Beiträge von Printus

    Es ist auch totaler Schwachsinn weil entweder ist Asche in der Luft - dann muss man am Boden bleiben - oder die Luft ist ausreichend sauber und man kann fliegen. Dass man aber nach Sichtflugregeln (VFR) fliegen darf, nach Instrumentenflugregeln (IFR) nicht, ist kompletter Schwachsinn. Welchen Unterschied soll das im Hinblick auf die Asche machen?


    Ich möchte das Verkehrsflugzeug sehen, dass jetzt wirklich rein nach Sichtflug gesteuert wird und den Piloten, der bei 250 Knoten und angesichts der Komplexizität eines Airliners nebenbei noch kontinuierlich Kapazitäten zur ausreichenden Luftraumbeobachtung und eigenverantwortlichen Separation hat. Schlicht unmöglich und absolut hirnrissig. In Wirklichkeit fliegen alle "simulated IFR" weil es absolut unverantwortlich und gefährlich ist, Verkehrsflugzeuge auf Sicht durch die Gegend zu schaukeln.


    In Wahrheit geht es hier alleine nur um den rechtlichen Schwarzen Peter: das ICAO-Dokument 019 verbietet die IFR-Freigabe in einer Contaminated area. Keiner möchte verantworten, dass millionenteure Reparaturen an diversen Triebwerken fällig werden oder es gar noch zu schwerwiegenderen Problemen kommt. Es will aber auch keiner für die wirtschaftlichen Verluste der Airlines haften. Also schiebt man das Problem ab und keiner ist zuständig. Am Ende hängt es an den Piloten, die fliegen. Wenn es schief geht kann man denen nämlich ans Bein pinkeln und vorwerfen, dass sie offenbar in eine Aschewolke geflogen sind.

    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    Was erwartest Du konkret von den Cops? Es liegt keine Straftat vor, eine 16jährige hat sich dem Aufenthaltsbestimmungsrechtes der Erziehungsberechtigten entzogen. Präventivpolizeilichs Handeln mit Ausnahme der Auschreibung zur Aufenthaltsbestimmung z.B. wg. Suizid liegt auch nicht vor. Im Prinzip haben die Cops mit Ausnahme von Maßnahmen ohne Rechtseingriff wie "Plakataktion" etc. keine Rechtsgrundlage.


    Ich erwarte...
    1. ... dass eine ausreichende Kommunikation stattfindet. Ich empfinde es als absolut unzureichend wenn der zuständige Sachbearbeiter der Kripo telefonisch immer erst nach zahlreichen Versuchen erreichbar ist, andere Beamte an der Kasseler Kripo-Hotline (wohlgemerkt!) nicht mal wissen um welche Fahnung es geht, sich teilweise sehr unfreundlich benehmen, bei gelegentlichen Rückrufen auch nichts weiter erzählt wird und die Eltern somit keinerlei Rückmeldung haben, was die Polizei überhaupt tut oder lässt. Niemand erwartet, dass polizeiliches Vorgehen im Detail erläutert wird. Aber es ist doch klar, dass betroffene Eltern gerne eine grundsätzliche Kenntnis haben möchten was die Polizei unternimmt.
    2. ... dass Hinweise zeitnah - am Besten sofort! - bearbeitet werden. Es kann nicht sein, dass die nachmittägliche Info "Liz wurde soeben in Hintertupfingen gesehen" dazu führt, dass man abends mal einen Streifenwagen durch das Dorf fahren lässt. Ohne darauf in der Öffentlichkeit detailliert einzugehen - in diesem Hintertupfingen wohnen obendrein Leute, deren Namen im Zusammenhang mit Liz Verschwinden und Straftaten mehrfach fielen. Jedem nur mäßig intelligenten Menschen drängt sich auf, derartige Zusammenhänge zu erkennen und zu überprüfen. Nach unseren Informationen ist das aber nicht passiert und diese Leute wurden teilweise nicht mal befragt. Zum Fragen muss man auch niemanden aufs Präsidium laden - man kann auch hingehen und reden.
    Über Ostern oder an Wochenenden werden Hinweise nur aufgeschrieben: der Sachbarbeiter, der zwischenzeitlich auch halbe Tage frei und eine Woche Urlaub hatte, werde sich demnächst darum kümmern. Bei allem Respekt, aber wenn das eine ernsthafte Fahndung nach einer verschwundenen Jugendlichen sein soll?! Dass keine Straftaten vorliegen ist auch nur eine Annahme; ich kann darauf öffentlich jetzt nicht näher eingehen, aber es gibt Hinweise darauf, dass es anders ist und Liz in gefährlichen Kreisen unterwegs sein könnte.
    Lies' dir bitte mal BKA durch, da wird bei vermissten Jugendlichen IMMER von einer Gefahr für Leib und Leben ausgegangen. Diesen Eindruck hat man bei der Arbeitsweise der Kasseler Polizei ganz und gar nicht. Hier ist kein Kanarienvogel entflogen sondern seit 1 Monat eine Minderjährige in vermutlich zwielichtigen Kreisen unterwegs!


