Beiträge von Usul

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    Original geschrieben von bambi05
    Das ist Fakt. Diesen Satz sollten sich die ganzen Schreihälse mal sehr intensiv durchlesen. :rolleyes: Toll diese linken Steinewerfer, sind alles Pazifisten.


    Stimmt... alle Gegendemonstranten sind Steinewerfer... bei jeder linken oder gegen rechts gerichteten Demo kommt es zu großen Ausschreitungen...


    Ich frage mich manchmal, ob ich in einer Paralleldimension lebe. :rolleyes:

    Nur der Vollständigkeit halber:
    Der o2-Shop in Karlsruhe an der Kaiserstraße weiß zwar um diese Aktion, hat aber keine Geräte mehr. Zumindest hat mir das Herr am Telefon glaubhaft versichert. Er meinte, daß sie "die Liste" zu spät bekommen hätten und die Geräte schon vorher teilweise ausverkauft waren. Was immer das auch bedeuten mag...


    Ein K750i hätte ich nämlich zu dem Preis gerne genommen. :)

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Du bist Politiker, nicht wahr? :D


    Wieviele Mädchen, die nicht am Sportunterricht teilnehmen, ich persönlich kenne spielt doch keine Rolle. Es tut zur Diskussion nichts zur Sache. Wenn Du mit dieser Logik arbeitest dürfte die große Koalition auch keine Gesundheitsreform beschliessen weil die meisten Parlamentarier keine Ärzte sind...


    Es tut eben doch etwas zur Sache! Denn wenn du schreibst:


    Es ist z. B. keinem Otto Normalverbraucher nachvollziehbar warum z. B. türkische Schülerinnen nicht am Turnunterricht teilnehmen können - wer sich entscheidet hier zu leben muß akzeptieren daß in der Schule verbindlicher Sportunterricht stattfindet.


    verallgemeinerst du ungemein... denn es ist nicht so, daß die meisten türkischen Schülerinnen nicht am Sportunterricht teilnehmen - es ist eine Minderheit. Und gerade dieses Beispiel als Argument für die ach so große Ausländerproblematik herzunehmen, die du gerne durch Parteien am rechten Spektrum angesprochen haben willst, zeugt von Pauschalisierung - ob bewußt oder unbewußt, mag ich nicht entscheiden.


    Ich bin türkischer Herkunft und meine Schwester und alle türkischen Mädchen, die ich kenne und von denen ich gehört habe, haben ganz normal am Unterricht teilgenommen. Die relativ wenigen Familien, die dies nicht zulassen, werden auch vom Großteil der Türken eher negativ bewertet.

    Sorry, aber auf all das, was du in deinem Beitrag geschrieben hast, werde ich nicht eingehen können und auch wollen... ist mir persönlich zu dumpf und auch zu sehr verallgemeinernd. (Wie viele türkische Mädchen kennst du z.B., die nicht am Sport- oder Schwimmunterricht teilnehmen dürfen?)


    Was die Synagogen in Deutschland angeht - nämlich daß es mehrere gibt - hast du recht und ich unrecht. Dennoch hat die Münchner Synagoge eine gewisse Bedeutung, die die Berichterstattung rechtfertigt.

    Neben dem, was Doktor Administrator geschrieben hat möchte ich noch auf dies hier eingehen:


    Zitat

    Original geschrieben von Amerikaner
    Wie viele Verbotsanträge gegen die NPD sind bisher gescheitert? Und warum? Weil Karlsruhe bisher der Ansicht war, die NPD wäre eben verfassungskonform.


    Der letzte Verbotsantrag wurde wegen Verfahrensgründen eingestellt - vor allem wegen der zahlreichen V-Männer des Verfassungsschutzes, die es in der NPD gab. Ob die Parte verfassungswidrig ist oder nicht, wurde dabei weder verhandelt, noch ausgesagt.

