Beiträge von NoTeen

    Natürlich darf man nicht außer Acht lassen, daß in Deutschland aus der Tatsache, daß man "viele Händler kennt, die es so machen", ganz schnell mal "geltendes Recht" wird. Oft schon am eigenen Leib und im eigenen Laden erlebt: "Der Joghurt hat mir nicht geschmeckt, und Sie MÜSSEN den jetzt ohne Kassenzettel umtauschen, weil bei $andererLaden machen die das auch!" (Das ganze noch im entsprechenden Tonfall)


    Anscheinend hat man es heutzutage nicht mehr nötig, sich *rechtzeitig* mit der geltenden Rechtslage auseinanderzusetzen. Aber die Anwälte wollen ja schließlich auch leben ;)


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von tribal-sunrise
    Mal am Rande - wir kommt ihr beide denn darauf? Ich darf auf meinem Privatgrund aufstellen was ich will - und wenn ich Spass dran habe teer ich mir ne Strasse und stell Einbahnstrassenschilder und Ampeln auf ( :D ) - gegen welches Recht verstosse ich da denn Deiner Meinung nach bzw. der Deines Anwalts?


    Es ist in der Tat so, wie es diger schon gesagt hat:


    Wenn das Grundstück nicht befriedet ist (also mit einem Zaun umgeben und einer Schranke verschließbar), dann bleibt es eine öffentlich zugängliche Verkehrsfläche.


    Das hat zur Folge, daß ich z.B. als Tankstellenpächter zwar ein Halteverbotsschild aufstellen kann, dies aber mangels amtlichem Prüfzeichen bedeutungslos ist.


    Dennoch habe ich natürlich als Pächter/Eigentümer das Recht, abschleppen zu lassen - allerdings nicht aufgrund des (bedeutungslosen) Verbotsschildes, sondern aufgrund der Besitzstörung durch den "Falschparker".


    Ach übrigens, KingBoa: Möchtest Du nicht vielleicht Deine Adresse hier hinterlegen? Ich würde gerne mein Auto dreimal die Woche vor Deiner Garage parken. Macht Dir doch nichts aus, oder (Wenn Du mich abschleppen lässt, zeig isch disch an, alda!)? :D


    cu


    NoTeen

    Einige Informationen mehr wären hilfreich. Bist Du bereits im Krankenstand? Dann handelt es sich vermutlich um den Besuch beim sog. "Vertrauensarzt". Der ist für Dich Pflicht, auch wenn Du kein Vertrauen zu ihm hast, denn es reicht aus, daß Dein Arbeitgeber ihm vertraut.


    Sollte der Fall so liegen, dann hast Du Deinem Arbeitgeber wohl Grund zu der Annahme geliefert, Du würdest "Blau machen".


    cu


    NoTeen

    Wenn man der Wikipedia Glauben schenken darf (wobei sich der Eintrag im Großen und Ganzen mit meinem Wissensstand deckt), dann hast Du "sofort freie Bahn zu schaffen".


    Andererseits berechtigt Dich diese Anordnung aber nicht, Verkehrsverstöße zu begehen.


    Wenn Du - an der roten Ampel stehend - vorsichtig in den Kreuzungsbereich einfährst, um Platz zu schaffen, und dabei geblitzt wirst, dann hat das für Dich keine Folgen (Du hast die Kreuzung ja nicht bei Rotlicht überquert).


    Mit 120 Sachen innerorts durch die Straßen zu brettern, um den Einsatzwagen nicht zu behindern, würde ich als Verkehrsrichter allerdings schon als "Nutzung einer willkommenen Gelegenheit" interpretieren.


    Dafür gibt es dann eigentlich keine wirklich gute Ausrede mehr.


    Andererseits darf Dich der Einsatzwagen auch mit Wegerecht nicht nötigen, Verkehrsregeln zu brechen oder Dich selbst in Gefahr zu bringen.


