Beiträge von Printus

    Sag's mal nicht... es gibt viele Leute, die in angeblichen oder wirklichen Geschenken original amerikanische Zigaretten oder Zippos inkl. Benzin geschickt bekommen (oder gleich beides, paßt ja zusammen). Und dann geht das Theater los...


    Einem Raucher zum Geburtstag Zigaretten und ein Zippo nebst Benzin zu schicken, dazu ein Fläschchen Sekt - und derjenige, der das verzollen muß, bekommt Alpträume. Leider ist das kein Spaß, sondern das ist tatsächlich eine mittelmäßige Horrorvorstellung für einen Zolldeklaranten.


    Bekleidung mit 12% ist schon viel, aber eben bei weitem nicht das teuerste Zollgut. ;)

    Bullzeye, Du müßtest ganz genau sagen was Du gesendet bekommst, anders kann man dazu wenig sagen. Generell fällt je nach Ware ein Zollbetrag an, zahlbar auf Warenwert UND Versandkosten, und zusätzlich 19% Einfuhrumsatzsteuer auf Ware, Versand und den Zollbetrag.


    Bei Zoll.de kann man nicht nachschauen weil man den individuellen Zolltarif der einzelnen Ware nachschauen muß. Dazu gibt es den elektronischen Zolltarif EZT, in dem Laien sich aber in 90% aller Fälle verhaspeln oder nicht die korrekte Warentarifnummer finden.


    Kleidung ist noch lange nicht das teuerste Zollgut. Tabakwaren z. B. kosten ein Vielfaches der 12% an Zoll (Zigaretten 57,60%) und ich weiß gerade nicht genau wie es mit anderen verbrauchssteuerpflichtigen Waren (Mineralöl/Benzin, Kaffee, Brannt- und Schaumwein, ...) ausschaut.

    2 grundsätzliche Denkfehler sollte man vermeiden...


    Der eine ist: es gibt einfach Leute, die in unserer Gesellschaft keine reele Chance haben. Das wird natürlich niemand laut sagen, jedenfalls niemand offiziell. Es ist aber Fakt. Wer im Heim groß wurde, auf "die schiefe Bahn" geriet, vielleicht im Knast war, wer keine Ausbildung hat, wer zu alt ist (ein völlig dummes "Argument, aber die Realitäten sind so), der hat realistisch kaum eine Chance in Deutschland gesellschaftlich auf einen grünen Zweig zu kommen.


    Es wird immer ein "Bodensatz" an Leuten bleiben, die nur für einfache Jobs zu gebrauchen wären, aber diese Jobs werden wegrationalisiert weil sie entweder durch Maschinen ersetzt werden oder schlicht nicht mehr finanzierbar sind. Jemanden "mit durchziehen", der kaum effektiv ist, das gibt es heute nicht mehr...


    Und dem muß man einfach ins Auge sehen. Manche Menschen sind, hart ausgedrückt, nichr mehr zu gebrauchen weil deren Leistungsfähigkeit oder Lebensumstände in unserer Gesellschaft nicht mehr vermittelbar sind.
    Die können dann gar nicht anders als von Sozialhilfe zu leben.


    Der andere Punkt ist: ich wundere mich immer wieder dass man an Bezieher von Transferleistungen so hohe moralische Anforderungen stellt, die aber sonst auch kaum jemand erfüllt. Man erwartet von den Leuten dass die sich um jeden Drecksjob bemühen sollen, auf gut deutsch "Scheiße fressen sollen", weil man glaubt dass diejenigen dazu verpflichtet wären wenn der Staat sie finanziert.


    Gleichzeitig hat der selbstgerechte Spießbürger keine Probleme damit selber die Steuererklärung zumindest zu "optimieren", den ein oder anderen Müll in eine Tonne zu werfen, in die er nicht gehört, und andere Dinge, die nicht ganz korrekt sind.


