Beiträge von qwasy

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    Original geschrieben von Martyn
    Aber etwas weniger Förderalismus im Bildungssystem, zwischen dem Bundesländer abgestimmte Inhalte, und bundesweite zentrale Prüfungen für mittlerer Reife, Fachhochschulreife und Hochschulreife würde die Gerechtigkeit eindeutig erhöhen.


    Kein Problem, Bayern verlangt ja (noch) keine Lizenzgebühren für ein ordentliches Bildungssystem. Aber solange auf der anderen Seite die Alt-68er Kuschelfraktion mit Gesamtschulen irgendwelchen Illusionen hinterherhängt, sehe ich wenig Chancen, dass andere das bayerische System übernehmen. Und an den Universitäten stellt man leider tatsächlich teilweise gravierende Unterschiede zwischen den Studenten aus verschiedenen Bundesländern fest. Oft regelt sich das allerdings bis zum Vordiplom... :rolleyes:

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    Original geschrieben von Martyn
    Was ich viel schlimmer finde ist das Beckstein ins Kompetenzteam darf, und im Falle von Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot möglicherweise Bundesinnenminister werden könnte. Der ist ja genauso schlimm wie Schily.

    Schily und "schlimm" ist glücklicherweise seit Jahren vorbei, der Mann ist richtig gut geworden. Der wäre selbst unter schwarz-gelb noch haltbar :-)


    Interessant ist aber die aktuelle SPON-Geschichte zu Merkel & Streifenbluse und Stoiber & Polohemd :D
    http://www.spiegel.de/politik/…and/0,1518,369112,00.html
    Vielleicht hat Merkel doch beschlossen, einen speziellen Wahlkampf-Ost zu machen ;) Irgendwie lässt sich der Unterschied auch nach 15 Jahren nicht leugnen :)

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    Original geschrieben von Martyn
    Ich spreche hier nicht unbedingt von miesen Abi's sondern eher von mittelmässigen Abi's. Sagen wir wenn jeman hier in Bayern ein Abi von 2,6 bis 2,9 macht kann man das nicht als mieses Abi bezeichnen.


    Keiner sagt, dass es mies ist. Aber es ist befriedigend, durchschnittlich bis unterdurchschnittlich. Und wer beim Abi bereits einen Traumstudiengang mit NC im Visier hat und trotz Lernens deutlich unter 2.5 abschneidet, der ist vielleicht wirklich nicht sonderlich befähigt. Schließlich hat er bereits die Wahl, die Fächer weitgehend nach seinen Neigungen zu wählen.


    Solange es genug Interessenten für die Studiengänge gibt, kann man es sich eben erlauben, möglicherweise (hoch-)talentierte abzulehnen, die aber bislang beim Leistungstest versagt haben (Alpha-Fehler). Dies ist allemal besser, als jeden Interessenten zu nehmen, in der Hoffnung, keinen Beta-Fehler zu begehen (gute abgeleht).
    Andererseits muss ich Dir insofern zustimmen, dass auch eine sehr hohe Anzahl von Leuten mit gutem bis sehr gutem Abi die letzten Heuler sind, die man weder am Schreibtisch noch am Bau wirklich einsetzen kann. Dennoch schaffen die es zuweilen, auch ein Studium mit Erfolg zu absolvieren. Aber an irgendwelchen Kriterien muss man die Auswahl nunmal festmachen. Und da bietet sich nunmal das Abi an.

    Re: Re: Re: Re: Stoiber gegen Wahlrecht für Ostdeutsche?!!


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    Original geschrieben von Martyn
    Ich denke so eine überzogene Anspruchsthaltung wie sie die Union teilweise hat, hat nichts mit Ost oder West zu tun sondern ist schlicht und einfach unsinnig.


    Ansonsten steht eben einfach nicht jeder auf solche Methoden, ich denke das sollte man akzeptieren.


