Beiträge von DrSchwob

    Freut mich, wenn du jetzt beim Trinken deiner schlaffen Cola wenigstens weißt, warum - auch wenn sie dadurch kaum besser schmeckt, oder gibt es gustatorische und olfaktorische Placeboeffekte? ;)


    Aber die Rauheit, die ich meine, würdest du kaum spüren können: da geht es um winzigste Poren im Mikrometerbereich. Da bräuchtest du schon mikroskopische Finger. ;)


    Gruß vom Schwob :)

    Zweigeteilte Fragen fordern auch zweigeteilte Antworten. :)


    • Toxizität von Aluminium: Akut ist keine vorhanden, da - wie Brainstorm schon vermutet hat - kaum Resorption über den Magen-Darm-Trakt auftritt. Aluminium ist sogar für den Körper essentiell. Die Auflösung von reinem Aluminium findet übrigens sehr schnell in (bereits nichtoxidierenden) Säuren statt, da Al ein unedles Leichtmetall ist. Allerdings bildet Al sofort an Luft eine dünne Deckschicht (=Passivierung) durch Aluminiumoxid Al2O3, das das darunterliegende Al vor weiterem Angriff schützt. Dieses Al2O3 haftet auf dieser metallischen Unterlage und verhindert so die Auflösung des Metalls. Diese Passivierungsschicht wird im sogenannten Eloxal-Verfahren normalerweise bewusst in ihrer Dicke vergrößert. Al2O3 ist übrigens nicht giftig (es löst sich auch extrem schwer löslich, es ist quasi "tot") - und nur damit kommt der Flascheninhalt ja in Kontakt; selbst wenn durch Kratzer eine Beschädigung stattfände, würde sich diese Schicht augenblicklich wieder bilden. Dabei sollten theoretisch nicht einmal Al(3+)-Ionen in Lösung gehen, sondern brav an der Flasche als Al2O3 "haften". OK, ein bisschen Verlust ist immer. ;) (Link 1, Link 2)
    • Der schale Flascheninhalt: Das Folgende ist jetzt schon eher spekulativ. Entweder hat die Aluminiumoxid-Deckschicht eine so große Oberfläche (Poren, Kratzer, Rauhheit), dass die Kohlensäure daran stark "perlt" und deshalb vom physikalisch gelösten Zustand ausgast, oder die Wärmeleitung der Aluflasche ist so hoch, dass durch die erhöhte Temperatur die Kohlensäure ausgetrieben wird (CO2 kann bei 40 Grad Celsius vollständig ausgetrieben werden; jedenfalls steht es so im Analytik-Buch zur Enfernung von Carbonat CO3(2-). Eine andere Möglichkeit wäre, dass du vorher einen Rest von etwas sehr Saurem in der Flasche hattest, wodurch CO2 ebenfalls ausgetrieben wird. Ich denke aber eher, dass es an der großen Oberfläche des Al2O3 liegt. Oder es ist wirklich nur Einbildung, dass Getränke aus Alu schneller schal werden.

    [edit: Immer diese Rechtschreibfehler. *seufz*]


    Gruß vom Schwob :)

    Ich hoffe, ich erinnere mich richtig: ich habe das Gerät gerade nicht vor mir.


    Beim Gespräch JogDial nach hinten drücken und aus dem PopUp-Menü Freisprechen oder Laut auswählen - frag mich nicht, wie sich das wörtlich nannte; in jenem Menü kommen auch solche Themen wie Mikro aus etc. vor. Es kann sein, dass der JogDial statt nach hinten auch direkt nach innen (also "normal" wie beim Bestätigen von Menüpunkten) gedrückt werden muss. Eine der beiden Varianten funktioniert auf jeden Fall.


    Gruß vom Schwob :)

    Für mein Alcatel One Touch 715 suche ich

    • ein qualitativ gutes Headset (das übrigens das gleiche ist wie für das OT311/511/512/525), sei es von Hama, Plantronics oder Alcatel selbst: kompatibel muss es halt sein,
    • einen Adapter von der externen Antenne auf die Handy-Antennenbuchse auf der Rückseite (baugleicher Adapter wie fürs OT 511, evtl. auch gleich mit Antenne) und
    • eine Handytasche, die oben aus einer durchsichtigen Folie besteht und hinten eine dieser Gürtelklammern besitzt, also keine Gürteltasche, aus der man das Handy herausnehmen muss, um es zu benutzen.

    Insbesondere das Dritte scheint schwierig zu besorgen zu sein: Ich fand in Läden oder Online-Shops bisher nur die Original-Tasche HC28(B), in der das Handy scheinbar quer und zum Herausnehmen aufbewahrt wird.


    Falls ihr solches Zubehör zu verkaufen habt, schreibt es mir bitte per PN oder an drschwob@genion.de. Danke für eure Angebote.


    Gruß vom Schwob :)

    Zitat

    Original geschrieben von DrSchwob
    Von meiner Fahrt im Doktorwagen kann ich ja noch ein Bildchen in den Thread posten: Ich muss mir halt noch die Fotos eines Mitarbeiters besorgen, der mit seiner Digitalkamera unterwegs war.