    Man kann natürlich leicht von anderen tadelloses Verhalten fordern weil man sich selbstgerecht dazu ermächtigt fühlt. Es sagt sich ja auch leicht wie andere sich bemühen müssen wenn man das eigene Geld verhältnismäßig einfach verdient.


    Mit "einfach" meine ich: man hat seinen mehr oder weniger ordentlich bezahlten Job, klar leistet man etwas für sein Geld, aber man hat sich im Laufe der Zeit eine gewisse Position geschaffen und sich damit arrangiert seine Aufgaben zu erfüllen. Sich "richtig den A... aufreissen" müssen aber die wenigsten - und wenn dann nur mal hier oder da, aber nicht immer weiter. Es mag Ausnahmen geben, aber der Durchschnitt der Leute geht morgens zur Arbeit, daddelt vor sich hin, geht nachmittags nach Hause - und am Monatsende kommt das Gehalt.


    Der ALGler soll nun aber wie ein Knecht schuften um gerade mal das Existenzminimum zu bekommen...


    Dass das niemand langfristig gerne macht finde ich verständlich. Wenn jemand als 1-Euro-Jobber vermittelt bekommt dass seine Arbeit nicht mehr wert sein soll als 1 EUR, und man dann noch die große Dankbarkeit zeigen soll - das kann man ja wohl kaum erwarten.


    Und irgendwann ändern sich im Kopf die Einstellungen. Wenn der Gesellschaft irgendwelche Arbeiten nicht mehr wert sind als 1 EUR, wenn man auf den Ämtern behandelt wird wie ein Vollidiot, sich schlaue Sprüche anhören muß von Leuten, die niemals unter den harten Bedingungen des Existenzminimums leben mußten - dann kommt es schnell zu der Trotzreaktion die Gesellschaft genauso zu verarschen wie man von dieser auch selber verarscht wird.


    Ich kann das verstehen und finde keineswegs dass die stattlichen Transferleistungen zu hoch sind. Im Gegenteil - sie sind für einen durchschnittlichen Menschen mit seinen ganz normalen Bedürfnissen viel zu niedrig! Der Systemfehler liegt darin dass inzwischen die Gehälter so klein geworden sind dass der Abstand zum ALG eigenartig klein geworden ist. Das ist aber kein Problem zu hoher Transferleistungen, sondern zu geringer Löhne!


    Ach ja, und ein weiteres: es wird immer und überall Negativbeispiele geben. Wenn man sich ständig an denen aufhängt, wie es immer wieder gerne gemacht wird, ist klar dass man ständig von den Betrugsfällen redet.
    Nur ist das eine eher kleine Minderheit. Die große Mehrheit sind die Leute, die ehrlich sind oder sein wollen. Nur sind die in der Öffentlichkeit uninteressant weil da eben nur die Aufreger interessieren, nicht die unauffälligen Normalos.

    Mitglied 503 gratuliert und dankt ebenfalls auf's Herzlichste! :top:


    Ich kann mich gut erinnern wie ich in der Nacht auf den 28.05.02 vom Flughafen Köln/Bonn nach Hause kam und mich, während ich eine Aldi-Tiefkühl-Lasagne verspeiste, hier angemeldet habe. Es war faszinierend-erschreckend wie rasend schnell das damals ging, dass eine ganze Community innerhalb weniger Stunden irgendwo verschwindet und ein Forum plötzlich tot ist, während ein neues entsteht... Dass ein Internet-Forum eine solche Eigendynamik entwickeln kann, und vor allem in der Geschwindigkeit, war toll aber auch beängstigend...

    Ali,


    schade dass es so blöd gelaufen ist... Du mußt dich nicht entschuldigen, Du hast ja nicht wirklich etwas "falsch" gemacht. So wie fairerweise aber auch Verständnis für die Nachfragen bleiben sollte.


    Was machen wir denn jetzt alle zusammen damit das hier doch noch ein ordentliches Ende nimmt und Du den Eindruck hast dass Du trotz des unglücklichen Einstandes willkommen bist?


