Beiträge von Printus

    Ich glaube, dass Merkel und Co. nicht bedacht haben, dass die deutsche Willkommenskultur, die ja auch schön verbreitet wird von allen Medien, sämtliche Schotten öffnet und jeden in Bewegung setzt, der von einem tollen Leben im reichen Europa träumt. Wer sich jetzt nicht auf den Weg macht, bekommt nie wieder eine solche Chance auf dem Silbertablett serviert.


    Ich stimme Merkel zu, dass wir jedem Verfolgten Asyl gewähren müssen, dass wir hier keine Begrenzung einführen dürfen weil dieses ein Menschenrecht ist. Wenn aber ein solcher Freifahrtschein ausgestellt wird und erstmal jeder rein kommt (und nicht mehr gehen muss, obwohl es europäisches Recht ist), müssen zwangsläufig alle Dämme brechen. Folgerichtig werden die Bundesländer jetzt vollkommen überrannt.


    Schlimm wäre, wenn die die Stimmung in der Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit kippt und sich vom Willkommen in Ablehnung verkehrt. Immerhin sind Muslime diejenigen, die in der der Vergangenheit am wenigsten in der Lage waren, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.
    Wenn dann noch eine zeitnahe Wahl ansteht kassieren rechte Geisterfahrer zweistellige Ergebnisse und sitzen in den Parlamenten. NPD mit mehr % als die SPD... dann gucken wir plötzlich ganz, ganz blöd aus der Wäsche.


    Man hat sich in der Regierung nicht überlegt welche gesellschaftlichen Schwierigkeiten entstehen wenn man so agiert, wie Merkel es in den letzten Tagen tat. Schon der eigene Koalitionspartner CSU fährt große Geschütze auf, wie ich finde. Die Bundesländer werden auch lauter weil sie keinen Platz mehr haben und es ihnen stinkt, dass man ihnen ungefragt tausende Flüchtlinge auf den Hof stellt und sinngemäß sagt "Jetzt seht zu, wie ihr fertig werdet!"


    Es wird noch ganz schön zur Sache gehen...

    Aber man dreht sich halt im Kreis. Solange man nichts weiß, kann man nichts ausschließen. Mit welchem Argument willst du die Theorien der Verschwörer widerlegen? Nur weil bestimmte Annahmen hahnebüchen sind, das ist ja trotzdem nicht fundiert und ein seriöser Verantwortlicher wird sich auch nicht dazu herablassen, mit Durchgeknallten ernsthaft zu diskutieren. Da kann er nur verlieren.


    Außerdem dürften umfangreiche finanzielle, diplomatische und militärische Interessen im Spiel sein. Je nachdem, welche Ursache hier in den Vordergrund rückt und wenn publik wird, aufgrund welcher (militärischer) Daten man irgendwelche Erkennisse hat, führt das zu gewaltiger Unruhe. Da ist jeder Beteiligte an den Untersuchungen gut beraten, die Klappe zu halten.

    Ich verstehe durchaus, dass es heute schwer geworden ist weil man in Zeiten von Twitter, Internet und Globalisierung auch immer Gefahr läuft, sich zu schnell zu ungeprüften und unsicheren Informationen zu äußern - und dabei tief ins Fettnäpfchen zu treten. Ich wäre als Regierungschef auch generell vorsichtig und möchte erst sicher sein bevor ich mich äußere. Das ist schließlich kein Stammtischgeschwätz, sondern es handelt sich um Aussagen der deutschen Regierungschefin. Deren Äußerungen haben Gewicht und Konsequenzen.


    Wenn aber klar ist, dass es ein Thema gibt und eine Meinungsbildung stattfinden muss bzw. stattgefunden haben muss, sollte eine Führungsfigur auch vorne stehen und die Marschrichtung vorgeben.

    Aber wie machst du dir ein Bild wenn du nicht auf unbekannte, vielleicht unseriöse Quellen im Netz setzen willst und von den früheren Qualitätsmedien keine Qualität mehr bekommst?


    Selbst seriöse, öffentlich-rechtliche Sender berufen sich inzwischen oft genug aufs Internet und Youtube. Das ist keine journalistische Einordnung, mir etwas zu zeigen, was ungeprüft und inoffiziell ist und was ich selber im Netz googlen kann.


