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Original geschrieben von Printus
Aber du kannst unsere Industrialisierung genauso wenig zurückdrehen wie das Angebot an Waren und Dienstleistungen. Das alles setzt aber die Maßstäbe in unserem Alltag. Wir reden nicht über das fünfte Zweithandy und ein komplett neues Outfit wenn die neue Kollektion in den Läden ist, sondern einfache, aber gegebene Standards unseres Lebensumfeldes.
Das stimmt, aber da finde ich sowieso einiges seltsam. Das beste habe ich neulich erlebt, wo ein 25 jähriger, mit einem Jahresgehalt von mind. 35000€ (natürlich bei unter 40 Std. die Woche) mit erklärte, dass ihm ja alle nur das Geld aus der Tasche ziehen würden und es ja alles nur für die "Reichen" wäre. Besonders interessant ist, dass diese Person noch nicht einmal Miete bezahlt.
Es sind so viele Leute, die meinen es würde ihnen erst gut gehen wenn sie genug Geld haben, wenn sie ohne Nachzudenken 2 neue Autos und für jedes Zimmer einen Plasmafernseher kaufen könnten. Durch die Medien wird einfach gezeigt wie toll das Leben doch ist, wenn man supperreich ist, so dass viele einfach gar nicht merken, wie gut es ihnen geht.
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Klar, man könnte jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße essen, bei 39 Cent pro 3er-Portionspackung beim Aldi und 3 Mahlzeiten pro Tag kommt man also mit der Rechnung "39 Cent x Tage, die der Monat hat" zu der Summe, bei der man nicht verhungert. Dazu kommt dann noch eine tägliche Ration Vitaminpillen oder alternativ ein 200ml-Glas Saft, das laut Packungsaufdruck den tägliche Bedarf an Nährstoffen deckt. Rechnerisch kann man so mit max. 20 EUR einen ganzen Monat überleben...
Aber blöderweise sind Menschen keine Maschinen, die nach solchen Theorien bedient und abgefertigt werden können.
Das meine ich gar nicht, aber man kann doch darauf achten, was gerade wo im Angebot ist und einfach mal die billigeren (oder auch günstigeren) Produkte kaufen und wenn es sein muss mal den Sonderpostenmarkt aufsuchen.
(Übrigens: Die besagten Nudeln kosten 59 Cent :D)
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Dann sag' mir mal was du beim letzten Besuch im Kino oder Theater, in der Disco, im Zoo, im Freizeitpark, im Schwimmbad, in der Kneipe, im Restaurant, im Eiscafe, auf dem Rummel oder was man sonst noch anführen könnte, bezahlt hast.
Das kann man sich dann einfach nicht leisten. Aber ich würde z.B. Restaurant-, oder Eiscafebesuche auch nicht als gesellschaftliches Leben bezeichene, gerade das ist nämlich eher etwas luxuriöses. Und wenn man nicht genug Geld hat, dann kann man einfach nicht hingehen. Es tut ja auch nicht Not alle paar Wochen mal im Restaurant zu speisen.
Man kann ja stattdessen was anderes machen, zum Beispiel im Sportverein oder sonst wo. Und anstatt ins Schwimmbad einfach zum Badesse um die Ecke gehen, da ist es meistens sowieso schöner 
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Das sehe ich auch so. Da "die Gesellschaft" von solchen Schmarotzern wie Nokia ausgesaugt wird und das Lohnniveau immer weiter gedrückt wurde, in einem Maße, dass das absolute Existenzminimum des Staates inzwischen den gezahlten Löhnen mancher Branchen entspricht, entsteht aber Handlungsbedarf.
Es muß sich gesellschaftlich etwas ändern, und da es offenbar nicht freiwillig funktioniert muß der Staat z. B. mit einem flächendeckenden Mindestlohn nachhelfen, dessen Höhe möglichst besser sein muß als der Hartz-Mindestsatz. Sicher eine schlechte Lösung, aber immer noch besser als das, was jetzt gegenwärtig ist und noch viel weniger funktioniert.
Da sind wir uns einig :top:
Allerdings ist das mit den Subventionen auch so ein zweischneidiges Pferd.
Es ist zwar m.E. nach falsch, Firmen wie Nokia oder (ich glaube es war Samsung) so stark zu subventionieren, dass sie eine Fabrik bauen um sie nach Ende der Subventionierung wieder abzureissen, allerdings sollte man v.a. deutsche Firmen davon abhalten ins - und das ist Fakt - billigere Ausland zu gehen.
Aber leider wird dieses (verständlicherweise) auch stark ausgenutzt - so hat zum Beispiel eine Firma in der Nähedirekt neben meinen Eltern ein neues, fünfstöckiges Bürogebäude gebaut, welches nichteinmal zu 20% genutzt wird, im Grunde sogar völlig überflüssig ist. Aber es wurde nunmal Subventioniert und wenn der Staat zahlt - who cares?
So, der Wein (2€ bei Kaufland) ist alle und ich muss auch ins Bett 