Beiträge von Printus

    Das Dumme an der Sache ist dass diese hirnamputierten Krawallmacher die repressiven polizeilichen Maßnahmen und die beängstigende Einschränkung der Demonstrationsfreiheit um so mehr rechtfertigen.


    Was soll die Polizei denn anders machen als beim nächsten Mal mit noch mehr Beamten, noch mehr Wasserwerfern, noch kleinlicheren Kontrollen und noch mehr Einschränkungen zu reagieren?


    Von den Autonomen kann man wohl nicht erwarten dass die deeskalieren, denn die wollen den Streß ja haben. Aber gerade die linken Gruppierungen, die immer über die Staatsmacht und die Polizeimaßnahmen schimpfen, liefern doch im Augenblick selber den besten Beweis dass die polizeilichen Maßnahmen mehr als nötig sind wenn ihre Demos so enden. Vollidioten!


    Hört man ja auch an anderer Stelle immer wieder: die linken Deppen blamieren sich jedes Mal weil nix klappt und es völlig disziplinlos läuft, während die rechten Deppen der Polizei und den Gerichten meistens keine Angriffsfläche zum Verbot von Demos geben weil da alles sehr organisiert und gesittet abgeht; der Führer hat halt immer Disziplin gefordert...


    Was die Regulierung der Schäden angeht: kann es sein dass die Versicherung des Demo-Veranstalters dafür haftbar gemacht werden kann?

    Mann, Mann, was hier wieder zum Besten gegeben wird... :rolleyes:


    Es ist eines der wichtigsten demokratischen Grundrechte seine Meinung frei äußern zu dürfen - und diesem Recht kommen friedliche Demonstranten nach! Das ist ein hohes Gut und das darf die Polizei nicht einfach so einschränken, das ist eben eines der wichtigsten Errungenschaften unserer Staatsform.


    Die Schwierigkeit ist andererseits dass sich Autonome, Krawallmacher, unter die Demonstranten mischen (könnten) und die Polizei deswegen regelmäßig mit einem Großaufgebot vor Ort ist um sicherzustellen dass die friedlichen Bürger unbehelligt ihre Meinung kundtun können, ohne dass andererseits Vollidioten die Situation nutzen um Ausschreitungen anzuzetteln.


    Jetzt gibt es 2 Probleme: sollte die Sicherheitslage das erfordern sieht sich die Polizei gezwungen auch manche friedlichen Demonstranten an der Ausübung ihres Grundrechtes zu hindern weil das vielleicht der einzige Weg ist die Krawallmacher zu isolieren. Prompt treten aber auch wieder die friedliebenden Demonstranten auf den Plan und wehren sich gegen die Polizei weil sie ihr Grundrecht einfordern und nicht bereit sind sich den Weisungen zu fügen...


    Andererseits zwingen Hooligans aber die Polizei aktiv zu werden weil sie einen Strafverfolfungsauftrag hat und nicht einfach zusehen oder weggehen kann wenn Straftaten stattfinden oder Autonome Sachbeschädigungen durchführen.


    Die Polizei ist hier immer in der Zwickmühle legitime und elementare Grundrechte jeden Bürgers zu beschneiden, andererseits aber auch für Ruhe und Ordnung sorgen zu müssen.


    Da kann manchmal nicht für jeden Einzelnen maßgeschneidert das richtige Verhalten an den Tag gelegt werden, sondern manchmal kann die Polizei nur ganze Gruppen oder "Verkehrsströme" lenken, auch wenn das im Einzelfall zu Lasten von jemandem geht, der nicht randaliert sondern nur sein Grundrecht wahrnimmt, oder es schlüpft ein einzelner Hooligan durch die Maschen...


