Beiträge von Printus

    Die amerikanische Justiz sieht generell eine Zuständigkeit wenn Amerikaner betroffen sind. Es waren Amerikaner an Bord, somit wird eine Verhandlung in den USA möglich.


    Wenn nun neben Amerikanern auch Menschen anderer Nationen betroffen sind können die sich gemäß amerikanischen Rechtsverständnisses der amerikanischen Klage/Schadensersatzforderung anschließen wenn sie in ihrer Heimat vor Gericht keine vergleichbaren Ausgleichszahlungen erstreiten können.


    Da in Deutschland nicht annähernd so große Summen gezahlt werden wie in den USA eröffnet sich die Möglichkeit, sich der dortigen Klage anzuschließen.
    Im Gegensatz zu Deutschland kann man in den USA auch den erlittenen seelischen Schmerz "vergolden lassen" und weil es kaum etwas Schlimmeres gibt als einen geliebten Menschen so traumatisch zu verlieren, ergeben sich in solchen Fällen oft sehr hohe Schmerzensgelder.

    Es darf aber nicht notwendig werden einen Kredit aufnehmen zu müssen um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.


    Das Ganze funktioniert sowieso nur in der Theorie, welche Bank akzeptiert ein unverkäufliches Grundstück als Sicherheit? Nur aufgrund der vagen Aussicht, dass es eventuell in Jahrzehnten mal einen Wert bekommt?


    Die Verteilungsgerechtigkeit ist das Grundproblem. Bei Hartz IV-Empfängern wird lächerlich über jeden Euro gestritten und die Leute damit selbst symbolisch gedemütigt. Die Finanzelite hingegen wird durch irgendwie immer zu findende Möglichkeiten hofiert.


    Nach wie vor haben wir eine zunehmende Schere zwischen Arm und Reich, massenhaft drohende Altersarmut und damit auch ein gefährliches Potential an Leuten, die nicht wirklich hinter unserem Finanz- und Politiksystem stehen. Stalin hat mal gesagt, in Deutschland seien keine Revolutionen zu erwarten weil man dazu den Rasen betreten müsse. In der Tat ist der Deutsche ja sehr pflichtbewusst und obrigkeitshörig. Aber wehe, das kippt dann doch mal in eine andere Richtung oder es kommen die Falschen an die Macht... Den Fall gab es ja schon mal, mit katastrophalen Folgen.

    Ja, das war seinerzeit eine schwierige Situation weil Schröder die Genossen massiv unter Druck gesetzt hat und die haben daraufhin nachgegeben - was falsch war.


    Das hätte man damals schon sehen können und müssen, denn es bedeutete, Grundüberzeugungen der Sozialdemokratie aufzugeben.


    Aber selbst wenn man sagt, damals hat man die Agendapolitik für richtig erachtet weil man glaubte, dass es den Menschen unter dem Strich nutzt, hatte man seitdem jahrelang Zeit, den Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dieses nicht zu tun ist ein noch größerer Fehler als der, der anfangs gemacht wurde. Denn inzwischen weiß man um die Folgen und kehrte trotzdem nicht davon ab.


    Wir haben doch seit Jahren eine zunehmende Aufspaltung in arm und reich, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, "Generation Praktikum", befristete Verträge. Die Masse der Wählerschaft wäre IMHO ideales SPD-Klientel - wenn man Politik für diese Menschen machen würde.


    Aber solange Gabriel TTIP gut heißt und sich die SPD insgesamt nicht von Schröder und seiner Agenda als klarer Fehler distanziert, solange wählen die Leute weiter Merkel. Weil die macht zwar nicht wirklich Politik für die Masse der Menschen, steht aber für Kontinuität und das wird als "sie stellt sicher, dass es nicht noch schlimmer wird" verstanden.


    Die SPD verpennt einen Höhenflug in unerreichter Flughöhe weil sie seit Jahren verpennt, wieder zu den alten Werten zurückzukehren.

    Zitat

    Original geschrieben von murmelchen
    Welche Partei ist denn aktuell noch Glaubwürdig? Also gibt nicht irgendwelche Versprechen um zu gewinnen obwohl sie weiß das dieses Seriös nicht zu finanzieren ist oder gibt eigene Standpunkte für den Machtgewinn/Machterhalt auf?


