Beiträge von saintsimon

    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    ... Antiputin hingegen ist eine ganz andere und durchaus nicht unbevölkerte Baustelle. Aber damit kommt ein jeder Autokrat mehr oder weniger gut zurecht.


    Es gehört aber zur gezielten Methode von Putins Propagandisten, bei Kritik an ihm oder seinem System sofort mit de Russophobie-Keule zu kommen. Weil man ja gefälligst 150 % der begeisterten Bevölkerung als hinter ihm stehend anzusehen habe, wird aus Majestätsbeleidigung schnurstracks Volksverhetzung konstruiert. Wer in kritisiert oder sich gar gegen ihn stellt, ist ein Angreifer auf das Russentum und muß letztlich als Faschist gebrandmarkt werden können. Drunter geht es nicht mehr. Und überhaupt sind die verkommenen und schwulen Westler nicht in der Lage, die tiefe russische Seele zu verstehen. etc. etc.

    Zu
    Krieg ist Frieden
    Freiheit ist Sklaverei
    Unwissenheit ist Stärke


    gesellt sich nun


    Rechts ist das neue Links.


    Wenn man am Beispiel des Wiener Geheimtreffens zu Eurasien sieht, für was für ein eindeutiges Rechtsaussen-Projekt sich die deutsche Linke begeistert einspannen lässt, kommt einem das Essen hoch.
    Und diese weiter oben zitierte internetz-zeitung.eu will einem eine "freie und linke Räterepublik Donezk und Lugansk" aufbinden. Was für eine Farce.


    Naja ich warte ganz kirre vor Vorfreude auf den Duginschen Anschluss Europas an das Reich des neuen Erlösers. Am russischen Wesen soll nun die Welt genesen ...


    In der NZZ findet sich natürlich noch mehr zum Thema


    http://www.nzz.ch/aktuell/feui…die-putin-show-1.18314288
    "Mechanismen der russischen Propagandamaschine
    Die Putin-Show"

    Alarmierend :


    http://www.tagesanzeiger.ch/au…er-Kolonne/story/30542701


    "Gipfeltreffen mit Putins fünfter Kolonne


    In Wien berieten die Führer der russischen Eurasien-Bewegung mit westeuropäischen Rechtspopulisten, Aristokraten und Unternehmern über die Rettung Europas vor Liberalismus und Schwulenlobby.



    ... berieten nur wenige Meter entfernt, im Stadtpalais des Fürsten Liechtenstein, Nationalisten und christliche Fundamentalisten aus Russland und dem Westen, wie sie Europa vor Liberalismus und der «satanischen» Schwulenlobby retten und wie sie die alte, gottgegebene Ordnung wiederherstellen könnten. Die Versammlung fand unter strengster Geheimhaltung hinter verschlossenen Türen und zugezogenen Gardinen statt. Sie wurde jedoch dem TA von zwei voneinander unabhängigen Quellen bestätigt.


    ...


    Gastgeber der Wiener Tagung waren der russische Oligarch Konstantin Malofeew und seine Stiftung Sankt Basilius der Grosse. Malofeew moderierte auch die Veranstaltung. Weitere Gäste aus Russland waren der Chefideologe der Eurasischen Bewegung, Alexander Dugin, sowie der bekannte nationalistische Maler Ilja Glasunow. Aus Frankreich kamen die Abgeordneten des Front National, Marion Maréchal-Le Pen (Enkelin des Parteigründers und Nichte von Marine Le Pen) sowie der Historiker Aymeric Chauprade. Aus Spanien reiste Prinz Sixtus Henri von Bourbon-Parma an, Anführer der katholisch-monarchistischen Carlisten-Bewegung, aus der Schweiz Serge de Pahlen, Direktor eines Genfer Finanzunternehmens und Ehemann der Fiat-Erbin Margherita Agnelli de Pahlen. Aus Österreich nahmen der Vorsitzende der rechtspopulistischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, sein Stellvertreter Johann Gudenus und der Wiener FPÖ-Politiker Johann Herzog teil, aus Bulgarien der Vorsitzende und Gründer der rechtsextremen Partei Ataka, Wolen Siderow. Weiter anwesend waren Rechtsextremisten aus Kroatien, Adelige aus Georgien und Russland sowie ein katholischer Priester.