    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    Deine Beschwerde für das "Stürmen der Wohnung" wäre an das Polizeipräsidium zu richten. Bedeutet "Stürmen" mit der Ramme rein oder geklingelt und nach Öffnen "ohne unmittelbaren Zwang" betreten. Sollte zweite Alternative zutreffend sein ist die Beschwerde "formlos", "fristlos" aber vorallem "zwecklos" zu formulieren.


    Es wurde gefragt ob man hereinkommen dürfe, aber wohl sehr drastisch vorgetragen. Da meine Freundin erwartete, dass es Neuigkeiten über Liz gäbe, hat sie das natürlich bejaht. Dass es um eine ganz andere Sache ging war lange Zeit nicht erkennbar.
    Formal ist es somit zwar korrekt abgelaufen, nur ist die ganze Aktion unmöglich. Wie kann es sein, dass die Beamten nicht wissen in wessen Wohnung sie gehen? Offenbar mangelt es völlig an der Abstimmung unter den Dienststellen. Wieso werden solche Auftritte bei Menschen gemacht, die nicht dafür können wenn in einem Mehrfamilienhaus vor Monaten dubiose Nachbarn gelebt haben? OK, es ist so passiert. Dann hätte man sich aber um meine Freundin kümmern müssen, denn in welchem Zustand sie war, hat man wohl kaum übersehen können!


    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    Du bekommst dann nach "angemessener" Frist ein Entschuldigungschreiben oder es kommt einer mit nem Blumenstrauß vorbei. Und denk dran du schreibst in Deiner Freizeit, die Beamten während der Arbeitszeit und Dein Blumenstrauß stammt auch aus Steuergeldern.


    Es geht darum, dass solch ein Verhalten unter aller Sau ist. Es geht darum, dass meiner Freundin immer mehr der Boden unter den Füssen entzogen wird und die Polizei hält es nicht mal für nötig, überhaupt eine normale Kommunikation aufzubauen, die Eltern so weit einzubinden, dass sie grundsätzlich wissen wo sie dran sind. Es geht darum sich überhaupt zu wehren - dagegen, dass die Polizei nicht nur nicht hilft, sondern durch ihren teilweisen Umgangston und solche "Überfallaktionen" den Eltern nur zusetzt, es aber seit 4 Wochen nicht schafft, naheliegenste Überprüfungen durchzuführen.



    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    "Verdächtige unter Druck setzen". wie soll des das gehen. Es gibt nicht mal ne Rechtsgrundlage, daß die "Zeugen" bei der Polizei erscheinen müßen. Wir erinnern uns an den entführten Bankiersohn aus Frankfurt. Zwei Polizeibeamte haben dem Entführer körperliche Schmerzen unter Aufsicht eines Arztes angedroht um den Aufenthaltsort zu erfahren, zu einem Zeitpunkt er noch die lebensrettenden Medikamente hätte bekommen können. Beide Cops wurden verurteilt.