    Zwar ein kleiner Trost, jedoch wird das an Deiner ziemlich aussichtslosen Lage wenig ändern.


    cu


    NoTeen

    Deiner Argumentation nach leben wir also in einem verdeckt totalitären Staat, in dem der Recht bekommt, der stärker, größer, toller ist.


    Komisch, daß es dann immer noch genügend (um nicht vollkommen vom Threadthema abzukommen) z.B. Kinderschänder gibt, die noch immer frei herumlaufen, weil sie offenbar den besseren Anwalt hatten oder aber aufgrund von Verfahrensfehlern nicht verurteilt werden konnten.


    Allein solche Verfahrensfehler dürften ja dann bei Deinem "Modell" unseres Staates überhaupt nicht existieren, da "die" ja "immer" Recht bekommen.


    Meinst Du nicht, daß es die Leute langsam langweilt, daß Du ständig nur nach einem Grund suchst, Deine billige Polemik auszupacken, um Deiner Staatsverdrossenheit Luft zu machen?


    Ich weiß nicht, wo genau Dein Problem ist, aber die meisten Probleme solcher Art lassen sich dadurch lösen, daß der Betroffene die für sich richtige Entscheidung trifft und irgendwann mal die Laufschuhe anzieht.


    cu


    NoTeen

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    Original geschrieben von 16Bit
    Ja und? Er verkauft T-Shirts für Leute aus der linken Szene und keine Armani Anzüge.


    Vielleicht bin ich zu dumm, um zu verstehen, was das Eine mit dem Anderen zu tun hat.


    Oder hatten wir dann direkt Glück, daß der Typ kein Waffengeschäft hat? Weil sonst hätte er ja nach Deiner tollen Logik mit einem Koffer voller Pistolen vor Gericht auftreten "müssen".


    Merke: Du kannst gerne Toleranz von Deinem Umfeld erwarten, wenn Du unkonventionell gekleidet bist, und ich bestärke Dich gerne in Deiner Erwartungshaltung.


    Die gleiche Toleranz erlaube ich mir aber auch von Dir zu erwarten, wenn Du vor Behörden oder sonst irgendwie "öffentlich" auftrittst.


    cu


    NoTeen

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    Original geschrieben von bambi05
    Desweiteren stimme ich dem Beitrag von Nightstalker in allen Punkten zu.


    Ich nicht ;)


    Sicherlich bin ich kein Freund von Extremen jelicher Couleur - gerade was politische Ansichten betrifft.


    In dem Einzelfall geht es aber nun mal konkret um sog. "Nazi-Symbole", und nicht darum, jemanden abzustrafen, weil er in irgendeiner Form "radikal" ist.


    Die Gerichte in Deutschland sind gehalten, Gesetze nicht dem Wortlaut nach anzuwenden, sondern gemäß dem Zweck, der mit dem Gesetz erreicht werden soll.


    Dem folgend, kann ich Verständnis dafür aufbringen, daß Hakenkreuze geahndet werden, durchgestrichene Hakenkreuze aber nun endlich doch nicht mehr, und ich halte das im Rahmen der bestehenden Gesetze auch für korrekt. Ob ich ein Gesetz für sinnvoll erachte, das Hakenkreuze verbietet, ist wieder ein anderes Thema, das man ebenfalls lang und breit ausdiskutieren könnte.


    Zitat

    Original geschrieben von 16Bit
    Muß ich mich jedesmal verkleiden um normal zu wirken?


    Nein, jeder kann in Deutschland so rumlaufen wie er will. Und wenn Du Dir einen schmiedeeisernen Ring durch die Arschbacken ziehen willst, dann tu das meinetwegen, und es wird Dich auch keiner daran hindern.


    Es gibt allerdings in bestimmten Situationen gewisse Normen, denen man sich nun mal tunlichst unterwerfen sollte, möchte man nicht negativ auffallen oder lächerlich wirken.