    Versprochen ist versprochen: deshalb hier nun einige Bilder vom "etwas anderen Nikolaus-Tag":


    Frisch gebackene Prüflinge scharen erstmal einige Frauen um sich und lassen sich beglückwünschen. Bei Sekt und Brezeln wird man als Delinquent in den sogenannten Doktorwagen gesteckt, den die Mitarbeiter in Handarbeit gebastelt haben und der diesmal eine Anspielung auf mein Büro darstellt: Mein Raum war/ist gleichzeitig der Treffpunkt der Mitarbeiter zur mittaglichen Kaffeerunde. Der Wagenaufbau soll eine überdimensionierte Kaffeetasse darstellen; man sieht es auf einem später folgenden Bild besser. Vom Füllen mit Kaffee konnte ich die Mitarbeiter glücklicherweise abbringen. Das unsägliche Nikolauskostüm kann ich mir übrigens auch nicht erklären... ;) Nach Verlesen des Gedichts wird man im Wagen über den Uni-Campus geschleift, in die Vorlesungshörsäle gefahren, was Prof. und Zuhörer sicher als nette Abwechslung empfinden, und anschließend die Treppen vor dem Hörsaalzentrum heruntergezogen. Die Farbkombination des Doktorwagens bitte ich einfach zu übersehen, da Chemiker offensichtlich an Farbblindheit leiden oder einfach nur zu faul sind, neue, zueinander passende Farben zu kaufen. :)
    Der angenehmste Teil ist dann das einen Berg-hinauf-Ziehen durch den Doktorvater und den Zweitprüfer *keuch*. Glücklich waren wohl auch diese beiden - vielleicht auch deshalb, weil sie mich nun bald los sind. ;) Und hier sind nun diejenigen, die den Wagen, die Verkleidung, das Gedicht und die jahrelange Unterstützung meiner Forschung verbrochen haben. Ein Bild mit meinem Schätzchen beim anschließenden Essen mit allen Anwesenden darf natürlich nicht fehlen. ;) Und da es für den Heiligenschein noch nicht ganz gereicht hat, habe ich mal zunächst mit ganz kleinen Lichtern angefangen: Mehr sind mir auf die Schnelle nicht aufgegangen. ;)


    Damit dürfte eure Neugier befriedigt und meine Anonymität nun endgültig zerstört sein. :D


    Gruß vom Schwob :)

    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Hast Du schon 'nen Job? Bleibst Du, wo Du bist? Oder wirst Du Taxifahrer?

    Die Bewerbungszeit habe ich hinter die letzten Prüfungen geschoben: ich war wohl nicht multitaskingfähig genug, das parallel zum Zusammenschreiben/Lernen zu machen. Dafür geht das Bewerben jetzt eben umso intensiver los. Die Ausstellung der Urkunde sollte ich aber noch abwarten, da sie bei den potentiellen Arbeitgebern zum Bewerben einigermaßen wichtig sein dürfte. ;)


    Einen Job zu finden, ist derzeit für Chemiker nicht allzu einfach, schlimmer aber noch ist es in einigen anderen Branchen. Ich bin eigentlich zuversichtlich, was Adäquates zu finden. Nur werde ich wohl mich wohl damit auseinandersetzen müssen, das Schwabenland zu verlassen. Schließlich kann man es sich nicht leisten, zu spezifisch nach Regionen zu sortieren, wenn man nicht 6 Monate lang einen Job suchen will. Und es war bei den letzten Abgängern hier keine Seltenheit, diese Zeitspanne ohne Verdienst zu sein. :(


    Es gäbe aber auch benachbarte, europäische Länder, die für Chemiker mehr übrig haben (pun intended). Mal sehen ... jetzt heißt's dranbleiben, weiterbilden, bewerben und möglichst dabei nicht altern. ;)


    Gruß vom Schwob :)

    So, das schöne, obwohl TT-freie Wochenende ist rum ;-)


    Danke für eure (Glück-)Wünsche. Meine Anspannung der letzten Wochen ist inzwischen auch einer wohltuenden, inneren Zufriedenheit gewichen. Es hat ja auch lange genug gedauert: Wenn ich mir überlege, wann ich eigentlich hätte fertig sein wollen... :rolleyes: :D


    Die Abschlussprüfung, auch Rigorosum genannt, lief ganz nach meinen Wünschen, die schriftliche Arbeit (das Ergebnis bekam ich erst an jenem Tag) wurde besser bewertet als ich gehofft hatte, und es kamen einige Überraschungsgäste zur "Abholung" direkt im Anschluss der Prüfung. Nach einem Brauch am Institut bekam ich wie jeder andere frisch gebackene Doktor ein längeres Gedicht in Eigenarbeit der Mitarbeiter vorgetragen, das wohl die "gemeinen Quellen" zu Geschichten um meine Person und Taten am Institut nicht voll ausgeschöpft hat. Das hat zwar auch Vorteile vor den anwesenden Familienmitgliedern, aber ein wenig mehr delikate Geschichten hatte ich eigentlich durchaus erwartet. Da kam bei anderen Kandidaten schon so mache vergessen geglaubte Anekdote von vor 3-4 Jahren ans Tageslicht. Man wollte mich wohl schützen. ;)


