ZitatSüdasien-Informationsnetz, Jahr 2000
Starke Regenfälle führten Ende September/Anfang Oktober im indischen Unionsstaat Westbengalen und dem Südwesten von Bangladesh zu den schwersten Überschwemmungen der letzten Jahrzehnte. Weite Teile der Region standen mehr als drei Meter unter Wasser. Die Fluten schnitten fast 20 Mio. Menschen von der Außenwelt ab und forderten mehr als 1.100 Todesopfer. Auf beiden Seiten der Grenze waren die Streitkräfte und internationale Hilfsorganisationen im Einsatz. Die Zerstörung von Infrastruktur und Wohnraum sowie die Verluste von Ernte und Vieh lassen sich kaum beziffern und werden die Wirtschaft der Region noch auf Jahre hin belasten.
BB007, Du hast sicher Recht, es ist was anderes, wenns direkt vor der Haustüre passiert. Aber vergeßt eins bei allem Lamentieren nicht:
Wir sind hier in Deutschland.
Es werden keine Kinder verhungern, weil die Flut sämtliche Lebensmittel vernichtet. Es werden keine Menschen elend an Typhus, Cholera oder anderen Infektionskrankheiten verrecken und - mag es auch einige Zeit dauern - alle Zerstörungen werden wieder instand gesetzt werden, und vieles wird nachher besser aussehen als vor der Flut 2002.
Ich gehe davon aus, daß jedem, der Hilfe braucht, geholfen werden wird, sei es durch medizinische Versorgung, durch Deckung der Schäden durch den Bund oder durch günstige Kredite durch die KfW.
Bei allem Leid und bei allem Verständnis für die durch das Hochwasser gepeinigten Menschen möchte ich dafür werben, sich den Blick nicht allzusehr trüben zu lassen:
Dazu ein Statement einer Frau aus den Hochwassergebieten (im TV gesehen hier nur ungefähr wiedergegeben), vor einem Berg ihres zerstörten Wohnungseigentums stehend:
"Wichtig ist, daß wir leben und daß wir gesund sind - alles andere kann man doch ersetzen."
Herzlichst, Tobsen