    Presse und Öffentlichkeit wurden von dem Treffen nicht informiert, die Teilnehmer zu absoluter Geheimhaltung verpflichtet. Ein privater Wachdienst kontrollierte die Eingänge des barocken Palais. Selbst die Teilnehmer durften nicht fotografieren. Als FPÖ-Chef _Strache am Konferenztisch ein Handyfoto schoss, wurde er von Tagungsleiter _Malofeew sofort abgemahnt.


    Stargast der Versammlung war Alexander Dugin, 56-jähriger Publizist aus Moskau, Mitbegründer der Nationalbolschewistischen Partei und Chefideologe der Eurasischen Bewegung. Dugin propagiert ein europäisch-asiatisches Bündnis unter Führung Russlands. Seine Ideen waren bei der Rede des russischen Präsidenten Putin nach der Annexion der Krim ebenso bemerkbar wie bei Gründung der Eurasischen Union von Russland, Weissrussland und Kasachstan Ende Mai. In einer TV-Ansprache im April schlug Dugin vor, Europa auf friedlichem Weg zu einem russischen Protektorat zu machen und es damit vor Homoehen, Pussy Riot und vor sich selbst zu schützen: «Wir müssen Europa erobern und anschliessen.» Fest stehe, so Dugin weiter, «dass uns eine prorussische fünfte Kolonne in Europa unterstützt. Das sind europäische Intellektuelle, die ihre Identität stärken wollen.»


    ...


    Der 39-jährige Gastgeber Konstantin Malofeew machte sein Vermögen mit dem Investmentfonds Marshall Capital. Er gründete auch einen Wohltätigkeitsfonds zur Unterstützung von Spitälern, Schulen und orthodoxer Kirche. Wichtig ist ihm dabei stets die Vermittlung traditionell russisch-christlicher Werte. In einem Porträt der «Financial Times» wird er als «moderner Rasputin» bezeichnet, der über einen befreundeten Mönch direkten Zugang zu Präsident Putin habe. Russische Medien verdächtigen Malofeew, dass er die prorussischen Separatisten in der Ostukraine finanziere. Die Anfrage des TA wurde von seinem Büro nicht beantwortet. In einem Interview mit der russischen Ausgabe von «Forbes» bestätigte Malofeew, dass der selbst ernannte Premier der «Volksrepublik Donezk», Alexander Borodai, sein ehemaliger Mitarbeiter sei: Er wünsche ihm für seine weitere Arbeit «viel Glück», denn was jetzt in der Ukraine passiere, «muss jeden Russen beunruhigen».


    ...


    Auch andere Gäste im Festsaal des Stadtpalais Liechtenstein lobten Putin. Ein Redner sah in Russlands Präsidenten den «Erlöser» und die Reinkarnation Alexander des Ersten. Der Zar hatte die «Heilige Allianz» gegen Napoleon geschmiedet, auf dem Wiener Kongress allerdings auch gedrängt, das besiegte Frankreich wieder in die Gemeinschaft aufzunehmen. So war es für die Tagungsteilnehmer im Jahr 2014 auch kein Problem, Vertreter des Front National in ihrer Mitte zu begrüssen. Der 45-jährige Aymeric Chauprade, frisch gewählter EU-Abgeordneter und Historiker, ist ein Intellektueller nach dem Geschmack Dugins. Chauprade vertritt die Idee eines Europa der Nationen mit besonders starker Bindung zu Russland. Die 24-jährige Marion Maréchal-Le Pen hingegen mahnte die vielen älteren Herren in der Runde, die Jugend nicht zu vergessen. Auch ein «Marsch des Lebens» durch Europa wurde vorgeschlagen. Damit könnte – so die Idee – der Vatikan zur Unterstützung motiviert werden.


