Beiträge von scharl

    Entweder verwendet OnePhone eine eigene Netzkennung oder es wird die von E-Plus genutzt, aber mit eigener Location Area.
    Das Verhalten ist in beiden Fällen dann gleich: Wenn ein Handy zur OnePhone-Zelle wechseln will, muß es sich beim Netz melden, weil Location Area bzw. Netzkennung nicht mit der alten Zelle übereinstimmen und dann kann ja entschieden werden, ob diese SIM-Karte rein darf oder nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von Tim S.
    Wo Vodafone UMTS baut, kommt da auch gleichzeitig GSM mit dabei?

    Nicht unbedingt. Es gibt auch bei Vodafone reine UMTS-Standorte.
    Außerdem kenne ich ein paar Basisstationen im Raum München, wo zwar GSM- und UMTS-Antennen zu finden sind, aber nur UMTS in Betrieb ist.

    Zitat

    Original geschrieben von Dauerposter
    Kommt man anhand der so generierten Standortbescheinigungsnummer auch irgendwo zur Kartendarstellung um den Standort auf der Karte zu sehen?

    Leider nein.


    Zitat

    Oder sind die neuen Standorte noch gar nicht mit der Karte verknüpft (also auch über diese Methode nicht auf der Karte einsehbar)?

    Wie ich schon erwähnt hatte, kann man man die Standortbescheinigungen, wenn man die ID kennt, schon abrufen bevor das Dreieck in der Karte eingezeichnet wird. Die Standortbescheinigungen sind etwa eine Woche nach ihrer Erteilung abrufbar.


    Zitat

    Früher gab es doch mal einen Trick, ich glaube über die standortbezogenen Sicherheitsabstände, da wurden Straße und Hausnummer bzw. Flurnummer des Grundstücks angezeigt. Beim Firefox ist das kürzlich ein paar Mal einfach so passiert, aber reproduzieren kann ich es leider nicht.

    Dazu muß man ein Dreieck anklicken und dann in der Chronik des Browsers die zuletzt aufgerufene Seite vom Server emf.bundesnetzagentur.de mit dem Titel Informationsfenster anschauen. Bei Standorten ab 2005 sind die Adress-Informationen aber leider leer.

    Zitat

    Original geschrieben von vodafrank
    Sicher! In der EMF Datenbank von der BNA ist der Standort noch nicht mal aufgeführt. Geschieht sowas nicht immer im Vorfeld?

    Bei neuen o2-Sendern in München habe ich es schon öfters erlebt, daß o2 erst nach dem Aufbau die Standortbescheingung beantragt hat. Die anderen Netzbetreiber machen das dagegen Wochen bis Monate vor der Montage.
    Die Standortbescheingungen findet man unter http://emf.bundesnetzagentur.d…gtp/standort.aspx?FID=abc, wobei abc umso höher ist je neuer der Standort ist. Momentan ist man bei 149540. Zwischen dem Zeitpunkt, wo die Standortbescheinigung im Internet angeschaut werden kann, und das Dreieck tatsächlich in der Karte eingezeichnet ist, vergehen dann noch einige Wochen bis Monate.



    Hast du zufällig gesehen, von welchem Hersteller die GSM-Antennen sind? Von Kathrein scheinen die nicht zu sein.

    Die Senderdichte in der E-Plus-Netzabdeckung täuscht, weil E-Plus für GSM und UMTS fast überall getrennte Standorte hat. Grund ist, daß die UMTS-Sender alle noch von Mobilcom aufgebaut wurden.
    Wenn man das berücksicht, ist die stationäre Senderanzahl bei T-Mobile vergleichbar mit E-Plus, bei o2 ist sie vielleicht etwas geringer.
    Vodafone hat im Bereich der Theresienwiese sehr viele Mikrozellen auf Litfaßsäulen. Zwei davon tauchen gar nicht in der Mobilfunkkarte der Stadt München auf, da sie wegen der geringen Sendeleistung genehmigungsfrei sind.
    Bezogen auf T-Mobile und Vodafone ist diese Karte relativ aktuell, da von den beiden dieses Jahr fast nichts neu gebaut wurde. E-Plus und o2 haben im Bereich der Theresienwiese in letzter Zeit auch keine neuen Sender aufgebaut, die in der Karte fehlen würden.

    Nachdem auf den letzten Seiten einige Fragen zur Mobilfunkversorgung in der Münchner U-Bahn aufgeworfenwurden, versuche ich mal, möglichst viel zu beantworten.


    In der MVG-Pressemeldung vom 8. September sind ja schon einige Details genannt worden. Die Technik der Netzbetreiber befindet sich in einem Raum am U-Bahnhof Hauptbahnhof. Die Signale aller Netze werden dort zusammengemischt und mittels Glasfaserkabel zu den U-Bahnhöfen übertragen, wo sie wieder auf Koaxialkabel umgesetzt und an die Antennen gebracht werden.


