Beiträge von Printus

    Zitat

    Original geschrieben von Bino-Man
    Hat die Firma denn keine Vorstellungen, was sie dafür haben will?


    "So viel wie möglich", wenn die Firma halbwegs normal funktioniert. :cool:


    Neben den (steuer)rechtlichen Aspekten gilt aber: Drucker und Zubehör sind wert, was jemand dafür zu zahlen bereit ist. Wenn das höchste Gebot bei 1 EUR liegt ist das eben der Marktwert. Aus Sicht des TE braucht und sollte er nur das anbieten, was es ihm wert ist, dieses Gerät zu bekommen. Moralisch zu argumentieren ("es sollte mindestens X sein") finde ich in diesem Fall nicht nötig.


    Der Haken dürfte sein: anstatt das Gerät direkt unter Wert an Mitarbeiter zu verramschen müsste man eigentlich den Versuch unternehmen, Drucker samt Zubehör möglichst gewinnträchtig zu verkaufen. Dabei käme vermutlich ein höherer Preis heraus als der TE zahlen möchte weil die Gelegenheit gerade günstig ist, sich das Gerät für kleines Geld mitzunehmen.

    Man kann nur versuchen mit der Situation klar zu kommen und es auszuhalten. Ist natürlich schwer... Einfach "abhaken" lässt es sich gar nicht, wenn die Tochter verschwunden ist.


    Seit einigen Tagen werden in Kassel 2 weitere junge Frauen vermisst.1 2


    Ein Zusammenhang mit Lissys Verschwinden ist uns bisher nicht bekannt.

    Schau nochmal in den Ursprungsartikel. Das Durchschreiten des Ausgangs ist eine Zollerklärung, im Falle des grünen Kanals die Erklärung, nichts zu verzollen zu haben. Wenn du also hinter der nächsten Ecke kontrolliert worden wärst und nach Benutzung des grünen Kanals eben doch mehr als die Reisefreigrenze importiert hättest, hätte es Ärger gegeben.

    Ich hab' ja nicht behauptet, dass jeder die Lage komfortabel finden sollte. Aber die Welt ist nicht untergegangen weil man mal 3 Tage an einem Ort nicht weggekommen ist - mitten in Europa. Ein gewisses Chaos wohnt derartigen Situationen naturgemäß inne.
    Es ist ein Attitude-/Haltungsfehler - finde ich - wenn man aus dieser Situation eine Katastrophe macht(e). Wer nicht gerade eine Organspende verpasste, sondern nur 3 Tage länger irgendwo verblieben ist, darf sich zwar über die Umstände und seinen Aufwand ärgern. Aber zu reden als ob man eine Katastrophe knapp überlebt hat...?.


    Wirklich gekniffen waren die Leute, die im Transitbereich der Flughäfen feststeckten und tagelang nicht rausgelassen wurden. Wenn die nach einigen Tagen die Nase voll hatten verstehe ich das, denn niemand möchte gerne endlos ohne ausreichende sanitäre Versorgung und ein Bett eingesperrt sein. Man hätte ihnen die Chance geben müssen, den Transitbereich zu verlassen und sich ein Hotelzimmer zu suchen. Wenn sich diese Passagiere aufregen - OK, das ist dann wirklich berechtigt denn es kann nicht sein, dass man diese Leute einfach eingesperrt lässt und über Tage hinweg keine bessere Lösung gefunden wird.

    Ich denke, dass es eine Einstellungssache ist. Natürlich nervt es, wenn man andauernd neue, widersprüchliche Informationen bekommt und immer wieder vertröstet wird. Kostspielig kann es auch werden. Die Formulierung "einen an der Waffel haben" war auch überspitzt, ich fand es nur etwas bizarr, dass da jeder Spanienurlauber redete, als komme er gerade aus der Hölle. Insbesondere Reisende auf dem europäischen Festland hätten sich auch zum Bahnhof durchfragen und Zug fahren können - wenn es denn soooo superdringend war, direkt nach Hause zu kommen.
    Im Fernsehen zeigte man Berichte von Leuten aus Frankreich, Schweden und Italien, die 3 Tage lang auf dem Flughafen campiert haben und wo von menschenunwürdigen Zuständen die Rede war. Also sorry, wenn man es dann nicht hinkriegt in Köln, Bonn oder einer anderen deutschen Stadt ein preiswertes Zimmer in einem IBIS-Hotel (oder vergleichbar, vielleicht sogar preisgünstiger) zu beziehen frage ich mich schon, wie unselbstständig die Menschen sind...


    Wenn man als Deutscher im Ausland erwartet, dass es überall so zackig und präzise klappen muss wie hier - OK, dann wird man in fast allen Ländern der Welt enttäuscht und sollte besser gar nicht verreisen. Das weiß man aber vorher, dass das Durcheinander oft groß ist und in einer solchen Lage erst Recht. Wenn man sich klar macht, dass die Uhren anderswo anders mahlen und bei ungewöhnlichen, unerwarteten Ereignissen dieser Größenordnung Chaos unvermeidlich und systemimmanent ist kommt man besser klar - vor allem weil "sich aufregen" nichts bringt und man sich dann lieber verhältnismäßig schnell mit dem Unvermeidbaren arrangiert als seinen Magen und Darm unnütz zu strapazieren....


    Ich würde in dieser Situation auch nicht unbedingt eine lustige Urlaubsverlängerung sehen, klar würde mich auch Vieles ärgern und verunsichern. Aber ich würde nicht reden als ob ich knapp dem Tode entronnen bin.

