Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von polli
    In irgend einer Situation bin ich unlängst hinsichtlich Berufstätigkeit befragt worden, imho müssen bestimmte "Kriegswichtige" Berufe bei den Behörden bekannt gegeben wrden damit diese bei entsprechenden Notfällen kontaktiert werden können (vgl. bevorzugte Schweinegrippeimpfung für Gesundheitsbrufe).


    Davon habe ich noch nie gehört. Ich wüsste nicht, dass Bürger nach ihrem Beruf befragt würden und dementsprechend priorisiert werden. Sowas gilt zwar für die Bundeskanzlerin und ihr Kabinett, aber wohl nicht für Otto Normalverbraucher. Wobei um die Kanzlerin sicher immer genügend dienstbeflissene Lakaien herumspringen, so dass sie nie alleine aufs Telefon aufpassen muss.


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    Original geschrieben von polli
    Dementsprechend gehe ich davon aus das den Behörden bekannt ist wer z.B. Polizist ist und bei entsprechender Netzknappheit sollte auf Knopfdruck jede auf diese Person aktivierte SIM-Karte bevorzugt werden.


    Wer definiert denn da die Grenzen? Ist der Metzger auch wichtig weil er im Katastrophenfall Schnitzel für die Einsatzkräfte liefert?


    Wie gesagt, ich habe noch nie gehört, dass irgendeine Behörde dementsprechende Daten sammelt, das würde auch einen mächtigen Aufschrei in der Bevölkerung geben und obendrein würde sich jeder Feuerpatsche aus einem 50-Seelen-Dorf als Mr. Wichtig mit Prioritäts-Handy aufspielen.


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    Original geschrieben von polli
    Ich persönlich frage mich sogar wieso es ein Extra BOS Sytem geben muss wenn es doch theoretisch übers Mobilfunknetz auch geht (entsprechend robuste Handys herzustellen wär ja kein Problem).


    Weil die BOS aus guten Gründen gerne eine eigene, unabhängige Kommunikationsstruktur haben möchten und sich nicht in die Hand profitorientierter Privatunternehmen begeben wollen. es würde sich auch die Frage stellen, wieso sämtliche BOS dann bei Anbieter A sein sollten während B vielleicht ein besseres Angebot machen könnte... Wenn sich die BOS hingegen über alle Mobilfunkanbieter verteilen ist ja der Vorteil futsch und es ist alles völlig zersplittert. Das würde nicht funktionieren.


    Nee nee, das ist schon sehr sinnvoll, dass die BOS ihr eigenes Funknetz haben und die dafür nutzbaren FuG nicht in jedem MediaMarkt gekauft werden können.



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    Original geschrieben von polli
    Hinsichtlich der LP-Situation:
    Ich befürchte das die Leute im Container bevorzugt mit kabelgebundener Technik (also VOIP, Netzwerkkameras etc.) versorgt waren - wie man auf diversen Videos sehen konnte hat so ein Hirnie wohl relativ zu Beginn des Chaos die Kabel (lt. Spiegel TV für die Kameas, ich denke aber auch für alles andere im Container) welche am Geländer befestigt waren abgerissen.
    Dieser Typ trägt für mich sichtbarer Mitschuld als viele Beschuldigte!


    Ich habe in der bisherigen Berichterstattung nicht gehört oder gelesen, dass der Container demnach ab einem bestimmten Moment völlig mundtot und blind war. Ist das tatsächlich so gewesen? Wieso gab es an einer solchen Schlüsselstelle dann keine Rückfallebene durch Ersatzleitungen?

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    Original geschrieben von kkrammer
    geh schmarrn, die Lage war damals - mit Verlaub - scheiße^2. Club of Rome Anfang der 70er: die Grenzen des Wachstums sind erreicht, das Öl geht uns bald aus; In Österreich wurden die "Energieferien" eingeführt, eine Woche im Februar frei, weil man die Schulen nicht mehr heizen konnte/wollte. Ein Tag autofrei pro Woche noch dazu.


    "so gut wird es uns nie wieder gehen" - war eine Schlagzeile einer großen Zeitung hier, Anfang der 80er, Rezession.


    Naja, die allgemeinen Untergangsszenarien gab es immer, das gehört seit Jahrtausenden dazu. Dass das Öl zu Ende geht ist auch jetzt Thema - was mich nicht beunruhigt weil die Menschheit sich durch solche Zwänge fortentwickelt und erst Schwung in die Entwicklung alternativer Antriebe kommt wenn das Öl tatsächlich zu teuer wird um als primärer Energieträger in der Fortbewegung zu dienen.