    Wenn die Polizei als Provokation wahrgenommen wird dann insofern als "der Staat", in Form der Polizei, mit der ganzen Sicherheitslage rund um Heiligendamm Einschränkungen vornimmt, die über das nachvollziehbare Ausmaß hinausgehen. Da werden kritische Journalisten von der Veranstaltung ferngehalten, es gibt im Vorfeld Razzien, die völlig unnütz waren und nur den Eindruck machen Leute einschüchtern zu wollen, es gibt "Bundestrojaner" und massive Internet- und Telefonüberwachung, da werden Demonstranten durch einen aberwitzig langen und teuren Zaun (an den sie nicht mal heran dürfen, es gab Politiker, die der Meinung waren dass man nicht mal in 6km Entfernung vom Zaun demonstrieren dürfe!) davon abgehalten ihre Meinung in der Nähe der Veranstaltung artikulieren zu können - und Vieles mehr. Dagegen wehren sich - völlig zu Recht! - zahlreiche Bürger weil das alles Formen und Ausmaße annimmt, die in einem demokraktischen Staat das Maß des Erträglichen sprengen und wir uns allmählich wirklich wieder Methoden zu nähern scheinen, die einer totalitären Bananenrepublik gut zu Gesicht stünden.


    Dagegen wehren sich viele Demonstranten. Sie treffen zugleich auf überforderte Polizisten, die nicht deswegen den ganzen Schwachsinn verteidigen müssen weil sie finden dass das alles richtig sei, sondern die vom Dienstherren dazu gezwungen werden etwas zu vertreten, das eigentlich nicht ihrer Denke entspricht. Sie schieben 16-Stunden-Schichten, müssen dann in Dreckslöchern ehemnaliger Stasi-Kasernen im Massenunterkünften pennen, und verlieren irgendwann auch die Nerven wenn Demonstranten sich nicht an Weisungen der Polizei halten und meinen Dinge ausdiskutieren zu müssen oder die immer wieder den gleichen Scheiß erzählen ("Wie ist Ihr Name, ich zeige Sie an, warum macht die Polizei dies und nicht jenes.....")


    Und das Ende vom Lied ist Eskalation auf beiden Seiten. Der Polizist ist es irgendwann Leid und setzt, notfalls mit Gewalt, die Anweisungen um, während Demonstranten darauf beharren ihrem Recht sich hinsetzen oder stellen zu dürfen wo sie wollen und dort ihre Meinung sagen zu können, weiter nachgehen wollen. Und in diese Stimmung mischen sich dann die Autonomen, die den Krawall suchen und anfachen...


    Und so eskalieren dann Situationen.

    Re: Produktmuster aus USA bestellt,Zoll will Steuer haben


    In der letzten Zeit häufen sich hier die neu aufgemachten Threads zu diesem Thema obwohl wir doch eigentlich diesen hier dafür haben... Vielleicht findet ja ein Moderator dass es zusammengeführt werden sollte.


    Muster und Warenproben können freigeschrieben werden (keine Einfuhrabgaben) wenn der Warenwert nicht höher als 50 EUR ist. Es funktioniert mit 5 Proben von einem Wert bis max. 10 EUR oder 1 Warenprobe mit max. 50 EUR Wert.
    Deine Bekleidung ist deutlich teurer, Du schreibst 250-300 € - damit ist die Sache gegessen, das ist nämlich zuviel.


    Weiterhin müssen die Muster als solche gekennzeichnet sein. Es muß dick "Muster" draufstehen oder man hat Löcher reingestanzt etc. jedenfalls so, dass eine normale Nutzung ausgeschlossen ist und der Charkter eines Musters erkennbar ist. Auch das ist wohl eher nicht der Fall?


    Was ich hier immer wieder predige: den Zoll interessiert nicht wieviel Geld tatsächlich fließt, sondern welchen Wert eine importierte Ware hat. Z. B. müssen auch Geschenke verzollt werden wenn sie Wertgrenzen und andere Bedingungen nicht erfüllen.

    Aachener,


    ich glaube dass dir schlicht eine wichtige Erkenntnis zum Verständnis fehlt - was ich dir keineswegs vorwerfe, aber vielleicht gelingt es ja doch noch dir einen Zugang zu der Sichtweise zu verschaffen.


    Du gehst im Kern davon aus dass sich die Hartz-ler aus freien Stücken entschieden hätten diesen Weg zu gehen weil sie erkannt haben dass sie für's Nichtstun genauso gut bezahlt werden wie in einem schlecht bezahlten Job - und deswegen den bequemen Weg wählen, nämlich das gleiche Geld für Nichtstun zu bekommen.