    Als verständiger Wähler weißt du vorher, dass Wahlversprechen (gute) Absichten sind, die so nie umgesetzt werden, denn man muss sich mit einem Koalitionspartner auf einen gemeinsamen Nenner einigen. Selbst bei absoluter Mehrheit (heute sehr unwahrscheinlich geworden) ergeben sich in der Umsetzung von Plänen Widerstände und Probleme, so dass Manches später erst realistisch entschieden werden kann und dann nicht mehr den Wahrversprechen entspricht.


    Bis zu einem gewissen Grad verstehe ich das - natürlich nicht wenn völlig Unrealistisches versprochen wird nur um Wählerstimmen zu fangen. Aber selbst dann wird das oft von Wählern provoziert, die jeden Unsinn gerne hören, die Partei wählen und sich wundern, dass daraus der Lerneffekt "erzähl' einfach, was der Wähler hören möchte!" entsteht.


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Schröder ist ja eigentlich Geschichte und Vergangenheit. Allerdings leidet die SPD noch heute unter den Folgen seiner Politik mit der Brechstange.


    Schröder war aber kein Alleinherrscher. Es wäre die Aufgabe seiner Parteigänger gewesen, eine Abkehr von Grundüberzeugungen der SPD zu verhindern. Das haben die Genossen nicht gemacht. Sie sind brav mitgelaufen und wundern sich, dass der SPD in Scharen die früheren Sympathisanten, Wähler und Mitglieder abhanden kommen. In Zeiten sozialer Kälte, Globalisierung zu Lasten der Menschen usw. müsste die SPD eigentlich absolute Höhenflüge unternehmen können. Aber solange man jahrzehntelang pro Wirtschaftsinteressen agiert tut man alles, um den Erfolg zu verhindern.

    Nö, sehe ich nicht ein, hab keinen Bedarf am persönlichen Austausch mit jemandem, der zwar keine Ahnung hat aber genau Bescheid weiß und, wenn man das aufdeckt, auf sehr simple Weise Aussagen verdreht bzw. auf dümmliche Weise persönlich wird.


    Aber da auch hier keine sachliche Diskussion mehr möglich ist bin ich raus aus dem Thread.


    So, jetzt du, Gag. Du musst wieder das letzte Wort haben...

    Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Oh, entschuldige. Das wusste ich nicht.


    Offensichtlich habe ich das Memo nicht bekommen, in dem der Zugang zu Diskussionen nur für technisch versiertes Personal gestattet und jegliches Äußern von persönlichen Meinungen untersagt wurde.


    Vielleicht beschränkst du dich einfach mal aufs Sachliche und auf Fakten. Nichts wissen, viel meinen und darauf zu beharren obwohl Leute, die sich auskennen, etwas anderes erklären, macht wenig Sinn. Kennst du Dieter Nuhrs Spruch "Wenn man keine Ahnung hat...."? Halt' dich doch einfach mal bedeckt anstatt diesen Thread kaputt zu machen!


    Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Laut den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hat sich Andreas L. offensichtlich umfangreich vorher informiert. Damit kann man ausschließen, dass er hier die "erstbeste" Möglichkeit genommen hat, "ohne lange nachzudenken".


    Du ignorierst geflissentlich die anderen von mir dargestellten Möglichkeiten nur um wieder mal dumme Sprüche zu machen und Leute anzugreifen. Schade, dass selbst ein Thread wie dieser durch solche blöden Spielchen entwürdigt wird.

    Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Ich halte es ja gar nicht für unmöglich. Aber eben für so unsicher, dass sich jemand in suizidaler Absicht kaum für solch einen Plan entscheidet, der ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Knast und nicht in den Tod führt.


    Es bringt Diskussionen wie diese hier aber nicht weiter wenn fachlich nicht versierte Laien irgendwelche Meinungen zum Besten geben - und das noch in einer Art und Weise, die aber fachwissend klingen soll. Dass du nur persönliche MEINUNGEN zum Besten gibst kommt nur durch die Blume heraus.
    Das können wir uns aber sparen weil es nicht relevant ist ob du es für möglich hälst, ein Flugzeug zu klauen, sondern da bieten konkrete Argumente des Für und Wider mehr Erkenntnisgewinn. Inzwischen ist ja ausreichend auf derartige Fälle verwiesen worden, in denen es offenbar sehr wohl möglich war, Flugzeuge zu entwenden.


    Auch deine Annahmen über den Gemütszustand von Suizidanten gehen fehl. Du nimmst an, dass sie sachlich abwägen und dann über eine bestimmte Suizidform entscheiden. Tatsächlich greifen viele latent suizidgefährdete Personen nach einem Auslöser zur erstbesten greifbaren Methode ohne lange nachzudenken, wie gut oder schlecht das funktioniert, ob es andere Menschen gefährdet, wehtut, sicher ist oder nicht, etc.