    Wir reden hier nicht über Folter wie im damaligen Fall. das lehnt wohl jeder selbst in extremen Fällen ab. Aber du kannst Verdächtige auch nicht einfach nur fragen ob sie etwas angestellt haben und dann treudoof abziehen wenn sie natürlich "nein" sagen. Solch einen Auftritt wie in der Wohnung meiner Freundin könnte man auch bei bestimmten Leuten durchführen und nachschauen, ob da wirklich kein Hinweis auf Liz ist... mal so als Beispiel.


    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    Gerade hier im TT werden die informationellen Freiheitsrechte hochgehalten. Und auch vor dem BGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung hätte es für Dein Ansinnen keine Rechtsgrundlage gegeben.


    Die Polizei verwies zu Anfang auf die Frage nach Prüfung der Handydaten darauf, dass diese nach dem Verbot der Vorratsdatenspeicherung nicht mehr vorhanden seien. Dann stellt sich bei unseren eigenen Nachforschungen heraus, dass es zwar keine Vorratsdatenspeicherung mehr gibt, der Netzbetreiber die Daten nach Anforderung durch die Polizei aber sehr wohl rekonstruieren kann. Wusste die Polizei das nicht? Hat sie es uns nur falsch wiedergegeben? Oder hatte sie einfach keine Lust sich damit zu beschäftigen und redet sich jetzt auf Spitzfindigkeiten in der Wortwahl, zwischen "Vorratsdatenspeicherung" und "normaler Datenerfassung" seitens des Netzbetreibers, heraus? Jetzt, nach 4 Wochen, findet die Maßnahme womöglich noch statt aber die Frage bleibt - warum erst jetzt?


    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    Falls Deine Lebensgefährtin eine psychologische Begleitung wünscht soll sie dies Ihrem Arzt mitteilen. Eine behördliche (Zwangs-)Betreuung ist an strenge gesetzlich Vorgaben gebunden.


    Das ist klar, aber darum geht's doch gar nicht. Unter "Betreuung" verstehe ich einen Ansprechpartner für Betroffene, der einem im Umgang und dem Verständnis der Polizei hilft - wenn die Kripo das nicht kann oder will. In anderen Bundesländern gibt es dafür seit Jahren Kontaktbeamte, Beauftragte, Sozialberater oder es ist ein Teilbereich im Aufgabengebiet von Polizeipsychologen. Meine Freundin ist nicht durchgeknallt und braucht keinen Therapeuten, aber einen erreichbaren Ansprechpartner, der sie während der Fahndung betreut. Ich komme aus dem - negativen - Staunen nicht heraus, dass die hessische Polizei offenbar Basics nicht kennt, die in anderen Bundesländern und anderen Branchen seit Jahrzehnten zum Standardprogramm gehören. Es gehört dort zum A und O der Arbeit, dass es bei Menschen in Ausnahmesituationen nicht mit einer rein faktischen Fallbearbeitung getan ist, sondern der geschulte Umgang mit Betroffenen zum festen Repertoire der Bearbeitung gehört.

    Leider nein... es tut sich nichts. Die Polizei scheint weiter zu pennen und konfrontiert uns mit Nachfragen / Aktionen, die wir nach Liz' Verschwinden vor 4 Wochen - und nicht jetzt! - erwartet hätten.


    Vor 1 Woche stürmte ein Team von 3 Polizisten in die Wohnung, wollte den Personalausweis meiner Freundin sehen und fragte, ob noch jemand in der Wohnung sei. Dann wollten sie sich umsehen, sind durch alle Zimmer gelaufen. Meine Freundin hat immer wieder gefragt was mit Liz sei und fürchtete das Allerschlimmste - bekam aber keine Antwort.


    Erst zum Ende der Aktion stellt sich heraus, dass diese Beamten nichts von Liz Verschwinden wissen und auch nicht in dieser Sache, sondern wegen einer Mieterin da sind, die bis vor einigen Monaten in einer anderen Etage wohnte. Meine Freundin hatte dann einen Nervenzusammenbruch. Die Beamten schauten blöd aus der Wäsche und sahen zu, dass sie schnell weg kommen. Kein Bemühen, ihr in dem Moment zu helfen - dabei muss unübersehbar gewesen sein in welchem Zustand sie war. Ich war selber nicht zuhause und hatte nur eine schluchzende Freundin am Handy, die ich kaum verstanden habe und der ich in dem Moment nicht helfen konnte.


