Beiträge von saintsimon

    Zitat

    Original geschrieben von hrgajek
    ... Die Analyse von Frau Hennersdorf war brilliant, die Umsetzung war schwierig, vermutlich, weil eine stärkere Kundenorientierung und Vermeidung von Kostendruck beim Personal zunächst erst einmal richtig Geld kosten würden...


    Was für eine Analyse? Etwa daß die jahrzehntelange, elende Drückerstrategie die Kunden abstösst, oder daß der VF-Vertriebs-Fisch vom Kopf her stinkt kann man auch hier kostenlos nachlesen, ohne Geschäftsführergehalt.

    Und, was gerne vergessen wird: für die Armen, die sich die neue Versicherungspflicht nicht leisten können, ist eigentlich die Ausweitung von Medicaid vorgesehen (und nicht eine Strafsteuer - die ist nur für diejenigen, die es sich eigentlich leisten können).


    Das ist die Zuständigkeit von den Bundesstaaten (mit Kostenübernahme durch die Föderation). Aber: auch da blockieren die Republikaner - und wenn nicht, werden sie von den ACA-Gegnern massiv bedrängt.


    http://www.nytimes.com/2013/10…lth-care-law.html?hp&_r=0


    "... One leading target is Emmett W. Hanger Jr., a Republican state senator from the deeply conservative Shenandoah Valley, who prides himself on “going against the grain.” As chairman of a commission weighing one of the thorniest issues in Virginia politics, whether to expand Medicaid under Mr. Obama’s Affordable Care Act, he is feeling heat from the Republican right.


    His openness to expansion has aroused the ire of Americans for Prosperity, the conservative advocacy group backed by the billionaire industrialist brothers Charles and David Koch. Dressed in emerald green T-shirts bearing the slogan “Economic Freedom in Action!” its members are waging what the senator calls “an attempt to intimidate me” in Richmond and at home.
    .,..


    Expanding Medicaid, a joint federal-state program for the poor, is critical to the law’s goal of covering the nation’s 48 million uninsured. Hospitals and insurers were also counting on more Medicaid patients to make the economics of the law work. For states, the terms seemed attractive: The federal government would pay 100 percent of the cost of new enrollees for the first three years, 90 percent after that.


    But in June 2012, the Supreme Court ruled that states could opt out of Medicaid expansion. The ruling opened the door for conservative opponents of the law. Americans for Prosperity, with paid staff members in 34 states, walked through it. So did another group, Tea Party Patriots, which recently gave $20,000 to organizers of a referendum drive to put the question of Medicaid expansion on the Arizona ballot.
    ..."


    Die Versicherungskosten sind dort ja auch teurer, weil die medizinische Versorgung so überteuert ist (sieh meine Beispiele). Das hat viele Ursachen (z.B. die hohen (pflicht-)Versicherungsgebühren für Ärzte gegen Schadenersatzklagen, weil die Schadenersatzsummen ihrerseits astronomisch sind) und es stehen sicher jede Menge Lobbyisten bereit, gegen Kostensenkungen zu opponieren.
    Da gibt es noch viel zu tun, als notwendige Ergänzung zum ACA.


    Und ja, es gibt kein Land, in dem nicht steigende Behandlungskosten nicht ein wichtiges Thema wären. Allerdings, wie im Beispiel aus der NYTimes, ist die gleiche Leistung in Europa deutlich billiger zu bekommen, als Amerika.
    Und wir haben in Deutschland den Vorteil, daß die GKV nicht gewinnorientiert arbeiten, was eine Abzockquelle schließt.


    Medicare für alle wäre vielleicht besser gewesen.

    Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Was ändert Obamacare für Leute, die sich weiterhin keine Krankenkasse leisten können. Die werden bestraft, die dürfen eine "Steuer" zahlen, sind aber weiterhin ohne Krankenversicherung.