    Der Unterschied heute ist aber: Klimaerwärmung, Atomkraft, das Ozonloch und ähnliche Dinge haben tatsächlich das Potential den kompletten Globus in Gefahr zu bringen. Da geht's nicht mehr nur um Schwarzmalerei von Leuten, die in persönlich weniger glücklichen Umständen leben und dieses verallgemeinern.


    Wenn die Kriegsgeneration, so überhaupt noch jemand lebt, sagt, dass sie nicht glaubten zu überleben, verstehe ich das. Da hatten viele Leute zu Recht das Gefühl, dass alles untergehen wird und niemand den Krieg überleben wird.
    Wenn man sich heute Gedanken wegen der globalen Umweltprobleme und Finanzkrisen mit weltweitem Sprengpotential macht ist das auch nicht falsch.


    Wenn aber Leute aus den 70er und 80er Jahren von Perspektivlosigkeit schadronierten erscheint es eher albern weil die allgemeine Lage unter dem Strich nie besser war als in dieser Zeit. Zumindest gilt das für Westdeutschland. Mag sein, dass Ostdeutsche das noch anders sehen. Wobei selbst da viele sagen, dass das Leben in der DDR halbwegs OK war solange man nicht aneckte.


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    Original geschrieben von kkrammer
    Apropos Schule: uns wurde mehrmals ein Endzeitfilm vorgeführt, the day after oder so, der von den Nachwirkungen einer Atombombenexplosion handelte, toll, alle haben sich gefürchtet ohne Ende, es wurde über das Aufsuchen von Schutzbunkern und die richtige Lagerung von Lebensmittelvorräten diskutiert.


    Da gebe ich dir Recht. Die Atomwaffendiskussion, Pershing 2 und solche Sachen vermittelten latent den Eindruck, auf einem Pulverfass zu sitzen und konnten einem Sorgen machen. Andererseits war das aber auch weit weg denn wenn man - wie die meisten Leute in ganz normalen bürgerlichen Verhältnissen - einen auskömmlichen Job hatte, gute soziale Kontakte und wenige Geldsorgen oder Zukunftsängste war das Leben im Großen und Ganzen in Ordnung. Die Bedrohung war nur virtuell, nicht für jeden persönlich spürbar, denn vor der Haustür schien die Sonne, alles war idyllisch und schön und das Leben hatte ein angenehmes Tempo.


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    Original geschrieben von kkrammer
    Und was mich auch oft um den Schlaf gebracht hat: Terrorismus, konkret die RAF, aber auch - in Wien - der OPEC-Überfall, in München Terror bei Olympia.


    Da wurde allerdings sehr übertrieben weil die RAF zu jeder Zeit eine eher kleine Gruppierung war, lass' es mal jeweils 10-20 Mitglieder im harten Kern gewesen sein. Die Wahrscheinlichkeit des Bürgers, in eine RAF-Terroraktion zu geraten, war daher sehr klein. Obendrein richtete sich die terroristische Aufmerksamkeit gegen den "militärisch-industriellen Komplex". Wenn man nicht gerade Politiker, Konzernchef oder Bankvorstand war gehörte man nicht zur Zielgruppe von Anschlägen.


    Der heutige Terror ist da wesentlich gefährlicher weil er sich bewusst gegen unschuldige Menschen richtet. Man will die Ungläubigen abstrafen und überzogene Reaktionen der westlichen Politik provozieren. Immer wieder weisen Sicherheitspolitiker darauf hin, dass Deutschland Rückzugsraum für Islamisten und "allgemeiner Gefahrenraum" sei.


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    Original geschrieben von kkrammer
    Was mit Arbeit so toll gewesen sein soll? die 70er brachten den Anwerbestopp für Gastarbeiter, da plötzlich die eigene Arbeitslosigkeit in die Höhe schnellte, Stichwort Ölkrise. Wir hatten Inflationsraten von über 10% und das Wort "Massenarbeitslosigkeit" war geboren. Leitsatz des österr. Kanzlers: lieber ein paar Milliarden mehr Schulden als ein paar Hunderttausend mehr Arbeitslose.


