Beiträge von qwasy

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    Original geschrieben von P_Skuller
    Ich glaube ich hör nicht richtig!!???


    Es ist doch schon schade genug, dass man darüber diskutieren muss. Der Aussage Stoibers (die seinerzeit auch schon FJS verwendete):
    "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber"
    kann man da nur zustimmen. Wo er Recht hat hat er Recht. Ob ein Politiker das öffentlich sagen sollte, vor allem im Wahlkampf, ist eine andere Sache.


    Aber denjenigen, die die Linkspartei (in der von Gysi und Laffo propagierten und agitierten Form) wählen, spreche ich sowohl Verstand als auch Geschichtskenntnis ab. Die Werte, die die Linkspartei verfolgt, sind nunmal nicht die Werte, die von den meisten westlichen Ländern als die höchsten Güter angesehen werden.


    Eine sehr traurige Entwicklung hat die noch junge Gruppierung erfasst, die vor ein paar Jahren von SPD-Linksaußen und Gewerkschaftern mit durchaus verständlichenen Motiven gegründet wurde. Spätestens der Zusammenschluss mit SED/PDS war wohl ein Riesenfehler.

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    Original geschrieben von o2neuling
    40 (vierzig) Jahre hat Bayern gebraucht, um vom Empfänger zum Einzahler in den Länderfinanzausgleich zu werden, da sollte Herr Stoiber den Frustrierten doch bitte gerechterweise noch 25 Jahre zugestehen, bevor er seine Geschichten wieder ausgräbt.


    1) 40 Jahre ist arg hoch gegriffen, 30 tuns wohl auch
    2) Selbst wenn man die Inflation herausrechnet, dann sind die Summen, die hier hin- und her geschoben werden mittlerweile leider in ganz andere Dimensionen gestoßen.
    3) Im Vergleich zu anderen Empfängerländern zu Wirtschaftswunderzeiten war Bayern ein kleiner Fisch
    4) Offensichtlich waren die Maßnahmen, die Bayern ergriffen hat, richtig. Keiner kann leugnen, dass es Bayern (neben BaWü, das von Haus aus über bessere grundvoraussetzungen verfügte) zu einem wirtschaftlich erfolgreichem Fleckchen gebracht hat.
    5) Generell hat sich mittlerweile in weiten Kreisen die Erkenntnis durchgesetzt, dass Umverteilung fast immer negative Konsequenzen mit sich bringt, da sie die Motivation untergräbt. Deutschland ist ja das beste Beispiel: es ist hierzulande für viele Interessengruppen viel leichter, durch Geschrei, Blockade und Meinungstreiberei Geld locker zu machen, als die Leistungsbereitschaft zu erhöhen und dadurch mehr zu erhalten. Anreizsysteme funktionieren anders. Anderes Beispiel, gleiche Erkenntnis: Entwicklungsländer, bei denen sich mittlerweile diejenigen schlechter stellen, die sich bemühen, wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen und das Geld einzuteilen, als diejenigen, die chronisch Pleite sind und dadurch Schulden erlassen bekommen...


    Die Kritik am Länderfinanzausgleich sehe ich durchaus berechtigt, aber - da stimme ich dir zu - stünde es Bayern besser, nicht in vorderster Reihe zu schimpfen. BaWü hat mehr Grund dazu, schließlich haben die m.W. nie etwas empfangen, sondern nur eingezahlt.

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    Original geschrieben von Martyn
    Aber wenn jemand Wohneigentum besitzt, und deswegen keine Miete zahlen muss, dann fällt das auch wieder raus.


    :confused: Auch wenn manche das beharrlich behaupten - Immobilienbesitz fällt nicht vom Himmel und ist keine Erfindung der Kapitalisten. Das meiste Immobilieneigentum entsteht in vielen Fällen immer noch aus der Überlegung heraus, dass


    x Jahre * Jahresmiete = x Jahre * (Zins & Tilgung & Instandhaltungsaufwand & Ärger) sind.


    Und am Ende hat man im einen Fall nichts in der Hand, im anderen Fall eine Wohnung/ein Haus/ein Schloss. Ferner ist so mancher wahrscheinlich erstaunt, wenn er sieht, was für Kosten selbst dann noch auf ihn zukommen, wenn ein Haus in Schuss gehalten werden muss. Also bitte keine Milchmädchenrechnung aufmachen.


