Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Heutzutage ist alles leise, wenn es nichts zu tun hat. Man hat wirklich die Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb in den Griff bekommen. Deshalb verstehe ich auch nicht so ganz, warum sich manche solche Krücken unter den Tisch stellen, nur damit es leise ist. Ich baue mir so alle 1,5-2 Jahre einen neuen 95%-High-End-PC zusammen und den hört man auch kaum im Idle. Unter Last darf der natürlich föhnen, aber dann geht auch was. Von nichts kommt nichts.

    Leider nicht. Es ist vielleicht möglich mit dem Ressourcenmonitor von Windows. Aber rein praktisch gesehen kann man das ganz gut mit dem Auge erkennen, wenn man den Taskmanager beobachtet. Es wird dann einer oder alle vier Kerne zu einem gewissen Grad ausgelastet sein. Das schaut man sich dann mal eine Weile an, während der Rechner streamt. Windows selber braucht nur einen einstelligen Prozentsatz auf einem oder zwei Kernen. Den Hauptausschlag macht die Streaming-Anwendung. Wenn Du nun siehst, dass nur ein Kern zu fast 100% ausgelastet ist, und Du derzeit vermutlich einen Q6700 laufen hast, dann solltest Du nicht zu tief in die Stromsparkiste greifen, weil vom Q6700 bis heute zu einem Core i7 hat sich nicht so schrecklich viel getan. Ich hab die Benchmarks nichts mehr genau vor Augen, aber die CPU-Leistung müsste sich gerade mal so verdoppelt haben bei gleicher GHz-Zahl pro Kern.

    Okay. Besonders wichtig ist, zu ermitteln, ob Deine Streaming-Software von mehreren Kernen profitiert. Sollte sich also herausstellen, dass Deine derzeitige Lösung praktisch nur auf einem Kern läuft, bringt es nichts, dann eine moderne, stromsparende CPU mit 4 Stück schwachen Kernen zu kaufen. Das ist etwas knifflig, dann anhand von Benchmarks zu ermitteln, wieviel Leistung Du gerade pro Kern benötigst und diese dann auf neuere CPUs zu übertragen.


    Weil: ja, CPUs sind effizienter geworden, aber von nichts kommt nichts. Im High-End-Markt hat sich nicht viel getan, aber es haben sich sehr viel Schrott und schlaffe Titten(TM) hinzugesellt.

    Ich würde das lieber andersherum aufzäumen: Ermittle, wieviel CPU-Bedarf Deine derzeitige Lösung hat, und kaufe danach eine CPU, die diese Anforderungen genau erfüllt bei weniger Strombedarf. Es gibt Tools vergleichbar mit dem Taskmanager, die die CPU-Kern-Belegung mitprotokollieren. Danach weisst Du, wieviele CPU-Kerne mit wieviel Prozent der Zeit ausgelastet sind, wenn ein Worst-Case-Stream erzeugt werden muss.

    Re: Re: Re: verschiedene USB-Ladegeräte - worauf muss man achten


    Zitat

    Original geschrieben von blacksun
    mal ganz blöde gefragt, wo findet man diese Angabe wie hoch der Mindeststrombedarf ist damit das Gerät auch Strom anfordert/annimmt?


    Bei batteriebetriebenen Geräten gibts zwei Strombedarfe, einmal den für Betrieb mit Laden, und für Betrieb ohne Laden. Das mitgelieferte Netzteil reicht natürlich für Betrieb mit gleichzeitigem Aufladen. Ist das Gerät jetzt voll geladen, kommt man unter Umständen für den reinen Betrieb ohne Laden mit weniger aus. Bei meinem Tomtom GO 930 ist das so. Der Betrieb erfordert ca. 500mA, zzgl. Aufladen dann 1A.

    Zitat


    Ich meine klar kann man einfach ausprobieren ob's geht. Wenn man aber vor hat erst noch einen Stromadapter/Ladegerät zu kaufen (z.B. für Zigarettenanzünder im Auto) wäre es ja schon sinnvoll, wenn man weiß, welche Geräte man erst gar nicht bestellen braucht.



    Also hat das Ladegerät mit der höchsten Ampere-Angabe auch immer die höchste Leistung in Watt?


    Ja, bei der gleichen Spannung (USB ist immer 5V) hat das Ladegerät mit der höchsten Strombelastbarkeit auch die höchste Abgabeleistung.

    Zitat


    Aber von der PIN-Belegung bzw. der Verdrahtung sind alle gleich, oder?
    Hintergrund meiner Frage, wenn ich mir z.B. DVI anschaue, dann gibt es da ja DVI-I, DVI-D, DVI-A, und dann bei -I und -D auch noch Single-Link und Dual-Link.
    Gibt es bei USB-Kabeln auch schon so eine "Wissenschaft" oder sind da wenigsten alle gleich?


