Ich bin geneigt mich Toyboy anzuschließen. Entscheidend ist ja nicht die absolute Geschwindigkeit, sondern die Differenzgeschwindigkeit. So macht es nicht mit 210 an drei Autos vorbeizuziehen, wenn die drei alle zwischen 190 und 200 fahren. Mit 200 auf der Bahn wenn hinter einem LKW ein PKW fährt (2 Spurige Autobahn) ist dagegen fast Selbstmord.
Ab 200 sind zwei Autos knapp hintereinander auf der anliegenden Spur für mich immer ein grund gewesen vom Gas zu gehen. Wenn einer von denen auch noch erkennbar gezuckt hat war ich schon leicht auf der Bremse. Genau diese paar Stundenkilometer die ich abgebaut hab, haben schon manche Vollbremsung erspart. Damals fuhr ich einen schönen weißen Opel Omega, also eigenlich deutlich als schnell zu diagnostizieren.
Die Geschwindigkeitsdifferenz spielt dann kaum noch eine Rolle, wenn seitlich genug Platz ist.
Deshalb vielleicht auch das von Jochen angesprochene typische Bild auf der linken Spur zu bleiben, wenn in der Mitte alles frei ist. Mir wäre die Gefahr zu groß, das an dieser Steigung irgendeiner der langsamen doch meint etwas schneller zu können und dann mit 70 km/h rübergeht. Wer da mit 140 von hinten kommt hat ein Problem. Also wenn da frei ist bleibe ich auch lieber ganz außen.
Ebenso fahre ich ungerne auf der rechten Spur wenn es in einer Ausfahrt stockt. Irgendwer überlegt es sich doch anders und fährt zurück auf die Autobahn. Das sind dann 10 zu 120 km/h. Kein gutes Verhältnis auch bei fast 100m Abstand.
Ergänzung zur Antwort von Stefan (ein Posting weiter unten)
Einfaches Rechenbeispiel: LKW 90 km/h, PKW 200 km/h. Macht 110 km/h differenz. Bremsweg ohne Reaktionszeit mind. 50m. Mit Reaktionszeit 85 bis 90 m im Idealfall. Sind dann nur 70m vorhanden wenn der PKW hinter dem LKW, natürlich ohne zu blinken und diese Typen blinken nie, links rüberzieht schlägst du mit 130 in einen anderen PKW ein, der jetzt vielleicht 95 oder 100 fährt. Wenn das nicht supergefährlich ist was dann?
160 oder 170 in der gleichen Situation sind dagegen fast ungefährlich.