    Möglicherweise hast Du den falschen Text zitiert :confused: Ich vermisse den Bezug zwischen Anspruchshaltung und Union.

    Re: Re: Stoiber gegen Wahlrecht für Ostdeutsche?!!


    Da hab ich ja richtig was verpasst bis jetzt :)

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    Original geschrieben von Martyn Es ist wahr, das die wirtschaftliche Situation hier in Bayern besser ist als in einigen ostdeutschen Bundesländer, aber das haben wir sicher nicht der CSU und ihrer Politik zu verdanken

    Direkt vielleicht nicht, aber indirekt möglicherweise dadurch, dass die Bayern von rot-grünen Experimenten verschont geblieben sind. Und solange die CSU keinen Grund für eine Abwahl liefert, wird das wohl noch längere Zeit so bleiben. Und das ist auch gut so, wenngleich natürlich nicht außer acht gelassen werden sollte, welcher Filz und welche Verstrickungen unter der schönen Fassade herrschen.


    Und es lässt sich nicht leugnen: in manchen ostdeutschen Ländern sieht die Entwicklung weitaus besser aus als in einigen westdeutschen. Erstere kann man sowohl geografisch (Ede hat's ja zunächst abgeleht, also geographisch - sind ja flexibel) als auch politisch als sehr bayernnah bezeichnen. Die anderen mussten unter vielen rot bzw. rot-grünen Jahren der Landespolitik leiden. Wer da keine Parallelen sieht, der sollte sich vielleicht mit anderen Dingen befassen.


    Zitat

    Original geschrieben von Martyn , sondern ist einfach Strukturbedingt. Da nun mal schon im Westen die Struktueren existiert haben sind die neuen Bundesländer hier von Haus aus in einer schlechteren Position gewesen.

    Auch wenn manche das so sehen, aber selbst in Bayern kommt die "Struktur" nicht vom Herrgott und auch nicht vom Jammern, sondern davon, dass der Standort attraktiv ist. Und so gesehen steht uns der gesamte Osten in nichts nach, Dresden, Leipzig, Erfurt & Co. machen vor, wie's geht.


    Allerdings - und das erschreckt mich zugegebener Maßen etwas - gewinne ich bei manchen Kommentaren hier im Forum den Eindruck - der sich glücklicherweise nicht mit meiner RL-Erfahrung mit "drüben" (L/DD/HAL) deckt - dass man Ostdeutsche [b]tendenziell[/] eher mit Samthandschuhen anfassen muss als Westdeutsche. Bei jeder - auch vorsichtig vorgebrachten - Äußerung fühlen sie sich persönlich angegriffen und diskriminiert. Allein schon die Interpretation von Stoibers Äußerung spricht Bände. Diese latente Selbstmitleid-Haltung gepaart mit der teilweise anzutreffenden west-aversen Anspruchshaltung (für nichts anderes steht die Linkspartei) ist kein guter Boden für die weitere Entwicklung. Schade eigentlich.

    Zitat

    Original geschrieben von hollyj
    Völlig OT:
    @ qwasy: Darf ich fragen woher du kommst?

    Wenn's so OT ist, warum fragst Du es dann nicht per PN? Aus dem Osten stamme ich nicht, sondern Bayern, aber ich bin regelmäßig in Thüringen. Ich hoffe, ich habe mit der Erwähnung von "(zu Recht) frustrierten, arbeits- und perspektivenlosen Ostbürger(n)" keine Befindlichkeiten gestört. Viele reagieren da überaus sensibel. Jedoch ist das natürlich nicht pauschal auf alle bezogen, jedoch auf diejenigen, die eine Riskikogruppe im Hinblick auf das Einlullen durch Versprechungen der SED/PDS/WASG/Linkspartei darstellen.


