Hi,
das ist eigentlich sehr gut zu verstehen: dort, wo viele Anschlüsse lange Leitungslängen haben (also i.d.R. jwd und in Kleinstädten) und daher am dringensten Bandbreiten-Upgrades nötig hätten, gibt es leider oft kaum Konkurrenz zur T-Com bzw. schnellere Alternativen zu T-DSL - daher sind ihr diese Gebiete weitgehend egal - sie kann sich dort quasi auf einem Breitband-Anschluss-Monopol ausruhen.
Nun; mit dem wohl in absehbarer Zeit erfolgendem Einsatz der beim Produkt T-DSL-16000 bereits eingesetzten ratenadaptiven ADSL2+-Schaltung auch für kleine Bandbreiten ist durchaus etwas Besserung in Sicht. Grob gesagt, kann man damit meist zumindest die doppelte Bandbreite (bei kleinen Bandbreiten eher noch wesentlich mehr) erhalten, die die T-Com derzeit mit Fixed-Rate-ADSL1 schaltet. Man braucht nur die Schaltpraxis von Alice und Versatel im Vgl. mit der T-Com-Schaltpraxis vergleichen, um die Auswirkungen zu vergleichen.
Hier im Nachbarortsnetz haben z.B. Versatel-Direktanschlusskunden durch die Bank reale Bandbreiten von 2MBit und mehr, wo die T-Com nur T-DSL-384 schaltet bzw. bis zur Dämpfungsgrenzenerhöhnung diesen Juni überhaupt kein ADSL.
Ansonsten steht in Deutschland weiteren Bandbreiten-/Reichweitenfortschritten, wie sie in allen anderen Ländern üblich sind, die weltweit einzigartige Schaltung von minderwertigem ADSL-over-ISDN nach Annex B auch an Analoganschlüssen und PureDSL-Anschlüssen entgegen.
In Ländern mit Annex A an Analoganschlüssen hat man ca. 0,5km mehr ADSL-Reichweite bzw. bei gleicher Leitungslänge wesentlich mehr Bandbreite (bis hin zum Doppelten). Bei ReachExtended-ADSL2 nach Annex L, wie es in Frankreich seit diesem April durch France Telecom im Einsatz ist, hat man im Vgl. zur hiesigen ADSL-over-ISDN-Schaltung ca. 1km mehr Reichweite.
So long.
fruli