ZitatOriginal geschrieben von Carponaut_Stefan
Das ganze letztlich nur, weil etliche alternativen Gesellschaften scheinbar nicht die "ganze" Leitung von der Telekom mieten (und bezahlen) wollen, sondern nur eine Hälfte des Signalspektrums (line sharing) und dann die Sprache ins Internetband hineinverpacken.
AFAIK setzt Linesharing einen Telefonanschluss der Deutschen Telekom voraus. Irgendwo muss ja auch das Geld für die Instandhaltung der TAL herkommen.
Die Einsparungsmöglichkeiten liegen wohl eher im Netz selbst (nur noch eine Infrastruktur für Daten und Sprache). Außer Arcor scheint aber derzeit niemand im großen Stil im Zugangsnetz von TDM auf NGN zu wechseln. Die meisten anderen machen es wohl nur aus der Not heraus (keine eigene Technik im HVt).
Zitatwenn nur bei dir zuhause der Strom ausfällt, kannst du ebenfalls nicht telefonieren, wenn du nicht in ein USV-Zusatzgerät ("Netzunabhängige Stromversorgung") investierst, da das 'NGN-Kastl' ein extra Steckernetzteil für 230 Volt braucht. Der Telekom-Analoganschluss dagegen wird seit jeher von der Vermittlungsstelle aus mit 42 - 60 Volt ferngespeist.
Die Fernspeisung reicht aber nicht, um eine DECT-Basis zu betreiben. Hierfür bräuchte man in jedem Fall eine USV (es sei denn, man hätte noch ein einfaches "Notfalltelefon" irgendwo gebunkert).
ZitatDas praktische Handling, die intuitive Bedienbarkeit, der zeitsparende Verbindungsaufbau, die unmittelbarkeit des Gesprächserlebens eines klassischen (analogen) Festnetzanschlusses, wie es ihn fast nur noch bei der Telekom gibt, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Ich fürchte, du überschätzt die Qualitätsansprüche von Otto Normalverbraucher. Dem reicht oft selbst GSM zum Telefonieren völlig aus (Homezone etc.). Da sollte NGN locker mithalten können (was nicht bedeutet, dass ich ein großer Fan davon bin).
Ciao,
Antonov