Beiträge von rasputin

    schließlich fährt man das meiste ja nicht selbst kaputt, sondern es geht halt so kaputt oder der TÜV moniert was.

    Das gilt für ein BEV ebenso.


    Um solche Schäden geht es aber gerade nicht. Sondern um Bagatellschäden, die bei einem BEV dann 13.000 € kosten und nur von einer Vollkasko abgedeckt werden (welche dann schon bei der HUK24 für ein M3 auch mal 800 € zusätzlich kostet) .

    Das Model 3 eines guten Freundes, das hauptsächlich von seiner Frau gefahren wird, hat gefühlt wöchentlich einen Bagatellschaden. Noch nie musste der Tesla deswegen in die Werkstatt. Wenn etwas repariert wurde, dann war das rein aufgrund des Wunsches nach der "heilen Optik".

    Diesen Komfort hab man aber auch mit den Ländertickets, die gelten defacot auch nahzu überall.

    Das Länderticket muss ich mir aber vor jeweils der ersten Fahrt des Tages kaufen. Das 49 € Ticket lediglich ein Mal pro Jahr.


    52 Millionen Tickets in drei Monaten macht 17,3 Millionen pro Monat, plus die 10 Millionen Abonnenten anderer Tickets die in der Zeit automatisch vergünstigt fuhren, macht über 27 Millionen Nutzer. Das ist die Messlatte.

    Das halte ich nicht für die geeignete Messlatte. Das 9 € Ticket gab es in der Phase der Sommerferien mit lange Phasen durchgängig schönem Wetter.

    Das ist auf Langstrecken vielleicht ein Thema, aber nicht auf der geschilderten 15-Minutenfahrt, zu einem drei Bahnhöfe entfernten Zielort.

    Für mich wäre das auch auf dieser Strecke ein Thema. Ideal für ein kurzes Nickerchen.

    Das käme für mich nicht in Frage. Meine Saunatasche (eine große Reisetasche) wiegt mit Bademantel, Saunatüchern, Kühltasche mit Kühlakkus und 4-5 Litern Getränken um die 10 Kg, und ist nicht unbedingt handlich.

    Auch das ist wieder individuell. Mein Rucksack für die Sauna wiegt mit drei Handtüchern und Bademantel weniger als fünf Kilogramm, Getränke gibt es dort.


    Zehn Kilogramm habe ich teilweise nichtmal auf wochenlangen Urlaubsreisen dabei ^^

    ÖPNV und Komfort? Ein Widerspruch in sich.

    das Stichwort Komfort bezog sich darauf, dass ich einfach einsteigen kann, ohne mich mit Tarifzonen und Preisstufen auseinandersetzen muss. Aber auch generell, wenn der Zug nicht überfüllt ist, empfinde ich das Bahnfahren durchaus als komfortabel. Ich kann die Augen schließen, dösen, schlafen, lesen....

    Beispiel: Fahrt ins Hallenbad


    ÖPNV: 15 Minuten Fußweg von zu Hause zum Bahnhof, 15 Minuten Zugfahrt, 10 Minuten Fußweg vom Bahnhof zum Hallenbad = 40 Minuten

    PKW: Vor der Haustüre einsteigen, 20 Minuten fahren, auf dem Parkplatz des Hallenbades aussteigen, ohne nennenswerte Fußwege.

    Vorweg: für mich ist ein Fußweg nicht negativ, sondern positiv. So kann ich zusätzliche Bewegung wunderbar in meinen Alltag integrieren. In deinem Beispielfall würde ich vor oder nach dem Besuch des Hallenbades ohnehin einen Spaziergang machen. Insofern würde für mich der Fußweg überhaupt keinen Zeitverlust bedeuten, sondern einen Zeitgewinn.


    Wenn ich im Winter in die Sauna des nächstgelegen Schwimmbads möchte, dann laufe ich die insgesamt sechs Kilometer auch in so gut wie jedem Fall. Ist für mich ein schöner Spaziergang zur Einstimmung auf die Sauna bzw. zum Ausklang.


    Ein ÖPNV-Beispiel sieht bei mir z.B. so aus - Weg zum Firmensitz


    ÖPNV: 15 Minuten Spaziergang zum Bahnhof, 75 Minuten Zugfahrt, 5 Minuten U-Bahnfahrt, 5 Minuten Fußweg = 100 Minuten

    PKW: Vor der Haustüre einsteigen, 90 - 110 Minuten fahren, vor dem Firmengebäude aussteigen, ohne Bewegung an der frischen Luft, ohne Nickerchen, ohne Lesen


    Da gewinnt bei mir regelmäßig der ÖPNV. Dauert in etwa gleich lang, ich kann die Zeit jedoch erheblich besser nutzen.



    Man kann dadurch erkennen, wie individuell das Ganze ist. Es gibt nicht einfach nur "auf dem Land" oder "in der Stadt".

    Nein. Ich wohne selbst auf dem Land und wie ich bereits schrieb wäre das 49€-Ticket auch für mich von Vorteil. Aber das ist der Punkt auf den ich hinaus wollte, es wird nie für jeden passen. Stumpf zu behaupten das alle Landbewohner davon nicht profitieren ist schlicht falsch. Genau wie die Theorie das alle Städter davon profitieren würden. Schwarz/weiß ist bei vielen Themen Mist.

    Richtig! Auch ich wohne inzwischen auf dem Land - und ich kann den ÖPNV für etliche der von mir gefahrenen Strecken nutzen.


    Je länger ich über das 49€ Ticket nachdenke, desto eher komme ich zu dem Schluss, dass ich es mir ggf. doch holen würde. Nicht, weil ich bei spitzfindiger Rechnung in jedem Monat des Jahres etwas dadurch sparen würde, sondern wegen des Komforts. Bei mir fährt eh nur nur Regionalverkehr - nicht mehr über Tarife, Zonengrenzen und den ganzen Mist nachdenken zu müssen, sondern jederzeit einsteigen zu können, ist für mich ein Vorteil.

    Warum nicht? Das klingt nach einem vernünftigen und angemessenen Preis für ein solches Produkt (das ich das mal über die Ampel sage…)

    Allerdings kommt der Vorschlag gar nicht von der Ampel, sondern von den Ländern ;)


    Die 49 € pro Monat wären für mich zwar kein Schnäppchen, aber in Ordnung. Die Fahrt hin und zurück in di nächste große Stadt kostet hier 15 €. Ab Beginn der vierten Fahrt dorthin in einem Monat würde es sich lohnen. Und die 40 € Differenz von 9 € auf 49 € zahle ich ja sowieso - entweder mit dem Ticketpreis, oder über die Steuern.


    Wenn es jedoch nur als 12-Monatsabo zu haben wäre, käme es für mich nicht in Frage.

    Das sind in der Tat sehr schlechte Nachrichten, den damit ist es eigentlich gar kein 49€-Ticket mehr sondern ein 576€ Ticket.

    Und wenn man es auf zehn Jahre hochrechnet, wäre es sogar ein 5.880 € Ticket