Beiträge von saintsimon

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Interessanter Text. Gauland ist für mich ein merkwürdiger Typ - ich habe ihn früher eigentlich eher hart-konservativ im Sinne der Hessen-CDU eingeschätzt, aber diese Kontakte zur unappetitlichen rechts-nationalen und chauvinistischen Subkultur sind sehr auffallend. ...


    Mir scheint, daß folgender Leserkommentar eine grundsätzliche Fehleinschätzung in der OSt-AfD über westdeutsche Konservative aufzeigt
    http://www.spiegel.de/forum/po…-10.html#postbit_29143353
    nämlich, daß Gauland ein typischer Vertreter dieser Westdeutschen sei, denen die CDU zu weit nach links gerückt sei und nun eine neue Heimat suchten. Gauland ist aber nur ein" lupenreiner" Opportunist mit freundlicher Unterstützung aus Moskau.


    Denn die Konservativen im Westen (wie FJS) waren stets u.a. auch für die Westbindung, NATO, Bundeswehr, Marktwirtschaft und Kapitalismus etc. (bis auf die Altnazis). Kommunisten hatten sie zum Frühstück, in ihrer Jugend dienten sie selbstverständlich in beim Bund als Teil der NATO, sahen seinerzeit die Militärparaden ihrer Kontrahenten in Moskau im Fernsehen oder Zeitung abgebildet usw.


    Und nun schallen ihnen vornehmlich aus dem Osten Kampfparolen wie "Transatlantiker", "Vertreter des Kapitals" "Anbiederung an das System/die Blockparteien" oder "Lügenpresse" entgegen, während das neue Idol dieser Nationalbolschwiken wieder aufgeblasene Militärparaden alten Stils in Moskau abhält.


    Und da glauben die Neurechten im Osten allen ernstes, den "heimatlosen" Konservativen im Westen die richtige Gesellschaft zu sein? Nachdem den Westkonservativen es langsam Dämmert, wo sie gelandet sind, suchen sie das Weite.

    Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    ... warum sollte er dir das nicht glauben?


    So ganz blöd sind die Ärzte nun auch nicht, und fürs Glauben werden sie auch nicht ausgebildet. Zumal sie mit allzu auffällig und wiederholt streiksynchronen Krankschreibungen den Wert ihrer Expertise mindern und sich zu nützlichen idioten machen. Da ist der Standesdünkel davor und nötig haben sie es auch nicht.


    Überhaupt sollte man das Vertrauen seiner Mitmenschen nicht allzusehr strapazieren.

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    Original geschrieben von tobiwankenobi80
    Viele GDL Mitglieder lassen sich auch lieber Krankschreiben anstatt zu Streiken, der Ausfall ist zwar da kostet die Gewerkschaft aber nichts. ...


    Ob die Ärzte jedesmal mitspielen?

    http://www.faz.net/aktuell/wir…r-laeuft-an-13601939.html


    " ... Keine Unterstützung vom Beamtenbund


    Bei der neunten Arbeitsniederlegung im laufenden Tarifkonflikt bekommt die GDL erstmals keine finanzielle Unterstützung des Deutschen Beamtenbundes (dbb) mehr. Die GDL habe keinen Antrag auf Auszahlung von Streikgeldern beim dbb gestellt, berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Nach Informationen der Mittwochsausgabe der Zeitung „Bild“ hätte der dbb-Vorstand einen solchen Antrag dieses Mal abgelehnt. Der dbb hatte zuletzt mehrmals die Streiks der GDL kritisiert. ..."

    http://www.handelsblatt.com/un…d-wirft-hin/11795172.html


    "Düsseldorf Der Vorsitzende der Geschäftsführung bei Vodafone Deutschland, Jens Schulte-Bockum, verlässt das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr. Dies erklärte der Konzern am Morgen, nachdem bereits die Presse darüber berichtet hatte. Hintergrund soll sein, dass das Unternehmen nicht so zum Marktführer Deutsche Telekom aufschließen konnte, wie sich die Mutterkonzern in London das vorgestellt hatte. Vodafone wollte die Meldung zunächst gegenüber dem „Handelsblatt“ nicht bestätigen. Ob ein Nachfolger für Schulte-Bockum feststeht, ist noch offen. Es sieht danach aus, als hätte der Vorstandschef sein deutsches Team mit der Nachricht überrascht.


