Beiträge von Jimmythebob

    Lieber Frank, unterstellen möchte ich dir gar nichts. Auch die Problematik "Fruit of the poisonous tree" ist mir durchaus bekannt, darum ging es mir jedoch nicht. Ich habe sogar mehr als zwei Semester an einer Universität studiert, die Problematik, dass sich Ermittlungsbehörden Geschichten ausdenken, um A und B heimlich bei ihren Liebesgeschichten zuzuhören, war jedoch nie Gegenstand einer Lehrveranstaltung. Auch während meiner Zeit als Referendar, in welcher ich nicht nur Einblick in die richterliche Tätigkeit, sondern auch als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft selber vor Gericht aufgetreten bin, habe ich von einem solchen Verhalten nichts mitbekommen. Und ja, auch ich habe bereits einige Strafakten zu Gesicht bekommen.


    Im Gegenteil, die meisten Richter und Staatsanwälte sind froh, wenn ihre Akten vom Schreibtisch verschwinden. Sich Dinge auszudenken um eine TÜ zu erwirken wäre daher so ungefähr das letzte, was sie tun würden. Ich kann daher deine Behauptungen zu diesem Thema nicht nachvollziehen und interessiere mich, wie du zu diesen Schlussfolgerungen kommst. Daher meine Nachfrage. Schade, dass du nicht sagen möchtest, wie du an deine Informationen kommst. Falls du diese doch noch durch objektive, belegbare Quellen belegen kannst, wäre das schön. Bis dahin sind Aussagen zu Sachverhalten, die es "offiziell nicht gibt" und ohne Erklärungen zur Herkunft deines Wissens ebenfalls frech. :p

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Gefährlich leben gewöhnlich nur diejenigen, die (arglos) einfache Taten begehen, denen die Ermittlungsbehörden aber wider besseres Wissen eine Katalogtat unterstellen, die sie niemals begangen haben. Ein sehr beliebtes Spielchen, das inzwischen immense Ausmaße angenommen hat. Denn: Auch wenn sich im Laufe des Verfahrens (erwartungsgemäß) herausstellt, dass der Beschuldigte keine Katalogtat begangen hat, bleiben die Ergebnisse aus der TÜ in aller Regel dennoch verwertbar.


    Meinst du damit, dass jemand beispielsweise einen Ladendiebstahl begeht, die StA aber, da sie gerade nichts besseres zu tun hat, dem Täter Hochverrat oder Subventionsbetrug in besonders schwerem Fall vorwirft, daraufhin eine TÜ beantragt, welche durch den gleichgültigen Richter natürlich genehmigt wird, daraufhin das Handy des Täters überwacht und ein Telefonat abhört, in welchem dieser den Ladendiebstahl gesteht und dieses abgehörte Geständnis später zur Verurteilung wegen Diebstahls führt? Und das ganze ist dann beliebtes Spielchen, welches inzwischen immense Ausmaße angenommen hat? Hast du dafür irgendwelche Quellen?