Beiträge von Elke2002

    Zitat

    Original geschrieben von aikhoch
    genau aus diesem Grund würde ich es gut finden wenn Threads in die länger als xx Monate nichts geschrieben werden automatisch geschlossen werden. Ich persönlich könnte mit einem neuen Thread über das gleiche Thema alle 2-3 Monate gut leben

    Ist zwar jetzt ziemlich ot, aber ich finde das völlig unlogisch und unübersichtlich... Auch in alten Threads gibt es meistens noch gute Informationen für (neue) Leser. - Ein Thread pro Thema wäre optimal; man muss ja nur die letzten/neuesten Postings lesen! - Aber so wird nicht alles doppelt und achtfach gesagt...


    Falls noch weiterer Diskussionsbedarf besteht: Bitte dann im A/K einen Thread eröffnen (oder anhängen, wenn die Suche schon solch ein Thema findet). ;)

    Nur für Ösis!


    http://www.diepresse.com/abo/abo.aspx?id=13


    Kleine Ungereimtheiten: Bitte das Fettgedruckte lesen. ;)


    [x] "Ja, ich möchte "Die Presse" drei Wochen lang gratis und völlig unverbindlich erhalten.


    Abobedingungen:
    In meinem Haushalt wurde "Die Presse" in den letzten drei Monaten nicht im Abonnement bezogen. Das Probeabo endet automatisch nach vier Wochen. Bestellungen sind auch per Postkarte ("Die Presse" Medien Service GmbH & Co KG, Kantgasse 2, 1010 Wien), telefonisch (01/514 14-70) oder per Fax (01514 14-71) möglich. Das Angebot gilt nur im Inland. Ich stimme zu, dass meine Daten bis auf Widerruf für Werbeaktionen der "Die Presse" bzw. der "diepresse.com" genutzt werden können und dass ich über Angebote auch per Telefon, Fax und elektronische Medien informiert werden kann."

    Und mal wieder ich!... :D Diesmal: Geschichte bis in die Gegenwart


    Welthauptstadt Germania
    Hitlers und Speers Baupläne

    (Deutschland 2005)


    Phoenix, Sonntag, 25.06., Spielfilm/Dokumentation 22:15 - 23:05 Uhr
    Wiederholung: 25.06., 05:15, Phoenix


    "Der Architekturhistoriker Wolfgang Schäche, der Architekt Léon Krier und der Philosoph Boris Groys setzen sich mit der monumentalisierenden NS-Architektur und Stadtplanung auseinander und fragen: Ist die Architektur von Despoten immer auch eine Architektur der Unterdrückung? Kann man diese Architektur betrachten, ohne die Verbrechen der Nationalsozialisten mit zu sehen? Ist sie gut oder schlecht, unabhängig von dem, was ihre Erbauer wollten?
    Zum Endspiel der Fußball-WM werden rund 74.000 Menschen in das Berliner Olympiastadion strömen - in ein Bauwerk, das einmal von Hitlers Welthauptstadt Germania zeugen sollte. Auch weitere Gebäude, die zu diesem Zweck erbaut wurden, werden heute weiter genutzt.
    Das Bundesfinanzministerium und ein Komplex des Auswärtigen Amtes sind in Monumentalbauten aus der Nazizeit untergebracht. Der Flughafen Tempelhof, von Reisenden wegen seiner zentralen Lage und seiner funktionalen Architektur geschätzt, bei vielen Berlinern wegen der Erinnerung an die Rosinenbomber beliebt: Er wäre als Weltflughafen ein Paradebeispiel der Neugestaltung Berlins durch Hitler und seinen Leibarchitekten Albert Speer geworden.
    Weitere geplante Monumentalbauten wurden durch den Sturz des Regimes verhindert. Hitlers Halle des Volkes sollte Platz für 180.000 Menschen bieten. Auch der auf der Nord-Süd-Achse geplante 117 Meter hohe Triumphbogen wurde nicht gebaut. Die mächtige Neue Reichskanzlei, die Speer geschaffen hat, ist spurlos verschwunden. Doch die von Speer entworfenen Kandelaber beleuchten noch heute die Straße des 17. Juni und den Kaiserdamm."

