Beiträge von derAL

    :D Der Glühweinkonsum nimmt von Tag zu Tag merklich zu.


    Bielefelder: Du gehörst doch wohl hoffentlich nicht zu denen, die sich im OnlineShop von krisenvorsorge.com eine Armbrust gekauft haben, um damit ihre angehäuften Getreidelager und Goldbarren für den Ernstfall zu verteidigen?


    Blicke ich aus dem Fenster, stelle ich eines fest: Die Erde dreht sich, Tag und Nacht wechseln sich pünktlich ab, die Autos fahren morgens in und abends aus der Stadt, die Menschen bummeln am Samstag, verstopfen die Fußgängerzonen, kaufen kräftig ein, hängen sich etliche Lichterketten vor das Fenster und trinken vergnügt ihren Glühwein, während sie sich gegenseitig durch die Weihnachtsmärkte durchdrücken. So lange das so ist, geht die Welt und erst recht nicht der Euro unter.


    Zu den Anlagen: Ich bin seit mehr als einer Dekade überzeugter Aktionär (Value); glaube mir, ich mache mir keinerlei Sorgen.


    Und Vermögen ist irgendwann immer bedeutungslos:
    'Luxury is temporary then it's gone'. (Lyrics, The Black Crowes)

    Der Euro-Crash bleibt aus, weil es ein Schmarrn ist. Wenn man das Wort 'Crash' überhaupt benutzen möchte, dann kommt er in sehr sehr langen, ja verdammt langen Raten: Inflation (irgendwann, nicht jetzt, nicht morgen, in frühestens 5-10 Jahren), die elegant optisch niedrig gehalten wird, schleichende Steuererhöhungen und eine gemächliche aber währende Reduzierung von Leistungen des Staates wie die Absenkung des Realeinkommens.


    Alle im Moment überzogenen Inflationserwartungen (Immobilienpreisboom, Goldboom), mit denen man Crash-Anhänger anlockt, werden irgendwann fürchterlich platzen. Auch die Renten, der sichere Hafen von Bunds etc. wird irgendwann einen großen Rentencrash (Stichwort Renten-KGV: Die Höhe ist ein galaktischer Wahnsinn) nach sich ziehen. Der Euro dagegen bleibt.

    Naja, war ja auch nicht so bierernst gemeint, sondern eher ironisch, nachdem Wolfgang frecherweise das Wort 'peinlich' benutzte :).


    Aber in der Tat, ich bin skeptischer geworden, nicht nur deshalb, weil es Diskussionen um Lieferschwierigkeiten gibt und im Grunde auch schon lange gab. Die Deutsche Bk. (arbeite da noch immer nicht) hat das schon zum Zeitpunkt des heftigen ersten Lumia-bedingten Anstiegs gleich in einer Kurzanalyse genannt (was aber auch nicht viel heißen mag, da Analysten ja auch nicht immer ins Schwarze treffen, naja - ein anderes Thema).


    Skeptisch stimmt mich der aus meiner Sicht zu schnell stattgefundene Stimmungswechsel. Schaue ich so die Nachrichten und Börsenpublikationen der letzten Wochen an, finde ich Nokia (ur-)plötzlich in sog. Geheimtipps wieder, als 'Gewinner-Aktien', 'Aktie der Woche', Turnaround-Trends und in vielen Börsenbriefen auf einmal ganz oben bzw. oben als lukrative Chance dabei. Zwar ist ein Stimmungsumschwung zunächst mal gut, aber das Tempo des Meinungswechsels auf der Marktseite passt nicht. Im Gegenteil, das gefällt mir überhaupt nicht. Diejenigen, die aus Angst raus sind, sind draussen geblieben, diejenigen die rein sind, schauen auf das schnelle Geld. Diejenigen, die solide Bestände aufbauen und einen mittelfristigen Fokus betrachten, dürften damit in der (gefährdeten) Unterzahl sein. Mein Problem damit: Sitzen zu viele im selben Boot, droht die Gefahr eines Gegenschlages der Kurse in die andere Richtung. Wer soll denn noch kaufen, wenn alle optimistisch/euphorisch sind und daher bereits investiert? Dazu kommt, dass die Lumia-Absatz-Erwartungshaltung nicht mit dem Zeitpunkt der Turnaround-Phase des Unternehmens korrespondiert. Wunder sind demnach gerade eben nicht zu erwarten, allenfalls ein Achtungserfolg könnte drinn sein (und das bedeutet: keine millionensame Absatzerhöhung; die positive Richtung muss sich halt dabei deutlich bei den Absatzzahlen abzeichnen).