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    Original geschrieben von Printus
    Just gestern Nachmittag berichtete die Tagesschau über den Tag der offenen Tür in der neu erbauten Münchner Synagoge, zuletzt 2 Std. Sondersendung zur Eröffnung. Mir ging dabei unweigerlich durch den Kopf: "Ja und - ist das eine Meldung, die von solchem bundesweiten Interesse ist, daß "die" Nachrichtensendung schlechthin das als Aufmacher bringen muß?"
    Ich gönne den Leuten ihre Synagoge, genauso wie ich jedem Christen seine Kirche und den Muslimen ihre Moschee gönne. Nur: Würde man auch 2 Std. und in der Tagesschau darüber berichten wenn in Würselen eine neue Moschee eröffnet worden wäre? Nein, sicher nicht!


    Dein Vergleich hinkt gewaltig.
    Du kennst sicher die deutsche Geschichte und weißt, daß z.B. vor knapp 70 Jahren Synagogen in ganz Deutschland verbrannt wurden.
    Wenn die Moschee in Würselen nach solch einer Vergangenheit wieder die erste in Deutschland wäre, bin ich mir sicher, daß darüber berichtet werden würde. Und ganz ehrlich: Ich fände das genauso gut wie die Berichterstattung über die Münchner Synagoge.



    Zitat

    Und das zeigt daß in der Öffentlichkeit nicht die Normalität dargeboten wird, die aber in den Köpfen vieler Leute längst gegeben ist... Da schafft man ohne Not Angriffsflächen, genauso wie manche Integrationsbemühungen schief laufen, siehe Rütli-Schule oder die Kopftuch-Diskussion.


    Willst du damit andeuten, daß so etwas wie die Berichte über die Münchner Synagoge Gewalt und Ressentiments schüren? Das mag sein, aber es liegt sicher nicht an den Berichten, sondern an denjenigen, die sie vollkommen falsch interpretieren oder sowieso schon dazu neigen, die Angriffsflächen, von denen du redest, zu suchen und zu benutzen.



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    Die politische Landschaft reagiert darauf aber nicht indem eine seriöse, etablierte Partei eindeutig Stellung bezieht, sondern man schwafelt drumherum, niemand spricht aus was das Volk insgeheim denkt. Schlecht, ganz schlecht, denn so wird jede kritische Position den unsäglichen Neonazis überlassen und die Leute fragen sich warum man immer noch ganz schnell unterstreichen muß daß man "ja kein Rechter sei nur weil man jetzt mal dies oder jenes denkt".


    Man hat es vielleicht schon gemerkt... die eindeutige Stellung, die du verlangst, finde ich vollkommen unnötig. Wie sollte die aussehen? Sollte eine Partei hergehen und sagen, daß sie gegen den Wirbel um die erste Synagoge in Deutschland seit Jahrzehnten ist?


    Ich will dir nicht zu nahe treten, aber dein ganzer Beitrag unterstreicht die Situation in Deutschland (wohl auch in anderen Ländern, aber das ist nicht das Thema hier) ganz gut.
    Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung glauben z.B. über 17% der Deutschen, daß „der Einfluss der Juden zu groß“ sei. Dies ist ein sehr beliebtes Argument der Rechtsextremen und egal, was man sagt, man kann es nicht entkräften, weil darauf nicht eingegangen wird.
    Aber - und das ist die momentane Lage - solche Aussagen stammen mittlerweile nicht mehr nur von Neonazis und Rechtsextremen... Vertreter jeder Bevölkerungsschicht denken so. Natürlich nicht alle, aber 17,8% ist schon eine Menge, wenn man bedenkt, daß diese spezielle Meinung ganz einfach eine nicht wirklich belegbare Legende ist. Von der Tatsache abgesehen, daß z.B. die Christen noch viel mehr Einfluss in Deutschland und auch in der Welt haben - nur darüber regt sich niemand auf, weil es als Argument nicht seit Jahrhunderten durchgekaut wurde.