    Schlitzkabel scheinen nicht verwendet zu werden, sonst hätte man nicht Pegelschwankungen von mehr als 40 dB zwischen zwei Stationen. Größtenteils sind die Antennen an den Bahnsteigenden etwa 10 Meter im Tunnel befestigt und damit nur sehr schwer zu sehen. Eingesetzt werden nicht solche Antennen, die bei normalen Basisstationen verwendet werden, sondern logarithmisch-periodische (vermutlich Kathrein 742 192) und biderektionale (wahrscheinlich Kathrein 738 446) Antennen. Nur am Sendlinger Tor (U1/U2) kann man die Antennen gut erkennen, da sie am nordwestlichen Bahnsteigende an der Decke hängen.
    Außerdem kommen noch drei Rundstrahler (vermutlich Kathrein 800 10249) als Ergänzung zum Einsatz:

    • Marienplatz, in der Mitte zwischen den beiden Bahnsteigen beim Übergang zur S-Bahn
    • Marienplatz, Ausgang Marienhof im Sperrengeschoß
    • Hauptbahnhof, Sperrengeschoß unter der Kreuzung Bahnhofplatz/Bayerstraße


    Ich habe heute mal mit einem Netzmonitor die vier GSM-Netze getestet. Zur UMTS-Versorgung kann ich leider nichts sagen.
    Laut der Pressemeldung sagte der Vodafone-Regionalleiter Technik:

    Zitat

    Das zentrale Ziel war, ein Mobilfunknetz aufzubauen, das die gleiche Netzqualität hat, wie es die Kunden vom oberirdischen Netz kennen.

    Da muß man leider sagen, daß das bisher nicht der Fall ist. Ich hoffe, daß es in den nächsten Wochen noch Optimierungen geben wird. An vielen Stellen kommt leider nicht mehr genug Pegel an. Besonders kritisch ist das bei Zellenwechseln, wo die Überlappungsbereiche sehr klein sind, aber auch mitten in Bahnhöfen ist der Empfang teilweise ziemlich schlecht, z. B. Odeonsplatz Richtung Stachus.
    Daß eine gute Versorgung einer unterirdischen Bahnstrecke kein Problem ist, sieht man z. B. auch an der Münchner S-Bahn.


    Auch wenn hier etwas anderes bahauptet wurde, E-Plus und o2 benutzen in der Münchner U-Bahn GSM1800, T-Mobile und Vodafone natürlich GSM900. Es findet also kein Roaming statt. Die Versorgung ist aber bei allen Netzen wegen der gemeinsam genutzenen Antennen gleich gut oder schlecht; die Frequenz spielt hier also kaum eine Rolle.


    Zum Thema Kapazität:
    T-Mobile, Vodafone und E-Plus nutzen jeweils drei Zellen:
    1. Marienplatz, Odeonsplatz (U3/U6), Odeonsplatz (U4/U5)
    2. Hauptbahnhof (U1/U2), Hauptbahnhof (U4/U5), Karlsplatz (Stachus), Theresienwiese
    3. Sendlinger Tor (U1/U2), Sendlinger Tor (U3/U6)
    o2 hat dagegen alle Bahnhöfe zu nur einer Zelle zusammengeschaltet.
    Das wundert mich schon, daß man da nicht von Anfang an etwas mehr unterteilt hat. Zum Vergleich im S-Bahntunnel ist bei T-Mobile und Vodafone jede Station eine Zelle, der Marienplatz ist sogar in zwei unterteilt. Außerdem sind das Stachus- und Marienplatz-Untergeschoß auch jeweils eine eigene Zelle. Bei E-Plus und o2 gehen die Zellen teilweise über zwei Bahnhöfe, so daß man dort nur auf fünf statt acht Zellen kommt.


    In diesem Thread wurde ja schon angesprochen, daß die o2-Versorgung in der U-Bahn besser als bei den anderen Netzen ist. Hier kommt wahrscheinlich der Vorteil zum tragen, daß alle Stationen eine Zelle sind. Denn wenn kein Kanalwechsel erfolgen muß, kann dieser auch nicht schiefgehen.


    Zum Schluß noch das Thema o2-Koordinaten und Tunnelversorgung, was ja selbst in München nicht neu ist. Die Sender im S-Bahntunnel haben Koordinaten vom Marienplatz oder Stachus. Das könnten auch die Standorte für die Technik sein.
    Die U-Bahn-Sender übermitteln eine Koordinate, die etwa den U4/U5-Bahnsteig am Hautpbahnhof entspricht. Damit dürfte man mit einer Homezone am Hauptbahnhof im gesamten U-Bahnnetz, wenn der Ausbau abgeschlossen ist, ein Häuschen sehen.

    Der Bereich Denkendorf, Beilngries, Berching, Greding gehört zur 38156 und dort war das Roaming zumindest vor ein paar Monaten noch möglich. Deshalb war meine Vermutung, daß Eichstätt auch zu dieser Location Area gehören könnte.