Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Nochmal ein paar Gedanken, weil's mir in den Fingern juckt:


    Ein Akku ist eine chemische Zelle, die Energie auf elektrochemische Weise speichert. Das heisst, der Ladevorgang sortiert die Atome in der Zelle auf eine Weise, der Entladevorgang läuft dann quasi rückwärts. Soviel zur abgespeckten Theorie.


    Was nicht dazu gehört, sind die Brennstoffzelle, da der Brennstoff von aussen zugeführt und dann innerhalb der Zelle verzehrt wird.


    Ebenso wenig dazu gehören die Zellen, die das Elektrolyt austauschen. Sowas ist bei Elektroautos in der Diskussion. Es wird das Elektrolyt (die Flüssigkeit) in der Zelle getauscht und dann irgendwo extern in Ruhe geladen (also die Atome hin und hergeschoben. Das zählt nicht, weil der Ladevorgang ausserhalb stattfindet.


    Zurück zum Thema: Brainstorm hat ja schon was dazu geschrieben. Ergänzend dazu noch etwas Zahlenmaterial:


    Eine typische Li-Ion-Zelle hat im randvollen Zustand 3,7V und für mobile Applikationen so zwischen 2Ah und 10Ah Kapaziät. In richtigen Zahlen also 3,7V*2Ah= 7,2Wh (gesprochen "Wattstunden") bis hinauf zu ca 37Wh.


    Landläufig bezeichnet man Schnelladung alles, was sich so im Zeitraum von 15-60 Minuten abspielt.
    Weiterhin hat eine moderne Li-Ion-Zelle so einen Ladewirkungsgrad von 90%. Das heisst, dass 90% der reingefüllten elektrischen Energie dazu verwendet wird, die Atome passend hin und herzuschieben. Der Rest wird wie immer im Universum zu Wärme.


    Beispiel ein modernes Handy mit 3,7V und 3AH=11,1Wh Energie. Dieses wird an ein modernes Ladegerät mit 1A Ladestrom angeschlossen. Da wir davon ausgehen können, dass aus Gründen der Akkulebensdauer das Handy den Akku niemals bis zum sichereren Zelltod leerlutscht, sondern bei 25% Restkapazität abschaltet, müssen also 0,75*11,1Wh=8,3Wh in den Akku geladen werden.


    Bei angenommenen 1A Ladestrom wird das in 0,75*3Ah / 1A = 2,25h erledigt sein. Dabei entstehen nun mindestens 10% Wärme im Akku selber, plus noch etwas durch den DC-DC Wandler, der die 5V des USB-Anschlusses auf knapp 4V runtersetzt. Das vernachlässigen wir aber mal hier. Die entstandene Wärmemenge ist also 2,25h*1A*0,1*3,7V=0,83Wh also ca. 3000 Joule. Das ist kein Problem, weil wir haben ja 2,25 Stunden Zeit, die Wärme abzuführen.


    Jetzt der Stunt: 30 Sekunden. Es muss also 270 mal (2,25*3600/30) schneller gehen. Da wir kein Elektrolyt tauschen oder sonstige Tricks anwenden, entstehen diese 3000 Joule halt innerhalb von 30 Sekunden.


    Da die Zahlen so wunderbar zueinander passen, ergeben sich 100W Verlustleistung. (1 Joule = 1Ws).
    Das klingt jetzt nicht so dramatisch, ist aber jetzt schon eine Ansage für die Dimensionierung eines passiv gekühlten Gerätes, wo aus Gründen des Berührungsschutzes an einer Metalloberfläche eh nur 55°C sein dürfen.


    Der Haken ist, dass diese Wärme nicht kontinuierlich abgegeben wird, sondern erst dann, wenn die Zelle fast vollständig geladen ist, also bei ca. 90%. Dann wird sehr fix sehr viel Wärme frei, die innerhalb einer kurzen Zeit abgeführt werden muss. Man kennt das vom eigenen Handy, das wird auch erst dann warm, wenn es fast voll ist.


    Den Part mit den Ladeströmen im dreistelligen Bereich über ginschtige Consumerstecker erörter ich jetzt nicht, das kann jemand anderes machen. Sollen andere ja auch ihren Spass haben :)

    Fakten mag der Esoteriker gar nicht. Diese muessen als erste gebogen werden.


    Zu Tesla: Ein genialer Mann mit einigen tollen Erfindungen, die die Welt veraender haben, aber gegen Ende seines Lebens (auch wie so haeufig bei hochintelligenten Menschen) auch geisteskrank und grössenwahnsinnig.

    Das läuft auf der Gier-frisst-Hirn-Schiene, so wie die ganzen esoterischen Freie-Energie-Projekte oder HHO-Generatoren.


    Kaum ein Thema wird so gut beforscht wie das Thema Energiespeicherung. Wenn jetzt ein Start-Up daherkommt, und um Größenordnungen bessere Ergebnisse haben will als alle Batteriebuden weltweit, muss man da eigentlich nicht mehr weiterlesen.

    Sowas geht nur mit Kondensatoren. Bei Akkus hat man immer Ladeverluste, und wenn diese Wärmemenge nun nicht mehr in 15-20 Minuten anfällt, sondern in 30 Sekunden, können sich einige vorstellen, wie warm dann so eine Zelle wird.


