Beiträge von NoTeen

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    Original geschrieben von schnibbel
    Glaube schon dass der ein Schnitzel braten kann. Hat ne kfm. Ausbildung gemacht und dann im Unternehmen seines Vaters gearbeitet - ja und? Deswegen ist er nicht überlebensfähig?


    Mal vollkommen losgelöst von der Person (diese ganzen "C-Promi/Pornostar/Nachrichtensprecher/-in heiratet/liebt/tötet Industriellen-/Königs-/Prostituiertensohn/-tochter"-Geschichten gehen komischerweise immer irgendwie komplett an mir vorbei, ohne daß ich mich danach schlechter fühle):


    Im elterlichen Unternehmen zu arbeiten, das bedeutet für mich: Papa hatte Angst, sein Kind auf dem freien Arbeitsmarkt loslegen zu lassen, Sohnemann war dort bereits gescheitert, oder aber man wollte ihm den eigenen Laden einfach nur so in den A**** schieben.


    Daß Menschen, die in ein reiches Haus hineingeboren wurden, keine Existenzangst kennen, die der einer alleinerziehenden Aldikassiererin vergleichbar wäre, ist nunmal durchaus eine Tatsache, die man - vielleicht auch neidvoll - anerkennen muß. Ganz sicher hätte der Bursche aber Probleme, wenn er von seinem Vater mal einen Arschtritt bekäme, vor dem Nichts stünde und vielleicht noch nicht genügend Kontakte aufgebaut hätte, die ihm danach wieder in die Schuhe helfen. Der Begriff "nicht lebensfähig" wäre in diesem Zusammenhang wohl als Überspitzung zum Zwecke der Ironie zu interpretieren.


    cu


    NoTeen

    Leider fehlen hier einige Informationen, die zur Entscheidungsfindung hilfreich sein könnten:


    Erst mal vermute ich - der TE möchte mir beipflichten oder verneinen - daß es sich bei dem 400.- Euro Job um eine Nebenerwerbstätigkeit geht, nicht um eine Tätigkeit, die dazu dient, den Lebensunterhalt zu bestreiten.


    Nochmal vermutet - so habe ich es verstanden - daß die 40 KM die gesamte Wegstrecke eines Tages sind, also 20 KM einfacher Weg.


    Wie Erik Meijer korrekt festgestellt hat, muß man nicht jede Strecke zwangsläufig mit dem eigenen Auto fahren. Wohnt der TE an einem Ort mit guter ÖPNV-Anbindung? Besteht evtl. bereits (im Rahmen einer anderen Tätigkeit) ein Abo für Bus oder Bahn, das man mitnutzen könnte?


    Könnte ich alle diese Fragen mit Ja beantworten, dann würde ich - für mich, in einer vergleichbaren Situation - entscheiden, den Job zu machen.


    Dafür viermal die Woche mit dem Auto sich kreuz und quer durch eine Großstadt zu quälen, Staus und Ampeln ertragen zu müssen, könnte wiederum schon wieder ein Ausschlußkriterium sein.


    Andererseits: Wenn der Job doch der einzige wäre, den ich momentan bekommen könnte und ich sonst keine andere Stelle hätte. Dann sähe alles wieder ganz anders aus.


    Kurz und knapp: es gibt in diesem Fall zu viele weiche Faktoren, die die Entscheidung mitbeeinflussen.


    Wenn Du keinen Job hast und diesen bekommen kannst: Frag nicht lange, nimm ihn. Lieber ein kleines Brot essen als gar keins. Wechseln kannst Du immer noch, wenn sich was Besseres ergibt. Ob die Stelle ein "Sprungbrett" sein kann, weißt Du selbst besser als alle anderen.


    Wenn der Job "nur" Zubrot ist: Wäge gut ab. Gibt es die Infrastruktur Deines Wohnortes her, daß Du etwas findest, was räumlich näher liegt? Welche Wegekosten erwarten Dich (Auto? Bus? Fahrrad?)?


    Was mir bei diesem Job am wenigsten zusagt, ist die Lage der Arbeitszeit. Wegen zwei Stunden nochmal genausolange herumgondeln ist nicht so prickelnd. Kann man an den Zeiten etwas ändern?


    Und eine Kleinigkeit noch für alle: viermal die Woche zwei Stunden ergibt pro Monat 34,5 Stunden (4 Tage x 2 Stunden x 4,33 Wochen). Sollte es dafür tatsächlich volle 400,- euro geben, dann wäre das ein Stundenlohn, der nicht zu verachten ist. Bei mir gibt es für 34,5 Stunden 276.- Euro :)


    cu


    NoTeen

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    Original geschrieben von pallmall
    ...ist die Produktivität über die Jahre massiv gestiegen (und somit der Wert der Milch gefallen), die Qualität ist aber nicht schlechter-wird ja wohl niemand behaupten, dass die Milch vor Preiserhöhung auch nur einen Deut schlechter war, sensorisch wie geschmacklich.