    Über Österreich kann ich nicht urteilen, aber in Deutschland war der Normalfall, dass man eine Lebens-Arbeitsstelle hatte und der Mittelstand auskömmlich verdiente.


    Heute: "Laut einer aktuellen Veröffentlichung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) war das Nettovermögen von hochgerechnet rund 6,6 Billionen Euro im Jahr 2007 (ohne PKW und Hausrat) sehr ungleich verteilt. Auf die – gemessen an der Höhe des Vermögens – oberen 10 Prozent der Personen über 17 Jahre entfielen 61,1 Prozent des Vermögens – allein das oberste Prozent konnte etwa 23 Prozent des gesamten Vermögens auf sich vereinen. 27,0 Prozent der erwachsenen Bevölkerung verfügten über kein Vermögen oder waren verschuldet. Die untersten 70 Prozent der nach dem Vermögen sortierten Personen hatten im Jahr 2007 einen Anteil am Gesamtvermögen von weniger als 9 Prozent."
    (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)


    Mit anderen Worten: die Schere geht immer weiter auseinander. Oben eine kleine Gruppe extremer Spitzenverdiener, unten eine große Masse von Menschen am Existenzminimum. [URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,678397,00.html]14%[/URL] der Deutschen sind arm, das ist ein Drittel mehr als noch vor 10 Jahren.
    Es ist objektiv falsch wenn behauptet wird, dass es den Leuten früher wirtschaftlich schlechter ging. Es ging ihnen besser als der Generation vor und der Generation nach ihnen.


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    Original geschrieben von kkrammer
    Alles in allem war es die mieseste Zeit nach dem Weltkrieg: die Nachkriegseuphorie ist der Angst vor einem Atomkrieg, vor Arbeitslosigkeit und vor Umweltzerstörung gewichen.


    Das Gegenteil ist der Fall. Nach den harten Kriegs- und Nachkriegsjahren sowie dem oben dargestellten sozialen Rutsch seit der Jahrtausendwende waren die 1960er-, 70er- und 80er Jahre objektiv die beste Zeit in Land. Das magst du für dich selber vielleicht anders betrachten, in der Masse trifft es aber zu.


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    Original geschrieben von kkrammer
    Dagegen Ende 80er: Fall des Eisernen Vorhangs, Friedensdividende, Fall der innereuropäischen Grenzen, technologische Revolutionen, keine Inflation mehr, Bildungsexplosion, grenzenlose Freiheiten .... ne, meine Kindheit war zum schmeißen, aber die letzten ~20 Jahre waren geil. Und es wird noch immer besser.


    Ende der 80er war es tatsächlich sehr angenehm: der ganze Mist im Ostblock zerfallen und Aufbruchsstimmung in den Völkern. Währenddessen noch keine Bedrohungen durch die Globalisierung oder flächendeckende soziale Schlagseite. Wenn du Elektronik gekauft hast war sie teuer, aber sie funktionierte zuverlässig und du hattest lange Freude an den Spielzeug. Ein Gerät, das vor Bugs strotzt und bei den Kunden reift? Undenkbar!


    Dass man heute chicke Smartphones besitzt und moderne Autos fährt ist schön, aber wann warst du zuletzt wirklich richtig zufrieden mit einem Produkt weil die Qualität in jeder Hinsicht stimmte? Insgesamt gesehen fühlten sich die Leute damals besser. Unsere Fortschritte sind teuer erkauft und haben nicht zur Folge, dass es allen besser geht. Eher im Gegenteil...

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    Original geschrieben von diger
    Sicher werden die Funkgeräte dabei gehabt haben. Aber zum einen kann man bei dem Lärm im Hintergrund die Dinger vergessen (man hat ja schon in ruhigen Situationen Probleme den anderen zu verstehen) und zweitens hatten die selber Empfangsproblemen mit dem alten Schrott (Jeder private Amateurfunker ist heute besser und moderner ausgestattet).


    Normalerweise funktionieren die alten Quetschen durchaus gut. Dass sie alt sind sagt nicht, dass sie schlecht oder gar nicht mehr funktionieren. Es ist eine absolut solide Technik... Die Akkus müssen natürlich im Auge gehalten werden, aber das ist ja nicht das hier diskutierte Problem.