    Wenn jetzt argumentiert wird, es gäbe ein Akkuwerkstoff, der einen deutlich besseren Ladewirkungsgrad hätte als bestehende Technik, dann hätte man davon schon gehört, weil das auf einen Schlag die Weltprobleme der erneuerbaren Energien lösen würde (Stichwort: Energiespeicher, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint).

    Ja, das ist mir bewusst. Es gibt ja von Intel auch solche RAID-Lösungen, die wohl nicht so richtig doll sein sollen. Meine Sorge ist dabei eben, dass die nicht so flexibel sind, was die Änderungen angehen. Es ist halt alles so ein Gratis-Mist, der beim Mainboard dabeiliegt. Bietet ein modernes Windows wie z.B. Version 7 solche Funktionen an, die ich brauche? Ich würde mich dann darauf beschränken, dass ich das RAID um Platten erweitern kann. Wenn es ein richtiger PC ist, kann ich ja soviele Platten mit eigenem Laufwerksbuchstaben einbauen, wie ich will, da ist ein Hin- und Herschieben viel einfacher als in einer Black Box.



    Edit: Das TS-509 pro scheint es nicht mehr zu geben.

    Ich hab drüber nachgedacht, einen stromsparenden PC herzunehmen und eine gute RAID-PCIe-Karte reinzustecken, und dann ein Windows 7 oder sowas drauf laufen zu lassen. Aber dagegen spricht halt, dass man sich dann auch wieder regelmässig um noch einen PC kümmern muss. Der Charme vom NAS mit seiner Oberfläche ist für mich, dass die Experten das wohl schon ordentlich konfiguriert haben, und ich nicht erstmal ein Jahr üben muss, und das viermal neu machen muss, weil ich nach drei Monaten feststelle, dass ich was falsch eingestellt habe. Natürlich wäre es extrem viel preiswerter, wenn wir in die Kategorie "8-bay" kommen, die ich eigentlich gerne hätte.

    Linux kommt nicht in Frage. Sonst könnte ich noch irgendwo mein OS/2 Warp auf 21 Disketten plus nochmal soviele Disketten Servicepack installieren ;)


    Um die Recoveryzeit mache ich mir keine Sorgen, und es ist mir auch bewusst, dass es kein Backup ersetzt. Es sind wiederbeschaffbare Daten, allerdings aufwendig. Meine wirklich wichtigen Daten sind wesentlich handlicher und liegen örtlich verteilt.


    Ich möchte halt mit einer kleinen Lösung anfangen, max. 500 Euro für das NAS und nochmal so 200-300 Euro für Festplatten, und von dort aus erweitern, wenn ich Vertrauen gefunden habe.


    Idealerweise kann man bei der Installation des NAS schon den Grad der Paranoia / Redundanzfaktor bestimmen, wie man sowas bei einigen Packern damals konnte.

    Danke erstmal, ich suche eine benutzerfreundliche Lösung. Die Software, die auf modernen NAS drauf ist, sieht ganz gut aus. Nur kann man anhand der Screenshots allein nicht gut einschätzen, wie gut das wirklich alles funktioniert. Man kennt von Festplatten-Partitionierern schon seit über zehn Jahren, wie komfortabel man Partitionen verwursten und umkopieren kann, und das meist ohne Datenchaos. Sowas müsste doch auch auf einen NAS mit Raid möglich sein.


    Dass man natürlich eine Festplatte aus dem Raid entfernen kann (quasi die mini-Katastrophe ;) ) und dann eine andere einbaut, ist nicht das Ziel der Flexibilität. Das Raid soll schon den Platz der zu ersetzenden Platte freimachen, um dann mit einer größeren Platte die Redundanz wieder herzustellen (mit mehr Platz dann, natürlich).


    Warum das ganze Gehampel? Weil ich irgendwo so um die 12 Terrorbyte Speicherplatz benötige, und die will ich halt nicht 2x vorrätig haben, falls es zu einer Umschichtaktion kommt. Das sollte dann dynamisch funktionieren.

    Ich bräuchte mal Erfahrungsberichte von NAS-Benutzern, was die Erweiterbarkeit mit zusätzlichen Festplatten zur Verbesserung der Redundanz und Netto-Speichermenge angeht.


    1. Welcher Hersteller? Qnap oder Synologie? Ich lege wert darauf, dass ich nicht alle drei Wochen irgendwelche merkwürdigen Effekte reparieren muss. Ich kann auf Spielereien verzichten. Weder möchte ich irgendwelche Apps drauf installieren, oder auf den TV streamen, oder von aussen drauf zugreifen.


    Ich möchte einen Speicher für daheim, in den ich ca 4-5 Festplatten beliebig einbauen kann, die dann variabel in der Redundanz konfiguriert werden können. Beispiel: Ich starte mit einem 4-bay-System und baue drei Festplatten ein. Diese drei Platten erlauben den Ausfall einer Platte. Dann möchte ich mehr Kapazität und baue eine vierte Platte ein. Das NAS würde dann die Daten so umschichten, dass immer noch ein Ausfall einer Platte toleriert werden kann. Weiteres Szenario: Ich würde von den vier Plattten, die nun im NAS arbeiten, gerne eine gegen eine größere austausche. Ginge es jetzt, die Redundanzdaten zu entfernen, die (zu kleine) Platte zu entfernen, eine größere einzubauen, und dann die Redundanzdaten wieder neu auf die vier Platten mischen zu lassen? Dass diese Vorgänge dann tagelang dauern, ist mir klar, aber ist sowas mit einem guten Gerät möglich?