wild und im Sinne eines Aktionismus unüberlegt reguliert und nachjustiert und über das eigentliche Ziel hinausgeschossen. So, dass die schlimmen großen Finger (systemrelevante risikofreudigen europäischen Banken und ihre Finanzierer) von damals davon kommen und die braven Institute der Finanzwirtschaft nun im Gegenzug für die schlimmen aufkommen müssen, auch wenn sie nicht als systemrelevant definiert werden und deshalb auch vom europäischen Haftungsverbund niemals in einer eigenen Notlage davon profitieren können. Geld müssen sie aber trotzdem einzahlen, damit die anderen enstpannt wieder zocken können. Auch die liebe Omi, die in ihrem herausfordernden Leben Verzicht/Konsumverzicht für eine Zukunftsvorsorge betrieb, finanziert das nun mit Geldentwertung durch negative Realzinsen mit. Diese staatlichen Eingriffe liefern somit in Gänze Fehlimpulse. Das hat mit einem starken Ordnungsrahmen nichts zu tun.


    Ich denke, auch hier habe ich Deine Zustimmung.


    Notwendige Grenzen ja. Ich bin auch der Meinung, dass man die Regeln für Zocker noch weiter verschärfen muss. Strittig ist für mich der Punkt, weshalb konservative Investoren und Anleger und die Allgemeinheit dafür haften, leiden etc. sollen. Was hat die Oma mit dem 100 TEUR Sparbuch mit einer portugiesischen oder griechischen Bank zu tun. An der Stelle hätte man mehr Banken hops gehen lassen sollen. Damit endlich kapiert wird, dass ein Risiko ein Risiko ist, und wenn es schlägt, das Geld weg ist. Wie sieht die Situation aber aus? Die Anleger verteilen ihre Gelder auf Problembanken, weil sie dort einen höheren Zins bekommen. Dabei haben sie die Gewissheit, dass Ihnen nichts passieren kann. Und die Problembank, dass irgendwer schon einspringen wird, wen das weiter spekulative Handeln erneut nicht aufgeht. Das ist eine Einladung zum Weiterzocken. Und wenn wir über solche staatlichen Eingriffe sprechen, dann hätte ich gerne darauf verzichten können.
    Genauso wie die Aktionen der europäischen Zentralbank, die ja gerade entgegen ihrer Aufgaben beim Gelddrucken ja jetzt gerade erst so richtig Gas gibt. Alternativ hierzu hätte ich mir mehr Bankenpleiten in Europa gewünscht. Und natürlich einen besonders starken Ordnungsrahmen ohne Lücken bzw. Wenn und Aber, der klare und eindeutig Grenzen definiert, was geht und was unter keinen Umständen nicht. Wir betreiben jedoch leider eine Politik der Schmerz- und Symptombekämpfung, ohne die eigentlichen Ursachen bzw. die Grunderkrankung anzugehen bzw. zu lösen. Und das definiere ich nicht als DEN staatlichen Eingriff, der nötig ist. Nach meiner Definition gab es diesen notwendigen Eingriff nicht; er blieb zu Gunsten der pragmatischen Lösung, welche das Aufheulen der jeweiligen Lobbys besänftigt, aus.


    Deswegen bin ich für scharfe Einschnitte (auch schmerzhafte Bankenpleiten riskanter Institute; der Risikofreudige muss es spüren, wie schmerzvoll sich Risiko anfühlt, wenn es schlägt) und für einen ebenso scharfen Ordnungsrahmen. Darin allerdings für einen freien Markt, der sich selbst reguliert und ggfs. sanktioniert.


    Hier haben wir vermutlich einen gegenteilige Position.

