Beiträge von NoTeen

    Nur der Vollständigkeit halber:


    Bei einer Beitragserhöhung durch Deine bisherige Kasse ist ein Wechsel im Rahmen Deines Sonderkündigungsrechtes mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist möglich.


    Dieses Sonderkündigungsrecht hast Du übrigens nicht, wenn die Beitragsanpassung im Rahmen einer Verschmelzung Deiner Krankenkasse mit einer zweiten Kasse geschieht.


    Dieses und die Beitragssätze aller Kassen in Deutschland, sowie Antragsformulare für die meisten Kassen findest Du hier.


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von zork66
    ...Bei T-Mobile bekommt der Kunde dafür dann beim Übermitteln des Auftrags eine SMS...


    Auch bei O2 kommt eine SMS zur "Auftragsbestätigung" (diese habe ich noch im Laden erhalten, ca. 10 Sekunden, nachdem der Verkäufer die VVL online vorgenommen hatte).


    Daß es dann für einen geschädigten Kunden bereits zu spät ist, dürfte aber wohl klar sein.


    Andererseits ist auch die Abfrage des Kennwortes/der PIN durch das Verkaufspersonal sehr riskant, da damit durch die vielfältigen Möglichkeiten im Online-Kundenportal sehr viel Schindluder getrieben werden könnte. Zumindest O2 scheint es daher als sicherer zu empfinden, eine solche Abfrage in den Shops nicht vorzunehmen.


    Sinnvoll wäre wohl eine Verpflichtung der Shopmitarbeiter, den Ausweis vorlegen zu lassen, was man evtl. durch eine Abfrage der Ausweisnummer durch das Onlinesystem gewährleisten könnte.

    Als ich diese Woche bei Saturn meinen O2-Vertrag verlängert habe, erzählte der Verkäufer, daß so etwas in der Filiale in München ca. 10 mal geschehen sei, ehe man Anweisung erteilt hat, den Ausweis vorlegen zu lassen.


    Warum der Adreßnachweis bei der VVL nicht von vornherein als selbstverständlich betrachtet wird, frage ich mich allerdings.


    cu NoTeen

    Hier findest Du das Wichtigste zur Versetzung in Kürze. In Deinem Fall (so, wie Du es beschrieben hast) würde das Ganze wohl auf eine Änderungskündigung hinauslaufen, falls Du der Versetzung nicht zustimmst.


    Diese Kündigung muß allerdings "sozial gerechtfertigt" sein, wobei u.U. die Voraussetzungen dafür durch das Anbieten eines Arbeitsplatzes in der Firmenzentrale durch Deinen Arbeitgeber bereits geschaffen sein können.


    Hier kannst Du aus erster Hand etwas über den Begriff der "sozial ungerechtfertigten Kündigung" erfahren.


    Gibt es in deiner Firma einen Betriebsrat? An den solltest Du Dich wenden, damit er erst mal Deiner Versetzung formell widersprechen kann.


    Ob Deine Versetzung sozial (un-)gerechtfertigt wäre, würde sicherlich erst mal daran festgemacht werden, daß Du privat insoweit ungebunden bist, daß Du weder nach der Arbeit zu Deiner Familie fährst, noch weitere Familienmitglieder finanziell unterhalten mußt.


    Inwiefern Dein Behinderungsgrad Dir bei der Sozialauswahl zugute kommen würde, kann ich nicht beurteilen.


    Zumindest hast Du aber möglichkeiten, Deinen Arbeitgeber dahingehend unter Druck zu setzen, daß er Dir seine Art der sozialen Auswahl darlegen und schlüssig darlegen muß, warum die Versetzung/Kündigung ausgerechnet Dich trifft.


    Hoffe, Dir geholfen zu haben!


    cu


    NoTeen


    [Edit] Gerade lese ich, daß Du wieder in die Probezeit "gerutscht" bist. Da kannst Du das von mir geschriebene schon fast wieder vergessen, außer ihr habt einen wirklich guten Betriebsrat, der um Dich kämpft.

    Re: Hunger, Hilfe, Spendenflut oder: Armuts-Zeugnis.


    Zitat

    Original geschrieben von Chevygnon


    Immer wieder habe ich nämlich leider das Gefühl, dass sich Menschen gerne mal eine moralisch und ethisch der Allgemeinheit angepasste Meinung zulegen, aber nur, solange sie nicht unter sich sind. Im kleinen Kreise wird dann wieder munter vom Leder gezogen.


    Es ist nun mal immer dasselbe im Leben. Um es mal auf TT herunterzubrechen: Auch hier gibt es bestimmte [Jehova]-Themen, die "öffentlich" geschmäht und verurteilt werden, bei denen aber dann ganz plötzlich ein reger PN-Verkehr einsetzt, wenn z.B. mal wieder jemand eine Nummer gefunden hat, über die man kostenlos SMS verschicken kann. "Außen hui, innen pfui", das gibt es überall, das steckt auch in jedem Menschen irgendwo ganz tief drin (auch in Dir und mir), und eine Verurteilung desselben schließt eigentlich nur den Kreis, der sich da bildet.


