Beiträge von NoTeen

    Ganz bestimmt wirst Du hier fast ausschließlich politisch korrekte Antworten erhalten. Auch ich bin im Grunde meines Herzens ein Mensch, der lieber zu ehrlich ist und damit auch gerne mal über den Tisch gezogen wird. Das Risiko gehe ich immer wieder ein, weil ich mich so besser fühle.


    Andererseits wäre meine persönliche Reaktion nach einem solchen Erlebnis vermutlich, daß ich es darauf ankommen lassen würde.


    Mal ehrlich: Ein solcher Sauhaufen von Werkstatt, wo schon beim ersten mal dermaßen geschlampt wurde, und man es nach der Reklamation nicht schafft, wenigstens die zweite Chance zu nutzen, um den Kunden zufriedenzustellen, findet sich bestimmt nicht oft. Immer vorausgesetzt, der Fall hat sich tatsächlich so zugetragen wie beschrieben.


    Ich persönlich bin überzeugt, daß der Meister noch nicht mal merken wird, daß er eine Quittung zuviel ausgestellt hat.


    Ich habe bereits ähnlich gelagerte Fälle am eigenen Leibe erlebt, und wenn ich das Gefühl hatte, besonders unfair oder rücksichtslos behandelt worden zu sein, dann habe ich durchaus mal abgewartet, wie es weitergeht.


    Immerhin hat man dann, wenn es denn weitergeht, bei der meist telefonischen Nachfrage des Handelspartners nochmal Gelegenheit, ausdrücklich zu betonen, daß man den Verein sicher nicht weiterempfehlen wird.


    cu


    NoTeen

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    Original geschrieben von HT483
    Wo bekommt man das Eis?


    Hier kannst du nach Verkaufsstellen suchen. Ganz witzig gemacht, die Seite.


    Ich konsumiere alles, was irgendwie süß ist, in enormen Mengen. Oft sogar als Ersatz für "richtiges" Essen. Das ist der Nachteil, wenn man an der Quelle sitzt :D


    Dennoch wiege ich moderate 70 Kilogramm bei 175 cm Körpergröße. Habe aber die letzten Jahre deutlich zugelegt, da ich fast nur noch Büroarbeiten mache (vor drei Jahren noch 65 Kg).


    cu


    NoTeen

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    Original geschrieben von Printus
    Entweder kaufe ich eine Arbeitsleistung ein, dann hat der AN seine Pflicht und Schuldigkeit getan wenn er die Arbeit erbringt. Er kann den Unternehmenserfolg auch nicht beeinflussen weil das mehr durch Entscheidungen im Management stattfinden muß.


    Das sehe ich nicht sehr viel anders. Allerdings muß der Arbeitnehmer dann auch damit leben, daß er vor die Türe gesetzt wird, wenn keine Nachfrage mehr für die von ihm angebotene Arbeitsleistung besteht.


    Daß die Telekom versuchen möchte, alle Arbeitsplätze zu erhalten - nur eben zu geänderten Bedingungen - das könnte man auch, arbeitgeberfreundlich betrachtet, als Zeichen des guten Willens deuten. Ich tue es nicht, sehe aber keine Alternativen zu Entlassung oder Gehaltsverminderung, wenn sich die Lage für ein Unternehmen verschlechtert.


    Eine weitere Möglichkeit wäre es, wie im Sozialismus alle Arbeitsplätze staatlich zu subventionieren, die Leute sich an ihren Arbeitsplätzen die Ärsche breitsitzen zu lassen und so das gesamte System kaputtzuwirtschaften. Mancher, der in den Neuen Bundesländern aufgewachsen ist, wird sich vielleicht noch vage erinnern.


    Hier hätten wir dann immerhin die angenehme Begleiterscheinung, daß alle Risiken, die ein Unternehmen mit sich bringt, von den Schultern der Arbeitnehmer genommen werden.


    Was besser ist, soll jeder für sich entscheiden - oder eine vernünftige Alternative darlegen, die auch die Probleme auf Arbeitgeberseite berücksichtigt. Es war nunmal im Kapitalismus seit jeher so, daß die Arbeitnehmer das Unternehmerische Risiko insoweit mittragen, daß sie gefeuert werden, wenn für den Produktionsfaktor, den sie zur Verfügung stellen - die Arbeit - nicht mehr genügend Nachfrage da ist.


    Das hat nichts mit Ausbeutung oder Unterdrückung zu tun, sondern ist eine der Grundlagen der Freien Marktwirtschaft: Wenn das Angebot (hier an Arbeitskraft) die Nachfrage übersteigt, dann sinken die Preise oder es findet eine Marktbereinigung statt.


    cu


    NoTeen

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    Original geschrieben von Martyn
    Natürlich, aber ich will mich ja garnicht streng an die christliche Lehre halten.