    Oder es handelt sich um länger geplante Taten mit symbolträchtigen Umständen, sozusagen als Fanal oder um ein Exempel zu statuieren. Häufig auch um irgendwen zu bestrafen, dem die moralische Verantwortung für den eigenen Tod untergeschoben werden soll.


    Und dann gibt es die "einfach nur Kranken", die Depressionen und/oder andere psychische Leiden nicht in den Griff kriegen und irgendwann außer Kontrolle geraten.


    Man darf anhand der Umstände davon ausgehen, dass es bei Lubitz in diese Richtung ging. Er war vermutlich sein längerem schon so eine Art Schläfer, der sich mit der Absicht trug, im Rahmen eines groß inszenierten Flugzeugabsturzes abzutreten. Wir wissen ja, dass er sich entsprechend informiert hat...
    Am 24. März passten dann für ihn die Bausteine zusammen: der Kapitän verlässt das Cockpit zu einem Zeitpunkt und auf einer Route, wo er geradezu perfekt mit einem rechnergesteuerten Sinkflug geradewegs in eine Alpenregion stürzen kann, zu der er einen Bezug hat.

    @ Daniel


    Ich schrieb ja "wenn es jemand merkt". Die Flugsicherung merkt erst etwas wenn derjenige losrollt. In 3 Minuten dürfte man nahezu überall entweder auf eine Runway oder auf einem langen Taxyway gelangen. Flaps raus, Gase rein, ab geht's.


    Dass derjenige weder gesittet auf der aktiven Bahn startet noch sich um irgendwelche anderen Regeln schert, hatte ich jetzt mal vorausgesetzt bei einem Suizidanten, der einfach nur mit einem Flugzeug starten und Minuten später irgendwo abstürzen will.


    Am Boden wird man denjenigen nicht mehr aufhalten wenn der Flieger einmal losrollt. Zwar wird so schnell wie möglich die verfügbare Alarmrotte der Luftwaffe aktiviert, aber die muss ja auch erstmal rankommen. Stürzt der Dieb sich innerhalb der ersten, sagen wir mal 10 bis 15 Minuten, irgendwo hinein kann das vermutlich keiner verhindern. Selbst wenn die Luftwaffe direkt am Ort wäre, allein die Meldewege bis zur Entscheidung über den Abschuss würden sehr lange dauern. Und dann müsste man über dem dichtbesiedelten Deutschland noch eine geeignete Stelle für den Abschuss finden... fast unmöglich.

    Gag Halfrunt, halt einfach den Ball flach.


    Du berufst dich auf Suchmaschinen und Bekannte, die irgendwo arbeiten, stellst ansonsten persönliche Ansichten und Vermutungen als Fachwissen dar. Hinterfragt man das, fühlst du dich angegriffen. Wer bringt hier die Schärfe rein?


    Ich habe nicht behauptet, dass es keine Crash axes im Kabinenbereich von A320 gibt, natürlich gibt es die. Aber ich stoße mich an pauschalen Behauptungen wie "jeder A320 hat eine in der hinteren Galley". Du weißt doch gar nicht, ob das so ist. Und es ist eben nicht so. Aus guten Gründen legen manche Airlines das Ding nämlich nicht genau dahin, wo jeder googlen kann, dass es angeblich liegt.


    Auch bzgl. des einfachen Stehlens eines Flugzeugs kommst du wieder mit einer persönlichen Meinung um die Ecke, eine fundierte Begründung fehlt. Wenn du behauptest, "der Flughafenapparat" würde gegen ein gestohlenes Flugzeug vorgehen, das ist einfach heiße Luft. Wer ist "der Flughafenapparat", wer konkret würde das Flugzeug wie stoppen? Wenn du mit Fakten kommst ist das eine valide Meinung, aber so einfach nur eine Behauptung.


    Und sie ist auch wieder falsch. Es ist für jemanden, der es kann (und das dürfen wir einem Piloten unterstellen), kein Problem die Triebwerke zu starten, zur nächstbesten Runway oder einem Taxiway zu rollen und dort zu starten. Wenn Außenstehende merken, dass da jemand ein Flugzeug in Betrieb setzt, der es nicht darf, ist es längst zu spät. In 3 Minuten ist derjenige in der Luft.