    Die Zahl derer, die nicht versichert geht erheblich zurück, insofern werden auch die ER-Sonderzahlungen zurückgehen.


    Ich hatte den Artikel weiter oben ja nicht aus Spass verlinkt:
    http://www.washingtonpost.com/…sers-not-winners/?hpid=z1


    "... Meanwhile, the number of people without insurance will decrease by 25 million people, a cut of more than 45 percent. In other words, significantly more people will be helped by the law than those who face changes in health coverage. Moreover, the vast majority of people who now get their insurance from their employers likely will see little change.


    ... Oregon announced this week that the state’s uninsured rate has already been cut by 10 percent since Oct. 1, when people were able to begin signing up for Obamacare. ..."


    Nicht vergessen: die demokratisch geführten Bundesstaaten habe ihre eigenen Exchange-Webseiten, die problematische Webseite der Bundesregierung ist eigentlich nur für jene republikanisch geführten Staaten zuständig, die sich geweigert haben, die Exchanges aufzusetzen.
    Und man kann sich auch mit Papierformularen anmelden, wenn die Webseite streikt.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Der Secret Service müsste dann aber "S-S ..." haben.


    Das käme vielleicht net ganz so gut ... :p


    Wäre in D auch nicht legal.
    Die sind hier in ihrer Aufgabe als Währungspolizei (Geldfälschung, Scheck-, Wertapier und Kreditkartenbetrug), also wenn in D gefälschte Dollars oder Fälscherwerkstätten für US$ gefunden werden, dann werden die Ermittler vom Secret Service hinzugezogen.

    Re: Ist das FBI in Deutschland aktiv?


    Zitat

    Original geschrieben von Der Schakal
    ...(


    http://www.fbi.gov/contact-us/legat/legal_offices/europe


    Berlin, Germany
    American Embassy: 011-49-30-238-5174


    Frankfurt Suboffice
    American Consulate: 011-49-69-7535-0
    Nations covered: Germany


    ...


    http://www.secretservice.gov/field_offices.shtml
    OVERSEAS OFFICES: LISTED BY COUNTRY
    ...
    GERMANY (FRANKFURT) 011-49-697-535-3763
    ...


    Warum der Secret Service gerade in Frankfurt ein Verbindungsbüro für deutsche Behörden hat, liegt auf der Hand, wenn man die Zuständigkeiten des Secret Service beachtet ... ;)


    PS: hier vor Ort gibt es jede Menge Nummernschilder mit BN-D ...

    A) neulich habe ich gelesen, daß es dem bösen Staat bisher bis zu 49 Milliarden US$ jährlich kostet, um die Krankenhäuser für ihre Behandlungspflicht für alle Patienten in der Notaufnahme zu entschädigen.


    Die unversicherten kommen meist erst in fortgeschrittenen Stadien ihrer Krankheiten und wenn es gar nicht mehr anders geht in die Emergency Rooms, weil ihnen die Behandlung in jedem Fall in Rechnung gestellt wird. Die Krankenhäuser ihrerseits sind verpflichtet, alle zu behandeln. Nur können die Unversicherten die teure Behandlung meist erst recht nicht bezahlen, womit der Staat herhalten muss. Und da die Krankheiten erst spät behandelt werden, ist die Behandlung erst recht teuer.


    Wie so oft werden also Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert.


    B) Überschuldung wegen Krankheitskosten ist eine der häufigsten Ursachen für Privatinsolvenzen in den USA.


    C) die Kosten für medizinische Leistungen in den USA sind stark überzogen:
    es ist für Amerikaner sehr kostensparend, sich als Privatpatienten in Europa behandeln zu lassen (incl Reisekosten) als Zuhause in den Staaten abgezockt zu werden.


    http://www.nytimes.com/2013/07…stliest-in-the-world.html
    "American Way of Birth, Costliest in the World"


    http://www.nytimes.com/2013/08…ourists-simple-math.html?
    "In Need of a New Hip, but Priced Out of the U.S."