    Eigentlich gefällt es mir nicht wenn Schlagworte wie "Lügenpresse" benutzt werden, nur beweisen leider viele Presseorgane am laufenden Band, dass sie nicht mehr kritisch sind sondern nur noch ein Mainstream-Meinungsbild aufgreifen und verbreiten.


    Die einen schmeißen Brandsätze in Flüchtlingsunterkünfte, die anderen heißen Flüchtlinge mit dem roten Teppich willkommen. Ersteres aufs Schärfste zu verurteilen ist absolut richtig, aber es fehlt auf der anderen Seite eine kritische Auseinandersetzung damit, was diese massive Flüchtlingszuwanderung für unsere Gesellschaft bedeutet. Seit Jahrzehnten gelingt es Muslimen im Gegensatz zu anderen Einwanderern nicht, sich in westliche Gesellschaften zu integrieren. Jetzt kommen sie zu hunderttausenden her und kein Journalist fragt, welche gesellschaftlichen Folgen das haben wird und wie man damit umgehen soll. Erst wenn die Stimmung in der Bevölkerung irgendwann vom Willkommens-Hurra in Islam- oder Ausländerfeindlichkeit kippt wird sich damit auseinandergesetzt.
    Jetzt feiert und verstärkt die Journaille erstmal die Willkommenskultur weil es gerade Mainstream ist, wie nett die Menschen in München empfangen werden.


    Wer denkt mal in größeren Dimensionen, wie es zu diesen weltweiten Flüchtlingstrecks kommt, wie man das mit langfristig sinnvoller Politik möglichst verhindern kann um Menschen Frieden in ihrer Heimat zu geben?
    Wie kommt es, dass alle Flüchtlinge nach Deutschland streben - dass man unter dem aktuellen Regierungschef nicht in Ungarn bleiben möchte kann man ja noch verstehen, aber es will ja offenbar auch kaum jemand in Österreich bleiben? Wer um Haaresbreite sein Leben gerettet hat müsste doch froh sein, überhaupt die sichere EU erreicht zu haben? Wenn aber alle partout nach Deutschland wollen, wie soll man das einordnen?


    Oder wo wird skandalisiert, dass die Bundeskanzlerin in der ganzen Flüchtlingsdebatte völlig abgetaucht ist? Es ist doch wieder mal offensichtlich, dass sie erst dann, wenn die langfristige Entwicklungsrichtung sichtbar wird, auftaucht und dann redet als hätte sie schon immer diesen Weg eingeschlagen.

    Das Wrackteil hat mit Sicherheit mehrere Serialnummern, da es sich um mehrere zusammengenietete Komponenten handelt. Diese wird man auch kontrolliert haben. Da außerdem keine andere B777 weltweit ein solches Bauteil vermisst kann man das Trümmerteil auch diesbezüglich MH370 zuordnen.


    Nur: welchen Erkenntnisgewinn bringt das? Es gibt weiterhin keinen Aufschluss darüber, warum MH370 verschwunden ist und ein Aufenthaltsort lässt sich damit ebenfalls nicht bestimmen.


    Insofern hat man hier etwas gefunden, aber viel helfen tut es nicht.


    Sogar die Verschwörungstheoretiker behalten weiterhin vermeintlich Recht. Jemand könnte so ein Ding ins Meer oder an den Auffindestrand geschmissen haben, ungefähr zu einer Zeit, wo Trümmer gemäß der Strömungsberechnungen auftauchen müssten wenn die berechnete Absturzregion stimmt.


    Grundsätzlich agieren professionelle Beteiligte in einem solchen Fall sehr zurückhaltend weil es um sehr viel Geld und Verantwortung geht. 239 Menschen an Bord, hauptsächlich Chinesen, eine malaysische Fluggesellschaft, das Flugzeug aus den USA, verschwunden vor Australien und Trümmer auf einer zu Frankreich gehörenden Insel - sollte man irgendwann einmal die Ursache des Verschwindens aufklären und den Schuldigen ermitteln, kämen gewaltige Summen auf denjenigen oder seine Rechtsnachfolger zu. Dementsprechend will sich keiner mit Vorverurteilungen die Finger verbrennen und man hält sich bedeckt wann immer es geht bzw. wann immer man Gefahr liefe, sich zu verrennen. Genauso sind diverse Interessen und Länder beteiligt, man ist vorsichtig...