    Die sind alle gleich belegt. Es müssten zwei Leitungen für Versorgungsspannung sein, zwei Leitungen für Daten, und das Steckergehäuse ist mit der Abschirmung verbunden. Bei USB 3.0 ist es etwas anders, da noch zusätzliche "moderne" Kontakte parallel zu den "Legacy-Kontakten" zur Abwärtskompatibilität existieren. Aber USB 3.0 ist noch kein Thema bei Mobilgeräten wie Handies, Tabletts, Navigationsgeräten, Kompaktkameras.



    Zitat


    Der erste Grund meiner ganzen Fragen ist der, dass wenn man mal unterwegs ist, dass man dann nicht für jedes Gerät das Steckdosen-Ladegerät mitnehmen muss, sondern dann eines reicht das für alle funktioniert.
    Der zweite Grund ist tatsächlich der Erwerb eines Kfz-Adapters für den Zigarettenanzünder.
    Da gibt es welche mit 500mA, mit 1000mA, mit 2100mA und einige wenige mit 2400mA. Wenn ich Deine obigen Antworten richtig interpretiere kann man nichts falsch machen wenn man eines mit möglichst viel Ampere nimmt, ausser dass das Gerät die Sache mit der Widerstandscodierung nicht kann und das Gerät dann gar nicht lädt. Aber kaputtmachen kann man nichts, weder Ladegerät, Akku noch Gerät, richtig?


    Ja, richtig. Du kaufst das stärkste USB-Ladegerät mit 2,4A und da kannst Du alles mit laden. Gute Hersteller wie z.B. Griffin haben das mit der Widerstandscodierung gut im Griff, die laufen dann auf Samsung und Apple (andere hab ich nicht probiert)

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    Da das Originalladegerät von Samsung für die Steckdose 2A hat würde ich dann einfach einen Adapter nehmen mit 2100mA. Würde es sich lohnen so ein 2400mA-Gerät zu nehmen?


    Das kommt auf das Gerät und seine Ladeelektronik an, ob die soviel Strom zulässt. Ich kenne es von meinem alten Ipad 3, welches mit einem 2,1A-Lader (der sog. 10W-Lader) kam, und inzwischen hab ich den 2,4A-Lader (der 12W-Lader) vom Ipad 4 und es läd ein kleines bisschen schneller.

    Zitat


    hmm, und was davon ist nun der Grund dass an meinem älteren Laptop mit USB 2.0 das Tablet nicht auf Laden geht? Ein Computer-USB-Anschluss ist ja kommunikativer als ein Ladegerät.
    - Hat der USB-Anschluss am Laptop die Stromanforderung nicht verstanden?


    Hat er wahrscheinlich schon.

    Zitat


    - Haben Computer und Tablet sich unterhalten, dann aber festgestellt dass nicht genügend Ampere geliefert werden kann?
    - Liefert der Anschluss, nur dem Tablet ist das zu wenig?


    Richtig, das Tablett geht nicht in den Lademodus, weil es nicht genug Saft "sieht". Bei Apple und dem Ipad ist es so, dass erst ab 1A ein Ladevorgang bescheinigt wird. Aber in Wirklichkeit läd ein Ipad auch bei 500mA, auch wenn er es nicht anzeigt. Man will wohl verhindern, dass Leute dann zu Millionen Apple verklagen, warum der Vorgang dann 24 Stunden statt 10 Stunden dauert. Dann lieber gar kein Ladevorgang anzeigen und den Anwender damit zwingen, das starke, mitgelieferte Netzteil zu verwenden.

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    Kann man das herausfinden/erklären?


    Ich hoffe, etwas Klarheit reingebracht zu haben.

    Re: verschiedene USB-Ladegeräte - worauf muss man achten


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    Original geschrieben von blacksun
    Hallo,


    bei sehr vielen Geräten (Handy, Smarthphone, Tablet, MP3-Player, usw.) mit einem Mikro-USB-Anschluss liegt auch ein Ladegerät bei, mit dem man das Gerät an der Steckdose laden kann.


    Ich habe mich gefragt, ob man hier munter jedes Ladegerät bei jedem Gerät benutzen kann?


    Ja.

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    Mit Google findet man diese Frage an diversen Stellen, und alle sagen dass das problemlos möglich wäre, da USB mit 5V genormt sei.


    Welche Rolle spielen nun aber Ampere und Watt?


    Man solle das Ladegerät mit der höchsten Ampere-Zahl Output nehmen. Das zu ladende Gerät würde sich nur das nehmen was es braucht.


    Ja, richtig. Strom kann man nicht durch die Leitung zwingen. Er muss "angefordert" werden (durch einen niedrigen Widerstand des Verbrauchers.