    Wenn Du das an Tagen oder Wochen festmachst, dann entbehrt Deine Aussage jeglicher Diskussionsbasis. Ich kann mich erinnern, wie die Dinge geschmeckt haben, die ich als Kind und als Jugendlicher verkonsumiert habe, und ich weiß, wie sie heute schmecken.


    Daß z.B. auch Milch bei steigender Produktivität qualitativ schlechter wird, ist belegbar und hinreichend dokumentiert.


    Ich persönlich rede hier im Thread von Entwicklungen, die über Jahre oder Jahrzehnte gewachsen sind, und die man auch nur über Jahrzehnte wieder gesundschrumpfen kann.


    Wenn Deine Maßnahmen allesamt bereits am nächsten Tag Ergebnisse zeigen, bitteschön. Dann erledigt sich aber jede Diskussion von selbst.


    cu


    NoTeen

    Re: Re: Re: Warum wird jemand rot?


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    Original geschrieben von strassl
    ...Vielleicht hatte sie irgendwas vor, was hätte nicht aufgedeckt werden sollen, oder sich verfolgtgefeühlt.


    "Keine Zeit" wird manchmal gerne als Ausrede genommen, da heist es dann besser nachzusehen, ob es wirklich was nicht stimmt. Da würde ich besondcers Augen/Ohren offen halten, und genauer hinschauen.


    Sorry, ohne Dir zu nahe treten zu wollen - aber bei manchen Deiner Beiträge habe ich das Gefühl, es würde dir gut tun, wenn Dich einer unserer Forendocs (oder ein anderer aus dem RL) mal unverbindlich abklopfen würde. Mir würden diese paranoiden Anwandlungen echt irgendwann mal Sorgen machen.


    Mein Gott, das Mädel hat sich eben gefreut. Auf Arbeit kann man leicht souverän sein. Da hat man ein vorgegebenes Spielfeld, auf dem man sich bewegen kann.


    In Freier Wildbahn sind die Spielregeln plötzlich anders. Da darf Frau dann ruhig mal verlegen werden, wenn sie im ersten Moment überlegt, ob sie den Kaffee auch bei ihm trinken kann, weil bei ihr daheim nicht aufgeräumt ist (oder der Freund wartet) :D


    Wünsche Dir viel Glück, Aufreisser! ;)


    cu


    NoTeen

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    Original geschrieben von <registered>
    Ein Grund für die günstigen Lebensmittel bei horrend hohen Steuern ist meiner Meinung nach die Prägung Deuschlands durch die Nachkriegsgeneration, die noch heute zum Teil Vorratshaltung betreibt.


    Das erste Argument hier im Thread, welches ich als irgendwo nachvollziehbar hinnehmen kann.


    Dennoch sehe ich diese Haltung stets mit Bauchschmerzen: Der günstigste Preis und gute Qualität schließen sich gegenseitig aus. Und wenn es irgendwann mal nur noch Lebensmittel zum "günstigsten Preis" gibt, dann essen wir alle nur noch Müll.


    Bereits jetzt habe ich Produkte im Sortiment, die ich zwar gekostet habe (was ich bei vielen Dingen tue, wenn sie "neu" kommen - außer bei Alkohol und Damenbinden), aber ganz bestimmt kein zweites mal essen werde.


    Ich bin ja nun tatsächlich in der glücklichen Lage, mich aus den ca. 18.000 Produkten unseres Sortiments frei bedienen zu können. Das erlaubt mir durchaus den Vergleich zwischen, beispielsweise, einem Bio-Joghurt und der Eigenmarke für 15 cent. Und dieser Unterschied ist nun mal da.


    Angst wird mir vor dem Tag, an dem auch der letzte Produzent aufgehört hat, Qualität (und zwar die, die ich möchte) zu produzieren. Denn dann muß ich die Rotze mitessen, die die "Geilen Geiz-Esel" durch ihre "Sparsamkeit aus Prinzip" zu verantworten haben.


    Leider verstehen es viele immer noch nicht, daß sie durch versuchte Boykotte nicht den Produzenten schaden - die lachen sich eins, den ein Milchabfüller xyz ist möglicherweise nur die hundertachtzigste Tochterfirma von irgendeinem Multikonzern. Denen kann man nicht mehr ans Bein pinkeln, weil sie das nicht mehr spüren - sondern langfristig nur sich selbst.


    Da interessiert es auch nicht, ob die Milch in Bulgarien billiger geworden ist oder in Italien nur 1,11 statt 1,30 Euro kostet - ich muß die Milch kaufen, die in Deutschland im Regal steht, und wenn deren Qualität schleichend schlechter wird, dann muß ich hier in Deutschland damit leben - nicht in Bulgarien, nicht in Italien und auch nicht anderswo.


    cu


    NoTeen

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    Original geschrieben von hasenhirn
    in den letzten 10 jahren gab es einen reallohnverlust, während in anderen ländern real 10-15% dazugewonnen wurden.


