Als alter Zocker will ich auch mal meinen Senf dazu geben...
Ich zocke im Prinzip nur drei Spielvarianten am PC. Fußball-Manager, Need for Speed und Ego-Shooter.
Die Diskussion finde ich im Allgemeinen äußerst lächerlich. Ich bin schon seit jeher ein großer Fan von Action am Bildschirm gewesen. Egal ob Film oder Computerspiel.
Zu den Beweggründen meinerseits kann ich nicht viel sagen, da ich kein Psychologe bin... ich weiß nur, daß ich sonst ein absoluter Pazifist bin und noch nie eine richtige Schlägerei hatte (in der Schulzeit gabs natürlich die eine oder andere Rangelei, aber nix ernsthaftes).
Ich schätze mal eher, daß es ein bißchen der Drang nach "ich will ein Held sein" ist. Denn man bekämpft im Prinzip ja immer das Böse. Meist wird man vom virutellen Gegner zuerst angegriffen, von daher ist man ja auch eher in der Verteidigung, als selbst der Aggressor. Jedenfalls empfinde ich das eher so, daß "ich die letzte Bastion des Guten in der virtuellen Welt" bin. Es geht mir also nicht um Gewaltverherrlichung, sondern eher die Helden-Rolle, die es heutzutage nur noch im Film oder eben im Sipel gibt. Mag sein, daß das eine rein männliche Denkweise ist, aber ich schätze mal, für mich trifft dies zu.
Desweiteren geht es wahrscheinlich auch um Aggressions- oder Frustabbau, der sich im täglichen Leben (sei es privat oder beruflich) anstaut. Ich habe von meinen Eltern und aus der Schule genug mit auf den Weg bekommen, um Realität und Fiktion zu unterscheiden.
Ob das jetzt besonders blutrünstig sein muß, sei mal dahin gestellt. Ich bin jedenfalls der Meinung, daß - egal ob Film oder Game - alles wie vom Verfasser in der unzensierten Fassung verfügbar sein sollte. Meiner Meinung nach hat sich der Programmierer / Regisseur ja etwas dabei gedacht und ich bin grundsätzlich gegen eine Bevormundung egal in welcher Sache - natürlich so lange kein anderer darunter leidet oder es irgendwie kriminell ist (das nur, weil ja schon Kinderpornografie angeführt wurde).
Ich nehme hier auch die Eltern und die Lehrer in die Pflicht. Entgegen vieler Meinungen hier im Thread, denke ich, daß die Schule als Erziehungsanstalt (fast) genauso wichtig ist wie das Elternhaus. Meistens liegts doch daran, daß sich die Eltern nicht richtig um die Kinder kümmern und froh sind, wenn sie nicht "nerven" und lieber vor der Glotze oder am Rechner hängen. Der Fernseher als Beschäftigung für die Kids. Natürlich ist das Leben hart genug, aber wenn man Kinder in die Welt setzt, sollte man sich im Klaren darüber sein, daß man sich um sie kümmern muß. Und genau an diesem Punkt scheiterts schon bei vielen Eltern. Lehrer können sich IMHO nur dadurch rausreden, weil sie in immer größer werdenden Klassen einfach nicht die Möglichkeit haben, sich um jeden Einzelnen zu kümmern --> UND GENAU HIER IST DER GESETZGEBER GEFRAGT!!!