Übrigens: Über ein kleines „Zahnrad“ oben rechts in den Beamer-Einstellungen können noch weitere, tiefergehende Einstellungen vorgenommen werden – nämlich:
- - Farbeinstellungen: Automatische Gamma-Korrektur samt auswählbarer Zusatz-Farbe und weiteren Korrektur-Faktoren
- - Kontrasteinstellungen: Dynamischer Kontras ein / aus (erhöht Sichtbarkeit an hellen Orten), Korrekturtyp des Kontrastes: Automatisch / manuell, weitere Korrektur-Faktoren (erst wählbar, wenn oben „manuell“ gewählt wurde)
Was ist QuickPad?
Unter QuickPad versteht Samsung eine Art „Paint“-Programm für Smartphones. Der Nutzer hat mit dieser kleinen Anwendung die Möglichkeit, diverse Anzeige-Symbole auszuwählen und diese im Beamer-Modus zu nutzen. So kann den Zuschauern der Präsentation verdeutlicht werden, welchen Punkt man gerade anspricht (indem man mit einer Touch-Bewegung auf dem Display das Symbol an diese Stelle zieht). Zusätzlich kann der Nutzer noch handschriftliche Eingaben bzw. Zeichnungen auf dem Display schreiben / malen – ebenfalls als Hinweis für die Zuschauer. Das Ganze kann via Radierer natürlich wieder restlos entfernt werden
.
Beim „Overhead-Projektor“ wird die rückseitige Kamera zusätzlich zum Beamer gestartet. So können Originaldokumente direkt „fotografiert“ werden um sie dann an der Wand zu betrachten. Hinweis: Die Wiedergabe erfolgt „live“, d. h. man müsste das Gerät entsprechend lange in Position halten, um eine Darstellung via Beamer zu ermöglichen.
Der Ambiente-Modus liefert genau das, was man sich schon aus der Überschrift vorstellt. Durch die Auswahl von Medien-Inhalten des Beam 2 (Hintergrundbilder, Kamerabilder, …) kann zudem die Dauer der Anzeige sowie die zusätzliche Wiedergabe von Audio-Dateien bestimmt werden. Als „Hintergrund“-Event für Partys bzw. zur Präsentation der letzten Urlaubsbilder bestimmt nicht schlecht und zweckoptimiert.
Der Menüpunkt „Taschenlampe“ nutzt die Helligkeit des Beamers als Taschenlampe (auch wenn das via Zusatz-Anwendung natürlich auch mit der rückseitigen Kamera funktioniert), bietet aber zusätzliche Vorteile. Neben der Helligkeit, die sich in drei Stufen einstellen lässt, kann man zudem vier verschiedene Farben sowie einen eventuellen Blink-Intervall festlegen.
Beim Einstellungsmenü wird das Ganze dann wieder etwas interessanter, denn hier führt der Weg definitiv immer hin. Auch hier kann die Helligkeit des Beamers in drei verschiedenen Stufen festgelegt werden. Zudem ist es möglich die Standby-Zeit des Displays bei der Nutzung des Beamers individuell festzulegen – denn das Display muss bei aktiviertem Beamer schließlich nicht ständig angeschaltet sein (schont den Akku etwas). Auch das Format lässt sich hier festlegen, denn die „normale“ Bildschirm-Ausrichtung des Geräts ist im Beamer-Modus quasi nicht nutzbar (zu sensibel). Stattdessen kann man hier dauerhaft das Hochformat oder den Kino-Modus (Querformat) anwählen. Eine weitere „nette“ Sache ist die sogenannte „Alarm mit aktiviertem Beamer“- Funktion. Sobald das Gerät einen Alarmton ausgibt (eingehende Nachrichten, Wecker, etc.) wird gleichzeitig der Beamer aktiviert. Mir wäre das etwas zu viel des Guten – aber bitte, wer’s braucht .
Weitere Einstellungsmöglichkeiten gibt es hier nicht. Neben den oben aufgeführten „Sonder-Funktionen“ kann natürlich auch die normale Bedienung über den Beamer dargestellt werden. Das heißt ich kann meine komplette Darstellung vom Display an die Wand beamen – egal ob es jetzt um den Dialer, das Menü oder auch die Wiedergabe von Videos bzw. Audio-Dateien des Musikplayers geht.