    Zitat

    Wie letztens mal ein Kollege zitierte: "Auch Dunkelhäutige, Behinderte und Türken können Arschlöcher sein." Das sollte man dann aber auch sagen dürfen ohne daß gleich wie ein Echo Rechtsextremismus unterstellt wird.


    Kannst du ja sagen, weil es stimmt... nur in welchem Zusammenhang willst du es sagen? Warum z.B. ausgerechnet hier in diesem Thread, wo es um die dürftige Beteiligung an der Demonstration gegen den NPD-Parteitag geht? Es geht doch gar nicht darum, wer alles ein Arschloch sein kann... daß du dennoch die Notwendigkeit verspürst, solch einen zusammenhanglosen Satz zu sagen - der wie gesagt für sich gesehen durchaus richtig ist - sagt einiges aus. Nicht etwa, daß du ein Rechtsextremer vom Schlage eines dumpfen Neonazis bist... aber - auch gepaart mit deinen Aussagen, die ich zitiert habe, scheinbar ein Problem hast, das viele in Deutschland mit dir teilen...



    Amerikaner:
    Schau dir mal das Programm der NPD an und auch ihre Äußerungen vor allem in der politischen Alltagsarbeit. Dann wird dir vielleicht ganz schnell klar, daß sie im Grunde genommen nichts hat, was andere Parteien nicht bieten können, außer vielleicht eine riesengroße Klappe. Und den Klartext aus dieser Klappe möchte ich persönlich nicht hören.
    ABER das ist noch lange kein Grund, die Partei zu verbieten... und da du das ansprichst: Der Verbotsantrag gegen die NPD hat nichts damit zu tun, daß ich oder wer auch immer mit ihr nichts anfangen kann... sondern vielmehr - das ist/war zumindest der Vorwurf - sie gegen das Grundgesetz und die demokratisch-freiheitliche Grundordnung des Landes verstößt. Stimmt, manche nennen das Klartext reden.

    Gerade wieder eine Werbung gesehen, die wirklich nicht nur nervig sondern ganz einfach bescheuert ist:


    Renault Clio - wo die Geister der anderen Autos das Auto jagen und dann daran abprallen. Solch einen Blödsinn habe ich selten gesehen... vielleicht ist noch die unsägliche H&M-Kinowerbung ("Romeo & Juliet") etwas dümmlicher... ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Bratwursthorst
      Usul


    Dann hat man aber auch kein Recht auf Kaffee trinken.


    Hat man auch nicht. Nur wird das wohl eher geduldet, weil man "theoretisch" zum Kaffeeholen eine Minute braucht, während das Rauchen 5-10 Minuten in Anspruch nimmt.
    Im Prinzip muß dir dein Arbeitgeber ja nicht erlauben, daß du einfach am Arbeitsplatz Kaffee trinken kannst. Bei Arbeit am Rechner würde ich das sogar nachvollziehen können, denn wie oft ist so eine Tasse mal umgestoßen und suppt dann in der Tastatur oder auf Dokumenten herum?
    Aber auch das ist in vielen Fällen halt kein Problem - weil das Trinken am Arbeitsplatz ja den Betrieb nicht stört. Beim Rauchen ist das eine andere Sache - wie auch schon mehrfach hier beschrieben. Wenn bei euch die Maschinen weiterlaufen, ist das kein Argument für das Rauchen - denn wenn die Maschine ohne dich laufen kann, braucht dich ja der Arbeitgeber überhaupt nicht. Er bezahlt dich dafür, daß du an der Maschine arbeitest, unabhängig davon, ob das auch mit kleineren Pausen zwischendurch klappt oder nicht.
    Daß es in der Realität anders abläuft, und man sich vor allem nachts die Pausen nimmt, weiß ich nur allzu gut. Und genau das ist dann das Argument für das Rauchen oder vergleichbare Pausen: Es geht halt doch, ohne daß der Betrieb gestört wird. Da kommt es der Arbeitsatmosphäre zugute, wenn das ganze von der Chefetage aus lockerer gehandhabt wird. Aber nicht jeder Chef denkt eben so. Nur wird man als Raucher rechtlich daran auch nichts ändern können, weil die Rechtslage keine Sonderrechte für Raucher einräumt.