    Zieht man die Miete in den Lebenshaltungskostenvergleich West/Ost mit ein, dann muss man bedenken, dass im Osten die Wohnung mit gehobenem Standard oft deutlich billiger sind als im Westen, aber der Unterschied bei Wohnungen mit einfachem Niveau eben keine 100e EUR/Monat ausmacht. Ein gut Verdienender ist im Osten also sicher bessergestellt, v.a. aufgrund der Miete. Wohnungen, die im Westen 1.500 EUR/Monat kosten bekommt man in Leipzig für die Hälfte. Der Unterschied beim einfachen Arbeiter ist aber weitaus geringer bis nicht mehr vorhanden, da die einfachen Wohnung auch im Westen mittlerweile recht billig sind (abgesehen vllt. von München und einigen Uni-Städten).

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    Original geschrieben von grambler Hab wohl das PDA beim Navi überlesen, dann geht nur der mini-TV, oder du rüstest ein Originalsystem nach.


    Vielleicht bin ich nicht Cineast genug - aber ich habe bisher zweimal über längere Zeit Autos gefahren, die TV über's Navi hatten. Die ersten 2,3 Mal war's toll und man war beeindruckt angesichts der tollen Dinge, die mittlerweile möglich sind. Aber dann stellte sich heraus, dass das Geld für TV im Auto so ziemlich die sinnloseste Verwendung ist, die ich mir für rd. 1.000 EUR vorstellen kann (so jedenfalls der ungefähre Preis bei Audi/BMW/Mercedes).


    Ich wüsste nicht, welchen Vorteil Fernsehen gegenüber dem Radio im Auto bietet. Wenn man Kinder hat, dann ist es natürlich etwas anderes, aber denen ist am ehesten mit mobilen DVD-Playern (billiger & robuster als die Kopfstützen-Systeme) geholfen, wenn man meint, sich damit Ruhe erkaufen zu können :)


    Wenn's denn sein muss, dann entweder Notebook mit DVB-T oder einen mobilen Empfänger.


    btw. bei mir ist's fast noch ein Jahr hin bis zur WM - kein Grund zur Panik :)

    Normalerweise sieht man nach jeder Wahl mindestens einen Politiker im Fernsehen, der die Wähler beschimpft, weil sie falsch gewählt haben. Stoiber ist eben etwas schneller und beschimpft die Wähler vorab.
    Aber:
    Wahlkampf ist mitunter auch eine lokale Sache, und da es in Bayern nunmal am schönsten ist :) können wir ja auch klüger sein als der Rest. Solange das Fernsehen und das Wahlkampfteam der politischen Gegner nicht dabei sind. Allerdings sollte ein Politiker mit der Erfahrung Stoibers wissen, dass manche sehr sensibel reagieren und dass die Wahrheit ;) nicht immer das beste ist.


    Was ich allerdings nicht verstehe: Warum ist es nicht legitim für eine Volkspartei, von frustrierten Wählern zu sprechen? Was ist es die Linkenpartei-Sympathie denn sonst?
    Ein gut befreundeter Ex-Ostdeutscher, der etwa seit der Wende im Westen lebt und arbeitet, meinte, dass er jedenmal wenn er nach Hause (in den Osten, Chemnitz) kommt, erschrickt, wenn er sieht, wie empfindlich viele seiner Freunde reagieren und wie verbreitet dort (unberechtigte) Zweifel am Selbstwertgefühl sind. Er meinte, vor allem das Selbstbewusstsein der Ossis muss gestärkt werden, manche seiner früheren Freunde sind nur noch am rumjammern, dass früher alles besser war (aber üben ihren erlernten Beruf aus). Auch die Mauer dürfe ruhig wieder kommen ...


    Hoffentlich ein Einzelfall...



    *Edit*


    Interessant ist die aktuelle Umfrage bei FAZ.net:
    "Er sagt offen, was bisher niemand aussprechen wollte" 71 % :) Die anderen Anworten "Missverständnis", "Wessi-Arroganz" und "muss sich entschuldigen" sind etwa jeweils gleich auf.


    Sicher ist die FAZ-Umfrage nicht repräsentativ, aber in der Regel schon eher ausgewogen mit leichter Tendenz zu Union und FDP - angesichts der Medienschelte hatte ich ein anderes Ergebnis erwartet. Aber allein schon die Tatsache, dass die Linkaußen-Kommunisten auf diese Weise aus der Tagespresse wegbleiben und auch recht kontinuierlich Zuspruch verlieren, kann man als Erfolg werten.