    Von meiner Fahrt im Doktorwagen kann ich ja noch ein Bildchen in den Thread posten: Ich muss mir halt noch die Fotos eines Mitarbeiters besorgen, der mit seiner Digitalkamera unterwegs war. Da die letzte Prüfung an Nikolaus stattfand, bekam ich von den Kollegen eine Nikolausmütze als Doktorhut; die schwarzen, eckigen gibt's hier zu Lande nicht, sie werden durch einen "Spaßhut" ersetzt. Und sie setzten mich in eine übergroße Pappmaschee-Kaffetasse, die auf einem 2-achsigen Etwas mit zu wenig Luft in den Reifen montiert war. Mein Büro ist halt gleichzeitig der Treffpunkt und Kaffeeraum des Chemie-Arbeitskreises. Ich selbst trinke ja gar keinen Kaffee. ;)


    Ich werde euch übrigens auch weiterhin postend belästigen - warum sollte sich das ändern? :confused:
    Und den Nick behalte ich so wie er ist in Ehren: um diese Frage gleich mal auf den Punkt zu bringen. :D


    Danke fürs teilweise Mitfiebern und Daumendrücken einiger TTler während der Prüfungsphase, fürs Gratulieren und nicht zuletzt fürs Lesen.


    Gruß vom Schwob :)

    Die Dampfdruckkurve gibt einen quantitativen Zusammenhang zwischen Temperatur, Druck, Verdampfungsenthalpie und resultierendem Dampfdruck (= ungefähr: Anteil des Stoffes in der Gasphase "Luft" oder anderem Medium): Clausius-Clapeyron-Gleichung, Gleichung 14 wen's interessiert. Der Dampfdruck nimmt also mit der Temperatur nicht linear (proportional) zu, sondern exponentiell. M.a.W.: Das Verdunsten ist erst bei Temperaturen frühestens >-100 Grad Celsius wirklich wichtig (wer will, kann ja mal was in die Gleichung einsetzen). Sublimation von Eis zu Wasserdampf findet übrigens erst unterhalb des Tripelpunkts von Wasser statt [0.01 Grad Celsius bei 0.0061 bar!], bei höheren Temperaturen und Drücken muss erst über flüssiges Wasser "gegangen" werden. Das Eis muss also bei 1 bar Druck wie um uns üblich erst oberflächlich schmelzen, bevor es verdunsten kann. Verdampfen ist übrigens nichts anderes 100%iges Verdunsten. ;)

    Zitat

    Original geschrieben von oecher
    Gasförmiges Wasser hat also eine höhere Energie als flüssiges.

    Das ist auch der Grund, warum man sich an 100 Grad heißem Wasserdampf um einiges schlimmer verbrennt als an 100 Grad heißem, flüssigem Wasser. In den freier und schneller beweglichen Gasteilchen steckt wesentlich mehr Energie als in der Flüssigkeit: das Erwärmen von flüssigem Wasser um 40 Grad Celsius benötigt in etwa gleich viel Energie wie das Verdampfen von 100 Grad fl. Wasser zu 100 Grad heißen Wasserdampf. So, genug kluggeschissen für heute - versprochen! :D


    Gruß vom Schwob :)

    Zitat

    Original geschrieben von Baxx
    In welcher Form soll der Sauerstoff eigentlich im Getränk vorliegen? Frei ist ja schlecht möglich, dann bräuchte ich nur ein Glas Leitungswasser zu nehmen und einmal heftig umzurühren.

    Unsere Luft, die du beim Umrühren im Wasser "anreichern" würdest, besteht gerade mal zu 21% aus Sauerstoff. 78% sind Stickstoff. Wenn der Sauerstoff als reines 100%iges Gas zum Anreichern benutzt wird, macht das schon wieder einen gewaltigen Unterschied. Ob der auch für den Körper spürbar ist, kann ich nicht entscheiden: das ist für mich ein reiner Marketinggag, der aber bei normalem Genuss (<5 Liter/Tag) nie und nimmer gesundheitsschädlich sein kann. Wäre es sonst ein zugelassenes Lebensmittel ohne Kennzeichnung irgendwelcher Gefahren? Selbst wenn es kein reiner Placebo-Effekt wäre, würde der Nutzen wohl minimal sein: da hilft Nase putzen beim Sport treiben wohl wesentlich mehr. ;)

    Zitat

    Edelgase sind auch (natürliche) Bestandteile der Luft, die wir täglich einatmen. Luft besteht aus:

    • Stickstoff 78,09%
    • Sauerstoff 20,95%
    • Argon 0,93%
    • Kohlenstoffdioxid 0,03%
    • andere Edelgase 0,002%

    (alle Angaben in Volumen-Prozent)


    Quelle

    Gruß vom Schwob :)