Die Frage, die keiner beantworten kann, lautet ja, inwieweit das Opfer die Tat tatsächlich bis zum Schluß ausgeführt haben wollte, oder ob sich nicht vielmehr die Vorstellung des Gegessen-Werdens ab einem gewissen Punkt verselbstständigte, sodaß das Opfer gar keine Möglichkeit mehr hatte, den Prozess aufzuhalten. Spätestens nach Abtrennung des Penis bzw. angefangener Ausweidung wird das Opfer - sofern noch bei Bewußtsein, eingesehen haben, daß es keinen Weg zurück mehr gibt! Inwieweit DAS aber dann wirklich GEWÜNSCHT war, kann eben keiner beurteilen.
Im übrigen gibt es da eine grauslichen Film im Fernsehen - an den mußte ich gerade in diesem Zusammenhang denken. Auch eine ziemlich perverse Geschichte, nennt sich "Bone Daddy". Da geht es im wesentlichen darum, daß einem bei lebendigem Leib, Stück für Stück, die Knochen entfernt werden. Und es ist eben ein Wettlauf mit der Zeit, bis sie den Täter finden - zum Schluß hat der Täter sein Opfer schon künstlich am Leben erhalten - mit Infusionen und so... natürlich war es da schon zu spät für eine Rettung! Der "Point of no return" war schon lange überschritten - ähnlich stelle ich mir die Situation mit dem Kannibalen vor. Möglicherweise wollte das Opfer zum Schluß dann agr nicht wirklich sterben, aber es gab kein zurück mehr...versteht Ihr, was ich meine?
Daher finde ich das Urteil in jedem Fall skandalös! Vor allem - wenn der wieder rauskommt, ist er gerade mal 50. Und jetzt hat er 8 Jahre Zeit sich in seine krankhaften Phantasien weiter reinzusteigern, sodaß der Druck dann so groß wird, daß er, wenn er wieder aus dem Knast draußen ist, in wieder befriedigen muß! Also ich möchte dann nicht dem sein Nachbar sein...
mfg,
Oliver