    Ich erwarte von jedem, der sich einen Urlaub leistet (leisten kann), dass er sich in seiner Preisklasse 2, 3 Tage über Wasser halten kann ohne in den finanziellen Ruin zu stürzen. Obendrein war ja sehr schnell klar, dass Airlines und Reiseveranstalter niemanden hängen lassen sondern sich um die Menschen kümmern.


    Genauso wird nicht jeder Arbeitgeber sogleich Kündigungen aussprechen wenn ein Mitarbeiter in dieser besonderen Situation 2 Tage länger weg bleibt. Die Arbeitgeber haben ja auch mitbekommen, dass kein böser Wille im Spiel war sondern die Leute nicht anders konnten. Ein Teil des Flugverbots fiel außerdem auf das Wochenende, wo die meisten Leute nicht arbeiten müssen.


    Egal ob finanziell oder im Hinblick auf die Zeitplanung: wer Spitz auf Knopf plant, tut es auf eigenes Risiko. Bei Fernreisen muss man immer mit einem Flugausfall oder irgendwelchen Komplikationen rechnen und entsprechende Kulanzen einkalkulieren. Oder man lässt es - darf sich dann aber nicht beklagen, dass es zu Engpässen kommt wenn mal etwas nicht perfekt funktioniert.


    Dass die Situation für den ein oder anderen auch eine gewisse Inkonvinienz mit sich brachte - naja gut. Das war wohl nicht zu ändern. Wenn es z. B. regnet nervt mich das auch - aber ich muss damit leben...

    Man weiß aber nicht ob die Schäden durch Vulkanasche entstanden sind - oder doch?


    Es gibt immer 2 Seiten einer Medaille: ohne belastbare Daten zu Vulkanasche kann man genauso fliegen weil kein Hinweis auf Gefährdung da ist - oder nicht fliegen weil keine Daten für eine Entwarnung vorliegen. Das wird dann verquickt mit wirtschaftlichen Überlegungen und schon stehen sich die Meinungen gegenüber.


    Ein weltweit operierender Konzern wie Lufthansa muss alle paar Monate mit Flugausfällen klarkommen, die irgendwo auf der Welt durch Naturereignisse, das Wetter, politische Unruhen, technische Ausfälle oder andere Unwägbarkeiten entstehen. Das trifft dann zwar nicht so hart wie ein Ausfall am eigenen Drehkreuz, fällt aber in die Sparte "normales Betriebsrisiko".
    So zu tun als würde man durch solche Flugausfälle in den wirtschaftlichen Ruin steuern ist aber lächerlich. Der Pilotenstreik - wenn er auch schneller beendet wurde - hätte genau die gleichen Schäden anrichten können, und das hausgemacht.


    Wenn man in den letzten Tagen Interviews mit Passagiere hörte hatte man beinahe den Eindruck, die seien nicht etwa aus einem verlängerten Urlaub zurückgekehrt, sondern hätten aus Krisengebieten evakuiert werden müssen. Ich weiß ja nicht welche Horrortrips sich die Menschen offenbar massenhaft antun, aber bei Aussagen wie "Gott sei dank bin ich wieder in Deutschland" frage ich mich, ob die einen an der Waffel haben.

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    Original geschrieben von 31509
    Nur das die Gefahr überschätzt wurde ist ja inzwischen belegt. Wo ist das Problem das auch von offizieller Seite (Minister) zu zugeben?


    Der Minister hat sich durch seine Unkenntnis und blöde Sprüche, beispielsweise gegenüber einem Sprecher der LH, disqualifiziert.


    Das Problem ist, dass es keine Verfahrensanweisungen für mit Vulkanasche kontaminierte Lufträume gibt. Das wiederum beruht auf fehlenden Erfahrungswerten und jeder, der jetzt im Schnellschuß behauptet, dass alles unnütz war, beurteilt das aufgrund von Mutmaßungen. Das ist einfach zu dünn wenn man keine validen Daten hat und da Sicherheit im Zweifel vorgehen sollte war die Luftraumsperrung als Vorsichtsmaßnahme absolut in Ordnung.


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    Original geschrieben von 31509
    Oh, am Bsp. AF kann man sehr gut ablesen was es heisst ein solche miserable Kommunikationspolitik zu betreiben. Ich kenne mehrere Personen die explizit kein AF mehr fliegen wegen dieser Geschichte. Der Umsatz der Airline zeigt ähnliches.


    Die LH-Piloten sind immer noch in Gehalts- und Gestaltungsverhandlungen für ihre Arbeitsplätze. Sie gebährden sich auch innerhalb der Pilotenschaft als Elite, die ihre Ansprüche mit ihrer Performance, ihrem Sicherheitsdenken und ihren besonderen Fähigkeiten begründen. Auf der anderen Seite lassen sie sich darauf ein, einen Airliner im Sichtflug durch einen kontaminierten Luftraum zu steuern, über dessen Gefährlichkeit keine Mess- und keine Erfahrungswerte vorliegen.


    Auch wenn man annehmen konnte, dass nicht sofort ein Flugzeug vom Himmel fällt und auch die Separation zwischen den Fliegern funktionieren sollte: hier wurden MASSIVE Zugeständnisse an die Sicherheit gemacht!!!


    Und da verlieren alle Piloten, die sich darauf eingelassen haben, ihr Gesicht: man kann nicht einerseits permanent auf Sicherheitkultur drängen und auch das eigene, besonders hohe Gehalt damit begründen, um dann aber unter solchen Bedingungen durch die Gegend zu fliegen.