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Original geschrieben von pallmall
Du trägst deine Schuhe doch an den Ohren, immerhin ist dein Arsch ja auf deinen Schultern.
zeichnen einen geschätzten und diskussionsbereiten Gesprächspartner aus und zeugen von einem allgemein starken Charakter. Blöd nur, daß ich immer noch selbst entscheide, wer mich beleidigt 
Ich denke, man muß sich entscheiden, welche Diskussionsbasis man sich schaffen will:
Ich kann argumentieren, ich bezahle nicht mehr Geld für die Lebensmittel, weil das, was ich dafür bekomme, nicht mehr wert ist. Ist auch sachlich richtig, und wenn ich manche Dinge selbst probiere, die Menschen in meinem Laden kaufen, dann möchte ich das eine oder andere Produkt gerne mal in die Tonne treten (wo es eigentlich besser aufgehoben wäre).
Ich selbst bin jedoch der Ansicht, daß, wenn nicht irgendjemand irgendwann mal anfängt, wieder mehr Geld in Lebensmittel zu investieren - und damit in seinen eigenen Körper und das eigene Wohlbefinden - daß dann die Qualität unserer Nahrung noch schlechter wird als sie ohnehin schon ist.
Und nur weil das deutsche Lebensmittelrecht den Vertrieb eines Nahrungsmittels erlaubt, ist das noch lange kein Gütesiegel für ein Produkt.
Im Übrigen empfehle ich, Informationen und "gefühlte Preise" nicht aus den dazugehörigen Zusammenhängen zu reißen.
Wenn die Medien von einer Verteuerung um "bis zu 50%" sprechen, dann heißt das "im Extremfall 50%". Gestern sind bei uns einige Sorten Käse teurer geworden. Ein Käse, der bisher 2,19 kostete, liegt jetzt bei 2,29 (weniger als 5%); Butter, die bisher bereits 1,29 kostete, wird wohl künftig bei 1,69 liegen (ca. 30%).
Und, ja, es ist wahr, daß z.B. Nutella sauteuer geworden ist. Der DM-Preis von 1,99 war allerdings damals schon ein Preis, den man ausschließlich im Sonderangebot erhalten hat. Solche Preise (0,99 Euro) sehe ich auch heute immer wieder für das 400g Glas Nutella - zwar seltener, aber doch regelmäßig.
Mehl hingegen ist erst kürzlich um bis zu 20% günstiger geworden. Aufgefallen? Nein. Lieber wird über die "Verdoppelung der Preise" lamentiert und allenthalben über einen Kamm geschoren.
Der Argumentation von Dingens schließe ich mich voll und ganz an. Seinen Ausführungen gibt es auch praktisch nichts mehr hinzuzufügen.
Vielleicht sollten aber manche durchaus bedenken, daß Unternehmer in letzter Konsequenz nicht aus Spaß an der Freude, sondern für den eigenen Geldbeutel arbeiten. Auch ein Mittelständler muß Preissteigerungen hinnehmen und über seinen eigenen Gewinn wieder "hereinarbeiten".
Wenn die Selbständigkeit - wie einige hier es wohl gerne sehen möchten - eine Lizenz zum Gelddrucken wäre, dann wundert es mich doch, daß es auch im vergangenen Jahr wieder einige hunderttausend Firmenpleiten gegeben hat. Auch ich kenne Kollegen, die richtig zu kämpfen haben, um nicht den Bach runterzugehen, und die haben in der Schule sicher allesamt das Rechnen gelernt. Daran kann es also nicht liegen.
Wenn der Neid der Besitzlosen aus solchen Leuten dann "bräsige, wohlstandsverwahrloste", gierige und dekadente Idioten macht, dann möchte ich die Kritiker mal sehen, wie sie alsbald wieder ihre eigenen kleinen Felder bestellen.
cu
NoTeen