    ...


    Der „WirtschaftWoche“ gegenüber sprach Schulte-Bockum von „unüberbrückbaren Differenzen“ mit der Konzernspitze. Bockum, seit 2012 Vorsitzender der Geschäftsführung, war schon in der Vergangenheit unter Druck geraten - vor allem im Krisenjahr 2013/2014, dem schlimmsten in der Vodafone-Geschichte. Bereits damals erklärte ein langjähriger Vodafone-Manager gegenüber dem Magazin: „Sein Stuhl wackelt.“"

    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    ... Die AFD war ganz offenbar immer eine Partei mit zwei so gegensätzlichen Flügeln, dass ihre Zukunft immer prekär sein musste. ...


    Die AfD war nie eine Partei, sondern eine zynische Beutegemeinschaft verschiedener rechter, aber vollkommen gegensätzlicher Strömungen, welche nicht vereinbar sind. Das sind keine "Flügel", sondern Antipoden.


    Hier die bürgerlichen, westlich und kapitalistisch orientierten "Wertkonservativen", dort die antikapitalistischen, antiwestlichen Nationalisten und Chauvinisten mit voller Unterstützung der Kreml-Trolle und -Propaganda, die nun überall Verrat wittern, und die Lügenpresse und das verhasste parlamentarische "System" beschimpfen sowie Verschwörungstheorien verbreiten. In der Zwischenkriegszeit nannte man diese Strömung hierzulande Nationalbolschewisten (diese antikapitalistische Richtung verfolgt seit neuestem aber auch die NPD).


    Austeilen können sie Neurechten hemmungslos, aber ertragen selbst keine Kritik ("Hass","Hetze","Kampagne") und meinen "sich von niemanden etwas sagen lassen" zu müssen, und lehnen das "System" (besser bekannt als Verfassung) implizit ab. Kompromisse sind Verrat, und wollen es statt dessen "denen da oben" unbedingt "mal zeigen".


    Gauland wird sich nun wieder mal mit seinen Führungsoffizieren in der russischen Botschaft in Berlin beraten müssen, wie es ohne die westdeutschen bürgerlichen Wirtstiere weitergeht. Vielleicht braucht man auch Scheinkredite a la Front Nationale, wenn der Wirtschaftsflügel wegbricht.


    Sodann könnte sie auch die Rest-AfD in die nun passendere "Putin für Deutschland", "Nationalbolschewististische Volksfront" oder "Neurechte Bewegung" umfirmieren und als APO bei Pegida weitermachen.


    PS: der Lucke als Bewunderer von FJS war nie liberal.


    PPS: Gauland macht auch den "gutbürgerlichen" Rechtsaussen seine Aufwartung:


    https://www.ndr.de/nachrichten…gs-rechte-SWG,swg100.html


    "Bei einem "Seminartag" der umstrittenen Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG) in Hamburg ist der stellvertretende AfD-Chef Alexander Gauland aufgetreten. Insgesamt kamen rund 170 Gäste zu der Veranstaltung des neu-rechten Vereins, unter ihnen auch die bekannte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel.
    ... "


    Recht erhellend, der Artikel. ;)

    Bei O2/Eplus gibt es nun schon wechselseitiges UMTS-Roaming. In der U-Bahn ist auch schon länger Eplus UMTS vorhanden.
    Funklöcher gibt es nach wie vor am Waldkrankenhaus (VF geht dort seit neuestem) oder auf der Oberkasseler Straße zwischen Abfahrt Beuel Ost und Pützchens Chaussee, wo in der Rushhour die Pendler stehen.


    Im Grunde kann man für die Stadt alle Netze nehmen.

    http://www.spiegel.de/politik/…rer-waffen-a-1030530.html


    " .., Sachartschenko sagte dem SPIEGEL zudem, die "Volksrepublik" verfüge derzeit über mehr als 23.000 Soldaten und 60.000 Reservisten, die notfalls zu den Waffen greifen würden.
    Der Chef der "Donezker Volksrepublik" und Oberbefehlshaber ihrer Truppen bekräftigte ein Ziel als unumstößlich: Die Separatisten wollen das gesamte frühere Donezker Gebiet besetzen, also auch jene Teile, die derzeit noch von der ukrainischen Armee "okkupiert" seien. Es wäre gut, so Sachartschenko, wenn das auf friedlichem Wege möglich wäre. Kiew habe jedoch keinen einzigen Punkt der in Minsk ausgehandelten Vereinbarung erfüllt.