    Ja, man lernt Land und Leute halt von einer ganz anderen Seite kennen, als wenn man als (Pauschal)Tourist im Hotel wohnt.


    Wenn man selber keinen Platz hat, Leute zum Übernachten aufzunehmen, kann man trotzdem immer noch ankreuzen, dass man mal Leute zum Essen einlädt oder ihnen die Stadt zeigt...


    Noch ein kleiner Hinweis: Wenn man in einer 'beliebten' (bzw. bekannten) dt. Stadt wohnt (z.B. Köln oder Berlin) bekommt man recht viele Anfragen von Besuchswilligen. - Wenn man dagegen in Hintertupfingen wohnt, melden sich entsprechend weniger Leute. - Oder eher 'Auf-Gegenseitigkeit-Besucher'.


    Achja: Noch die eindrucksvollen aktuellen Zahlen:
    "We are 151.129 hospitality exchange with thousands of members friendly members in 205 countries the world's largest hospitality exchange network!!"

    Re: Re: Pro: Werbung _für_ einen guten/kompetenten/angemessenen Umgang mit den Drogen


    Zitat

    Original geschrieben von IncCy
    Der Staat kann aufklaeren soviel er will. Wenn die Eltern nicht mitmachen, ist es rausgeworfenes Geld. Und da muss der Staat eventuell ansetzen. Ich plaediere ja schon lange fuer Elternkurse (subventioniert), damit die Eltern das erziehen lernen koennen. Ich denke, dass dies frueher nicht so notwendig war, da da meist noch die Großmutter im Haus war und die Kinder unterstuetzt hat. Jetzt sind viele Muetter und Vaeter auf sich alleingestellt.
    Vielleicht schaetz ich das aber auch falsch ein :)

    Nee, der Ansatz ist schon nicht verkehrt. - Die von mir oben als positives Beispiel verlinkte 'Werbung'/Aufklärung richtet sich ja auch vorrangig an Eltern und Erziehungsberechtigte.


    Ein Problem, was hier noch nicht angesprochen wurde, ist nämlich auch, dass sich die meisten Leute erst viel zu spät extere Hilfe holen.
    Das ist auch so ein blöder Irrglaube: "Wenn ich jemanden um Hilfe bitte, bin ich schwach." - Das Gegenteil ist der Fall: Wer sich eingesteht, dass er alleine nicht mehr weiterkommt, und sich um professionelle Hilfe bemüht, der macht alles richtig!


    Das gilt sowohl für die Süchtigen selber (wobei Alkoholsucht da wirklich ein besonders schwieriges Kapitel ist. - "Nein, ich trinke nicht! - Das ist nur Medizin!") als auch für deren Familienmitglieder als auch für überforderte Eltern.
    Wenn das Kind erst in den Brunnen gefallen ist, ist es meistens schon (fast) zu spät bzw. auf jeden Fall sehr viel schwieriger, die Situation wieder ins Lot zu bringen. :(

    Pro: Werbung _für_ einen guten/kompetenten/angemessenen Umgang mit den Drogengefahren


    Zitat

    Original geschrieben von DeusExMachina
    Andererseits dürfte so ziemlich jeder Jugendliche dieses Landes sich mindestens einmal richtig die Kante gegeben haben (und mir tun die leid, die eine so klinisch saubere Kindheit hatten, dass sie das nie erfahren durften) - und wenn ihm dieser Rausch gefallen hat, dann wird er es wieder tun. Werbung hat dann höchstens nur noch damit zu tun, mit welchem Alkohol, nicht ob überhaupt!

    Da muss ich doch mal kurz widersprechen: Ich kenne genug Leute, die diese 'tolle' Erfahrung nicht machen 'durften', ganz einfach, weil sie es nicht wollten.
    Besoffene Leute können mehr als abstoßend sein, und die Erfahrung eines Filmrisses und der Kater danach sind auch nicht für jeden erstrebenswert! :rolleyes:
    Und diese Leute brauchen Dir keineswegs Leid zu tun, denn sie haben nicht das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben! ;) Jeder probiert halt andere Dinge aus...