    Wieso diskutierst Du dann hier im Thread mit?


    Der Papst verkündet die Lehren, die er oder seine Vorgänger aus der Bibel abgeleitet und damit als Gottes Wort begriffen haben.


    Über diese Lehren und Ansichten kann man gerne anderer Meinung sein - ich bin es auch - aber man sollte dann schon wenigstens die Grundzusammenhänge innerhalb der christlichen Kirche begreifen und tolerieren können, ehe man mal eben mit ein paar hingeschriebenen Fetzen die Lehren einer der weltgrößten Religionen als Larifari abtut.


    Was Gott will, kannst Du dem meistverkauften Buch der Welt entnehmen, und auch wenn der Papst ihn noch nicht getroffen hat, so wird er dieses Buch doch eingehend genug studiert haben, um Dir dieses oder jenes über Gottes Willen erzählen zu können.


    cu


    NoTeen

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    Original geschrieben von Thomas4711
    Ich weiss nicht wo du arbeitest, aber ich arbeite in einem Unternehmen, wo Zielvereinbarungen mit jedem Mitarbeiter gemacht, von Vorstand angefangen bis kleinen Angestellten. Diese Zeilvereinbarung enthalten mind. 1 Vorgabe, die direkt am Erfolg des Unternehmens gekoppelt ist, z.b. Umsatz, Kundenzufriedenheit, Gewinn,what ever. Und die werden mit messbaren Faktoren am Ende des Geschäftsjahr überprüft und dann geht es um Geld und zwar um Prämien oder Gehaltserhöhungen.


    Na, dann sind wir uns doch im Großen und Ganzen einig. In meiner kleinen Klitsche fallen die Zielvereinbarungen zwar nicht so differenziert aus, aber auch ich versuche, meine Mitarbeiter am Geschäftserfolg zu beteiligen. Bei uns orientiert sich das klar am Umsatz.


    Umgekehrt gibt es aber auch spürbare Folgen für das Personal bei sinkendem Umsatz. Dann rollen eben Köpfe. Nicht, weil ich mir nochmal ne Million extra einstecken möchte auf Kosten des Personals, sondern weil ich sonst im schlimmsten Fall die Hütte zumachen müßte.


    Warum sollte das bei einem großen Konzern anders sein als in meiner kleinen Bude mit kaum zwanzig Angestellten?


    Natürlich verstehe ich auch den Frust der Mitarbeiter, und - wie ich bereits erwähnte - ich finde es moralisch unter aller Kanone, daß hier (erfolgreich) versucht wird, die Arbeitnehmerschutzgesetze auszuhebeln, indem man die Leute einfach auslagert.


    Allerdings sehe ich das auch als ein Verdienst der Gewerkschaften an, die sich vielleicht lieber rechtzeitig um eine ordentliche Rechtslage bemüht hätten, die solche Schweinereien verbietet, anstatt bei jeder neuen Tarifrunde mit immer noch wahnwitzigeren Forderungen aufzulaufen, die einfach bar jeder Vernunft sind.


    Leider hat ein Herr Bsirske noch immer nicht begriffen, daß man mit populistischen und reißerischen Sprüchen irgendwann mal nichts mehr reißen kann.


    Das ursprüngliche - im Grunde löbliche und erstrebenswerte - Ziel, nämlich die Interessen der Arbeitnehmer zu verfolgen und nachhaltig, also auch unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der Arbeitgeber, zum Wohl der Arbeitnehmerschaft zu handeln, haben die Gewerkschaften meiner Meinung nach schon längst aus den Augen verloren.


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Das hab ich auch niemals gefordert, sondern nur das die Bezahlung der Mitarbeiter nach deren Leistung und nicht nach aktueller Kassenlage erfolgen muss.


    Verzeih, wenn ich Dich schon wieder mit der Wirklichkeit konfrontieren muß, aber was empfindest Du denn als guten wirtschaftlichen Indikator für die Leistung von Arbeitnehmern?


    Wieviele Kilometer sie jeden Tag durch die Büros laufen (von der Kaffeemaschine zum Kopierer, die Pobacken kopieren)?
    Wieviel Zeit sie dort verbringen (Ich habe mal zwei Jahre lang 14 Stunden am Tag in den Verkaufsräumen eines Einzelhandelsgeschäftes verbracht, um dort ca. 80 Kunden in der Woche zu bedienen. Der Laden ist inzwischen insolvent)?
    Oder möchtest du die Gesamtleistung der Angestellten nicht doch lieber am witschaftlichen Erfolg des Unternehmens messen (zu dem ja jeder von ihnen sein Scherflein beiträgt - oder auch nicht)?


