Was bleibt, ist die Hoffnung.
Weil manche sagen, sowas passiert anderen auch und da wird es nicht großartig thematisiert: natürlich ist jeder einzelne Fall (wie auch bei Paul Walker) tragisch und auch die jeweiligen Familien verdienen gleiches Mitgefühl, allerdings verhält es sich so, daß der Mensch dazu neigt, Idole zu suchen, nein, fast zu brauchen, etwas, was er bewundert, wozu er womöglich auch aufschaut und was ihm irgendwie auch Halt vermittelt und wenn dann solche Idole plötzlich genauso verwundbar sind wie jeder andere, dann ist man im ersten Moment vielleicht irritiert, man will es nicht glauben, ist schockiert. Mich hat der Tod von Michael Jackson z.B. recht mitgenommen. Obwohl ich die Musik eigentlich kaum gehört habe. Aber er hat mich von Jugend an als "Star" begleitet, war immer irgendwie präsent und plötzlich war er weg. Das ist möglicherweise auch der Unterschied zu den vielen täglichen tragischen Fällen, von denen man in der Zeitung nichts oder nur am Rande erfährt: diese Menschen sind nicht Teil des eigenen Lebens, sie begleiten einen nicht über viele Jahre, somit ist der jeweilige Verlust kein persönlicher Verlust, also man "verliert" niemanden. Bei einer Person der Öffentlichkeit, einem Star, vor allem, wenn man ihn gerne gemocht hat und das über lange Zeit, entsteht tatsächlich sowas wie ein persönlicher Verlust (natürlich nicht zu vergleichen mit familiärem Verlust oder dem Verlust von Freunden). Deswegen nimmt man da vielleicht besonders Anteil, was andere, denen der jeweilige Star weitgehend unbekannt oder auch nicht so sympathisch ist, dann übertrieben oder unangemessen finden.
Das war jetzt ein bißchen konfus vielleicht, aber ich denke, es kommt rüber, was ich zu erklären versuchte.