    Und meistens kann man die Geräte auch so laut einstellen, dass einem die Ohren wegfliegen. Es ist sogar so, dass sie entweder lautlos oder direkt überlaut sind. Keine besonders tolle Soundqualität, aber im Hinblick auf die Lautstärke über jeden Zweifel erhaben. In dem Punkt tun sich Bosch, Telefunken und AEG übrigens nichts, zumal die Technik ja eh genormt ist: "FuG blablabla".
    Die Lautstärkeregeler sind ja oft nicht mal stufenlose Potis, sondern fest vorgegebene Rasten.


    Na und generell: entweder ist der Polizist im Container nur eine Staffage-Figur. Das würde erklären wieso er weder Befugnisse noch ausreichende Kommunikationstechnik hatte. Oder er ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Veranstalter und Polizeiführung - dann erwarte ich aber, dass dem Mann brauchbare Kommunikationstechnik und Entscheidungskompetenz zur Verfügung stehen.


    Ich sehe da durchaus Klärungsbedarf welche Funktion und welche Befugnisse der Polizist hatte. Es würde mich nicht wundern wenn dieser Part zu Ungunsten der Polizei ausgeht weil sich herausstellt, dass sie an einer Schlüsselstelle einen unzureichend mit Befugnissen und technischen Möglichkeiten ausgestatteten Mann hingesetzt und im Regen stehen gelassen haben.

    Die Frage ist, was ist tatsächlich negativen Umständen der Zeit geschuldet und welche Dinge ergaben sich einfach auch der Tatsache, dass man als Jugendlicher Respekt vor Autoritäten haben musste und hatte.
    Wenn man sich als Jugendlicher irgendwelchen blöden Lehrern unterzuordnen hatte war das weniger ein Problem der 70er oder 80er Jahre, sondern das bringt einfach die Pubertät mit sich. Mit heutigen Kuschel-Pädagogen ecken Jugendliche weniger an, aber die Folgen sind auch mangelnder Respekt und eine Einstellung zu manchen Dingen des Lebens, die nicht gerade vorteilhaft ist.


    Ich bin auch in den 1970er und 1980er Jahren groß geworden und der schreckliche Geschmack damals ist natürlich eine Erinnerung; grüne Tapeten mit braunen und orangen Mustern, Sessel aus einem einzigen Stück lindgrünem oder orangen Plastik, Lampen mit braunem Keramikschirm... dazu quietschgelbe Regenmäntel, Gummistiefel, Hemden mit kilometerlangen Kragen und Schlaghosen. An die latente Bedrohung durch den bösen Russen erinnere ich mich ebenso...


    Andererseits: die Zufriedenheit in der Bevölkerung war größer. Nach der Ausbildung wurde man in seinem Betrieb übernommen und wer keine silbernen Löffel gestohlen hat wusste, dass er bis zur Rente versorgt ist. Zukunftssorgen oder der Gedanke, wovon lebt man im Alter, oder das stressige Tempo allerorten gab's einfach nicht. Man hatte wenig und einfache Technik, aber die funktionierte. Kundenservice war selten, aber heute ist er ja auch oft nur einen hohle Phrase. In den 70ern schlug man sich nicht mit Bananen-Technik herum - Geräte, die erst beim Kunden reiften.


    Jede Zeit hat ihre Vor- und Nachteile und subjektiv denkt man oft, dass früher alles besser war. Oder man hat sich heute emanzipiert und findet, dass man als kleinlauter Jugendlicher nur untergebuttert wurde...


    Allem in allem ist die Stimmung im Volk heute sicher nicht mehr so gut wie in früheren Jahren.

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    Original geschrieben von stanglwirt
    ich finde man kann durchaus auch die art und weise diskutieren, wie die eine oder andere seite versucht, in die medien zu kommen und anhänger zu finden. für diese diskussion braucht es auch kein wissen über das projekt.


    Man muss im selben Zuge aber die Art und Weise diskutieren wie die Gegenseite versucht, das Projekt auf Teufel komm raus durchzudrücken. Regeln, die ansonsten gelten, sei es der Denkmalschutz oder Sicherheitsbestimmungen bzgl. der Tunnelgröße für ICE's, werden von den politischen Entscheidern einfach beiseite gewischt um ihr Projekt durchzudrücken.
    Es ist noch nicht lange her, da hatten wir schon mal einen zu engen Tunnel und politische Verantwortliche, die die Genehmigungen auf Teufel komm raus passend gemacht haben. Das Ergebnis kennen wir.


    Ein Bürgerentscheid zum Thema scheiterte allein an juristischen Umständen.