    Und das ist einfach ein Denkfehler. Die Masse - wir lassen einzelne Gegenbeispiele, die es immer geben wird, die statistisch aber uninteressant sind, außen vor - der ALGler strebt, wie jeder "normale" Mensch, nach sozialer Anerkennung, nach auskömmlichem Dasein und angstfreiem, friedlichen Leben.


    Transferleistungsbezieher haben aber NICHTS davon. Jeder würde, wenn er eine Chance hätte, sehen dass er sich dementsprechend verbessert. Das Problem ist aber: es gibt keine Jobs, mit dem sie das erreichen können! Nochmal: ES GIBT DIE JOBS NICHT!
    Das ist wie Reise nach Jerusalem, irgendwer bleibt über, und so läuft es auf unserem Arbeitsmarkt: es sind einfach nicht genügend Beschäftigungsverhältnisse da um alle unterzubringen.


    Du kannst jetzt nicht mit den Jobs beim Spargelbauern kommen weil sie den Betroffenen nicht weiter bringen. Es qualifiziert niemanden weiter wenn er auf dem Feld ackert, es bessert die Bezüge nicht auf, es bekämpft wegen der fehlenden Perspektive keine Zukunftsangst - und es ist somit "sinnfrei" weil es kein einziges der Probleme des Hartz-lers löst; es schafft ihm nur neue Probleme, nämlich körperliche Anstrengung, ausgenutzt-werden (damit der Bauer weiter eine nagelneue E-Klasse fahren kann), und er verkauft seine Würde, seinen Wert, weil sein körperlich anstrengender Einsatz geringschätzig bezahlt wird. Inzwischen machen den Job nicht mal mehr die Polen, weil der Stundenlohn selbst denen zu klein geworden ist! Das muß man sich mal vorstellen...


    Zu hinterfragen ob derjenige moralisch verpflichtet sei für das Geld des Staates, das er bekommt, eine Gegenleistung bringen zu müssen (wie Du es tust), scheitert einfach daran dass derjenige nicht für seinen Geldgeber, also den Staat, arbeitet - sondern einen Bauern!
    Würde der Erlös der Spargelernte zum Staat wandern wäre es ja OK, aber der Profiteur so ja nicht das Staats-Säckel. Insofern stimmt das Beispiel, warum Du nicht nebenher in einer Firma arbeiten gehst um dem Gemeinwohl zu dienen durchaus, bzw. es ist genauso schräg wie das, was Du nutzt um zu begründen warum der Hartzler auf's Spargelfeld gehört.


    Was Du einfach nicht verstehen willst oder kannst ist dass es nicht permanent um die Bringschuld der Bürger geht, die für ihren Finanzier schuften sollen, sondern dass es zugleich ein Recht auf Arbeit und eine angemessene Bezahlung gibt - also auch ein Recht des Bürgers auf Leistungen, mit denen er sein Wohlergehen finanzieren kann. Und dieses Recht können die ALGler gar nicht, und die Geringverdiener nur eingeschränkt wahrnehmen.


    Du gehst dieser Denke, dass der Arbeitslose der eigentliche Schuft sei, voll auf den Leim. Dabei ist es doch nicht verwerflich ein angenehmes Leben führen zu wollen, der eigentliche Fehler im System - und damit der wahre Schuldige - ist dass in der Gesellschaft immer mehr einige wenige sich die Taschen vollstopfen und Geld anhäufen, während die Kleinen bis an den Rand des Existenzminimums abgezockt werden. Du suchst einfach den falschen Schuldigen aus und verdrehst die eigentliche gesellschaftliche Ursache, die hinter dem ganzen Schlamassel steht.

    Aber warum sollte er nicht weiter fahren? Wenn er jetzt nicht gedopt ist - und so stellt er es ja dar, zumindest ging es in der Beichte nur um die Team Telekom-Zeit - spricht ja erstmal nichts dagegen weiter zu fahren...


    Wer als Autofahrer bei einer Geschwindigkeitsübertretung erwischt wird und die Pappe abgeben muß fährt ja auch weiter bis er den Schein, vermutlich in seinem Urlaub, abgibt. Und Paris Hilton macht weiter Party bis sie in den Knast muß :D.


    Beispiele hinken immer, aber Du weißt sicher was ich meine...


    Wahrscheinlich muß Zabel sogar weiterfahren, er hat schließlich einen Arbeitsvertrag.