    Ich halte das für einen Skandal! Mal ganz abgesehen davon, dass meine Freundin nichts dafür kann wenn im gleichen Haus vor vielen Monaten eine verdächtige Person wohnte - mit der sie nie Kontakt hatte und deswegen auch unklar ist, was dieser "Überfall" Monate später überhaupt sollte - kümmerten sich die Beamten gar nicht um ihren Zustand oder dass vielleicht eine Entschuldigung gekommen wäre. Vielleicht auch später, nachdem irgendwem aufgefallen ist, was für eine Panne da passiert ist... Für mich ist sowas nahe an unterlassener Hilfeleistung.


    Wie kann es sein, dass die Kasseler Polizei solche Auftritte hinlegt, sich vorher nicht informiert in welchem Haus sie operiert, wer da wohnt, welche Wohnungen sie "besucht"?


    Falls jemand eine Adresse für eine Beschwerde hat - her damit. An wen schreibt man? Den Kasseler Polizeipräsidenten oder das Innenministerium? Wie kann man der Kasseler Polizei wirklich Druck machen, damit diese Schnarchnasen wach werden und richtig in die Gänge kommen?


    Nach wie vor ist nämlich auch die Kommunikation mit der Polizei nicht nur mangelhaft, sondern nahezu nicht existent. Gelegentlich kommt mal ein kurzer Anruf - und das war's.
    Morgen ist Liz 4 Wochen weg, Zeugen haben sie mehrfach an verschiedenen Orten gesehen, die Polizei setzt Verdächtige, die etwas wissen könnten, nicht unter Druck und fragt - zumindest nach unserer Kenntnis - nicht mal nach.
    Just heute Morgen kam die Polizei auf die verwegene Idee, dass VIELLEICHT doch mal ein Einzelverbindungsnachweis für das Handy - auch wenn Liz es nicht mitgenommen hat - angefordert werden KÖNNTE. Aber der Meinungsbildungsprozess scheint noch länger zu dauern... Aufgrund der gekippten Vorratsdatenspeicherung war man bei der Polizei der Meinung, es gäbe sowieso keine Handydaten einer Prepaidkarte mehr. Vodafone und ein hilfreicher TT-User, der bei VF arbeitet, schrieben uns übereinstimmend etwas anderes. Offenbar gibt es Daten - die aber nur die Polizei anfordern kann. Wenn wir Pech haben sind die aber inzwischen tatsächlich gelöscht.


    Wir hatten es erst nicht erwogen, denken inzwischen aber doch immer mehr darüber nach, einen Privatdetektiv zu beauftragen. Wie findet man einen fähigen und guten Detektiv?


    Meine Freundin hat aufgrund der langen Arbeitsunfähigkeit inzwischen die Kündigung ihres Arbeitgebers bekommen und verliert damit nicht nur die Tochter, sondern auch ihre Existenzgrundlage. Sie hatte die Stelle neu angetreten und war in der Probezeit - insofern war die Kündigung rechtmäßig und kann nicht rechtlich angefochten werden.


    Alles in allem ein Super-GAU, was da zwischnzeitlich passiert(e)...


    Irgendeine Form der Betreuung der Mutter findet nicht statt. Aus anderen Bundesländern weiß ich, dass zumindest Feuerwehr und Rettungsdienst Kriseninterventionsteams / Notfallseelsorge etc. hatben. Die passen hier zwar nicht so richtig weil ja keine Akutbetreuung nach einem Unfall etc. nötig ist, sondern eine längerfristige Betreuung. Aber da scheint es nichts zu geben, zumindest wird da seitens der Polizei niemand ins Spiel gebracht. Der weiße Ring wurde von uns angedacht, aber auch die passen jetzt nicht wirklich...