    Empörung, Skandal...


    Wie wollte eigentlich die aktuelle Regierung ihren Wahlkampf bestreiten, wenn sie nicht laufend empört über Äußerungen der Gegner wäre? Mit Inhalten wohl kaum, ich wüsste auf Anhieb jedenfalls keinen einzigen Punkt.


    Da ist es leichter, Aussagen umzudeuten, sodass man anderen einen Vorwurf daraus machen kann. Ich sehe kein Problem daran, "dass die Wahl nicht wieder im Osten entschieden werden soll". Wie man da auf Entzug des Wahlrechts kommt, ist mir schleierhaft.


    Die permanente Empörung über dies und das passt aber leider perfekt zu der Konsensgesellschaft - kein Wunder, dass es uns allen - gemessen an den Fähigkeiten des Landes - relativ schlecht geht.

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Dann zum Innenminister: Ich denke ein Innenminister sollte sich nicht nur um die Verbrechens- und Terrorbekämpfung bemühen, sondern auch die in der Verfassung garantierten Grundrechte wie Unverletzlichkeit der Wohnung, Post- und Fernmeldegeheimniss, ... stärken. Und das hat weder Union noch SPD im Programm, wenn dann schon eher die FDP.


    Schau dir mal die Sache mit "good cop" und "bad cop" an, dann erkennst du wahrscheinlich auch, wie es in der Regierung läuft: Jeder ist für sein Ressort verantwortlich, Justizminister für GG und andere Gs, der Innenminister für die Sicherheit und Ordnung. Die Meinungsverschiedenheiten machen sie unter sich aus, der standhaftere gewinnt. Einer spielt den Bösen, der andere den Guten. Und aus diesem Grund sehe ich auf absehbare Zeit auch keinen brauchbaren Innenminister bei der FDP....

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    Original geschrieben von o2neuling
    Das deckt sich nicht mit meiner Erfahrung. An welche Universität hattest Du denn gedacht?


    Ich denke die Universitäten (TUM, FAU, EBS) sind weniger wichtig, vielmehr die Studiengänge: BWL, Wirtschaftsingenieure (trotz hohem NC viele Lücken), Maschinenbau. Vor allem im Bereich Mathe sind lt. Auskunft deutliche Unterschiede festzustellen, was sowohl bei den anfänglichen Mathe-Prf. als auch in VWL auffällt (lt. Auskunft der Lehrenden). Auch Allgemeinwissen (akt. Wirtschaftsgeschehen, Politik) tendenziell schwach, aber das wird ja nicht formalisiert abgefragt, daher mit großem Fragezeichen.


    Pauschal kann man solche Aussagen natürlich nicht treffen, aber tendenziell bestätigen sich die Vermutungen (lt. Auskunft). Grund, diese Aussagen anzuzweifeln habe ich nicht, wenn ich erfahre, dass ein ehemaliger Kommilitone einen Teil seines Abis durch Rudern (!) auf einem Kanal erhalten hat...


    Allerdings sind diese Unterschiede spätestens beim Examen weitgehend ausgebügelt...

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    Original geschrieben von Martyn
    Allerdings das man an den Realschulen, Gymnasien sowie Fach- und Berufsoberschaulen die Lehrpläne etwas anpassen sollte, uns so die Anforderungen teilweise ein kleines bisschen nach unten schrauben sollte.


    Nenne doch bitte einen Grund, warum das System weiter verwässert werden soll? Es gibt mehr als genug Abiturienten, warum also noch mehr das Abi schenken? Das Anspruchsniveau war zumindest zu meiner Zeit (noch nicht so lange her) schon mäßig. Jeder der halbwegs im Schultrott dringeblieben ist, hat das Abi erreicht. Wer gelernt hat, hatte eine 1 vorm Komma, wer wenig gemacht hat, bekam die 2, und wer nichts machte, kam auch durch.

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    Original geschrieben von Martyn
    ... ob es dann jemand aus SPD oder FDP ist wäre mir egal, selbst in der Union gibt es liberalere Typen ... aber bitte nicht Schily oder Beckstein.


    Ein Innenminister muss vom Schlag eines Schily oder Beckstein sein, ein Pudel als Wachhund schreckt nunmal keinen ab.


    Und ich wüsste tatsächlich aus der letzten Zeit keine Kritikpunkte an Schily - außer vielleicht, dass es sich von seiner Frau vorschreiben lässt, zuhause nur mit Pantinen zu laufen ;)