Nun, wie ihr schon richtig festgestellt habt, muss ein Händler, der einem Kunden eine deutlich unter Marktpreis liegende Finanzierungskondition anbietet, diese Finanzierung subventionieren, d.h. er zahlt einen gewissen Betrag an die Bank, die Höhe ist meist abhängig von der Finanzierungssumme und der Laufzeit. Andersherum geht das natürlich auch, vor allem Gebrauchtwagenhändler bitten Kredite meist von herstellerunabhängigen Banken (z.B. CC-Bank) an und verkaufen Zinssätze von 7,9% bis 12,9% eff., hierbei erhält der Händler von der Bank eine Provision in Höhe der Differenz zwischen dem Händlerzins (z.B. 6,9% eff.) und Kundenzins von meinetwegen 9,9% eff.
Bei Barzahlung und ohne Inzahlungnahme eines "alten" Fahrzeuges sollten mindestens 10% drin sein. Wobei dies natürlich stark variiert, bei Nischenmodellen, wie z.B. Roadster, Cabrios oder Geländewagen, ist eher etwas weniger drin. Bei Opel Astra oder VW Golf eher mehr (12-15%). Dennoch sollten gerade bei der momentanen Absatzflaute im Neuwagenbereich auch mit subventionierten Zinssätze deutliche Rabatte drin sein, 5% bis 8% scheinen realistisch. U.U. sollte mach auch überlegen, ob ein Privatkredit bei einer Haus- oder Internetbank zu beispielsweise 5,9 oder 6,9% eff. und anschließemden Autokauf unter Ausnutzung des "vollen" Rabattes nicht in manchen Fällen die günstogere Alternative ist.
Zu Erwähnen wäre noch, dass z. Zt. bei Neuwagenkauf sehr viele Subventionsangebote von Herstellern angebotenen werden, so dass ein Jahreswagenkauf im Moment eher selten lohneswert ist.
Gruß,
Martin