    In unserer heutigen Zeit über Moral und Ethik zu sprechen, ist sehr schwierig. Möchte ich auch gar nicht, weil kein Mensch eine reine Seele hat. Es gibt bei jedem irgendwas, was Du ihm (moralisch) zum Vorwurf machen könntest. Bei Dir, bei mir, bei allen!


    Darum geht es mir auch nicht.


    Ich habe mir schlicht und einfach Gedanken gemacht über ein Thema, das mich berührt - alleine schon durch den Widerspruch, daß in Deutschland Sachen auf dem Müll landen, die andere gebrauchen könnten.


    Das Problem mit den Spenden, das Du genannt hast (nie zu wissen, ob diese auch wirklich ankommen) ist mir bewußt. Darum spende ich auch selbst nicht. Bei den meisten Caritativen Organisationen gehen 50% und mehr des Spendenaufkommens für die Verwaltung drauf.


    Dennoch bin ich der Meinung, daß jeder Mensch das Recht haben sollte, das eine Leben, das er auf dieser Erde hat, halbwegs in Würde verbringen zu dürfen.


    Im Grunde stehe auch ich auf der "falschen Seite", wenn es um diese Würde geht, denn letztendlich werde ich, wenn ich 65, 67 oder noch älter bin, über 40 Jahre lang der Lastesel für einige wenige gewesen sein, die richtig scheffeln.


    Dennoch behaupte ich, daß ich ein einigermaßen zufriedenes Leben führen kann.


    Mir mangelt es an nichts Lebenswichtigem, und ich kann mir so einigen Luxus erlauben.


    Warum also sollte man nicht an diesem Segen einige andere (ganz wertfrei und erst mal unabhängig von Moral oder Ethik) teilhaben lassen?


    Leider weiß auch ich nicht, wie man "das" sinnvoll machen kann, außer zu versuchen, sich nach den Grundsätzen der christlichen Nächstenliebe zu verhalten und/oder ab und zu mal einem, der weniger hat als man selbst eine Wurstsemmel zu spendieren o.ä.


    Einfach die Augen zuzumachen und zu sagen "mir geht es ja gut, dann ist doch alles okay" ist ein Weg, den auch ich die längste Zeit gehe. Aber eben nur so lange, bis ich mich wieder über vernichtete Lebensmittel ärgere...


    cu


    NoTeen

    Lieber Sebastian,


    ich hatte keinesfalls vor, irgendjemandem an den Hals zu springen ;)


    Aber mal im Ernst: Daß das Thema sehr komplex ist, wurde mir mehr und mehr bewußt, während ich meinen Beitrag erstellt habe. Mir ist klar, daß in dem herrschenden System einige Dinge grundlegend falsch laufen, die auch wir nicht ändern werden. Im Gegenteil: Wir sind ein Teil davon und wir schwimmen mit - ob wir wollen oder nicht.


    Auch die Idee, gemeinsam etwas zu tun, um dieser Thematik zu begegnen, ist eigentlich erst entstanden, als ich schon am Ende meines Beitrags war. Ich habe diesen Teil eigentlich in der Vorschau "reineditiert".


    Es ist klar, daß es jedermanns eigene sache ist, was er (privat oder öffentlich) tut. Das ist vom Prinzip absolut dasselbe wie mit den Spenden für TT oder dem PA. Wer es tut, der tut es, und wer nicht der nicht. Deswegen bleibt immer noch jeder Mensch.


    Dennoch habe ich eine willkommene Gelegenheit beim Schopf ergriffen, uns alle (auch mich!) mal zu fragen, ob wir denn irgendwas tun (egal ob heimlich, öffentlich, viel oder wenig).


    Mir geht es nicht darum, Leute anzuprangern oder jemanden auf ein Podest zu stellen, der jetzt hier rein schreibt "ich spennde 10000 Euro im Monat". Was der Einzelne tut, bleibt jedem selbst überlassen.


    Ich wäre aber froh, wenn die, die gerne etwas tun würden, aber unschlüssig sind, wie man helfen kann, sich möglicherweise gemeinsam Gedanken machen und wir dann eine Kleinigkeit auf die Füße stellen.


    So etwas wie der "PA for your social Life" eben ;)


    cu NoTeen

    Rein rechtlich kannst Du lediglich zum Schadenersatz verpflichtet werden, nicht aber zum Kauf. Wobei eine aufgerissene oder beschädigte Verpackung übrigens nach Ansicht der Gerichte keinesfalls den Warenwert mindert, also keine Sachbeschädigung darstellt (Ich wünschte, meine Kunden wüßten das auch und würden das Zeug dann noch kaufen).


    Den Passus, wie Du ihn zitiert hast, halte ich für durchaus sinnvoll bei "offen verpackten" Lebensmitteln wie z.B. Brötchen im Netz oder in Folie, denn die angtatschten Brötchen sind im lebensmittelrechtlichen Sinne "verunreinigt", wenn Du sie berührst.


    Auch hier leistest Du jedoch lediglich Schadenersatz, mit der Folge, daß Du den ersetzten Artikel (hier: die Brötchen) behalten darfst, was faktisch einem Kauf entspricht.


    Hoffe, ich habe es nicht zu kompliziert erklärt.


    cu


    NoTeen