    Das Jahr ist börsentechnisch fast um; recht viel dürfte wohl nicht mehr passieren. Dann kommt die Stunde der Wahrheit: Misserfolg, Achtungserfolg, guter Erfolg oder Riesenerfolg? Die Mitte der vier Szenarien wäre aus meiner Sicht schon gut. Wir wissen es nicht, da wir im Moment alle im Dunkeln tappen. Es gibt eine Fraktion, die eine gute Nachfrage erwartet und eine, die das in Zweifel zieht. Beide Gedanken sind berechtigt und können sich als richtig erweisen.


    Genau aus dem Grund stelle ich die Vorsicht, das Absichern des bisherigen Weges und die Achtsamkeit gerade jetzt in den Mittelpunkt meiner aktuellen Überlegungen.

    Während Nokia sich relativ stabil um 2,90-2,95 EUR hält (und das ist nach dem starken Kursanstieg -man betrachte nur den Abstand zur 200-Tagelinie- schon erstaunlich; ich habe vor einigen Beiträgen deshalb zur Vorsicht bzw. Achtsamkeit geraten, da jederzeit Korrekturen einsetzen können. Bis jetzt ist der Kurs zumindest charttechnisch noch durch den MACD abgesichert, aber der Sicherheitsabstand hat sich schon reduziert), fällt Apple weiter (so tief wie seit dem 24.02.12 nicht mehr, nun bei 387,95 EUR). Ich glaube wirklich nicht Wolfgang Denda, dass ich hier zumindest was verpasst hätte, zumindest dachte ich, dass alle meine Beiträge und Agumentationsketten in diesem Thread immer stringent waren; und den Thread gibt es schon länger; naja, so kann das Eigenbild zum Fremdbild offenbar täuschen ;) Aber darum geht es ja nicht ausschließlich bei uns. Lackmustest bleiben die Quartalszahlen zum IV. Quartal. Solange ist mehr oder weniger Sauere-Gurken-Zeit :) Ich finde es aber schon mal gut, dass das Lumia 920 zur Telekom kommt und hier seine LTE-Fähigkeiten zumindest in Deutschland neben Vodafone ausspielen kann. Für mich ist das schon mal was, denn ich bin dort Business-Kunde, der bis jetzt noch kein Telefon gezogen hat. Und das kann ich jederzeit tun und muss nicht auf das Ende der Vertragslaufzeit warten. Eine Wahnsinnsnachricht wäre für mich jetzt noch, dass da (auch) die Cyan-Variante kommt. Aber da muss ich mich wohl noch mehr gedulden. Naja, wie heißt es so schön? - Geduld ist Kraft der höchsten Potenz... :top:

    Keine Sorge. Weder bin ich bei der Deutschen, noch ist mir irgendwas peinlich (Was denn eigentlich? Habe ich was verpasst? Läuft doch alles planmäßig). Die schonungslose Wahrheit: Ich hatte heftige Weihnachtsfeiern (ein paar kommen wohl noch dazu), die Tage waren entsprechend hart und dazu ziemlich viel Stress, da ich ab dem 20. Dez bis zum 06. Jan Urlaub habe und vorher noch etliches zu tun habe. Das geht ganz schön in die Knochen; man wird ja auch nicht jünger, Männer :D.