    ...vor allem in denjenigen, die uns damals 20-30% hinterherhechelten. Daß diese Länder irgendwann mal aufholen, empfinde ich als durchaus legitim.


    Du und der andere Genosse, der hier im Thread genauso vehement herumjammert, ihr erinnert mich irgendwie schon seit Tagen an Pippi Langstrumpf: "...ich mache mir die Welt, widewidewie sie mir gefällt...*sing*".


    Aus dem großen Fundus wird mal eben die Zahl herausgezogen, die gefällt oder paßt, bei Gegenargumenten wird mal schnell die Quelle angezweifelt (Bild).


    Wer dann immer noch widerspricht, der wird mal eben durch mehr oder weniger rüde Beleidigungen ausgeknockt.


    Währenddessen wird munter weitergejammert, wie schlecht es uns doch ginge.


    Sorry, daß ich jetzt doch wieder den Phrasenbaum gieße, aber wenn unsere Vorfahren genausoviel gejammert hätten, dann würden wir heute noch in den Nachkriegsruinen leben, die unsere Großmütter mit ihren eigenen Händen entrümpelt und unsere Großväter wieder aufgebaut haben.


    Die haben sicher auch manchmal gejammert, aber nebenher haben sie wenigstens etwas geschafft, anstatt dem Nächsten die Butter auf dem Brot zu neiden.


    Dich ganz persönlich lade ich übrigens ganz herzlich ein, zwölf Monate lang in meinem Laden die Erträge zu steigern - sei es durch Diversifikation oder sonst irgendwelche klugen Theorien, die Du in Deinen Schulbüchern aus der 10.Klasse noch so findest. Jeden einzelnen Euro, den Du an Mehrgewinn erwirtschaftest, darfst Du - nach Abzug der Steuern - behalten. Bei Deinen Vorstellungen von der Kunst der Umsatzsteigerung kann das übrigens durchaus eine gut fünfstellige Summe werden. Dieses Angebot ist absolut ernst gemeint, aber da Du keinen Arsch in der Hose hast, sondern nur tolle Theorien im Kopf, kenne ich Deine Antwort ja ohnehin schon.


    Ach so, zum guten Schluß noch einige Fakten:


    Am Mittwoch sind auch bei uns die Preise gestiegen. An dem fast leeren Butterregal habe ich die Preise wie folgt erhöht:


    Butter:
    Eigenmarke: 0,79 -> 1,19 (wie überall)
    Alle anderen Sorten (250g Packungen) um exakt 10 cent rauf. Bei einem ursprünglichen Preis von 1,39 sind das deutlich weniger als 10%


    Die Reste von der bereits teureren Butter wurden immer noch gekauft wie blöde, weil die Leute in ihrer Paranoia gar nicht überrissen haben, daß die bereits teurer ist.


    Käse:
    Hier sind bei uns etwa sieben oder acht Sorten teurer geworden. Was vorher 2,19 kostete, kostet nun 2,29 (unter 5%).


    Würden die Medien bei jeder Preiserhöhung so einen Wind machen, die ich die letzten 12 Monate erlebt habe, dann wären die Zeitungen jeden Tag 200 Seiten dick und voll mit Preiserhöhungsnachrichten.


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Mundi
    ...ich weiss zwar nicht wo noTeen seine Daten her hat...


    Habe vor zwei Wochen eigenhändig im eigenen Laden die Preise am Regal geändert. Wohlgemerkt, nach keiner Preiserhöhung während der letzten zwölf Monate.


    cu


    NoTeen

    Da der Thread hier sowieso schon für die Tonne ist, habe ich hier noch etwas für den Stammtisch. Damit die Heulsusen weiterjammern und die restlichen Platitüden auspacken können.


    Zitat:
    "'Für Empfänger von Arbeitslosengeld II ist es kaum möglich, ihre Kinder ausgewogen und gesund zu ernähren', fasste die stellvertretende Leiterin des Instituts, Mathilde Kersting, das Ergebnis der Untersuchung zusammen. Denn bei den Teenagern veranschlage der Gesetzgeber pro Tag für Nahrung und Getränke lediglich 3,42 Euro. Selbst wer nur beim Discounter kaufe, müsse jedoch im Schnitt 4,68 Euro täglich bezahlen, um den Appetit eines Jugendlichen mit ausgewogener Kost zu stillen."


    Quelle: www.n-tv.de


    cu


    NoTeen

    Das tut mir sehr leid für euch - nach drei Wochen Vorfreude tut sowas erst recht weh :(


    Na ja - dann holst Du Dir vielleicht lieber ein Terrarium mit ein paar Eidechsen oder Vogelspinnen. die haaren nicht so.


    Ist halt nur die Frage, wo Deine Freundin dann künftig schläft :D


    cu


    NoTeen