    *Edit* Mist, jetzt hat O2neuling doch meinen Standort verraten ;)

    Mir ging es nicht um eine "etwas weltfremde Forderung". Im Gegenteil, die Drogengeschichte macht sich eigentlich recht zwischen dem Rest, den diese Gruppierung ausstößt. Im Vergleich zu anderen Parolen, mit denen der Klassenkampf geschürt wird, ist diese Forderung regelrecht harmlos.


    Vielleicht sogar mit positiver Wirkung, da die Schnittmenge zwischen jubilierendem Gelegenheitskiffer, der sich nun Hoffnungen auf Dope-Automaten in der Stammkneipe macht, und dem (zu Recht) frustrierten, arbeits- und perspektivenlosen Ostbürger sehr gering ist. Vielleicht wundert sich letzterer auch über derart flächendeckende Versprechen. Seit dem Ende der DDR wurde schließlich nicht mehr so viel auf einmal ohne Einschränkungen versprochen. Das könnte verdächtig sein... ;)

    Die Zielguppe der Lohnsteuerhilfevereine sind mE v.a. Leute, die keinen Computer haben bzw. sich den Umgang mit der entsprechenden Software nicht zutrauen. Dann macht es durchaus Sinn, einen solchen Verein zu konsultieren, sofern man als Single nicht nur zur Miete wohnt, kein Wohneigentum besitzt und auch keine größeren Werbungskosten hat.


    Aber wenn es nicht an der Zeit scheitert, dann würde ich jedem empfehlen, mal ein paar Stunden zu investieren und sich in die Steuergeschichte einzuarbeiten - man profitiert mehrere Jahre davon (so schnell ändenr sich die StG auch wieder nicht) und in der Regel kommt man auf einen recht ansehnlichen Stundenlohn - natürlich legal.


    Für kompliziertere Fälle braucht man entweder selber noch mehr Zeit und Interesse oder einen Steuerberater. Wobei sich letzterer bei komplizierten Fällen schon deswegen empfiehlt, weil der Prüfer dann oftmals etwas mehr Vertrauen in das Rechenwerk hat und es schneller absegnet.

    Dem Maßnahmenkatalog kann man uneingeschränkt zustimmen :)


    Aber um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen, nämlich dem Agieren und Agitieren der Linkspartei (wobei ich mir sicher bin, dass sich einige Obere der Partei von dem Vorstoß von Juliane Nagel distanzieren werden): Welche Bevölkerungsgruppe nimmt sie wohl als nächstes ins Visier - als Opfer und als Sündenbock? Die grasen ja alle Klischees ab, für die unsere "alten Parteien" über 20 Jahre benötigt haben....


    Meine Vorschläge:
    - Doppelte Staatsbürgerschaft für hier lebende Ausländer, wenn sie hier nicht arbeiten und ihr Geld aus dem Ausland beziehen
    - Tempolimit für Autos über 10.000 EUR Zeitwert
    - Verdoppelung des Bafög-Höchstsatzes
    - Mindestlohn *edit* ach, das haben die ja schon...
    - Kindergeld für homosexuelle Paare, sie können schließlich nichts für die Kinderlosigkeit


    Weitere Anregungen finden sich mit Sicherheit hier:
    http://www.leere-versprechen.de


    :)

    Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Wo finde ich diese Zahlen? Ich meine mich an das genaue Gegenteil erinnern zu können.


    Eine "saubere" Statistik habe ich leider nicht zur Hand, da ich mich auf die Auskunft eines befreundeten Mediziners, der tagtäglich mit "Drogenopfern" zu tun hat, beziehe. Auffällig ist seiner Beobachtung nach, dass zwar zum einen die Anzahl Patienten allgemein in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, allerdings der Anteil der jungen Erstpatienten überdurchschnittlich stark vertreten ist. Da auch in meinem Freundeskreis "Ausfälle" vertreten sind, verfolge ich die allg. Entwicklungen gelegentlich.


    Allerdings geht der Grundtenor auch aus folgender Meldung hervor:
    http://www.medizinauskunft.de/…2_11_drogenmissbrauch.php