    Es ist echt peinlich wie die Presse seit Tagen die Falschmeldung der geschlossenen Flughäfen verbreitet. Die haben eine Betriebspflicht und waren / sind / werden nicht geschlossen. Allein der Luftraum wird von der Flugsicherung auf Null gesteuert, bezogen auf Instrumentenflüge unterhalb von 36000 Fuss. Wer Sichtflug im entsprechenden Luftraum machen möchte, kann das tun und wer oberhalb von FL360 über Deutschland reisen will, dürfte es auch tun.


    Allerdings sind bei den europäischen Nachbarn viele Lufträume komplett geschlossen, so dass niemand nach dort oben kommen kann und es wäre auch unter Sicherheitsaspekten nicht sinnvoll zu fliegen weil nie auszuschließen ist, dass ein medizinischer Notfall oder eine technische Ursache etc. einen zur Landung zwingt - und dann müsste man durch den kontaminierten Luftraum stoßen. Wenn man eh schon einen ungeplanten Abstieg vornimmt, womöglich mit technischen Problemen, hätte man ein weiteres massives Problem am Hals. Also unterlässt man es gleich ganz, solche Probleme zu riskieren. Da weiter westlich (Niederlande, UK) auch kein Verkehr mehr möglich ist ergibt sich auch kaum eine Route, bei der ein Überflug über Deutschland stattfinden müsste.


    Doedl, jetzt zu dir.


    Der Absturz der Maschine des polnischen Präsidenten sollte dir eigentlich vor Augen geführt haben, dass es immer sinnvoller ist wenn der Pilot nach "good airmanship" entscheidet und nicht die Fußgänger in der Kabine meinen, seine Entscheidungen treffen oder beurteilen zu können. Da würde ich mich an deiner Stelle zurücknehmen.
    Sollte der Pilot den Anflug aus Sicherheitsgründen abgebrochen haben ist das besser als 4 Landeversuche zu probieren und einen CFIT (Controlled flight into terrain) hinzulegen... Nebenbei: Company rule bei Lufthansa ist, dass nach 2 gescheiterten Anflügen ohne weitere Diskussion zum Alternate zu fliegen ist.


    Wenn du mit Ryanair fliegst solltest du wissen: der Flug ist preiswert, pünktlich und sicher. Aber Service gibt's nicht. Ryanair ist dafür bekannt, im Zweifel immer zugunsten der eigenen Wirtschaftlichkeit zu entscheiden. Dass Flüge, die für diese Airline unwirtschaftlich sind, knallhart gecancelled werden, ist nicht neu und immer wieder vorgekommen. Diesem Risiko setzt du dich zugunsten eines preiswerten Ticketpreises aus. Dann darfst du dich nachher nicht beschweren, wenn du Pech hast und einen Flug erwischst, bei dem sowas passiert...


    Vermutlich ist es hier genau so passiert, denn die deutsche Flugsicherung hat natürlich jeden Flieger im Luftraum noch auf den Boden geholt bevor der Luftraum gesperrt wurde und hätte im Zweifel ein Ausweichen zum Alternate ermöglicht. Es sei denn, ein technischer Defekt oder Kerosinknappheit hätten eine Landung erzwungen - dann hätte es aber eh keine Vorgaben gegeben und man würde immer überall landen dürfen. Da ihr aber wohl schon im Landeanflug gewesen seid ist es eh Mumpitz, denn wie geschrieben, die Flughäfen waren und sind nicht geschlossen.


    Sehr wahrscheinlich ist, dass Ryanair - rechtzeitig aus ihrer Sicht, zu spät aus deiner - geschnallt hat, dass der Flieger nicht mehr weg kommt wenn man landet. Also lieber gleich zurück an einen Ort, wo man das Flugzeug stehen haben möchte, wenn das noch geht - und es ging, denn es war genügend Sprit an Bord und der Luftraum für den Rückflug noch frei. Das wird man den Paxen natürlich so nicht auf die Nase binden, aber es nützt dir auch nichts wenn du es nachträglich erfährst. Wie andere schon schrieben: viel rausholen wirst du nicht und es wird sehr mühsam werden.
    Wenn du für das Ticket wenig zahlst kannst du nicht viel Service erwarten. Ryanairs Gebahren ist seit langem bekannt und es liegt an dir, es zu akzeptieren und auch das Risiko für dich zu tragen, oder eben ein teureres Ticket einer anderen Airline zu erwerben und deine Ansprüche ggf. besser geltend machen zu können.