    Zitat

    Original geschrieben von andi2511
    Die Frage ist nur, ob weitere staatliche Reglementierungen in einem Verhältnis zur Gefahr oder zum direkten Nutzen stehen, oder ob es auch andere Steuerungsmöglichkeiten gibt.


    Andere Länder setzen z.B. sehr viel stärker auf Prävention durch nüchterne (= nicht emotionalisierte und moralisierende) Aufklärung und haben damit recht gute Erfahrungen. Das wäre auch eine mögliche der zu diskutierenden Alternativen, ...


    Die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Kinder stark machen" erscheint mir z.B. ein brauchbarer Ansatz: Vielleicht sollte man tatsächlich nicht die Drogen bzw. die Werbung dafür verteufeln, sondern eher mit 'Gegen-Werbung'* für starke Kinder/Menschen, die gut mit den Gefahren des Drogenge- und -missbrauchs klarkommen, aufwarten:
    *[small]('Aufklärung' klingt irgendwie so altbacken und nach erhobenem Zeigefinger...)[/small]


    Beispielsweise Prävention per Postkarte:



    "Eine Ente soll vor Sucht und Drogen schützen? - Nein, da braucht es schon etwas mehr, um Kinder in ein Leben ohne Sucht und Drogen zu begleiten. Entspannung zu finden und einmal Abstand vom gewohnten Alltag zu gewinnen, gehört dazu. Mit einem ausgedehnten Schaumbad zum Beispiel oder mit einem langen Spaziergang im Park. Denn wir alle brauchen Ruhepausen, um uns wohl zu fühlen und den Alltagsstress zu verarbeiten. Kinder, die gelernt haben sich zu entspannen und auf ihre Bedürfnisse zu achten, entwickeln ein ausgeglichenes Verhältnis zu ihrem Körper. Sie brauchen keinen Alkohol, keine Schlaftabletten oder Drogen, um abschalten zu können."



    "Kann ein Spiegelei vor Sucht und Drogen schützen? - Nein, so einfach ist es leider nicht, Kinder vor Suchtgefahren zu bewahren. Aber ein selbst gebratenes Spiegelei ist vielleicht der erste Schritt in die Unabhängigkeit und in ein selbst bestimmtes, suchtfreies Leben. Für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, Eigenverantwortung zu entwickeln und sich auch mal an etwas herantrauen, was sie bisher noch nicht können. Neue Kenntnisse und Fähigkeiten entwickeln, macht stolz und hilft Kindern, selbstständig zu werden. Selbstbewusste Kinder brauchen keinen Alkohol, keine Drogen oder Zigaretten, um sich frei zu fühlen."


    mehr Plakate dieser Kampagne
    weitere Infomaterialien der BZgA



    Jetzt kann man natürlich sagen: Das weiß doch jeder, dass starke Kinder besser mit Gefahren klarkommen und dann auch zu selbstbewussten Erwachsenen werden, die mit Problemen besser umgehen können.
    Trotzdem finde ich es nicht schlecht, immer mal wieder darauf hinzuweisen, dass nicht der Stoff an sich, sondern der (nicht angemessene) Umgang des Menschen damit das größere Risiko ist. (Dafür muss ich aber nicht alles selber ausprobiert haben.)



    Zur Alkoholwerbung: Ich hätte nichts dagegen, wenn sie verschwindet, da ich sie (bis auf einen gewissen Unterhaltungswert) für überflüssig halte. Aber sie ist - wie hier schon mehrfach betont wurde - nicht die Wurzel des Übels.


    Das ganze Leben ist bekanntermaßen ein Risiko.
    Aber wir machen es uns gerne leicht, indem wir sagen "'die anderen' sind Schuld". - Sich einzugestehen, dass man selber für das eigene Handeln verantwortlich ist, scheint für manche zu schwer zu sein?