    Im Falle MH17 haben die Niederländer längst einen Bericht erstellt. Der wird nur noch nicht veröffentlicht weil man fürchtet, dass der darin Beschuldigte larmoyant protestiert und alles zurückweist.


    Man nennt ein Datum zur Veröffentlichung irgendwann demnächst, d. h. es wird nicht dauerhaft verschwiegen, aber allein das ungewöhnliche Procedere könnte man als ein Einknicken vor dem Tatverdächtigen sehen.


    Alles eine Frage des Blickwinkels.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Müsste es nicht anhand forensischer Lackanalysen möglich sein, die Herkunft des Restlackes am Flügelteil aufzuklären.


    Zumindest europäische Airlines lackieren ihre Maschinen im sog. Eurowhite-Design, d. h. immer dasselbe Weiß auf den Rumpf gepinselt, Name der Airline vorne oben und individuell ist dann nur die Lackierung des Seitenleitwerks hinten. So kann man die Maschinen mit wenig Aufwand an andere Unternehmen verkaufen oder verleasen, es muss ja nur der Schriftzug vorne und das Logo hinten gewechselt werden.


    Malaysia hat an den Flügeln bzw. dem Rumpf unten einen Allerwelts-Grauton oder gar Klarlack verwendet, es kann gut sein, dass ein wirklicher Beweis nicht anhand der Lackierung geführt werden kann weil zu viele B777 mit dieser Farbe bepinselt wurden.


    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ansonsten existieren bei Flugzeugen noch exakte Dokumentationen, die den Austausch fast jeder einzelnen Schraube dokumentieren. Für mich ist es nur schwer vorstellbar, dass das aufgefundene Teil keine individuellen Merkmale aufweist, die zumindest auf die Fluglinie oder einen Wartungsbetrieb schließen lassen.


    Ich vermute, dass man in der Presse nobel verschweigt, dass die Untersuchungen zu MH370 permanent aufgrund diplomatischer Verwicklungen stocken dürften: Malaysische Airline, amerikanischer Flugzeughersteller, mehrheitlich chinesische Passagiere, vermuteter Absturzort in internationalen Gewässern aber am nächsten bei Australien, Wrackteil gefunden auf französischem Gebiet. Man will lieber nicht wissen welche diplomatischen Verwicklungen und Mentalitätsprobleme hier hervorgerufen wurden


    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ebenso im Fall MH17. Ich war davon ausgegangen, dass forensische Materialanalysen von sicher im Wrack verbliebenen Geschossteilen auf Art/Herkunft des Geschosses hinweisen müssten. Bei jeder Pistolenkugel sind solche Analysen üblich ... Materialzusammensetzungen (auch derselben Stoffgruppen) sind höchst individuell. Für mich ist es nur schwer vorstellbar, dass eine eindeutige Zuordnung nicht längst möglich war. :confused:


    Die Niederländer fürchten diplomatische Verwicklungen wenn sie zu früh einen Schuldigen oder auch nur einen Sündenbock präsentieren würden. Dazu kommen sehr, sehr teure Kosten wemman einen Schuldigen hat, siehe die Diskussionen um die Zahlungen an Germanwings-Hinterbliebene.


    Ich frage mich auch immer wieso man nie CVR-Mitschriften aus dem Cockpit des am 11.9.2001 in der Pampa abgestürztern 4. Terrorflugeugs zu hören bekommt.

    Naja es ist auch der gesellschaftliche Geist. In der Schweiz hat zwar jeder Armeeangehörige sein Gewehr im Schrank stehen aber die Leute werden dergestalt sozialisiert, dass das ein Armeegewehr zur Landesverteidigung ist, weggeschlossen gehört und sich der Bürger Gesetzen und dem staatlichen Gewaltmonopol zu unterwerfen hat.