    Den Vorschlag von Präsident Petro Poroschenko, internationale Friedenstruppen im Donbass zu stationieren, lehnt Sachartschenko strikt ab: "Wir sind in der Lage, die Probleme hier selbst zu lösen", sagte er dem SPIEGEL. ..."



    http://www.bbc.com/news/world-europe-32429614


    " ... Pro-Russian rebels have shelled Ukrainian army positions east of the key city of Mariupol in breach of a ceasefire deal, the BBC has witnessed.
    Our correspondent was with Ukrainian troops when they came under heavy fire moments after a team of international monitors left the area. ..."

    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    ...


    Gerade in solchen “pragmatischeren Gesellschaften” allerdings, so ist mein Eindruck, kostet das Studieren dann halt etwas. Da ist ein Studium oft eine Art Investitionsentscheidung - die auch oft tatsächlich mit dem Rückgriff auf Erspartes oder Kredite verbunden ist.


    Ja, soweit stimmt das, nur spielt das in Deutschland letztlich keine Rolle, wovon das bezahlt wird. Es ist schlicht "unüblich" sich auf halber Strecke zur Rente komplett umzuorientieren. Es zählt letztlich nicht, wie gut man dann im neuen Fachgebiet ist. Das ist ja bei den älteren Arbeitslosen genauso.

    Zitat

    Original geschrieben von 200prokdzufriedh
    ...
    Hinsichtlich "angemessenem" Wohnraum:
    es ist zutreffend, dass die hierfür bestehenden Obergrenzen lokal unterschiedlich sind. Allerdings sind sie in vielen Kommunen viel zu niedrig angesetzt (kein oder wirklich nur "asozialer" Wohnraum zum zulässigen Limit verfügbar). Außerdem werden diese Preisobergrenzen von den Kommunen nur sehr zögerlich an die galoppierende Preisentwicklung auf dem Mietwohnungsmarkt angepasst. Es gibt zuhauf Rechtsprechung zu diesem Thema, durch die sich die blutige Nase der Kommunen wie ein roter Faden zieht.


    Das problem dahinter dürften die ohnehin ewig klammen und überschuldeten Kommunen selbst sein, zu deren Lasten die Wohnkosten gehen. Auch örtliche Gebührenbefreiungen und Nahverkehrsrabatte für ALGII-Empfänger gehen auf deren Kosten.


    Zitat

    Original geschrieben von 200prokdzufriedh


    Hinsichtlich Studenten bzw. BAföG:
    ...
    Zu diesen Voraussetzungen gehört u.a. auch, dass man (bei Studiumsaufnahme) nicht älter als 29 (Spezialfall Master: 34) ist. Ist der Student also älter als 29, erhält er aus Altersgründen kein BAföG und wegen "dem Grunde nach" aber auch kein Alg-2.


    Angesichts des angeblichen Fachkräftemangels halte ich diese BAföG-Altersgrenze (bei gleichzeitigem Ausschluss von ALG-2) für sehr fragwürdig...


    Das wiederum dürfte auf die nüchterne Erkenntnis zurückzuführen sein, daß späte Absolventen von der Wirtschaft und Gesellschaft nicht nachgefragt werden, und folglich solch eine Investition von Seiten des Staates wenig Aussicht auf einen Arbeitsvertrag als Resultat hätte.


    In manch anderen Ländern mit pragmatischeren Gesellschaften ist es nichts verwerfliches, selbst mitten im Erwerbsleben beruflich ganz neu Anzufangen und sich Umzuschulen. Aber in Deutschland arbeitet man halt 40 Jahre beim Daimler o.ä.


    Hier muß sich die Gesellschaft im Allgemeinen und das Personalwesen in der Wirtschaft im Besonderen an die eigene Nase und Mentalität fassen, es ist nicht immer "der Staat" an allem Schuld.