Handy28.de: Mutti Beimer wird natürlich immer zu einem 3330 von Nokia greifen, genauso wird der coole 14jährige Macker ein Gerät bevorzugen, dass eigentlich jede Nutzlosfunktion beinhalten kann, solange nur NOKIA drauf steht.
Sowas war gut, sowas hat der Schwippschwaber, Vaddi oder die Süße aus der Nachbarklasse.
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Solche User wir man eigentlich nie überzeugen können; die sind schon damals mit irgendeiner Motorola-Gurke veräppelt worden (eigentlich nicht; auch damals kostete das coole Nokia 150 DM mehr und "man" war irgendwie zu geizig, aber im Nachhinein ist ja alles ganz anders = Verkäufer ne Null).
Wie gesagt: ich glaube an einen Hang zum Gegentrend, d.h. alles was heute noch grau und schwarz, muss heute farbig sein. 80er und 70iger waren nur schlecht, jetzt läuft Dancing Queen von Abba als Musical, Hape Kerkerling hat ne eigene Show und Kotelleten + Schlaghosen sind hoffähig.
Gestern noch fettestes Intel-Computer-Leistungsgeprotze, heute holt man wieder die alte Atari-Kiste aus der Versenkung, denn der User merkt: damals wars auch irgendwie RICHTIG gut.
Deshalb: überlegt, wie ihr in gegen den Trend des Funktionsoverflows schwimmen könnt. Viele Leute wollen nur telefonieren, und nicht den Arzttermin auf die daumennagelgroßen Kalender reinfuzzeln (um ihn danach prompt zu vergessen, man fuzzelt schließlich nur einmal).
Beschränkung auf wenige Funktionen gepaart mit einem schlüssigen Design- und PR-Konzept.
Wie gesagt: dieses edle Telefon tritt eben NICHT gegen die Plastik-Knarsch-Gurken von Nokia (ausdrücklich nicht von mir als Telefon tituliert) an, sondern spricht den "Samstag Abend, mal kurz auf ein Becks-Gold in die China-Lounge"-User an. Was könnte dem gefallen?
Dies ist meiner Meinung der Schlüssel für ein RICHTIG fettes Vermarktungs = Nutzenkonzept.