    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Also Judoanzug würde ich mal unter Tarifnummer:


    6204 2280 packen,


    62 ist Kleidung und Bekleidungszubehör, ausgenommen aus Gewirken und Gestricken" und 6204 außerdem "Businesskleidung" für Damen und Mädchen.
    Da der Judoanzug aber aus gewirktem Stoff ist und zudem nicht nur für Frauen/Mädchen würde ich einen Judoanzug als "andere Bekleidung aus Gewirken und Gestricken, aus Baumwolle, hier Judoanzug" mit der 6114 2000 000 anmelden.


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Für die Handschuhe denke ich mal ist die Tarifnummer:


    4203 2100 "Spezialsporthandschuhe"


    Wenn sie aus Leder sind. Bei Stoffhandschuhen 6116...

    Versandkosten werden anteilig verzollt. Der Bereich der Transportleistung, der außerhalb der EU stattfand, muß verzollt werden, der Anteil innerhalb der EU nicht.
    Es gibt - je nach Versandort in den USA - festgelegte Sätze: 70, 78 oder 89 (Honolulu) Prozent der Transportkosten werden verzollt.


    MWSt entfällt auf die Ware, komplette Versandkosten und den Zollbetrag.

    Diese Mindestlohn-Diskussion scheint mit von Politikern auch immer deswegen so geführt zu werden wie sie geführt wird, weil die meisten in mehreren Aufsichtsräten sitzen und latent die Interessen der Industrie vertreten.


    Spielen wir die Sache mal durch... Man führt einen Mindestlohn ein. Friseure, Sicherheitsmitarbeiter, Lagerarbeiter, im Grunde alle, die nicht in der Produktion arbeiten, kann man nicht komplett entlassen weil deren Jobs nicht verlagerbar sind.


    Ein paar Arbeitsverhältnisse gehen zwar tatsächlich über die Wupper weil manche verzichtbaren Tätigkeiten aufgrund des gestiegenen Preises unrentabel werden. Also ein paar ALGler mehr, die der Staat finanzieren muß. Ich glaube aber nicht dass die Anzahl so riesengroß sein wird, vor allem:


    Im Gegenzug steigt aber die Kaufkraft derjenigen, die in Lohn und Brot bleiben und aufgrund des Mindestlohns nun mehr in der Tasche haben, denn die Bevölkerung will weiter die Haare geschnitten bekommen, brauchen weiterhin Verkäuferinnen und Arzthelferinnen, und es wird weiter Wachleute geben...


    Letztlich regelt der Markt das doch ganz alleine! Unter dem Strich kostet es die Gesellschaft keineswegs mehr, eher im Gegenteil. Und die Beispiele aus den allermeisten Ländern zeigen dass der Mindestlohn problemlos funktioniert.


    Was natürlich nicht funktioniert ist wenn die polnischen Erntearbeiter zur Spargel- und Erntezeit hierher kommen, im Zelt oder Bauwagen wohnen, bei Aldi kaufen und auf dem Grill kochen, um nach der Saison mit ihrem unversteuerten Lohn wieder nach Polen gehen, wo 5 EUR Stundenlohn viel Geld ist.


    Der vergleichbare deutsche Erntehelfer muß seine 5 EUR versteuern und dazu auch noch eine Wohnung mit allen Nebenkosten finanzieren und sich permanent in unserem eher teuren Wirtschaftraum durchkämpfen.


    Und dann kommt noch dazu: manche ALGler werden dann von einem auf den anderen Tag vom Arbeitsamt gezwungen sich zur Erntearbeit bei einem Bauern in 700 km Entfernung einzufinden - "morgen früh um 7 Uhr fahren Sie mit Gleichgesinnten zum Spargelstechen ans andere Ende der Republik!"
    Vor Ort wird in einer umgebauten Scheune ein Lager auf Sperrmüll-Möbeln angeboten, das als Massenunterkunft mit 10 anderen Menschen geteilt werden muß.
    Und dann wundert man sich dass die Leute innerhalb der ersten Tage aufgeben und Atteste bringen dass sie der Arbeit nicht gewachsen sind????? Mal ganz ehrlich - wer würde denn nicht sofort nach einem Weg suchen sich davor zu drücken?