    Das Projekt kostet immenses Geld und Vieles spricht dafür, dass es doppelt so teuer wird wie geplant und die Bauzeit verdoppelt sich womöglich ebenso. Aber in der momentanen Finanzlage scheint es ja egal wenn es einfach mal ein paar Milliarden (!) teurer wird als geplant, nicht? :rolleyes:


    Der Nutzen für die Bevölkerung ist umstritten, klar ist allerdings: durch die Verlegung des Bahnhofs in den Untergrund entstehen oben riesengroße Flächen inmitten der Stadt, auf denen Immobilienspekulanten und Baufirmen unglaubliche Gewinne realisieren wollen.


    Die Milliarden für den Bahnhof zahlt freilich der Steuerzahler.


    Wenn Bürger sich gegen diesen Irrsinn wehren ist das mehr als ein Lamentieren einiger Berufsprotestierer...

    Indem du über deine Stärken und weniger die Schwächen sprichst! Das klingt ganz simpel, dennoch tendieren viele Leute dazu, im Vorstellungsgespräch eher Schwächen kaschieren anstatt mit Stärken "angeben" zu wollen. Begründe anhand deiner Ausbildung, Erfahrung oder mit deinem Lebenslauf, dass du dich auf neue Herausforderungen freust und dich gerne in neue Themengebiete einarbeitest. Das hast du auch in diesem Fall vor...


    Hüte dich vor "second guessing"; wenn jemand z. B. nach deiner Berufserfahrung fragt ist das erstmal nur die Frage nach deiner Berufserfahrung - und kein Vorwurf, dass du zu wenig, das falsche oder etwas Unnützes gemacht hast. Manche Leute reden sich um Kopf und Kragen indem sie ungefragt oder zu langwierig "Ausreden" für Schwächen bringen, die gar nicht kritisiert wurden - und das Thema damit selbst in den Mittelpunkt rücken.


    JEDE Schwäche im Lebenslauf ist zugleich eine Stärke. Ich würde mit solchen Dingen ganz offen umgehen und nicht versuchen, Ausreden zu finden. Du hast aus allem etwas gelernt - und diese Erfahrung kannst du jetzt einbringen.


    Ich würde auf der Ebene, auf der du unterwegs bist, sowieso schon erwarten, dass du vor allem durch deine Persönlichkeit punktest. Als Abteilungsleiter solltest du nicht versuchen, mit Sachbearbeiter-Produktkenntnissen zu kommen, denn für sowas bist du nicht zuständig und ansonsten sind das schnell angeeignete Produktkenntnisse. Du solltest eher zeigen, dass du einen Plan von Führungsverhalten hast und dich entsprechend organisieren kannst.


    Auf jeden Fall wird die leidliche Frage nach deiner Gehaltsvorstellung kommen. Wenn du zu teuer antrittst ist das genauso doof wie wenn du dich unter Wert anbiederst.


    Simpel und dennoch eine Stolperfalle: manche Leute kennen ihren Lebenslauf nicht. Unglaublich aber wahr... Wenn sowas kommt wie "Erzählen Se mal, was sie bisher gemacht haben und was Sie weiter vorhaben, wieso Sie sich hier bewerben", solltest du das erklären können und nicht in dem Moment anfangen zu stammeln weil du keinen Plan hast.


    Du solltest die Webseite des Unternehmens kennen, natürlich die geschäftlichen Rahmendaten, ansonsten wissen was in der jeweiligen Branche los ist. Es schadet auch nicht wenn du hinsichtlich der Tagespolitik oder generell im Hinblick auf Themen in den News informiert bist. Das alles hängt man nicht ostentativ 'raus aber es schadet nicht wenn man auf dem Laufenden ist.


    Wichtig ist, dass deine Showtime startet sobald du "sichtbar" wirst, also verkneife dir irgendwelche dummen Faxen auf dem Firmenparkplatz. Mach' auch nicht den Fehler, nur gegenüber deiner Kontaktperson besonders freundlich zu sein. Erfahrene Personaler beobachten sehr genau wie du mit dem Hausmeister oder der Sekretärin umgehst, denn der Charakter eines Menschen zeigt sich oft darin, wie man mit Menschen umgeht, die einem scheinbar nicht nützlich sind.


    Sei 5-10 Minuten vor dem Termin am Ort. Wer zu früh kommt ist genauso unpünktlich wie der, der zu spät antanzt...


