Verbraucherzentrale nennt Debitels Crash-5-Tarif "Lockvogel-Werbung"
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Die so genannten Crash-Tarife fürs Handy beschäftigen die Verbraucherschützer in Nordrhein-Westfalen. Die Verbraucherzentrale NRW warnte vor dem Crash-5-Tarif des Mobilfunkvertreibers Debitel und bezeichnete ihn als "Lockvogel- Werbung". Bei mehreren Tests sei es den Verbraucherschützern nie gelungen, den preisgünstigen Tarif im Internet auch tatsächlich zu ersteigern, sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale. Debitel seinerseits wies die Vorwürfe zurück: Die Zahl der Fünf-Cent-Tarife sei zwar limitiert, aber rund 20 Prozent aller täglich eingestellten Tarife seien Crash 5.
Das preisgünstige, auch von der Stiftung Warentest gelobte Debitel-Angebot verspricht, für fünf Cent pro Minute in alle Netze telefonieren zu können. Zu kaufen ist dieses Schnäppchen-Angebot allerdings nur im Internet. Das Angebot ist eines von drei Handy- Tarifen, die im Netz bei einem begrenzten Kontingent im Minutentakt verkauft werden – ähnlich den Flugtickets der Billig-Airlines. Immer fünf Angebote stehen über die Flash-Anwendung auf der Crash-Website für 60 Sekunden zum Sofortverkauf; wer als erster auf den Tarif klickt, kann das Angebot auch bestellen.
Den begehrten Vertrag zu ersteigern, gelang den Testern der Verbraucherzentrale NRW bei mehreren Versuchen jedoch nie. Auch die Stiftung Warentest bemängelte, dass Crash 5 bei den Versteigerungen nur sehr begrenzt zur Verfügung steht. Bei ausgiebiger Betrachtung der Website sei keiner der Billig-Tarife tagsüber zu sehen gewesen, hieß es bei der Organisation.
Nach den Worten eines Debitel-Sprechers könne es durchaus Phasen am Tag geben, an denen keine der begehrten Angebote zur Versteigerung angeboten werden. Und über die Schnelligkeit des Zugriffs entscheide immer die Internetverbindung des Kundens, hieß es weiter. (dpa) / (jk/c't)