Beiträge von RA Fries

    Was pluto09 schreibt, trifft den Kern des Problemes schon ziemlich gut. Um DSL bereitzustellen, muß der entsprechende Anbieter in jedem Falle die Teilnehmeranschlußleitung von der T-Com mieten und die Kosten dafür an den Kunden weitergeben. Wenn aber diese Infrastruktur ohnehin bereitgestellt werden muß, verursacht die Schaltung eines 08/15-PSTN-Anschlusses praktisch keine nennenswerten Zusatzkosten und wird daher einfach mit angeboten, da die meisten Kunden halt trotz VoIP, Homezones und ähnlicher Spielereien immer noch einen ordentlichen und vor allem zuverlässigen Telefonanschluß wünschen.
    Anders ausgedrückt: würde man Dir einen reinen DSL-Anschluß verkaufen, wäre die dafür fällige Grundgebühr nur sehr unwesentlich niedriger als für ein übliches PSTN/DSL-Paket. Das Beispiel QSC zeigt dies ja recht eindrucksvoll.


    Deine einzige Chance, dies zu umgehen, sind Zugangstechnologien, die von der Telefonleitung unabhängig sind, also TV-Kabel, Mobilfunk... Wenn Kabel-Internet bei Dir verfügbar ist, wäre das sicherlich eine Überlegung wert. Die UMTS-basierten Angebote hingegen sind für mich keine ernstzunehmende DSL-Alternative. O2 ist sowieso unbrauchbar und Vodafone (für die angebotene Leistung) einfach noch viel zu teuer.

    Grundsätzlich sind bei allen Prepaid-Angeboten der D-Netze (auch bei den entsprechenden Discountern) Inbound-Portierungen möglich. Du könntest, wenn Du ohnehin schon T-Mobile-Kunde bist, auf eine Xtra-Karte portieren, das wäre wahrscheinlich auch günstiger als bei Easymobile (beachte dort die "Service-Pauschale" bei Nichtnutzung!).
    In den E-Netzen funktioniert dies generell nicht. Dort wird nur in Postpaid-Verträge portiert.


    E-Plus wird Dir für die Mitnahme der Rufnummer aber in jedem Falle eine Gebühr von rund 25 Euro berechnen.

    Also in der Theorie sollte die Prozedur so ablaufen, wie in meinem obigen Posting dargestellt. Wir haben zur Zeit in einem Mandat recht viel mit der Bundesnetzagentur zu tun und mein dortiger Ansprechpartner hat mir das ganze vorhin noch einmal bestätigt. Die Anwahl Deiner alten MSN sollte also eigentlich die T-Com-Ansage "Kein Anschluß unter dieser Nummer!" auslösen. Aus welchem Netz erhältst Du denn das Besetzt?


    Zu dem Posting von Martyn ist zu sagen, daß die Mitnahme einer bestehenden T-Com-Rufnummer zu T-Mobile@Home strenggenommen natürlich keine Portierung ist. Der über die Hompage abrufbare Portierungsauftrag gibt als Zielnetz D001 (also DTAG) an, wird also nur dann relevant, wenn die gewünschte Nummer bei einem anderen TNB geschaltet ist.
    Technisch gesehen wird eine bestehende T-Com-Rufnummer somit nur vom früheren Anschluß auf den Zugangskonzentrator für T-Mobile@Home umgeschaltet. Es wäre interessant zu erfahren, ob T-Com hierfür die Portierungsgebühr berechnet (Betroffene bitte posten!).

    Re: Re: Re: T-Mobile Business ohne RV


    Zitat

    Original geschrieben von tokwa
    Aber du hast dafür ne megasolide Hotline. Das hat schon was besonderes.


    Da gebe ich Dir natürlich recht. Bei den Hotlines der deutschen Mobilfunkanbieter kommt nach der 2828 lange nichts, obwohl bei T-Mobile grundsätzlich auch die Privatkundenhotline exzellent ist.

    Re: T-Mobile Business ohne RV


    Zitat

    Original geschrieben von castadiva
    Bekommt man bei T-Mobile die Business Tarife nur mit einem Rahmenvertrag?


    Die Frage ist: warum will man das?