    Klamotten: Grundregel ist, dass es eine Stufe edler sein sollte als der Dresscode, den man im späteren Arbeitsalltag von dir erwartet. Allerdings gilt bei Führungskräften, dass es grundsätzlich nicht unter Business-Klamotten (Anzug) geht.


    Manche Personaler geben sich betont freundlich und kollegial - benimm' dich dennoch nicht hemmungslos als wärd' ihr bereits beste Kumpels. Andere setzen dich unter Druck, spielen zu zweit "guter Bulle, böser Bulle" um zu sehen wie du unter Stress reagierst oder ob du eine Rolle spielst, die du dann nicht mehr durchhalten kannst. Dein Weg sollte im einen wie im anderen Fall immer sein, dir treu zu bleiben. Gehe dein Tempo, stehe zu dir und deinen sicht-/ Denkweisen! Oft geht es weniger um das, was du in dem Moment konkret sagst, sondern wie du auf die Situation reagierst. Wer sich dann zu sehr in den Plausch hineinziehen lässt oder versucht, in einem unhaltbaren Tempo dennoch mitzurennen, macht Minuspunkte.


    Lies' dir ansonsten die sehr guten Tipps von Jova Nova durch.
    Ich drücke dir die Daumen!

    Ich find' eher dein Posting peinlich. Du outest, dass du gar keinen Überblick über das Projekt hast und dass du auch kein Interesse daran hast.


    In dem Fall wäre es generell besser die Klappe zu halten aber hier kommt hinzu, dass du dich über alle Ungeheuerlichkeiten hinwegsetzt, die bei Stuttgart21 ablaufen. Das Projekt wird gegen den Willen der Bürger durchgesetzt, kostet unglaublich viel Geld, bedeutet 2 Jahrzehnte Bautätigkeit und beinhaltet diverse unbeherrschbare Risiken. Wenn Bürger sich dagegen wehren ist das nur richtig und es sind keineswegs Revoluzzer-Wannabees.

    Klingt tatsächlich nach einem Defekt. Normalerweise sollte man immer über den Händler reklamieren, aber Samsung hat eine sehr gute Hotline. Nach 20 Sekunden hat man persönlich jemanden am Draht und die Bearbeitung geht gewöhnlich sehr schnell - zumindest bei Laptops und Druckern. Insofern wäre eine zeitnahe Reparatur über den Hersteller vielleicht die einfachste Möglichkeit für dich.

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    Original geschrieben von laudanum
    Natürlich ist es bedauerlich, dass 21 Menschen ihr Leben verloren haben, aber...und das ist ein großes "aber", wären sie auch gestorben, wenn es sich dabei nicht um eine Veranstaltung gehandelt hätte, bei der Drogen & Sex im Vordergrund stehen?
    Hätten die Leute im Tunnel dann auch so reagiert?


    Ja! Denn das Problem war die übergroße Menschenmenge, die auch bei jedem anderen Ereignis zum Problem geworden wäre. Wenn man immer mehr Menschen in ein Nadelöhr drängt tut es nichts zur Sache ob das Raver oder Kirchentagsbesucher sind. Auch letztere würden in Panik geraten und es würde dann genauso passieren.


    Dass bei der Loveparade vermehrt Drogen und Alkohol im Spiel waren mag ja sein, genauso wie in jeder Disko. Man kann deswegen aber nicht unterstellen, dass das Unglück DESWEGEN passiert sei und ich denke nicht mal, dass es überhaupt irgendeinen messbaren Einfluss hatte.


    Ursächlich war, dass sich immer mehr Menschen im Tunnel und auf der Rampe stauten, das Gedränge immer enger und unerträglicher wurde, und dann Besucher die Absperrungen Richtung Treppe, Container und Mast überwanden um dort hochzuklettern und dem Gedränge so zu entkommen. Jeder unten im Kessel sah schließlich, dass das Unterfangen funktionierte, die Leute tatsächlich erfolgreich herauskamen und triumphierend von oben winkten. Dadurch setzte sich in der Menge eine Bewegung in Gang, alle strömten Richtung dieser vermeintlichen Fluchtwege. In diesem Gedränge sind dann Menschen "untergegangen" und wer einmal unten war kam nicht mehr hoch, sondern wurde von der Menschenmasse erdrückt oder totgetrampelt.


    Das hat mit Drogen und Alk nichts zu tun und mit Sex schon hundert Mal nicht!