Hi,
ohne jetzt alle Posts dieses Threads genau gelesen zu haben, will ich nur kurz meine Erfahrung mitteilen.
Ich habe auch als "erwachsener" (naja, ich war grad 18) angefangen Gitarre zu spielen. (Muesste auch noch ein Thread hier oder im HK sein ;))
Ich hatte Anfangs null Ahnung von Gitarre oder von Noten (bzw. nur das bisschen aus dem Schulunterricht bis Klasse 9)
Meine Erfahrung:
Ende 2001 eine Klassikgitarre ausgeliehen von einem Freund, um einfach mal 2, 3 Monate zu testen ob ich auch wirklich dabei bleibe, nachdem ich vorher auf eine Kursfahrt recht fasziniert davon war. In der Zeit viel gespielt und meine ersten Akkorde (G, Em, D, C, Am ;)) gelernt und damit rumgeschrammelt (Knocking on heaven's door ;)). Dann habe ich mir eine Westenklampfe gekauft. Ne Yamaha F310, die damals mit 290,- DM ne recht gute Einsteigergitarre war fuer das wenige Geld. Hatte immer im Hinterkopf, dass das Interesse eventuell abflauen wuerde, war daher so sparsam.
Sooo, dann habe ich bis Ende 2002 so rumgespielt, mir alle offenen Akkorde selbst beigebracht und auch mit einfachen Barré Akkorden angefangen (F, Bm). Das ein oder andere Lied konnte ich dann schon gut nachspielen. Dann kam es aber: Ich habe gemerkt, dass selbst gute Buecher und gute Internetseiten mich nicht mehr weiterbrachten. Die Motivation sank, weil es einfach unheimlich lange gedauert hat, bis ich wieder etwas neues konnte. So habe ich also im Okober 2002 angefangen guten (!!!) Unterricht zu nehmen. Die Motivation stieg sehr schnell wieder, weil man sich selber und dem Lehrer ein bisschen was "beweisen" will. Zudem geht es Ratz-Fatz, vom Tempo her.
In dem etwas mehr als einem halben Jahr habe ich viel ueber Theorie gelernt (Notenlehre, Rhythmus, Harmonie, Taktgefuehl, usw) und beherrsche nun neben dem "normalen" rumgeschrammel auch Fingerpicking-Basics und Zupfmuster.
Daher mein Tipp: Mach's so wie ich ;):D. Im Ernst: Leih dir ne Gitarre und schau einfach mal, ob du auch wirklich lange Lust dran hast. Dann bring dir die ersten Basics ruhig ueber einen laengeren Zeitraum selber bei. Denn feur das Auswendig lernen der offenen Akkorde brauchst du keinen Lehrer zumal du nicht viel falsch greifen kannst, bzw. die Fehler spaeter im Unterricht schnell ausgemerzt werden koennen. Sobald du merkst, dass es schwerer wird nimm einfach mal eine Teststunde, die meistens eh kostenlos ist. Einen guten Lehrer erkennst du bestimmt selbst schnell. Er sollte Theoretische Kenntnisse haben und die auch vermitteln koennen. Denn ich bin auch der Meinung, dass es ohne Theorie eben nicht geht, bzw. nur bis zu einem bestimmten Punkt.
Ausserdem: Leher haben immer massenweise Noten und TABs zu Hause und kennen eh so gut wie jedes Lied, bzw. koennen dir Zupfmuster usw aus Songs heraushoeren und dir die Noten abschreiben. Im Internet bekommst du zwar zu fast jedem Song TABs, aber die sind wie ich festgestellt habe in 90 % der Faelle nicht hundertprozent richtig, und bringen daher nicht wirklich etwas.
Auch zum Thema Improvisation, Pentatonik, etc findest du im Internet keine richtigen Tutorials, die fuer Anfaenger geeignet sind, und wenn man es eh schon kann sind die uninteressant.
Sooo. Gitarre spielen machr superviel Spass, ob alleine im Zimmer inkl. richtig laut mitschreien/singen oder mit Freunden, Verwandten des Abends im Garten...
Ich empfehle dir, dieses Instrument zu erlernen!
c ya
n3o , der jetzt auf seiner neuen Martin®-Klampfe spielen geht 