Kurzfazit zum Beamer: Wie schon beim Vorgänger macht der Beamer im Galaxy Beam 2 eine gute Figur. Gemessen an dem zur Verfügung stehenden Platz, dem Gewicht des Geräts und des allgemeinen Preis- / Leistungsverhältnisses würde ich die Leistung sogar auf ein Top-Niveau einordnen. Der Beamer liefert dank diverser Einstellungsmöglichkeiten nicht nur in komplett abgedunkelten Räumen sehr gute Ergebnisse, auch etwas Umgebungslicht kann ihm im Regelfall nichts anhaben. Das Ergebnis ist hier aber natürlich vom wiedergegebenen Inhalt sowie der Entfernung zur Darstellungs-Fläche abhängig.
Kalender:
Als Kalender kommt beim Beam 2 wieder der für Samsung typische „S-Planner“ zum Einsatz. An meiner früheren Sichtweise bzgl. dieser sehr schlicht gehaltenen, dafür aber sehr funktionalen App, hat sich bis heute nichts verändert. Der Nutzer bekommt nach dem Start direkt eine Monatsübersicht präsentiert – auf Wunsch kann man mit Hilfe den seitlichen Reitern noch zwischen einer Jahres-, Wochen-, Tages- sowie Listenansicht wählen. Auch eine gesonderte Ansicht nach Aufgaben kann auf Wunsch eingeblendet werden. Der größte Vorteil des S-Planners ist immer noch die Tatsache, dass er trotz der Darstellung einzelner Elemente eine sehr übersichtliche Struktur besitzt. In der Monatsansicht wird am jeweiligen Tag neben einer farblichen Markierung auch eine Vorschau des Event-Titels visualisiert. Ein „Feature“ das ich bisher bei keinem (werkseitig vorinstallierten) Kalender gefunden habe, hat Samsung auch beim Beam 2 umgesetzt: Die Termine lassen sich nicht nur farblich kennzeichnen, man kann sie auch mit einem Symbol versehen – so ist direkt auf den ersten Blick ersichtlich, um welche Art von Termin (Kategorie) es sich handelt. Beim Anlegen von Terminen können selbstverständlich wieder unterschiedliche Konten bearbeitet werden – im Regelfall wird das wohl das Googlemail-Konto sein.
Bei der Neuanlage von Terminen bietet das Galaxy Beam 2 folgende Möglichkeiten an:
- - Konto
- - Titel inkl. Markierung (Symbol, Farbe, ….)
- - Von … bis …
- - Zeitzone
- - Ganzer Tag: Ja / Nein
- - Im Kalender anzeigen (um evtl. Überschneidungen zu erkennen)
- - Wiederholung: Einmalig, täglich, jeden Wochentag, jede Woche, alle zwei Wochen, monatlich, monatlich (an Tag 12), jährlich
- - Erinnerung: pünktlich, 1 Min. vorher, 5 Min. vorher, 10 Min. vorher, 15 Min. vorher, 20 Min. vorher, 25 Min. vorher, 30 Min. vorher, 45 Min. vorher, 1 Stunde vorher, 2 Stunden vorher, 3 Stunden vorher, 12 Stunden vorher, 1 Tag vorher, 2 Tage vorher, 1 Woche vorher, Benutzerdefiniert
- - Ortsangabe (GPS-unterstützt)
- - Beschreibung
- - Bilder
Wie eingangs erwähnt, unterscheidet das Beam 2 zwischen „normalen“ Kalendereinträgen und Aufgaben, daher stehen unter „Aufgaben“ auch abgewandelte Optionen zur Verfügung:
- - Konto auswählen
- - Aufgaben-Titel
- - Stichtag
- - Stichtag: Ja / Nein
- - Erinnerung: Aus / am Stichtag / Benutzerdefiniert
- - Priorität: Hoch / Mittel / Niedrig
- - Beschreibung
- - Bilder
Fazit:
Samsung hat dem Galaxy Beam mit dem Beam 2 einen Nachfolger spendiert, der einerseits überzeugen kann, andererseits aber auch seine Schattenseiten nicht komplett ablegen konnte. Das größte Manko an der ganzen Geschichte ist schlichtweg die Tatsache, dass das Gerät lediglich in China erhältlich ist und Interessenten es folglich zunächst importieren müssen – immerhin ist der Betrieb des Geräts in anderen Ländern dank international funktionsfähiger Funktechnologie kein Problem. Hat man das Gerät dann importiert (an dieser Stelle nochmal ein dickes „Danke!“ an Allabouthegalaxybeam [http://www.facebook.com/allabouthegalaxybeam ] für die Zusammenarbeit!) geht es ans Rooten und an das Entfernen der vorinstallierten China-Apps. Auch hier hat Allabouthegalaxybeam ein nützliches Video-Tutorial auf Youtube veröffentlicht.