    Es sieht wohl am Ehesten nach einem Problem aus der Sparte "Human factors" aus. Wenn dieses Flugzeug pro Jahr gerade mal 250 Stunden geflogen ist und es 2 Maschinen gab, wird der einzelne Pilot bei geschätzten 3 Besatzungen pro Flieger auf magere 100 Flugstunden kommen. "Reicher Erfahrungsschatz" auf dem Flieger sieht anders aus.


    Nebenbei dürfte es eine besondere Auszeichnung gewesen sein zur Besatzung der Präsidentenmaschine zu gehören, also will auch niemand seine Position gefährden und ist dann eher bereit, sich nicht gegen Entscheidungen/Willen der Staatsführung an Bord zu stellen, vor allem weil in diesem Fall die Elite des Landes zu einem symbolträchtigen Ziel unterwegs war. Sich 2008 gegen eine Landung in Georgien zu entscheiden dürfte noch einfacher gewesen sein als 2010 die Regierungsspitze und oberste Vertreter der Gesellschaft von einer Teilnahme an Feierlichkeiten in Katyn abzuhalten.


    Obendrein hat die Tupolew ein komplexes 4-Mann-Cockpit. Wenn auf diese Leute Druck ausgeübt wird oder allein nur die Situation an sich schon Erfolgsdruck und Tunnelblick produziert, einer im Cockpit wankelmütig wird, z. B. der Navigator unklare Ansagen macht, steht das Problem im Raum. In westlichen Ländern hat man deswegen seit Jahren CRM und CCC etabliert, aber ob das in Polen und dazu beim Militär umgesetzt wird glaube ich eher nicht. Da wird eher eine militärisch-hierarchische Führungsstruktur gelten.


    Dabei stellt sich dann allerdings wiederum die Frage, wer denn tatsächlich die Befehlsgewalt an Bord hatte. Normalerweise trägt die nämlich der Kapitän sobald die Türen der Maschine geschlossen wurden, sogar wenn der Flieger noch am Boden ist - und dieses war ein Passagierflug in Friedenszeiten. Ob es dem polnischen Präsidenten hier zustand einen Befehl an einen ihm unterstellten Offizier zu geben und dieser den auch umsetzen muss...? Wobei das vor Ort sicher nicht ausdiskutiert werden konnte, der Erfolgsdruck an sich wird hoch gewesen sein und wenn er vom Präsidenten oder dem Luftwaffen-Chef gar noch verbal unterstrichen wurde, wird die Crew sich dagegen kaum immun gehalten haben.


    Man stellt sich eher vor nach dem Flug wegen Befehlsverweigerung Ärger zu bekommen als brennend in die Baumwipfel zu krachen, das "Mir ist nicht wohl dabei, aber es wird wohl gut gehen"-Gefühl war offenbar stärker als die Durchsetzungskraft.

    Hi,


    Liz wurde leider noch nicht gefunden und auch die Informationslage ist nicht besser geworden. Ich kann daher leider keine Entwarnung geben und nur darum bitten, die Augen weiter auf zu halten.


    Die breite Öffentlichkeitsfahndung in wkw und diversen Foren hat sich aber zwischenzeitlich als zunehmend kontraproduktiv erwiesen. Gerüchte schießen ins Kraut, selbsternannte Fahnder initiieren ohne Sinn und Verstand oder gar Absprachen irgendwelche hirnrissigen Aktionen, die Sensationsgeilheit steigert sich immer mehr und viele scheinen das alles für eine Daily soap zu halten, bei der sie jeden Abend "das Neueste vom Tage" erfahren wollen.