    Solltest Du Dich zum Beispiel mit Deiner Einstellung (und meinetwegen zehn Ringen durch die Nasenlöcher und roten Haaren) irgendwo als Verkäufer bewerben, dann liegt es nicht an dem Laden sondern an Dir, wenn sie Dich nicht einstellen.


    Ebensowenig muß man sich wundern, wenn eine Person, die offenbar in einem ähnlichen Look vor einem der höchsten Gerichte in Deutschland auftaucht, nicht eben positiv von sich reden macht.


    Das hat IMHO mit Respekt gegenüber den Mitmenschen und einer angemessenen Einschätzung der individuellen Situation zu tun.


    In dieser speziellen Situation kann ich mir zum Beispiel überlegen, ob ich mich "verkleide", somit Respekt zeige und auch selbst ernst genommen werde, oder ob ich gegenüber dem Hohen Gericht deutlich meine Mißachtung zur Schau stelle und - letztlich - nicht ganz für voll genommen werde.


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von deliriumx
    ein typisches nichtraucher gelaber! toll wie ihr argumentiert, stimmt ich werde ab jetzt..bla blubb...


    Tri Tra Trollala, Tri Tra Trollala... :D


    Ich habe dreizehn Jahre meines Lebens geraucht, aber eine solche Scheiße habe ich selten von mir gegeben.


    Lange Jahre bin ich mit dem Zug zur Arbeit gefahren, aber selbst da habe ich (noch als Raucher) lieber im Nichtraucherabteil gesessen, weil es mir bei den Rauchern zu sehr gestunken hat.


    Viele Raucher argumentieren (Frei nach "Martyn's World") gerne damit, daß alle Kneipen leer wären, wenn die Raucher wegen des Rauchverbotes daheim bleiben würden.


    Vielleicht solltet "ihr" (und damit meine ich ausschließlich die Verbohrten und Intoleranten unter den rauchenden Zeitgenossen) euch mal bewußt machen, daß man natürlich später gut erkennen kann, wenn Raucher einem Lokal fernbleiben.


    Leider aber kann man heutzutage nur schwerlich feststellen, wieviele Nichtraucher derzeit denselben Lokalen fernbleiben, die dann später (wieder) dorthin gehen würden.


    Und mal ehrlich: Wer glaubt, daß wir allein durch ein Rauchverbot in Kneipen und Speiselokalen eine keusche "Stubenhockergesellschaft" heranziehen, weil dann alle Raucher daheim bleiben, der sollte mal langsam aufwachen.


    Für keinen Raucher ist das Leben vorbei, nur weil er an bestimmten Orten nicht rauchen darf.


    Zu guter Letzt kann auch ich nur das Argument wiederholen, das ein Rauchverbot an allen Orten rechtfertigt, wo sich Nichtraucher aufhalten:


    Zigarettenrauch vergiftet - auch passiv inhaliert - die Lunge und verkürzt die Lebenserwartung. Darauf zu pochen, daß man überall und jederzeit rauchen können "muß" ist so, als würden die Sportschützen in Deutschland ab morgen überall und jederzeit wild herumballern - am Allerliebsten in Speiselokalen, weil das Schießen (Schießen mit "ie", bitte!) nach dem Essen am meisten Spaß macht und man mit vollem Magen am besten trifft.


    Wer dann versehentlich in die Schußlinie gerät, hat eben Pech gehabt. Es wird ja keiner gezwungen, wo hinzugehen, wo geschossen wird :D


    Ich als Ex-Raucher - obwohl ich mich nicht als "militant" betrachte: Alle meine Angestellten dürfen den Pausenraum selbst in meiner Anwesenheit zum Rauchen benutzen, und ich gönne ihnen auch gelegentliche Rauchpausen - befürworte jegliche Rauchverbote in der Öffentlichkeit und wünsche mir - im Dienste der allgemeinen Gesundheit - daß die Raucherquote in Deutschland noch weiter sinkt.


    cu


    NoTeen