Re: Re: Stoiber gegen Wahlrecht für Ostdeutsche?!!
Da hab ich ja richtig was verpasst bis jetzt 
Zitat
Original geschrieben von Martyn Es ist wahr, das die wirtschaftliche Situation hier in Bayern besser ist als in einigen ostdeutschen Bundesländer, aber das haben wir sicher nicht der CSU und ihrer Politik zu verdanken
Direkt vielleicht nicht, aber indirekt möglicherweise dadurch, dass die Bayern von rot-grünen Experimenten verschont geblieben sind. Und solange die CSU keinen Grund für eine Abwahl liefert, wird das wohl noch längere Zeit so bleiben. Und das ist auch gut so, wenngleich natürlich nicht außer acht gelassen werden sollte, welcher Filz und welche Verstrickungen unter der schönen Fassade herrschen.
Und es lässt sich nicht leugnen: in manchen ostdeutschen Ländern sieht die Entwicklung weitaus besser aus als in einigen westdeutschen. Erstere kann man sowohl geografisch (Ede hat's ja zunächst abgeleht, also geographisch - sind ja flexibel) als auch politisch als sehr bayernnah bezeichnen. Die anderen mussten unter vielen rot bzw. rot-grünen Jahren der Landespolitik leiden. Wer da keine Parallelen sieht, der sollte sich vielleicht mit anderen Dingen befassen.
Zitat
Original geschrieben von Martyn , sondern ist einfach Strukturbedingt. Da nun mal schon im Westen die Struktueren existiert haben sind die neuen Bundesländer hier von Haus aus in einer schlechteren Position gewesen.
Auch wenn manche das so sehen, aber selbst in Bayern kommt die "Struktur" nicht vom Herrgott und auch nicht vom Jammern, sondern davon, dass der Standort attraktiv ist. Und so gesehen steht uns der gesamte Osten in nichts nach, Dresden, Leipzig, Erfurt & Co. machen vor, wie's geht.
Allerdings - und das erschreckt mich zugegebener Maßen etwas - gewinne ich bei manchen Kommentaren hier im Forum den Eindruck - der sich glücklicherweise nicht mit meiner RL-Erfahrung mit "drüben" (L/DD/HAL) deckt - dass man Ostdeutsche [b]tendenziell[/] eher mit Samthandschuhen anfassen muss als Westdeutsche. Bei jeder - auch vorsichtig vorgebrachten - Äußerung fühlen sie sich persönlich angegriffen und diskriminiert. Allein schon die Interpretation von Stoibers Äußerung spricht Bände. Diese latente Selbstmitleid-Haltung gepaart mit der teilweise anzutreffenden west-aversen Anspruchshaltung (für nichts anderes steht die Linkspartei) ist kein guter Boden für die weitere Entwicklung. Schade eigentlich.