    Der Nutzen davon ist nicht nur 0, sondern bringt negative Folgen mit sich. Nach 3 Wochen ohne wirkliche Hinweise aber immer mehr öffentlichen Hype sind die Eltern zermürbt, der zunehmende Wanderzirkus um die ganze Sache oder dass irgendwann RTL vor der Tür steht, schaden mehr als es nutzt.


    Es ist auch nicht auszuschließen, dass Liz oder diejenigen, bei denen sie sich aufhält, die Berichterstattung verfolgen und wir einer glücklichen Lösung daher nicht näher rücken sondern uns entfernen.


    Das hat zu dem Entschluß geführt, die öffentliche Suche massiv einzuschränken.


    Wir bekommen von TT-Usern und den Mods, die das Thema oben festgepinnt haben, unglaublich gute, engagierte, rührende, persönliche Hilfe und wissen nicht, wie wir uns dafür je bedanken können. Auch lief/läuft die Diskussion hier ja sehr konstruktiv und gesittet. Das ist anderswo aber nicht so und deswegen muss das alles deutlich runtergefahren werden.


    Bei der Webseite stellte sich die Frage, wie man die "abschaltet" ohne irgendwen vor den Kopf zu stossen, andererseits aber auch nicht weiter sämtliche Infos bestehen zu lassen. Wir denken, dass es so am Besten ist, wie es jetzt ist.


    Ihr helft uns, wenn ihr weiter die Augen nach Liz aufhaltet und ich werde euch selbstverständlich erzählen, wenn es ein - hoffentlich gutes - Ende der Sache gibt. Versteht aber bitte, dass Lissys Eltern den öffentlichen Druck und die Diskussionen, die zu nichts führen, nicht mehr aushalten und das herunterfahren wollen.

    "Leider" wurde hier definiert, dass es um ein weggelaufenes Kind geht und keine Straftat, da sich kein Hinweis darauf ergeben hat.
    Wir haben's durch einen Juristen prüfen lassen und die Sachlage ist da eindeutig.


    Deine Idee ist in der Tat sehr gut, aber leider funktioniert das hier nicht.

    Hi Bennylein,


    kein Problem, du hast da ganz Recht. Ich weiß um den Hype, der bei wkw inzwischen entstanden ist und es erfüllt uns auch zunehmend mit Sorge, ob das noch sinnvoll ist. Jemand, der sich dort ganz zu Anfang meldete, vermisste im Januar in Kassel seine Tochter und hatte gerade mal 500 Mitglieder in der Gruppe. Warum es hier jetzt in dieser Größenordnung explodiert ist, weiß der Himmel.
    Dadurch sind viele Diskussionen kaum noch zu kontrollieren. Meine Freundin und 2 Bekannte versuchen es zwar halbwegs zu regeln, aber das sind natürlich keine geübten Moderatoren, die sich langsam einfahren konnten und so geht's halt teilweise drunter und drüber.


    Ich sah den ganzen Hype zwiespältig und frage mich inzwischen auch immer mehr, welchen Sinn das alles macht. Da es kaum Möglichkeiten gab sich selber sinnvoll zu betätigen war die anfängliche Idee, ein soziales Netzwerk oder Foren mit vielen Mitgliedern als Plattform für die Suche zu nutzen, sicherlich ein guter Ansatz.
    Es sollte nie ein lustiges Detektivspiel werden, sondern einfach nur ein größerer Kreis an Menschen erreicht werden, der schlicht und einfach die Augen aufhält. Mehr nicht. Dass es dann ganz andere Eigendynamiken entwickelt hat war nicht abzusehen.


    Obendrein war es eine Weile lang eine gute und sinnvolle "Beschäftigungstherapie" wenn man Such-Netzwerke aufbaut und damit auch einen viel größeren, bundesweiten Suchradius errichtet als wenn man nur durch die eigene Stadt rennt und an einzelne Menschen Flugblätter verteilt, die man obendrein drucken muss. Nicht, dass Geld hier ein entscheidender Faktor gewesen wäre, aber die Kosten-Nutzen-Abwägung fiel halt schlechter aus. Das gleiche gilt für Anzeigen in lokalen Zeitungen etc. Wer sagt, dass Liz durch Kassel rennt? Dann müssten wir genauso Anzeigen in jeder anderen Stadt schalten... Also war die Idee, Menschen über das Netz zu aktivieren, sinnvoller.