    *Hand reich*

    Seit dem Beckmann-Interview würde ich sagen: am besten hält er einfach die Klappe, sonst redet er sich weiter um Kopf und Kragen. Aber ich vermute dass er so dumm ist sich zu äußern, inhaltlich aber weiter nichts zu sagen oder Dinge abzustreiten. Und das ist wirklich das dümmste, was er tun kann. Dann besser gar nix sagen.

    Der ganze Thread ist sicher unglücklich gelaufen weil es darum ging sich als neues Mitglied vorzustellen, und dann endet es in einer seitenlangen Diskussion. Sicher nicht gerade ein Musterbeispiel wie man jemanden in ein Forum integriert.


    Andererseits: mal etwas plump ausgedrückt, wer muß sich denn an die Gepflogenheiten anpassen, ein bestehendes Forum oder ein neues Mitglied? Es mag ja sein dass viele hier besonders sensibel sind - ich eingeschlossen - weil auf einen Araber, der dazu in starkem Maße kulturelle Einflüsse mitbringt, anders reagiert wird als auf einen Aussie oder sonstige Herkünfte.


    Nur hat es ja seine Gründe... würden sich die entsprechenden Mentalitäten insgesamt gesellschaftlich besser integrieren gäbe es auch nicht die Befürchtungen, die hier zutage treten. Jetzt ganz einseitig auf die "deutschen Spießer" zu schimpfen ist wirklich zu platt.


    Mir gefällt auch nicht wenn jetzt verdiente User, deren Sichtweisen aus tausenden von Postings bekannt sind und wo man einfach weiß dass dahinter normale Menschen mit normalen Ansichten stecken, radikalisiert werden und hier Kommentare aufkommen als hätte sich jemand jetzt und hier disqualifiziert. Das ist nämlich wirklich Unsinn.

    Hier stellt sich jemand sehr freundlich vor, soweit sehr lobenswert. Es tauchen in dem Posting aber zugleich ein paar Dinge auf, die verschiedenen Usern nicht ganz geheuer sind.


    Weder ich noch sonst wer hat dem neuen Mitglied konkret etwas unterstellt weil es dazu ja auch keine Grundlage gibt, nur schrammt das Profil in mehrfacher Hinsicht etwas eigenartig an sensiblen Themenbereichen vorbei. Der Nickname fällt auf, die erste Signatur fällt auf, hierzulande stellt sich niemand als Sohn von irgendwem vor, die meisten wissen nicht was mit Mesopotamien gemeint ist. Und jetzt redet nicht alle so schlau daher als würdet ihr selber WISSEN dass die Signatur ein Ausschnitt aus der UN-Menschenrechtserklärung war!


    Zitat

    das sagt jeder muezzin beim gebet


    Das mag ja sein - aber seid ihr allesamt so schlaue Islam-Kenner dass ihr WISST dass es nicht auch als eine Art "Schlachtruf" verwendet wird und hier eine entsprechende Parole untergejubelt werden soll?


    Ich schliesse mich Big Blue und Burning Cat insofern an als das Problem für einen Forenbetreiber ist dass er den Kopf hinhält für das, was auf seinen Seiten gepostet wird, und dass insofern ein grundsätzliches Interesse daran bestehen muß das eben keine Unklarheiten auftauchen.


    Hier hat sich niemand hingestellt und Ali irgendwelche extremistischen Umtriebe vorgeworfen, aber es wurde thematisiert dass manches etwas unglücklich aussieht, und das waren hier gleich mehrere Sachen.


    Vor lauter Gutmenschentum braucht ihr nicht alle so schlau zu tun als sei jeder, der sich zu Merkwürdigkeiten äußert oder im Hinblick auf mögliche Zweideutigkeiten sensibler reagiert, gleich ein rechter Idiot. Irgendwem hinterher plappern und den Schlaumeier raushängen, der man nicht ist, um hier den weltoffenen Kenner zu geben, ist ein bisschen albern.


    "Wenn im Zirkus der Seiltänzer abstürzt, schlägt die Stunde der Clowns."