    Ein Satz noch zu den Lohnstückkosten: Ich habe damit folgendes gemeint. Wenn Du internationaler Investor bist und auf Europa blickst, dann kannst Du erkennen, dass in Deutschland mit der Agenda 2010 die Lohnstückkosten im relativen Vergleich zu anderen europäischen Ländern gesunken sind. Das hat Deutschland wettbewerbsfähiger gemacht und ist auch Grund für die konjunkturelle sehr gute Situation der vergangenen Jahre.
    In der Europeripherie gab es keine derartigen Entwicklungen wie in Deutschland. Anstatt sich ähnlich fit wie Deutschland mit seiner Agenda 2010 zu machen, nutzten diese Staaten den niedrigen Europa-hat-einen-guten-und-damit-niedrigen-Bonitäts-Zins für Konsum, kräftige Lohnsteigerungen und für eine stärkere Verschuldung. Im relativen Vergleich sind die Lohnstückkosten von Spanien, Portugal, Italien aber auch Frankreich (der neue kranke Mann Europas) usw. in den letzten Jahren vor der Krise mächtig angestiegen. Teilweise auch noch bereits mit Ausbruch der Krise. Das hat deren Wettbewerbsfähigkeit enorm belastet. Anstatt aber deutlich zu sparen oder einen ähnlichen Weg wie die Agenda 2010 einzuschlagen, möchten sie zur Bewältigung der eigenen Wachstumsschwäche (Stichwort unter anderem Lohnstückkostenzuwachs des vergangenen Jahrzehnts) es nun gerne sehen, dass in Deutschland die Löhne steigen (damit dort die Wettbewerbsfähigkeit im relativen Vergleich wieder sinkt) oder dass die Sparbemühungen aufgeweicht werden und durch schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme ersetzt werden; natürlich ohne Lohnzurückhaltungen etwa in Frankreich oder Italien.


    Setzen sich diese Forderungen neben dem europäischen Haftungsverbund bei Banken (konservative haften für kapitalschwache Zockerbanken), dann führt die dann weitere Regulierung erneut zu höheren Schulden, welche die Allgemeinheit dann letztlich bezahlen muss. Salopp gesagt: Der deutsche Arbeitnehmer hat sich in Lohnzurückhaltungen geübt und als Dank darf er nun die Lohnsteigerungen anderer Ländern finanzieren, da sich diese übernommen haben. Schöner staatlicher Eingriff.


    Aber Klaus hat Recht. Wir entfernen uns zu sehr vom eigentlichen Themas. Die Börse und der Kapitalmarkt gehören zur Wirtschaft, aber auch zur Branche Mobilfunk und Co.. Deshalb wird das Themengebiet immer wieder mal eingebracht. Diesmal diente der Kapitalmarkt dazu, zu zeigen, weshalb Nokia dort positiver gesehen wird, als es so manche, die Nokias Untergang ausruften, betrachten. Wir sind aber zu weit vom Kernthema weggegangen. Beschränken wir uns also damit, Nokia im Kontext des Kaitalmarktes hin und wieder mal zu betrachten, natürlich neben weiteren Aspekten. ;)

    Ich bin Befürworter eines starken Ordnungsrahmens, innerhalb dessen sich Marktkräfte völlig frei bewegen können. Der Staat kann in Extremsituationen ja gerne kurzfristig eingreifen, im Sinne Hilfe zur Selbsthilfe, allerdings in einem nur sehr begrenzten Handlungsradius. Alles, was über diesen Radius hinaus geht, ist Privatvergnügen für Investoren. Bedeutet, schlagen dort dennoch Risiken, dann treten für diese Verluste ein, die sie ohne wenn und aber dann alleine tragen und stemmen müssen. Das ist allerdings nicht geschehen.


    Der Rahmen wurde deutlich gesprengt. Heute finanzieren die Steuerzahler nicht nur eigene systemrelevante Banken, die in der Finanzkrise stark getroffen wurden, sondern praktisch fast alle Staaten und Banken um uns herum. Und das nach einer Zeit, wo Deutschland sich die Agenda 2010 als Fastenkur verordnete und sich andere Länder unter dem Deckmantel eines einheitlichen Guten-Euro-Bonitäts-Zinses endlich Konsum und Wohlstand auf Kreditbasis gönnten und kräftige Schlücke aus der Lohnpulle nahmen und das selbst noch während der Krise trotz Rettungsprogramme taten (siehe Italien; Frankreich hat sein Problem noch immer nicht so richtig erkannt).


    Heute sollen wir die Löhne erhöhen, um Europa zu helfen. Wir sind aber nicht das Problem. Das Problem ist, dass das Lohnniveau und damit die Lohnstückkosten in der Europeripherie zu hoch sind, für das, was am Ende des konjunkturellen Handelns rauskommt. Und Deutschland im Vergleich dazu besonders attraktiv. Aber anstatt zu begreifen, dass Sparen und Lohnzurückhaltung angesagt ist, zeigt man lieber auf Deutschland und fordert, dass dort die Löhne steigen sollen (nach dem Motto, steigen diese stark, sind unsere Lohnstückkosten schon relativ gesehen niedriger) und dass man wieder Schulden machen soll für Konjunkturprogramme (Frankreichs und Italiens jüngste Forderungen).