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    Anders herum, also ein Gerät laden, dessen Original-Netzteil eine höhere Ampere-Angabe hat als das Netzteil von einem anderen Gerät, würde auch funktionieren, nur der Ladevorgang wäre länger.


    Ja, auch richtig.

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    Stimmt das tatsächlich, kann ich also beliebig durchtauschen?
    Worauf muss ich achten?
    Wenn Netzteil mit weniger Ampere als Originalnetzteil, dauert da tatsächlich nur das Aufladen länger? Schadet das dem Akku/Gerät? Schadet es dem Netzteil?


    Es dauert halt länger oder geht gar nicht, wenn das Gerät einen Mindeststrombedarf hat. Langsamer laden ist eine Sache, aber manche Geräte brauchen eben genügend Dampf, um auch ohne Ladung zu funktionieren.

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    Beim Laptopnetzteil hat man mir mal gesagt dass das Netzteil auch noch genügend WATT haben müsste, da es sonst überhitzt/kaputtgeht.


    Ja, kann passieren.

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    Auf den ganzen USB-Ladegeräten finde ich gar keine WATT-Angabe.

    .
    Brauchst Du auch nicht. Bei Gleichspannung ist die Watt-Angabe = Spannung x Strom. Also z.B. 5V x 1A = 5W abgegebene Leistung.

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    zweiter Bereich:
    Die Verbindung zwischen Netzteil und zu ladendem Gerät wird mit einem USB-auf-MikroUSB-Kabel hergestellt. Auch wenn die beiden Stecker auf beiden Seiten von der Form her gleich sind, sind die Kabel gleich oder gibt es hier auch Unterschiede auf die man achten müsste?


    Eigentlich sind die gleich. Aber da in den letzten Jahren eine Dehnung des Standards (500mA bei USB 1.1 und 2.0) stattgefunden hat, könnte ein altes Kabel bei den modernen Ladern mit größer 1A schon leicht warm werden. Hab ich aber persönlich noch nicht erlebt.


    Die Hersteller haben sich nach einer tüchtigen Ladung Koks oder Alk damals überlegt, wie man verhindern kann, dass ihre schönen neuen Geräte durch Fremdladegeräte aufgeladen werden können. Deshalb gibt es bei (Liste nicht vollständig) Apple, Samsung und Blackberry unterschiedliche Widerstandscodierungen, die auf die Pins gelegt werden. Damit erkennt das Gerät, welches Ladegerät angesteckt ist und läd im Falle eines Fremdladegerätes (oder eines schlecht imitierenden Fremdladegerätes) nicht.


    Dieses ganze Chaos ist daraus entstanden, dass der USB-Standard vorsieht, dass sich ein Verbraucher gegenüber dem USB-Anschluss zu erkennen gibt und einen gewissen Strom anfordert. Wird der bewilligt, versorgt der USB-Anschluss das Gerät mit Strom. Leider sind jetzt Steckernetzgeräte nicht so schlau und kommunikativ wie eine USB-Schnittstelle in einem PC, und somit konnte das angesteckte USB-Gerät soviel Strom ziehen, wie es wollte (oder die Spannungsquelle hergeben konnte, bis zum Zusammenbruch der Spannung. Um dem ganzen einen Riegel vorzuschieben, hat man die Codierung über Widerstände erfunden.
    Inzwischen hat sich die Situation entspannt und viele USB-Anschlüsse erlauben von Hause aus mehr als die alten 500mA. In neuen USB-Normen wie 3.0 und 3.1 ist eh schon mehr erlaubt.

    So, Neuigkeiten von der NAS-Front. Hab nun ein Synology DS1513+ und 3 Stück WD 3TB red für NAS bestellt. Mein Plan ist nun, erstmal die drei Platten einzubauen, darauf ein Verbund mit SHR oder RAID5 zu errichten, und dann nach und nach meine Daten draufkopieren. Ziel ist es, zwei externe Festplatten mit jeweils 3TB auszuschlachten und diese dem Verbund zuzufügen, dass am Ende dann 5x3TB verbaut sind. So wie ich das verstanden habe, könnte ich in diesem Fall SHR oder RAID5 wählen, ohne Platz zu verlieren.


    In der Zukunft würde ich auch eher mit gleichen oder größeren Platten aufrüsten, hierbei könnte ich ja auch RAID5 nehmen. SHR hat ja anscheinend nur Vorteile, wenn ich mit kleinen Platten starte und größere hinzufügen will. Hat jemand Erfahrung mit beiden Systemen? Gibts sonst noch was zu beachten ausser dem Aufspielen einer neuen Firmware auf die DiskStation bevor die in Betrieb genommen wird?