    Die Tagung der Nationalisten endete mit klassischem Konzert und Galaempfang (Smokingpflicht für die Herren). Das nächste Treffen soll im Januar stattfinden, vermutlich in Moskau. Der Organisator schlug die Krim vor, doch das lehnten andere Teilnehmer ab. Im _Winter sei die umstrittene Halbinsel zu feucht und ungemütlich."

    Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Anscheinend hat auch die Internetz-Zeitung mit Alexander K... telefoniert. Angeblich gibts keine konkreten "Maßnahmen".
    Quelle: http://internetz-zeitung.eu/index.php/1945-deutsches-ernst-thälmann-batallion-gegen-eurofaschismus-organisiert-sich


    "Veröffentlicht: Donnerstag, 29. Mai 2014 16:50 Geschrieben von Jürgen Meyer
    Deutsches Ernst-Thälmann-Batallion gegen Eurofaschismus organisiert sich


    Das Verbot der Linken in der Ukraine und der Sieg des Eurofaschismus in der Ukraine soll zur Gründung eines Ernst-Thälmann-Batallions aus deutschen Kämpfern gegen den Fachismus für die Ukraine führen.


    Linke und Freunde Rußlands sollen zu den Waffen greifen und den Faschismus in Europa in der Ukraine stoppen und die freie und linke Räterepublik Donezk und Lugansk schützen. ... "


    Die Kommunisten haben an den Präsidentschaftswahlen teilgenommen. Woher nehmen die Heinis die Behauptung, daß sie verboten sind oder daß der "Faschismus" gesiegt hätte?

    Früher hieß es doch von der guten alten SED und Schwesterparteien: Internationalismus, Völkerfreundschaft, Frieden, moderne Gesellschaft ohne Kirche und mit Gleichberechtigung der Frau sowie folgendes:


    Nun denn, die Baltischen SSRn , die Georgische SSR und die Ukrainische SSR etc waren auch Mitglieder jener SU, nicht nur die Russische SSR.
    Und nun sind dieselben Genossen bereit, den anderen ex-SSRn in den Rücken zu fallen, um nur einem Teilstaat jener ex-Vorbildnation zu huldigen, welche ihren vorgeblichen früheren Idealen nun diametral entgegensteht, welche nun völkisch-nationalistisch mit dem Vorrecht und Überlegenheit des Russentums, mit offener Fremdenfeindlichkeit und orthodox-klerikal im Inneren und unübersehbar militaristisch nach Außen auftrumpft. Chapeau ...


    Bei den Tschekisten kann ich das ja noch "verstehen", aber die anderen Genossen? Die alten Ideale waren also tatsächlich nur hohle Phrasen, übrig bleibt nur der Opportunismus bzw. die Huldigung der Macht.


    -->


    Edit: Ob folgendes nur ein Gerücht ist, muß sich noch zeigen, den ganzen Artikel kann ich nicht einsehen (für BILD gebe ich kein Geld aus)
    http://www.bild.de/bild-plus/p…nversionToLogin.bild.html


    "Ein Deutscher, oder sogar mehrere Bundesbürger, die an der Seite der pro-russischen Rebellen gegen die Regierung in Kiew kämpfen – davor warnen deutsche Sicherheitskreise.
    Der DDR-Elitesoldat Alexander K., ein früherer Fallschirmjäger, will angeblich ein Kampfbataillon für die Ukraine rekrutieren. Das berichten zwei russische Propaganda-Zeitungen.
    BILD fragte bei Alexander K. nach, was dran ist an dem Gerücht."


    Naja, eine neuer Dschihad-Tourismus mal wieder ...

    Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
    Komm in die Lausitz und du wirst es verstehen!


