Beiträge von censtar

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    Original geschrieben von Stefan
    Schaut man sich dann den Wahnsinn an, dass man einen jungen Mann aus den USA (United States of Arabia :D) kramfhaft zur Musterung ranziehen möchte, kann man sich nur an den Kopf fassen.


    Das sehe ich anders. Wenn man, so wie ich das verstanden habe, 17 Jahre seines Lebens hier lebt, und kurz bevor man volljährig wird, ins Ausland abwandert (egal in welches) und man aber die deutsche Staatsbürgerschaft behält, und man sich so um den Dienst an der Gesellschaft drücken könnte, würden plötzlich alle von Dir als "die berufstätigen, finanziellen Träger des sozialen Systems aus der gesellschaftlich guten Stellung" bezeichnet werden, ein paar Jahre Auslandsaufenthalt einplanen, vielleicht so etwa 5, nach der Vollendung des 18. Lebensjahres :D


    Es gilt nicht zu vergessen: Michael Karls Sohn ist weiterhin DEUTSCHER. Sein Wohnsitz ist davon erstmal unabhängig. Er könnte sich ja in den VAE einbürgern lassen (inwiefern das möglich ist, bzw. wie schwierig das im Einzelfall ist, mag ich nicht bewerten), dann wäre er aus der deutschen Wehrpflicht raus.


    Aber ich nehme mal stark an, dass er genau das nicht will, weil er irgendwann wieder von der deutschen Staatsbürgerschaft "profitieren" will, deshalb finde ich es unerheblich, dass er nicht vorhatte, in den "nächsten 10 Jahren" wieder nach Deutschland zu kommen, sondern generell, ob er jemals wieder vorhat, in Deutschland zu leben. Hat er das vor, dann muss er sich auch im geforderten Rahmen engagieren, hat er es nicht vor, dann sollte er ein Staatsbürger der VAE werden.

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    Original geschrieben von Michael Karl
    Die Zustimmung liegt vor. Die zu bekommen war allerdings auch ein wahrer Behörden-Marathon, den ich wohl ohne Anwalt nicht bewältigt hätte. Was will die Bundesrepublik von meinem Sohn? Es ist sicher, dass wir die nächsten 10 Jahre sicherlich nicht freiwillig nach Deutschland zurückkommen. Es kann mir doch keiner verbieten umzuziehen, wo kommen wir denn da hin? So langsam glaube ich, diese Typen im Amt wissen nicht was ihr gegenüber am Schreibtisch macht.


    Natürlich kann das KWEA Deinem Sohn einen Umzug ins Ausland verweigern, denn er hat hier seinen Dienst abzuleisten. Freizügigkeit steht Dir nach GG nur in Deutschland zu, durch die EU afaik auch innerhalb der EU.


    Wenn er irgendwas hat (Asthma, Neurodermitis etc) dann soll er sich mustern lassen, dann wird er mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit ausgemustert und dann hat auch die Wehrüberwachung hinter sich.


    Das fernbleiben von der Musterung ist AFAIK eine Straftat und wird auch entsprechend geahnded, und ich glaube nicht, dass Du darauf scharf bist, dass Dein Sohn wegen Deiner (Eurer?) Blockadehaltung einen Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis bekommt...

    Das wird es auch ohne. Was soll eigentlich immer die ganze Schwarzmalerei, wenn Siemens ein neues S vorstellt? Wenn ich mir ansehe, wie viele Leute mim S55 rumrennen, und das war ja lt einigen hier absolut nicht verkaufbar :D

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    Original geschrieben von igel-online
    Also liebe Leute, wer wirklich der Meinung ist, dass Zivis den Pflegern in Senioreneinrichtungen die Arbeit wegnehmen, hat diese bisher nur von außen betrachtet (in eurem Alter nicht unbedingt verwunderlich).


    Machen wir uns nichts vor und reden wir hier im Gegensatz zu unseren unfähigen Politikern mal Klartext: Obwohl sich mit Einführung der Pflegeversicherung seit 1997 der Verwaltungsaufwand für Pflegefachkräfte drastisch erhöht hat, hat sich die Berechnungsgrundlage für die Planstellen im Pflegebereich nicht geändert. In Kurzform: Mehr Schreibarbeit, weniger Pflege.


    Ich habe das nur so formuliert, weil Icebone es weiter oben so "in einem Altersheim Pflegern die Arbeit wegzunehmen" formuliert hat. Ich selbst sehe das nicht so, nicht, dass hier Missverständnisse entstehen.


