Driftet zwar alles ziemlich OT, aba trotzdem ... es muss sein 
Was sagt Ihr dazu? – mir gestern so im Laden passiert:
Ein Kunde hat vor ein paar Tagen die Software „Data Becker MP3 Center“ gekauft.
Kaufgrund: Er hat einen Microboss MP3 Pocket Player und möchte WAV-Dateien bzw. Songs einer käuflich erworbenen Musik-CD gerne in MP3 konvertieren und über sein Notebook auf ne Compact-Flash-Karte schreiben.
Da das Data-Becker-Proggie das umwandeln in MP3 standardmäßig mitbringt, dachte ich mir, da kann nix schiefgehn. Und jetz steht der Kunde gestern wieder vor mir, dass ihm diese Software überhaupt nix bringt.
Er faselte irgendwas davon, dass er Programm braucht, das Sounddaten in Compact-Flash-Kompatible Formate umwandelt und nicht wie das Data-Becker-Proggie, das die Sounddateien CD-Brenn-tauglich macht.
Habt Ihr von soeinem Schwachsinn schon mal was gehört? Weiß zwar, dass es verschiedene MP3 Kompressionsarten gibt, aba spezielle MP3s für CF-Karten ... irgendwie hirnrissig, oda?
Es wird noch bessa: Zzuerst meinte er ja, die Software schaffe es nur die Dateien zum Brennen vorzubereiten und es gäb keine Funktion die Daten auf ein Laufwerk oder einen Ordner zu exportieren – wie ich’s verstanden hab, arbeitet seiner Meinung nach das Data-Becker-Proggie abgekapselt und will mit der Aussenwelt (sprich Windows und den Laufwerken) nix zu tun haben.
Da die Verpackung ziemlich eingerissen war und Software ja vom Umtausch ausgeschlossen ist (außer ich geb ne Falschinfo was die Software kann), installierte ich die Software natürlich erst mal auf meinem Arbeitsrechner um sie selbst zu testen ... und siehe da – oh welch Wunder – klar, das Programm unterstützt freilich die Möglichkeit die generierten MP3s auf der Festplatte abzuspeichern.
Jetzt, da ich ihm ja das Gegenteil von seiner Behauptung gezeigt hatte, kam sein nächster Einwand: Er könne ja die MP3s ja, wie angeblich im Verkaufsgespräch gefordert (Streitfrage), vom Data-Becker-Programm nicht direkt auf seine CF-Karte kopieren. Leider konnte ich dies nicht selbst testen, weil er sein Notebook auf dem das Programm installiert ist, nicht dabei hatte und ich keinen CF-Kartenleser installiert hatte.
Ich erklärte ihm, wenn es tatsächlich nicht gehen würde, könne er ja die auf der Festplatte zwischengespeicherten Dateien ja über den Explorer auf seine CF-Karte rüberkopieren. Dann kam von ihm das Dementi, dass der Player mit dem generierten MP3-File ja nix anfangen kann, weil die Datei angeblich am Quelltext-Anfang irgendwelche Infos enthalten mit denen der Player nicht arbeiten kann. Das soll ihm Microboss so bestätigt haben, weil er denen eine generierte MP3 per eMail zum Testen geschickt hatte. Und überhaupt habe er acht (!!!) solcher Pocket-Player und bei keinem hat die Datei funktioniert. Und zu hoch komprimiert hat er sie auch nicht, denn der Player unterstützt ja 128 Bit-Komprimierung, wobei er allerdings andere, geringere Komprimierungsarten ausprobiert hat.
Vom Internet eine MP3-Datei runtergeladen und auf der CF-Karte installiert hat er allerdings laut seiner Auskunft noch nie ausprobiert.
Er beharrte darauf, dass er sein Geld zurückbekommen möchte und unterstellte uns, er kaufe eh nicht viel bei uns, weil wir uns angeblich immer so anstellen.
OK, wir einigten darauf, er solle seinen MP3-Pocket-Player und seine CF-Karte mitbringen. Ich installier derweil nen CF-Kartenleser, um alles selber zu checken. Komisch nur, dass er meiner Meinung nach kalte Füße gekriegt hat, da er angeblich am selben Tag (sprich gestern) noch etwas Wichtiges zu erledigen gehabt hat und erst am Montag wieder vorbeischaut – machte aber im Laden keineswegs den Eindruck von Eile ... komischkomisch ...
OK, ich ließ es mir nicht auf mir sitzen und mailte gestern noch an Microboss eine auf meinem Arbeitsrechner generierte Datei. Es kam die Info zurück, dass er den Dateinamen in der Form 001rock.mp3 bezeichnen soll, da der Player nur „Dos-Format“ mit 8 Zeichen vor der Dateiendung unterstütze.
Da ich mir das VK-Gespräch vom Nachmittag nicht auf mir sitzen lassen wollte, rief ich ihn um kurz vor sieben (bereits nach Geschäftsschluss) daheim an und erzählte ihm davon, was mir Microboss mitgeteilt hatte. Es kam nur: „Hab ich doch eh so gemacht!“ und jetzt passt auf .. auf einmal sagte er, er habe ne generierte Datei an Microboss geschickt und noch KEINE Antwort erhalten – er warte noch darauf ... Habt Ihrs gemerkt? Am Nachmittag hat er gelabert, er habe die Datei denen bereits geschickt und als Antwort gekriegt, dass die Datei am Anfang irgendwelche Infos enthält, mit denen der Player nix anfangen kann.
Meiner Meinung nach ein klarer Fall von ... „Hah, da kauf ich ne CD-ROM bei denen, brenn mir die Software und bring sie einfach mit ner Fehlermeldung zurück und ich krieg men Geld zurück! So blöd wie die sind, merken die’s eh ned!“
Ich bin gespannt, ob er am Montag mit seinem Zeugs zum Testen noch mal reinschaut! Ich bin der Meinung, wir sehn den Kunden, zumindest in Bezug auf dieses Problem, nie mehr. Am liebsten wär mir, wenn ich ihn wirklich überhaupt nie mehr sehen würde! Auf solche kann ich echt verzichten, besonders weil er und sein Sohn einen siebengescheiten Eindruck machten ... so in der Richtung "Ich kann alles bessa, ich mach alles bessa, ich bin der Beste ..."
Schönes Wochenende Euch allen ... 