Beiträge von saintsimon

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    .....


    Die Freigrenze von 1045-1100 Euro hat er ja auf jeden Fall, egal ob er sich in Insolvenz befindet oder nicht....


    Die Freigrenze ist u.a. Einkommensabhängig. Je mehr man verdient, desto höher ist auch die Freigrenze. Das soll die Schuldner motivieren, ein höheres Einkommen und folglich eine höhere Tilgung anzustreben.

    Und die fünfte Kolonne Putins im Deutschen Bundestag möchte eine Medienverschwörung erkannt haben:
    http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/014/1801440.pdf



    Edit: und natürlich möchte Russland sein schlechtes Geschäft mit China auch noch von den Europäern bezahlen lassen:
    http://www.zeit.de/politik/aus…ftswahl-putin-poroschenko


    "(10:33) Russlands milliardenschwerer Gasvertrag mit China könnte Folgen für Europa haben. Womöglich werde sich das Abkommen auf die Preise in Europa auswirken, sagte der Vorsitzende des russischen Staatskonzerns Gazprom, Alexej Miller. Weitere Details nannte er nicht."

    Auch aus der Schweizer Presse kommt Kritik an der Bereitschaft in Deutschland, dem russischen Chauvinismus gegenüber so verständnisvoll aufzutreten und gerne Dritte (besonders die "minderwertigen" Slaven) für die eigene Gemütlichkeit unter die Räder zu werfen. Selbst eigene Verbündete haben da das Nachsehen. Schon Schröder war bereit, für die Achse Paris-Berlin-Moskau den polnischen Nachbarn in den Rücken zu fallen.

    Wie ich hier schon vor Wochen schrieb, daß nun Russland zu chinesischen Bedingungen liefern muss, weil man sich selbst in die Bredouille gebracht hat. Nun also wird Russland auf die scheinbar sonst üblichen Steuereinahmen für nationale Förderstätten verzichten müssen, damit Gazprom selbst beim China-Deal zumindest keine Verluste macht. Und das Geld für die nötigen Investitionen muß erstmal aufgebracht werden.


    http://www.nzz.ch/wirtschaft/w…-bleibt-geheim-1.18306986


    " ... Einiges deutet darauf hin, dass der Durchbruch gelang, nachdem Steuern und Gaszölle in die Berechnung einbezogen worden waren. Der Chef des russischen Erdölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, ein Vertrauter Putins und früherer Vizeministerpräsident für Energiefragen, hatte am Dienstag vieldeutig gesagt, Putin habe die Absenkung oder Streichung der Steuern für die Förderstätten, aus denen das Gas für China kommen soll, in die Diskussion eingebracht. Die Chinesen dächten über die Streichung der Einfuhrzölle nach. Miller bestätigte nach der Unterzeichnung, die Zölle hätten eine Rolle gespielt in den Verhandlungen. Er gab aber keine Details preis.


    Geopolitische Komponente


    Für Putin persönlich wäre es blamabel gewesen, hätte er ohne ein unterschriebenes Dokument über die Gaslieferungen nach Moskau zurückkehren müssen. In den vergangenen Tagen hatten nicht nur die Medien und Gazprom-Vertreter den Druck erhöht. Auch hohe russische Regierungsvertreter hatten eine Einigung angemahnt. Russland ging es darum, zu zeigen, dass es in China tatsächlich einen politischen und geschäftlichen Partner hat und dass es nicht allein auf die Gunst der Europäer angewiesen ist.


    Das Abkommen ist für den Kreml Teil einer Hinwendung nach Asien. Triumphgehabe wäre dennoch fehl am Platz. Die vereinbarte Liefermenge umfasst rund einen Drittel der russischen Gaslieferungen nach Europa. Die Pipeline «Sila Sibiri» («Kräfte Sibiriens») von den Erdgasfeldern Kowykta und Tschajanda westlich des Baikalsees in den russischen Fernen Osten und von dort nach China muss erst noch gebaut werden und wird Gazprom teuer zu stehen kommen. Auch die beiden Lagerstätten sind noch nicht betriebsbereit. Gazprom-Chef Miller sagte in Schanghai, dafür würden insgesamt 55 Mrd. $ investiert. Dass der Vertrag mit China Teil einer langfristigen Strategie ist, asiatische Märkte zu erschliessen, trifft deshalb eher zu als die Einschätzung, Russland entlaste sich dadurch vom Druck der Europäer, die ihre Abhängigkeit von russischem Gas verringern wollen. Die Gasexporte nach Asien sind seit Jahren im Gespräch. ..."

    Soso, die "Donetzker Volksrepublik" hat plötzlich einen neuen Chef namens Borodai, einen alten Kameraden von Strelkow/Girkin aus Moskau. Jetzt haben die einheimischen Separatisten auch als Feigenblatt ausgedient und nichts mehr zu Melden.


    http://www.nzz.ch/aktuell/inte…-duo-in-donezk-1.18305528


    Interessant sind die Hintergründe der beiden Haudegen: je nach dem z.B. Kampf gegen Jelzin, Jugoslawienkriege, Tschetschenienkriege, Krim-Okkupation, monarchistische Kreise, Geheimdienst-Tätigkeit etc.

    Novorossija ist erstmal vertagt:
    http://www.spiegel.de/politik/…-kampfmoral-a-970290.html



    " ... Der "Verteidigungsminister" der selbst ernannten "Volksrepublik Donezk", Igor Strelkow[Girkin, GRU], hat jetzt die schlechte Kampfmoral in der Bevölkerung beklagt. Die Bewohner von Brennpunkten wie Slowjansk und Kramatorsk seien kaum bereit, zu den Waffen zu greifen, um ihre russisch geprägten Regionen zu verteidigen.
    In einer Videobotschaft appelliert Strelkow an die Bevölkerung, sich dem Aufstand gegen die ukrainische Regierung in Kiew schleunigst anzuschließen - und das "russische Volk" zu retten.
    ...


    In der Videobotschaft zeigt sich Strelkow sichtlich enttäuscht - doch seine uninspirierte Anklage, die er vom Zettel abliest, dürfte die Massen auch nicht anstacheln. "Wo sind die jungen Kerle?", fragt Strelkow tief seufzend.


    "Ich hätte nie gedacht, dass sich in der ganzen Region nicht einmal tausend Männer finden, die bereit sind, ihr Leben zu riskieren", sagte Strelkow. Stattdessen machten es sich Hunderttausende in der Region vor dem Fernseher bequem und verfolgten die Kämpfe von zu Hause aus. Bisher kämpfe nur eine kleine Gruppe von Freiwilligen aus Russland und der Ukraine.
    ...


    "Sie warten einfach auf die Armee aus Russland, die in der Lage ist, alles für sie zu tun", so der Separatistenführer, der die Männer als feige bezeichnet. Erst hätten viele Bürger gerufen: "Gebt uns Waffen!" Jetzt gebe es ganze Arsenale - und kaum einer greife zu, um russischen Boden zu verteidigen. ..."


    Daraus lässt sich auch schliessen, daß es keine massenhaften Desertionen ukrainischer Truppen gab.