    Als volkseigener Braunkohletagebau von 1949 bis 1990 war damals aber alles bestens? Ich bin wahrlich kein Freund von Tagebau (gibts in den Nierrheinischen Braunkohlegebieten auch), aber weder hat Vattenfall dort die Landschaftszerstörung begonnen, noch setzt es dort Zwangsarbeiter ein, wie der verblichene Arbeiter- und Bauernstaat.


    http://www.handelsblatt.com/wi…sforderungen/9974898.html

    Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Ja und? Im deutschen Sprachgebrauch reden sich Parteifreunde linker Parteien mit "Genosse" an, solche rechter Parteien jedoch mit "Kamerad". Ist jetzt klar, worauf ich hinaus wollte?


    Volksgenosse (in diesem Falle wäre es allerdings e.h. :D ) wäre passender, schliesslich wird von Putin mal wieder völkisch Ideologisiert.

    Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
    ...Und außerdem, woher willst du wissen ob mein Einkommen nicht UA-Niveau hat?


    Etwa diese Größenordnung?


    http://www.zeit.de/wirtschaft/…raine-Gehalt-Unterschiede


    "... Die Region mit dem höchsten durchschnittlichen Einkommen ist demnach die Hauptstadt Kiew mit 5.618 Hrywnja. Das sind derzeit knapp 450 Euro. Der Kurs der ukrainischen Währung ist seit Beginn der Revolution allerdings stark eingebrochen. Im Moment ist ein Hrywnja rund acht Cent wert. Schlusslicht ist laut Statistischem Amt der Ukraine der westliche Oblast Ternopil: Dort verdient ein Bürger durchschnittlich nur 2.697 Hrywnja oder 216 Euro. Allgemein nimmt das Pro-Kopf-Einkommen immer weiter zu, je östlicher die Region liegt. Das könnte daran liegen, dass der Osten stärker industrialisiert ist. ..."


    Dann gäbe es in Deutschland meist Anrecht auf diverse Zuschüsse bzw. Transferleistungen.

    Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
    Und um wieder mal was zum Thema zu bringen:
    Gasprom hat heute bestätigt, dass 386 Mio $ (nicht 368 Mio $) auf ihrem Konto eingegangen sind.


    Und noch was persönliches:
    Habe meine Gasrechnung von 2012 mal angeschaut und bei einem Verbrauch von 19105 m³ 14086€ bezahlt, das sind 737€ pro 1000m³ und entspricht wohl so um die 1000 US$. Nur mal so zum Vergleich wenn die UA bis März 268$ und danach 485$ zahlen muß. China bekommt dies für etwa 350$ und Europa lt. Öttinger für 350-390$. Und ich zahle das dreifache oder weil mir das zuviel ist, mach ich es wie die UA und zahle erst einmal garnicht. Wird dann EON das GAS gegen mich als Waffe einsetzen? Hoffe das dann meine Genossen aus der SPD weiterhelfen werden.


    Wenn Du gerade beim Rechnen bist, dann rechne das mal auf Ukrainische Einkommensverhältnisse um.


    Weiterhin herrscht in der Ukraine noch die alte sozialistische Ressourcenverschwendung vor - also daß z.B. die Raumtemperatur in den Plattenbauten oft nur per offenem Fenster geregelt werden kann u.ä.
    Die Energieeinsparung ist noch stark verbesserungsbedürftig, aber das kostet erstmal auch wieder.


    Die niedrigen Gaspreise in Russland selbst werden ja ohnehin von uns mitsubventioniert ...

    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    ...als unzurechnungsfähig erkannten Protagonisten...


    Das ist meiner Meinung nach eine Fehleinschätzung und würde ihm Narrenfreiheit einräumen. Als Unzurechnungsfähiger könnte er nicht kaum so klar linientreu fabulieren.
    Nein, diensteifrig ist das, was eher zutrifft, entweder aus Verblendung oder aus Korruption, wer weiß. Wahrhaftigkeit ist ganz klar nicht die treibende Kraft.