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    Original geschrieben von Michael Karl
    die Zustimmung des Kreiswerhersatzamtes liegt natürlich vor. Wir sind in Deutschland nicht mehr gemeldet. Dennoch tangiert uns dieses Amt mit Briefen an unsere alte Anschrift. Den Termin zur Musterung werden wir sicherlich nicht wahrnehmen, denn ich sehe es nicht ein über 500€ Flugkosten für nix und wieder nix auszugeben. Verständlich oder?


    Aber man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen (kommt mir gerade wieder): Ich darf mit meinem Kind nichtmal meinen Wohnsitz ins Ausland verlagern oder gar einen 6 Monatigen Urlaub machen. Mich persönlich erinnert das langsam immer mehr an das 3. Reich. Ich bin momentan echt am überlegen ob ich nicht auch gegen die Bundesrepublik Klage erheben soll. Das ganze ist sowieso nicht haltbar.


    Sollten noch weitere Briefe eintrudeln, so werde ich das Ganze an meinen Anwalt und der örtlichen Botschaft übergeben. Und wieder: Armes Deutschland!


    Irgendwie komme ich da nicht so ganz mit. Ab einem Alter von 17 Jahren unterliegt man in Deutschland der Wehrüberwachung, das bekommt man vom KWEA auch schriftlich mitgeteilt. Ab dann darfst Du nicht einfach so ins Ausland umziehen, sondern es muss dafür erst die Erlaubnis des KWEA vorliegen.
    Selbst wenn diese vorliegt, heißt das noch lange nicht, dass man dadurch vom Wehrdienst befreit wird, im Normalfall wird man nur zurückgestellt.
    AFAIR ist das KWEA allerdings verpflichtet, die Anreisekosten zur Musterung zu erstatten. Auf der "Einberufung" zur Musterung steht in den meisten Fällen bereits die Nummer des persönlichen Wehrdienstberaters drauf, da rufst Du an, und schilderst, dass Du Dich nicht in der Lage siehst, diese 500 Euro Flugkosten aufzubringen.


    Dass sich das KWEA immer noch an Eure alte Adresse wendet, lässt mich aber daran zweifeln, dass wirklich eine "Zustimmung des KWEA" vorliegt.

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    Original geschrieben von Icebone
      censtar
    Wenn dir nächstes mal zu meiner Meinung "nichts mehr einfällt" dann schreib doch einfach nichts dazu, wie wäre das? Das du dich mit der Materie besser auskennst mag ja sein - wir haben einfach zum Thema Bereitschaftsdienst eine andere Meinung. Persönlich angreifen wollte ich dich sicher nicht, ich fand nur deine erste Antwort "etwas" überzogen.


    Es war nicht Deine Meinung, zu der mir nichts mehr einfiel, sondern Dein Auftreten. Leider hat sich dieses Gefühl durch Dein jetziges Posting nicht merklich verbessert. Und von Dir das Wort verbieten lasse ich mir noch lange nicht.


    Wenn man jemanden wachrütteln will, kann man eigentlich nicht drastisch genug in der Argumentation werden.


    Um auf Deine Quotes für Helge zu antworten:


    Da wir unterschiedlicher Meinung sind, solltest Du es mir nicht verwehren, halb so erboßt über Deine Äusserungen zu sein, wie Du es über meine bist. Dass es im ursprünglichen Wortsinn "asozial" ist, sich um den Dienst an der Gesellschaft (in welcher Form auch immer) drücken zu wollen, wirst Du spätestens nach Konsultierung des Dudens für Fremdwörter nicht mehr widerlegen können.


    Ich wünsche eine angenehme Nachtruhe


    censtar


    EDIT: Du hast mich falsch verstanden. Mit "in welcher Form auch immer" wollte ich klar machen, dass es mir dabei egal ist, ob man den Dienst an der Waffe leistet oder Zivildienst ableistet. Mich würde mal interessieren, welche Alternative Dir denn fehlt, denn wenn Du Dich richtig dahinterklemmst, musst Du nicht "Pflegern im Altenheim" die Arbeit wegnehmen, sondern kannst viele andere sinnvolle Tätigkeiten ausüben.

    Tut mir leid Icebone, aber wenn ich mir Deinen Beitrag so ansehe, dann fällt mir dazu echt nichts mehr ein.