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    Original geschrieben von AdministratorDr
    So ist es auch bei uns mit dem Ergebnis, dass es keiner macht.Die Raucher quarzen wenn überhaupt bezahlt, denn sie sehen es ja nicht ein am Tag eine Stunde aufzubauen, dafür dass sie ein paar Mal sich ausbuchen zum paffen.


    Na umso besser. Dann wird nicht geraucht und fröhlich weiter gearbeitet. Abgesehen davon halte ich solch eine Einstellung nicht für die Regel - sicherlich wird es auch Raucher geben, die meinen, daß sie das Recht hätten, während der Arbeitszeit rauchen zu dürfen... der ewige Vergleich mit dem Kaffee-Holen wird da oft benutzt. Aber daß das eine blödsinnige Argumentation ist und man eben nicht einfach so das Recht auf Rauchen hat, sollte langsam klar werden...

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    Original geschrieben von NoTeen
    Willkommen in der Grundsatzdiskussion über das Rauchen an und für sich :D


    Und genau darum soll es hier ja wohl nicht gehen... also bitte nicht das ewige Für und Wider durchkauen.


    Wie schon gesagt wurde, kann man als Raucher wohl nicht auf das Recht auf eine Raucherpause pochen (dafür allerdings auf allgemeine Pausenregelungen, wie auch schon schön dargelegt wurde).


    Das Argument, daß die Raucher die Luft der Nichtraucher verpesten, ist zwar gerechtfertigt, aber auch darum geht es nicht - denn es kann ja spezielle Raucherecken geben oder man geht sogar raus an die frische Luft.


    Der wichtigste Grund ist meiner bescheidenen Meinung nach die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Selbstverständlich habe ich als Raucher nicht das Recht auf mehr Pausen als ein Nichtraucher... und natürlich ist es blöd, wenn ein Nichtraucher unproduktiv warten muß, wenn sein Raucher-Partner gerade pafft.


    Von solcherlei Dingen abgesehen denke ich: Solange keine anderen Kollegen arbeits- oder gesundheitstechnisch behindert werden - also nicht im Büro rauchen und auch nicht Teammitglieder warten lassen - finde ich es sinnvoll, wenn man in gewissen Grenzen freie Hand hat - als Raucher und als Nichtraucher. Die entsprechenden Beispiele wurden schon genannt. Es geht doch um eine gute Atmosphäre und um Produktivitätssteigerung. Wenn ich mir so vorstelle, welche nette Leute man beim Rauchen vor der Firma treffen kann, mit denen man sonst nichts zu tun hat, wenn man nur am Arbeitsplatz sitzt... oder eben die geistige Erfrischung, wenn man mal nach 2 Stunden Arbeit 10 Minuten Pause macht... das täte auch manchem Nichtraucher gut, würde ich sagen.


    Man kann es ja so machen, daß man sich ausloggt, wenn man zum Rauchen geht - so daß man nicht bezahlt wird für die inaktive Phase. In der letzten Firma, wo ich tätig war, wurde das eben so gehandhabt. Es war nicht gern gesehen, wenn man jede Stunde rausging, aber so alle zwei Stunden haben wir uns zum Rauchen begeben - mit Ausloggen. Es war in der Software-Branche und wenn man wirklich den ganzen Tag konzentriert arbeitet, tut eine gewisse Abwechslung gut. Und wenn am Ende das Arbeitsergebnis stimmt und zufriedenstellt, sind alle froh.


    Das hat nicht sehr viel mit der Frage zu tun, ob man jetzt Rauchen ganz allgemein verdammen soll oder nicht...