    In den USA predigt man Cowboymentalität und die große Freiheit, nebst problemlosen Waffenzugang für nahezu jeden. Kein Wunder wenn dann Gestörte ihr vermeintliches "Recht", aufräumen zu dürfen, sehr leicht ausüben können.


    Das gleiche Prinzip erklärt Polizeigewalt und die vielen durch Polizisten Getöteten in den USA: Respekt vor der Polizei in allen Ehren, aber wenn Cops und Sheriffs immer wieder vermittelt wird, dass sie selber das Gesetz sind und nahezu gottgleich agieren können weil der Bürger vor ihnen nichts zu melden hat, und der sozial Schwache schon dreimal nicht, führen sie sich eben entsprechend auf.

    Was in den Betrachtungen hier sträflich vernachlässigt wird, sind die Umstände. Man kann nicht einfach nur statistische Zahlen auswerten, man muss es in Verbindung mit den Tatumständen setzen.


    Der Germanwings-Fall ist eine Ausnahmesituation gewesen; Mitnahmesuizide passieren zwar hin und wieder, dass es dabei aber gleich 150 Opfer zu beklagen gibt, ist absolut selten. So wird das statistische Bild verzerrt wenn man nur die Opferzahlen betrachtet. Dass ein Pilot absichtlich mit einem besetzten Verkehrsflugzeug abstürzt, ist schon mehrfach vor gekommen, allerdings nicht sehr häufig.
    Dass verzweifelte Menschen "Familiendramen" auslösen oder die Sicherung durchbrennt weil man seit Jahren Streit mit dem Nachbarn hat, kommt häufiger vor, aber das bezieht sich meist auf das Umfeld des Täters.


    In den USA kommt es gefühlt einmal in der Woche zu einem derartigen Amoklauf, der wahllos Fremde das Leben kostet und die banale Erkenntnis ist, dass fast jedes Mal irgendein durchgeknallter Vollidiot einfachen Zugriff auf Schusswaffen hatte und sie dann auch benutzt hat.


    Obwohl es mir für die Opfer und ihre Hinterbliebenen sehr leid tut, aber inzwischen kann ich es einfach nicht mehr hören/lesen. Alle paar Tage knallt da ein Massenmörder beliebige Leute über den Haufen, man sieht geschockte, weinende Leute, Blumen und Kerzen am abgesperrten Tatort nebst Polizeiwagen vor dem POLICE-Absperr-Flatterband. Jedes Mal die gleichen Bilder, jedes Mal der gleiche Ablauf.

    Und dennoch kommen die Amis nicht auf die naheliegendste Idee, dass die überaus leichte Zugänglichkeit von Waffen für jedermann und die weite Verbreitung derselben das Kernproblem ist. Spinner gibt es überall, aber wenn die nicht so einfach Zugriff auf Faustfeuerwaffen haben, können sie entsprechend schwerer reihenweise Menschen töten. Wenn aber jeder ganz einfach eine Waffe bekommen kann wird es naturgemäß immer wieder passieren, dass jemand die naheliegende Waffe schnappt und auf alles schießt, was ihm vor die Nase läuft.


    Aber die Amis wollen es nicht begreifen und dann kommt alle paar Tage der der neuerliche larmoyante Katzenjammer, wenn es wieder passiert ist.

    Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    Die Volksgruppe nennt sich "Mensch".


    Nee, ganz so einfach ist es nicht. Es gibt sehr wohl Volksgruppen, bei denen kulturell andere Spielregeln gelten und wo z. B. Männer meinen, sie wären höherwertigere "Chefs" und Frauen gehörten als Heimchen an den Herd.


    Natürlich ist das nicht homogen, nicht jeder aus der Volksgruppe denkt haargenau gleich. Da gibt's selbstverständlich eine Bandbreite und auch emanzipatorische Abweichler. Aber der Anteil der Konserativen mit entsprechenden Männer- und Frauenbildern, in denen Gleichberechtigung keine Rolle spielt, ist doch signifikant.


    Außerdem tummeln sich dort auffallend Viele, die sich für stark, gut und besser halten und deswegen meinen, dass - ihrer Ansicht nach - Schwächere, Schlechtere vor ihnen zuweichen hätten.