    Wieder schreibst Du von Dingen, von denen Du keine Ahnung zu haben scheinst, wie ich Deine Interpretation des Kölner Urteils auffasse. Es ging nicht darum, zu bewerten, ob eine Wehrpflicht zeitgemäß ist oder nicht (bei der derzeitigen globalen Sicherheitssituation ist sie es imho definitiv), sondern darum, dass durch die im letzten Juli wirksam gewordenen Einberufungskriterien die Wehrgerechtigkeit in Mitleidenschaft gezogen wurde.


    Also heißt es deshalb: Entweder die Wehrgerechtigkeit wieder herstellen oder die Wehrpflicht abschaffen. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.


    Wieso Du mich hier persönlich angreifen musst, ist mir ehrlich gesagt ziemlich schleierhaft, aber Du wirst sicher Deine Gründe haben...

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    Original geschrieben von Icebone
    hach endlich habe ich mal "so einen" gefunden mit dieser mir total gegen den Strich gehenden Meinung. Bitte, bitte erklär mir warum ich 10 Monate in der Primetime meines Lebens nicht anfange zu Studieren und wertvolle Zeit für späteres Leben spare, sondern entweder bei dieser antiken rumpelkammer anschreianstalt Bundeswehr meine Zeit verbringe und mich von Machtsüchtigen Vorgesetzten schikanieren lasse oder in einem Altersheim Pflegern die Arbeit wegzunehmen. Ganz ehrlich dazu habe ich keine Lust. Ich weiß nicht wie man erzogen sein muss um eine solche Staatsverliebtheit an den Tag zu legen. Ich meine klar du argumentierst damit helfen zu wollen - das finde ich ja grundsätzlich gut, aber machst du das dann gerne? Ich meine gerade in dieser Situation mache ich vieles lieber als Vater Staat fast unendgeldlich zu dienen :rolleyes:


    Tut mir leid, aber bei der Einstellung klappt mir fast das Messer in der Hose auf. Es ist doch echt nicht zu viel verlangt, dass jemand, nachdem er die Schule beendet hat, mal die paar Monate opfert, um der Gemeinschaft auch mal was zurückzugeben.
    Du pauschalierst hier Dinge, von denen Du offensichtlich keine Ahnung hast, Dein Bild über die Bundeswehr ist schlicht und ergreifend falsch und von bornierten Vorurteilen geprägt.
    Ausserdem geht es nicht um Lust, genau das Gesetz, was Dir all Deine Freiheiten einräumt, verlangt eben von jedem jungen Mann (ob das nun richtig ist, dass Frauen aussen vor sind, sei hier mal dahingestellt), sich für die Verteidigung des Staates nützlich zu machen, dass es mittlerweile dieses "Wer will was"-machen System zwischen Wehrdienst und Zivildienst gibt, halte ich so ehrlich gesagt auch nicht für sinnvoll.
    Ob mir die 9 Monate beim Bund was für's Leben gebracht haben? Ich weiss es nicht. Aber was ich weiss ist, dass es keine verschenkte Zeit war.
    Du solltest vielleicht nochmals in Dich gehen und Deine asoziale Einstellung neu überdenken.

    Hab 1 1/2 der "Briefe" gelesen und kann mich altobelli im Großen und Ganzen nur anschließen. Pedantisch, pseudo-witzig (sorry, lachen musste ich an keiner Stelle) und einfach nur geistig arm. Da meint einer, nur weil er Sätze mit mehr als 3 Worten bilden kann, einen auf Rhetorikkünstler machen zu müssen, und das Allerschärfste ist es dann noch, seine achso-tollen Briefe an T-Online bei der süddeutschen ins Forum zu hauen, um sich dort gebührend feiern zu lassen. Ganz große Leistung!


    Dem Mann kann man nur wünschen, dass er, wenn er denn einmal arbeitet, auch einmal einen Fehler begeht und von einem ebenso pedantischen Arschloch auf Milliarden verklagt wird :D


    BTW: Den Sachverhalt und die Vertragsbedingungen (sind T-Online Flats überhaupt zum 17. eines Monats kündbar und gibt es da nich auch eine Kündigungsfrist ?) werden von ihm nirgendwo dargelegt, daher ist es sogar möglich, dass er hier eine falsche Auffassung vertritt.


    censtar, der mit t-com, t-online und t-mobile noch nie Probleme hatte.