    Da die Sache nun einmal angestossen ist, läuft es halt eben und dass sich irgendein Hype entfaltete, war nicht beabsichtigt. Es ist aber so gekommen. Damit taucht irgendwann das neue Problem auf, es sind nicht nur Menschen sensibilisiert und gehen vielleicht etwas wachsamer durch die Welt, sondern man muss irgendwann fürchten, dass die Sache kontraproduktiv wird, dass Liz oder das Umfeld, in dem sie sich bewegt - wo immer das sein mag - den Hype mitkriegt und sie sich dann irgendwann nicht mehr raus traut.


    Leider kann man all diese Dinge nicht planen und nicht auf Erfahrungen zurückgreifen, insofern macht man zwangsläufig Fehler oder unterliegt Entwicklungen, die man so nicht unbedingt beabsichtigt hat, mit denen man aber irgendwann konfrontiert ist. Beim nächsten Mal - von dem wir nicht hoffen es erleben zu müssen - würden wir Manches gleich anders anfassen.


    Detektei: wäre eine Option wenn es nur irgendwelche verheißungsvollen Ansätze für eine Suche gäbe. Im Augenblick erscheint uns das eine maximal teure, aber nicht wirklich sinnvolle Sache.


    Staatsanwaltschaft: das wär' ein prima Tipp wenn eine Straftat vorläge. Solange das aber nicht wahrscheinlich erscheint halten sich die Staatsanwälte heraus...

    Könnte es denn auch sein, dass es da tatsächlich nur um ein Darlehen geht?


    Ich kenne auch Fälle, in denen Eltern ihren Kindern - oder umgekehrt - Geld leihen und das aber vor den Geschwistern nicht an die große Glocke hängen damit eben gerade nicht solche Fragen wie "Warum bekommt der etwas, was ich nicht kriege?" aufkommen. Dem einen hilft man bei der Finanzierung des für die Arbeit und die Familie notwendigen Autos, dem anderen aber lieber nicht bei der Anschaffung eines überzüchteten und für gefährlich gehaltenen Motorrads... Das ist aber schwer zu begründen weil sich der Motorradliebhaber ungerecht behandelt fühlen würde - und so halten Eltern dann lieber die Klappe und wickeln die Finanzierung der Familienkutsche für den einen diskret ab.


    Es wäre ja auch möglich, dass dein Vater eine "Portokasse" neben dem dir bekannten Konto führt und damit ein ganz korrekt geführtes Darlehen für deinen Bruder abgewickelt hat. Dass du davon besser nichts erfahren hättest beweist der Thread ja... ;)

    Aber du kannst dem Verhalten der anderen und auch der dir bekannt gewordenen Transaktion ja dennoch nur auf 2 Weisen begegnen: entweder hinnehmen, dass die Mauscheleien halt stattfinden und du das eben schlucken musst. Oder es ansprechen, auch auf die Gefahr hin, dass man fragt, woher du Kenntnisse erlangt hast.


    Prinzipiell beinhaltet es ja auch die Chance, die allgemein verkrampfte Kommunikation mal aufzudröseln und gemeinsam vorwärts zu kommen - anstatt dass jeder weiter vor sich hin maggelt und jeder vom anderen denkt, dass er ein geldgieriger Taugenichts sei.


    Weil bei allem Verständnis: dir geht's auch primär um Geld und Eifersucht. Wenn es nur das Verhalten oder die Moral wäre, könntest du ja auch einfach nur deine Schlüsse ziehen und es bei der dann gebildeten Meinung über die anderen belassen. Du schreibst ja, dass du das Geld nicht brauchst, auch wenn es um viel geht. Aber du suchst einen Weg um nicht ins Hintertreffen zu geraten weil du meinst, dass dein Bruder einen unverdienten Vorteil erschleichen könnte - und das obendrein bei Vermögen, das jetzt gar nicht vakant ist weil es noch gar nicht zur Verteilung ansteht.