    Wenn man keine Sonderkonditionen verhandeln kann, weil der Umsatz zu gering oder die Kartenanzahl zu niedrig ist, zahlt man exakt die gleichen Preise wie Privatkunden (Vorsicht: auf der Business-Website stehen Nettopreise, deswegen sieht es so aus, als wären die Tarife günstiger!).

    Zitat

    Original geschrieben von wrywindfall
    Wenn man die Stillgelegten anruft, kommt auch die Netzansage des neuen Anbieters!


    Das ist ausgesprochen merkwürdig. Normalerweise fallen portierte Rufnummern, die im Zielnetz keinen Bezugspunkt mehr haben, automatisch an den Anbieter zurück, dem sie ursprünglich von der Bundesnetzagentur zugeteilt wurden.


    Konkret sieht das beim Dauerproblemfall ISDN so aus: wird ein ISDN-Anschluß portiert, aber künftig nur noch eine Rufnummer benötigt (wie z.B. bei den Homezone-Angeboten oder wenn beim neuen Anbieter nur noch ein analoger Anschluß gewünscht wird), erhält der neue Anschluß die bisherige Hauptrufnummer, also die erste MSN. Alle weiteren MSN werden (unsinnigerweise und für T-Com-Kunden leider kostenpflichtig) zunächst ebenfalls in das Zielnetz portiert, nach wenigen Tagen wandern sie allerdings wieder zurück an den ursprünglichen TNB. Werden die nicht mehr gewünschten MSN auf dem Portierungsauftrag einfach nicht angegeben, um die anfallenden Kosten zu sparen, führt dies in aller Regel zur kompletten Ablehnung durch den alten TNB.


    Die Übernahme einer anderen MSN als neue Hauptrufnummer oder die "Herausnahme" einer einzelnen MSN ohne Kündigung des Anschlusses beim alten TNB sind prinzipiell möglich, führen aber in der Praxis immer wieder zu ärgerlichen Problemen.

    Möglich.


    Man müßte sich aber fragen, ob VF die gleichen Konditionen wie T-Mobile wirtschaftlich überhaupt realisieren kann. Immerhin müssen sie die Festnetznummern für teures Geld bei BT Ignite mieten, während T-Mobile diese von der T-Com wohl kostenlos bereitgestellt bekommen dürfte.

    Zitat

    Original geschrieben von alex5652
    Schick wäre ne Flat ins Festnetz für 9,90 Euro...dann würde D1 bestimmt nachziehen! :)


    Das bezweifle ich aber stark. Damit würde die Telekom ihre echte Festnetzflat (für 19,95 Euro) durch Konkurrenz im eigenen Hause ad absurdum führen. Wie will man bitte dem Kunden vermitteln, daß die gleiche Leistung im Festnetz doppelt so teuer sein soll wie im Mobilfunknetz?


    Ansonsten denke ich auch, daß VF jetzt einfach die T-Mobile-Konditionen als Basisangebot übernehmen und das 1000-Minuten-Paket zu einer Option machen wird.

    Ein weiterer wichtiger Vorteil gegenüber VF und Genion:
    Die Festnetznummern sind T-Com-Rufnummern und somit von allen T-Com-Kunden ohne Zuschlag erreichbar, bzw. in den XXL-Tarifen kostenlos. Eigentlich war das ja zu erwarten, aber die Frage wurde ganz zu Beginn des Threads einmal aufgeworfen.

    Rechtlich gesehen ist das ein ziemlich interessantes Problem, das hier geschildert wird.


    Die Frage ist, ob es einem Mobilfunkanbieter nach dem Grundsatz der Vertragsfreiheit ermöglicht werden sollte, mit seinen Kunden einen derartigen Ausschluß der Portierungsmöglichkeit zu vereinbaren, oder ob die gesetzliche Regelung des § 46 Abs. 2 TKG in jedem Falle zwingendes Recht ist. Rechtssprechung hierzu gibt es bislang nicht (zumindest konnte ich bei einer ersten Kurzrecherche keine auftreiben).
    Es müßte sich also ein betroffener Kunde finden, der bereit ist, dieses Problem juristisch klären zu lassen. Ob eine Rufnummer den damit verbundenen Aufwand wert ist, sei einmal dahingestellt. Interessant wäre es auf jeden Fall.