Beiträge von Elke2002

    Ok, dann überlegen wir uns mal einen Mittelweg... :D


    Ein generelles Handy-Verbot ist imho weder sinnvoll noch durchsetzbar.
    Aber es geht ja auch 'nur' darum, dass die Geräte auf dem Schulgelände ausgeschaltet bleiben sollen (inkl. Ausnahmen in bestimmten Fällen). - Das halte ich für eine vernünftige Lösung für alle Beteiligten.
    Desweiteren könnte den Schülern auch in diesem Zusammenhang der kritische Umgang mit neuen Medien vermittelt werden (Medienkompetenz, ethische Werte, Umgang mit Geld usw.). - Dafür müssten sich dann aber wahrscheinlich erst mal die Lehrer entsprechend in die Materie einarbeiten...


    Es läuft wohl alles auf einen Kompromiss hinaus.
    Konkretere Ideen habe ich dazu jetzt auch nicht, aber zwei Artikel mit Denkansätzen und Informationen:



    Interessanter Artikel aus der Hauptstadt:


    "Hilft ein Handyverbot?
    Was Jugendliche über den Mißbrauch von Mobiltelefonen und Gewalt-Videos auf dem Schulhof denken


    [...]
    In Bayerns Schulen ist es ab sofort verboten, das Handy zu benutzen. Auch auf dem Schulhof. Damit soll die Verbreitung von Gewalt-Videos gestoppt werden. Berliner Schüler sagen heute, was sie vom Handy-Verbot und brutalen Clips halten.


    Fast jeder Schüler besitzt ein Handy. Aber wie gehen Lehrer, Schüler und Eltern damit um, wenn Mobiltelefone in der Schule klingeln, piepsen und vibrieren? Lehrer fordern in der Regel ein Handyverbot, da sie sich im Unterrichtsablauf gestört fühlen. Eltern hingegen möchten für ihre Kinder im Notfall oder bei Stundenausfall erreichbar sein. Schüler finden Handys auch in der Schule cool und freuen sich, wenn sie unerlaubterweise im Unterricht SMS schicken können. In der Realität kommunizieren Schüler über ihr Handy nicht nur im positiven Sinn miteinander - viele mißbrauchen es auch, um sich zu Massenschlägereien und zum "Mobbing" zu verabreden. Das Verschicken selbstgedrehter, aggressiver Videos, aber auch Pornos liegt im Trend, zeigen Studien.


    Wenn die Realität solche negativen Seiten hat, sollten auch in Bezug auf den Handygebrauch klare Regeln gelten. Da nicht jede Schule über die gleichen Probleme berichtet, könnte jeder Schulleiter eigene Regeln mit den Schülerversammlungen erstellen und diese durchsetzen. Melanie Adameit, Miriam Leidreiter, Ramon Thomas, Maximilian Höll, Muriel Wehowsky, Kl. 9d, Droste-Hülshoff-Gymnasium, Zehlendorf Viele Trends haben wir aus England und Amerika schon übernommen, wie z. B. Halloween. Der Trend, der sich jetzt abzeichnet, ist aber alles andere als lustig. Er wird zum einen als "Happy Slapping" (fröhliches Schlagen) und zum anderen als "Snuff Video" bezeichnet ("to snuff" bedeutet auch vernichten). Enthauptungsszenen, Vergewaltigungen, Mord und Totschlag sind in solchen Videos zu sehen. Sie können u. a. ins Internet gestellt werden, wo sie jeder downloaden und aufs Handy laden kann.


    Das Handy ist für viele Jugendliche so etwas wie ein zweites "Ich" geworden. Seine wichtigste Funktion ist neben dem Telefonieren und "Simsen" das Filmen und die kostenlose Datenübertragung per Bluetooth. Durch diese Funktion ist die Verbreitung von Videos in der Schule unter Freunden ganz einfach. Schüler, die sich von Gewalt-Videos beeindrucken lassen, denken nicht darüber nach, daß auch sie auf dem Weg nach Hause gedemütigt oder geschlagen und dabei auch noch gefilmt werden könnten.


    Auch in Deutschland nehmen die Fälle von "Happy Slapping" Medienberichten zufolge zu. Gleichzeitig werden heimlich von Schülerhandy zu Schülerhandy Dokumentarfilme von Demütigungen oder Mißhandlungen und Schlimmerem verschickt. Video-Clips, auf denen Menschen auf grausame Weise gefoltert und getötet werden, nennt man "Snuff Videos".


    Statistiken zeigen, daß die Brutalität unter Jugendlichen deutlich zugenommen hat. Viele Kinder bekommen von ihren Familien statt eines "Ich habe dich lieb!" Schläge. Tagtäglich müssen sie mit ansehen, wie sich ihre Eltern streiten oder sogar handgreiflich werden, so daß sie dies als normales Mittel empfinden, Konflikte zu lösen. Auch in vielen Video- und Computerspielen wird Brutalität als harmlos dargestellt. Darüber hinaus wird das Leben vieler Jugendlicher durch fehlende Freizeitangebote, schlechte Erfahrungen in der Schule und geringe Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz beeinflußt. Die Gewalt hat viele Gesichter und reicht von Gehänsel und aggressiven Wortgefechten bis hin zu brutalen Prügeleien.