    Diese staatlichen Eingriffe sind Gift für Europa. Die europäischen Schuldenquoten sind heute höher als vor und während der Krise. Damit ist die Krise nur vertagt worden. Die staatlichen Eingriffe haben sie damit nicht gelöst. Wir befinden uns lediglich in einer Phase der relativen Ruhe.

    Der Staat hat eingegriffen, ja. Die Rechnungen folgen aber noch.
    Sie werden deutlich ausfallen. Da liegt das Problem, wenn der Staat eingreift.
    Man hätte die eine oder andere Bank pleite gehen lassen sollen. Das ist nicht geschehen.


    Dank staatlicher Regulierung werden wir bald nicht nur weiter Problemstaaten finanzieren, sondern auch noch über den europäischen Haftungsverbund portugiesische, spanische und weitere private Banken. Mir hätte die Alternative besser gefallen, wenn ein paar wenige durch eine Bankenpleite Verluste gemacht hätten, als nun langfristig alle. Dann hätten alle verstanden, dass Risiken auch schlagen können. Jetzt bleibt am Ende des Tages, dass man sein Festgeld ruhig bei einer wenig solventen Bank anlegen kann. Denn die Allgemeinheit zahlt schon, wenn es da knallt. Meiner Meinung nach der falsche Ansatz. Wer hohe Risiken wegen des Zins oder der Rendite eingeht, soll auch die Verluste tragen, wenn sie schlagen. Nun aber zahlen das die Kleinanleger, die brav ihr Geld sicher auf dem Sparbuch bei konservativen und sicheren Banken hatten, die eben nicht das große Rad drehten und nun gerade wegen ihrer konservativen Ausrichtung bei Zockerbanken einspringen müssen, wenn der Haftungsverbund feststellt, dass das nötig ist. Eine schöne Regulierung des Staates: Konservative Banken haften nun für Zockerbanken, und die machen mit hohen Zinsen aufgrund höher Risiken den Konservativen Konkurrenz. Diese lehrt nur: Weiter volle Pulle Risiken eingehen; irgendwer zahlt schon. Hier hätte der Markt ohne Regulierung schneller in aller Deutlichkeit klar gemacht, dass da ein Risiko besteht. Jetzt wird das vernebelt; in etwa so, als gebe es keine Hedgefonds und Leerverkäufer, die wenn es nötig ist, aufräumen. Das hat schon Aschenputtel gemacht. Die guten ins Tröpfchen, die schlechten ins ...


    Aber auch hier gibt es unterschiedliche Positionen.


    Eine Medaille hat immer zwei Kehrseiten.
    Beide Seiten haben ihre Daseinsberechtigung (auch die Leerverkäufer und Hedgefonds).
    Es gibt immer ein Pro und ein Contra.


    Euch einen schönen Abend ;)

    Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    ... Das iPad 3 war z.B. dicker und schwerer als das iPad 2.


    Wenn es zwingende technische Gruende gibt, geht man Kompromisse ein...


    Aber genau daher glaube ich auch nicht, dass sie die hervorstehende Linse nur wegen einer Spielerei wie Aufsetz-Objektiven bringen werden. Das widerspricht der Philosophie.


    Nicht gelebt oder nicht MEHR gelebt?


    Das iPad 3 (bzw. Das neue iPad im Frühjahr 2012) kam ein Jahr nach Jobs Ableben (10/2011).


    Zwar war er daran sicherlich noch beteiligt, aber die letzten knallhart fordernden Änderungen, die er immer quasi in letzter Minute durchsetzte, dürfte es nicht mehr auf Grund seiner schweren Krankheit in der Endphase mehr gegeben haben, oder?


    Damals war er schon sehr schwer gezeichnet. Ich erinnere an die Anhörung zum Bau des Apple Spaceships, das man auf YouTube sehen kann (Link).

    Sollte diese Kameraerhebung tatsächlich kommen, entspräche das mMn nicht wirklich Apples heiligem Produkt- und Designverständnis im Sinne 'Simplicity is the ultimate sophistication' und der klaren Linie Steve Jobs (immerhin Zen inspired), (Dieter Rams Industriesdesign/Braun und darauf konzentriert aufbauend und weiterentwickelnd) Jony Ive.


    Kann mir deshalb nicht vorstellen, dass es so einen derart störenden Designbruch geben wird.