    Da bin ich grundsätzlich bei Dir, Braindead.
    Das habe ich selbst ein paar Beiträge vorher schon angeregt.


    Wenn jedoch mein (korrekte) Sichtweise weiterhin (übrigens auch am Thread-Thema vorbei; wird das im Sinne einer Gleichbehandlung nicht kritisiert?) öffentlich, teilweise provokativ wie persönlich angreifend (Träumer, Milchmädchen etc.) in Abrede gestellt wird, soll ich dann schweigen?


    Ich werbe somit an der Stelle um Verständnis für mein Handeln und bedauere die in Folge dessen eingetretene Entfernung zum eigentlich Thread-Thema.


    Machen wir also weiter mit den 'schlechten Nachrichten'. Darauf freue ich mich ...

    Zitat

    Original geschrieben von rasputin
    Du hast es (nämlich dass du dir zunächst, d.h. ohne weitere Aktion, nichts von dem Kursgewinn kaufen kannst) also doch verstanden, auch wenn du es nicht zugibst :D


    Noch nicht ;)


    He he, eine weitere Aktion war ja per se nicht ausgeschlossen. Es ging Dir/Euch ja um die sofortige Realisierung von sog. 'virtuellen' Gewinnen, die ohne konkrete Realisierung angeblich keine echten Gewinne darstellen würden. Als Stillhalter erhalte ich jedoch z. B. eine Prämie, ohne den Kursgewinn der Aktie konkret sofort realisieren zu müssen. Ich kann mir somit sofort ein Brot kaufen. Und darauf wollte ich hinaus: es ist erstens eine Frage der Perspektive/des Standpunkts und zweitens eine Gestaltungsfrage. Und hier habe ich long/short und/oder in einer Kombination davon mehrere (Gestaltungs-)Möglichkeiten, meinen Gewinn (ganz und/oder teilweise) festzunageln, ohne dabei realisieren zu müssen. Ich kann demnach auch in dieser Logik 'frei' agieren. Können wir uns darauf comitten? :D


    Zitat

    Original geschrieben von Pineapple
    Milchmädchenrechnung. Bei jedem Kauf/Verkauf langt der Händler (Bank) ersteinmal kräftig zu. Du hast also zweimal Gebühren. Und der Staat greift beim Verkauf auch erst einmal ab.


    Wer sich also von deinen 50 EUR Gewinn ein Brot kaufen kann sind in aller erster Linie die Bank und der Staat. Würde dass ohne Gebühren und Steuern funktionieren wären wir alle Millionäre. Man würde mehrmals am Tag Aktien kaufen und verkaufen und gemütlich vor dem PC Gewinne einfahren und zuschauen wie das Konto nach oben schnellt.


    Milchmädchenrechnung? Häh? 10 Anteile der rasputin-Hintermoser Aktie x 50 Euro Kursgewinn = 500 Euro Kursgewinn. Selbst, wenn Du Steuern und Handelsgebühren abzieht. Ich denke, dass dennoch genügend Geld selbst für ein äusserst hochwertiges Brot übrigbleibt oder wieviel bezahlst Du für bestes Brot (von mir aus für das bei Manufactum oder von Demeter)? Aber natürlich, Entgelte für das Wertpapiergeschäft sind immer zu hoch, das ist natürlich ein Naturgesetz ;)

    Ich habe 50 Euro verdient, die ich festnageln kann. Dann gehören sie mir. Ich muß nichts realisieren. Genauso gut könnte ich Stillhalterprämien einnehmen. Auch hier muss ich zunächst oder auch gar nichts realisieren, sondern kann mir
    theoretisch von der/den vereinnahmen Stillhalterprämie(n) sofort ein Brötchen kaufen. Mein praktisches Problem wird eher sein, dass es an der Eurex keine Hintermoser-Optionen gibt. ;)