    Ein Kripo-Beamter der Wache Rollbergstraße (Neukölln) sagt, daß ein "Anti-Gewalt-Training" an Schulen angeboten werde, mit dem man versuche, die Gewaltbereitschaft Jugendlicher in Konfliktsituationen zu regulieren. Auch die Popularität von Gewaltvideos unter Jugendlichen soll so minimiert werden. Jessica, Pia, Havva, Gamze, Kl. 9d, Albrecht-Dürer-Gymnasium, Neukölln Handyverbot in den Schulen? Die meisten Lehrer sind dafür. "Dieses ständige Handyklingeln im Unterricht und auch in den Pausen nervt gewaltig", hören wir einen Lehrer auf dem Pausenhof sagen. Diese Meinung hören wir bei unseren Lehrer-Befragungen ziemlich oft. Einige tendieren zu einem totalen Handyverbot in den Schulen, andere fordern von den Schülern, daß sie ihr Handy sinnvoll nutzen und zwar ausschließlich in den Pausen. "Viele Jugendliche benutzen das Handy eher wie ein Spielzeug", sagt eine Deutschlehrerin. Während einer Hofpause plaudern wir auch mit einigen Schülern über das Thema. Nach anfänglicher Belustigung kommt es doch noch zu einer ernsthafteren Diskussion. Die meisten Schüler sind für ein Handyverbot während der Schulstunde, in den Pausen wollen sie jedoch erreichbar sein. In Problembezirken und Schulen mit erhöhter Kriminalität wären aber auch diese Schüler für ein Verbot, da bei Überfällen Jugendliche ihre Handys abgeben mußten.


    Den Nachmittag benutzen wir zum Abklappern einiger Handy-Geschäfte. Ein Verkäufer sagt: "Eigentlich müßte ich gegen ein Verbot sein, da die Schüler sehr wichtige Kunden für uns sind. Als Vater stimme ich jedoch dem Vorschlag zu, denn auch meine Kinder sind schon nahezu süchtig nach ihren Handys." Nathalie, Kl. 9d, Droste-Hülshoff-Gymnasium, Zehlendorf
    Berliner Morgenpost vom 3. April 2006



    Infos:


    "Handy-Verbot an Bayerns Schulen


    [...]
    Der bayerische Kultusminister Siegfried Schneider erklärte, die Schüler dürfen ihre Mobiltelefone zwar weiter mitbringen, sie müssen künftig aber auch in den Pausen ausgeschaltet bleiben. "Die Schule ist nicht der Ort zum Telefonieren und schon gar nicht für die Verbreitung jugendgefährdender Machwerke." Mit dem Verbot komme man dem Erziehungs- und Schutzauftrag nach, gleichzeitig werde man aber auch dem Bedürfnis der Eltern gerecht, ihre Kinder vor und nach der Schule anrufen zu können. Ausnahmen von dem Nutzungsverbot könnten die Lehrer genehmigen, auch soll es Ausnahme bei Krankheitsfällen, Unterrichtsausfall oder Verzögerungen beim Schulbustransport geben.


    CSU-Generalsekretär Markus Söder hatte gar ein generelles Handy-Verbot gefordert, damit nicht "Kinder Filme von Vergewaltigungen oder Misshandlungen wie Fußballbilder tauschen". Bei Lehrerverbänden stieß aber laut der Süddeutschen Zeitung auch die abgemilderte Entscheidung des bayerischen Kabinetts auf Kritik: Sie sei nicht zielführend. Schon bisher ist der Gebrauch von Handys im Unterricht verboten.
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/71400

    Eine schwierige Aufgabe für Euch...


    Ich suche einen Film, an den ich mich nur noch *sehr* bruchstückhaft erinnere:


    Anfang: Junger Mann mäht Rasen in einem Amerikanischen spießigen Vorort
    Genre: (Schwarzer) Humor, Sozialkritik, Unterhaltung
    Teil-Inhalt: Der Typ wohnt in 'nem recht verwahrlosten Wohnwagen im Wald (hat da auch was mit 'ner Frau) und springt irgendwann nackt von einer Brücke.
    Filmstart: ungefähr 1998?


    Super Beschreibung, ich weiß... :D
    Wäre trotzdem für alle Hinweise dankbar! :)

    Zitat

    Original geschrieben von handymaniac
    ??????????


    :confused:


    Tja, leider ist es wohl so, dass (Magen-Darm)Grippe-Zeit ist, und sich einige Kandidaten noch bis Sonntag pflegen lassen erholen müssen.
    - Hoffen wir das Beste! :top:


    [PS: Ich bin (noch!) gesund!]