Die Bedienung des Geräts fällt dank einem überwiegend gleichartigen Menü trotz englischer Sprache nicht schwer, sodass man das Gerät auch ohne erweiterte Englischkenntnisse problemlos bedienen kann. Als Beamer kommt die gleiche Technik zum Einsatz, die bereits im Vorgänger genutzt wurde, Samsung hat jedoch an der Software des Beamers gearbeitet. So ist es jetzt möglich das Gerät nicht nur in komplett dunklen Räumen zu nutzen, sondern durchaus auch bei etwas Lichteinfall (abhängig vom darzustellenden Inhalt in Verbindung mit der Entfernung zur Projektionsfläche) einzusetzen. Hierbei können nicht nur Videos und Bilder der Allgemeinheit präsentiert werden, auch Dokumente (pdf, doc, ppt, xls, …) können dargestellt und auch bearbeitet werden.
Weitere „kleine“ Schatten wirft das Gerät bei der sonstigen technischen Ausstattung: Ich verlange nicht zwingend ein LTE-Modul in einem solchen Gerät, jedoch wäre mehr Arbeitsspeicher (1 GB verbaut) und ein etwas leistungsstärkerer Prozessor (Quad-Core mit 1,2 GHz) durchaus eine gute Wahl gewesen. Dann hätte man vielleicht auch ein höher auflösendes Display verbauen können. Dieses hätte zwar in Verbindung mit dem Beamer keine positiven Auswirkungen, doch 4,66“ bei 480x800 Pixel wirkt teilweise eben doch nicht mehr so ganz zeitgemäß…
Dennoch: Das Gerät läuft bei normaler Anwendung flüssig, die angesprochenen Denksekunden kommen zumeist nur mit größeren bzw. umfangreicheren Apps und Funktionen zum Vorschein und sind für normale Nutzer wohl auch nicht weiter tragisch. Wer tatsächlich Verwendung für den Beamer hat (ja – hab ich!), sonst auch mal gerne auffällt und neugierige Blicke mit technischen Daten kontert (ja – mache ich!
) dürfte mit dem Galaxy Beam 2 seine Freude finden. Und wenn alles nach Plan läuft, bekommt das Gerät bei genügend Support vielleicht auch Android 5.0 Lollipop – zur Not „nur“ als inoffizielle Cyanogen-Version.
Vorteile:
- - Das Samsung Galaxy Beam 2 ist ein Gerät mit absolutem Alleinstellungsmerkmal
- - Beamer mit umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten auch bei Lichteinfall zu gebrauchen
- - gutes Midrange-Phone und somite in recht gutes “Allround-Paket”
- - schicke Optik, auch wenn es wieder “nur” Polycarbonat ist
- - erstklassige Leistung in Sachen Audio-Wiedergabe über Headset
- - optisch attraktiv gestaltete und funktionelle Multimedia-Apps (Video- und Musikplayer)
Nachteile:
- - bislang „nur“ Android 4.2 auf dem Gerät installiert. Es besteht die Gefahr, dass das Gerät von Samsung „vergessen“ wird – wie schon beim Vorgänger…
- - trotz Quad-Core Prozessor und kleinem RAM-Update läuft das Gerät teilweise nicht schnell genug und genehmigt sich die ein oder andere Denk-Sekunde. Das müsste heut zu Tage in diesem Ausmaß nicht mehr sein…
- - Gerät nur in China erhältlich, bei Import mit etwas Aufwand verbunden (Root)
- - nur “Englisch” als Sprache wählbar (neben den asiatischen Sprachen…)
- - abgespeckter Lieferumfang (kein zweiter Akku samt Ladestation meh rim Lieferumfang)