    So, what's the Problem?


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Aber es ist dann einfach so das ein Supermarkt in einem schlechten Standort weniger Rendite abwirft. Aber deswegen kann man den Mitarbeitern nicht weniger zahlen.


    Ach? Dann wirst Du es sicher sehr verwunderlich finden, daß in den Tariflisten für den Einzelhandel - um mal prima bei Deinem Beispiel bleiben zu können - noch immer zwei Tarifgruppen existieren, von denen die zweite (ländliche Gegenden mit geringeren Lebenshaltungskosten und i.d.R. geringerer Kaufkraft) niedriger bezahlt ist.


    Was mich immer wundert, ist, daß solche Angelegenheiten stets nur durch die Brille des Personals betrachtet werden.


    Wenn ich heutzutage ein Unternehmen führe, dann habe ich nicht den sozialen Auftrag, alle meine Angestellten auf Lebenszeit durchzufüttern. Hauptziel eines Unternehmers ist es, im Wettbewerb zu bestehen.


    Natürlich finde ich den Schritt der Telekom ebenfalls kraß und moralisch sehr fragwürdig. Gefühlsmäßig halte auch ich es für ein Unding, daß die gleichen Leute für mehr Arbeit weniger Geld bekommen sollen.


    Dies ist aber nicht ein Problem, das die Telekom zu verantworten hat, sondern trägt sich aus politischen Fehlentscheidungen. Würde man solche Tendenzen tatsächlich verhindern wollen, dann müßten Politiker durch Schaffung einer klaren Rechtslage einer solchen Auslagerungspolitik über Tochtergesellschaften den Riegel vorschieben.


    Wirtschaftlich betrachtet ist an der Entscheidung der Telekom (leider) nichts Verwerfliches oder Verbotenes zu finden.


    Ganz im Gegenteil: Als Arbeitnehmer muß ich mir selbstverständlich darüber im Klaren sein, daß ich unter Umständen durch die Beteiligung an einem Streik den gesamten Konzern über die Wupper schicke und dann anstatt 20% Gehaltseinbuße überhaupt nichts mehr habe.


    Da, wo der Konzern Telekom jetzt steht, haben ihn nicht nur Vorstände und Aktionäre hingebracht, sondern - sorry - auch die Telekom-Angestellten, deren Bild in der Öffentlichkeit ja hinreichend bekannt und in etwa deckungsgleich mit meiner Meinung über die "Telekomiker" ist: Langsam, inkompetent, unfreundlich, offenbar nicht bereit, sich mittels des geringsten Maßes an Eigeninitiative weiterzubilden, um wenigstens die Grundbegriffe des Telekommunikations-A-Z zu beherrschen.


    Sicher gibt es, wie in jeder Firma, auch richtig gute Leute bei der Telekom, aber ich bin leider zu keinem Zeitpunkt jemals an die geraten, oder sie wurden bereits von den verkrusteten Strukturen in ihrem Kollegenkreis ausgebremst, ehe ich sie kennengelernt habe.


    Vielleicht erleben wir nun tasächlich eine Trendwende, was die Gigantomanie der Konzerne angeht. Eine Zerschlagung des "Rosa Riesen" wäre ein Schritt, der der Firma selbst sicher gut täte, auch wenn er für viele Angestellte mit Einkommens- oder Arbeitsplatzverlust verbunden wäre.


    cu


    NoTeen

    Ich bin davon überzeugt, daß dieser Zettel dem Praktikumsbetrieb lediglich eine gewisse Planungssicherheit verschaffen soll und vielleicht ein wenig unglücklich formuliert ist.


    In Zeiten, wo zu den Auswahlverfahren der Arbeitgeber von 100 eingeladenen Bewerbern gut dreißig kommentarlos einfach nicht erscheinen, mündlich zugesagte Stellen am Tag der Vertragsunterzeichnung abgesagt werden, weil man "was besseres gefunden hat" (habe ich selbst als Arbeitgeber so erlebt - der war noch so dreist und hat eine Woche später gefragt, ob denn die Stelle nun noch frei wäre, weil es mit der anderen Sache nichts geworden war. Ratet mal :D ) oder fest vereinbarte Anstellungen einfach nicht angetreten werden, muß man sich auch als Arbeits-/Praktikumsgeber absichern.


    Meiner Ansicht nach kein Grund, skeptisch zu sein, wenn Du gewillt bist, die Stelle anzutreten. Eine spätere Kündigung ist dadurch sicher nicht ausgeschlossen. Die wird ja dann erst im Praktikumsvertrag geregelt.


    Den Ratschlag, den Zettel zu unterschreiben und die Stelle dann nicht anzutreten halte ich, sorry, für absolut asozial.


    cu


    NoTeen