ZitatOriginal geschrieben von Erik Meijer
btw: wer Interesse an einer Patenschaft hat, kann sich an folgende Mailadresse wenden: 308-030@diplo.de
Patenschaft für wen oder was?
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ZitatOriginal geschrieben von Erik Meijer
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ZitatOriginal geschrieben von BigBlue007
Elke2002:
"Ärzte ohne Grenzen" ist eine französische Organistation, und die ersten Pressemitteilungen hierzu kamen natürlicherweise aus Frankreich.
Ja, das ist mir klar. Aber kamen die Pressemitteilungen wirklich von offizieller ÄoG-Seite, oder hat das irgendein franz. Schundblättchen hingeschmiert?
ZitatOriginal geschrieben von BigBlue007
Dazu muss man sagen, dass sich das heute mittag und bei den Franzosen noch ein wenig anders gelesen hat. Ich denke, da sind ein paar Leute irgendwo ein bißchen "zurückgerudert"...
Bei welchen Franzosen? (Deinem Feinkosthändler / Lieblingsrestaurant? ;))
[small]Auch bei Nachrichten sollte man - genauso wie beim Spenden - nur möglichst seriösen Quellen vertrauen. :D[/small]
ZitatOriginal geschrieben von BigBlue007
Sorry, aber bei solchen Leuten kann ich bei sowas nix anderes als plumple Publicity dahinter erkennen.
Ich war mir sicher, dass sowas kommt! ![]()
Sorry, aber wenn es ihm nur um Publicity gegangen wäre, dann hätte 1 Mio. mit Sicherheit auch gereicht.
Es gibt sicherlich viele Reiche, die trotzdem nicht (so viel) spenden würden. - Publicity hin oder her!
3 Stück auf einen Streich! ![]()
RBB
23:00 Uhr
Bowling for Columbine
Michael Moore, 2002
*********
3sat
22:25 Uhr
Mystery Train
Jim Jarmusch, 1989, OmU
*********
WDR
00.10 - 04.00 Uhr
Woodstock "Three Days of Peace & Music"
The Director's Cut, OmU
ZitatOriginal geschrieben von BigBlue007
Elke2002:
Das mit dem "Wer einen Grund sucht, nicht zu spenden", war auch eher zynisch gemeint...
Dann fehlte da aber mindest. ein Smiley.
- So kann man das Ganze ziemlich gut missverstehen. (Bes., da Deine Aussage "rufe man die Menschen auf, nichts mehr zu spenden." ja auch noch definitiv falsch ist!)
Sorry für Doppelpost,
aber durch meine ganze Editiererei wäre das Ganze sonst sehr unübersichtlich geworden!
Zu der Nachricht von ÄRZTE OHNE GRENZEN: Ich persönlich hätte auch nichts dagegen, wenn sie meine potentielle Spende zweckungebunden einsetzen oder für künftige Einsätze verwenden würden. - Warum auch nicht? - Vielleicht kommt die nächste Katastrophe schneller als man denkt (wollen wir mal nicht hoffen!), vielleicht habe ich selbst dann keinen Euro mehr übrig, ... Und außerdem ist es ja nicht so, dass aktuell nirgendwo Geld gebraucht würde (s.o.). Ich wäre in jedem Falle sicher, dass mein Geld gut 'angelegt' wäre.
Ich spende eigentlich immer zweckungebunden (wie auch von der DZI empfohlen), weil ich der entsprechenden Hilfsorganisation zutraue, dass sie mein Geld dort einsetzt, wo es am dringendsten gebraucht wird.
In diesem Sinne kann es nie 'zuviele' Spenden geben!
Und ÄRZTE OHNE GRENZEN gebührt ein großes Lob für ihren Job, den sie überall auf der Welt tun, und für ihre mutige Offenheit in der momentanen Situation!
Noch ein Zitat (zur Richtig- und Klarstellung): "Falls Sie gern spenden möchten, wären wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns statt einer zweckgebundenen "Stichwortspende" für das Seebeben eine "freie" Spende anvertrauen würden. ... Wenn Sie ohne Stichwort spenden, können wir das Geld dort verwenden, wo es am nötigsten gebraucht wird; solange Nothilfe in Südasien notwendig ist, selbstverständlich dort. Wir helfen, solange medizinische Notversorgung, sauberes Trinkwasser und der Schutz vor Epidemien wichtig sind."
BigBlue007, der schrieb:
ZitatBTW: Wer einen Grund braucht, um nicht zu spenden, der findet seit heute einen ganz Guten:
Nein. Im Gegenteil. Mich hat die Offenheit von "Ärzte ohne Grenzen" (einmal mehr) davon überzeugt, dass Hilfsorganisationen sehr wohl sehr ehrlich, transparent und verantwortungsvoll arbeiten / mit den Spenden umgehen! :top:
Naja,
sicherlich ist am taz-Artikel 'was' dran. Aber ich finde es trotzdem ziemlich zynisch, den Menschen ihre - momentan - erhöhte Spendenbereitschaft 'vorzuwerfen' und ihnen Heuchelei zu unterstellen!
Ich glaube, dass 99% aller Menschen wirklich und ehrlich betroffen sind von den Medienberichten und -bildern. - Und auf welchem anderen Wege sollten die Informationen denn sonst zu uns kommen? - Sicherlich kann man die Art der Berichterstattung (bes. bei den Privaten) kritisieren. Allerdings - ich zitiere mich selber - ohne den Medienrummel würde doch keiner glauben, wie schlimm es da wirklich aussieht. Wenn um einen Pupser von Britney Spears schon ein riesiger Medien-Hype gemacht wird, dann erwarten wir es doch eigentlich, dass für eine solche Katastrophe das gesamte TV-Programm auf den Kopf gestellt wird.
Natürlich wollen auch die Medien möglichst hohe Einschaltquoten, und auch der Fernsehzuschauer hat ein gesteigertes Infomationsbedürfnis. Ich glaube aber nicht, dass das nur blanke Sensationsgier ist, sondern eine gewisse Portion Voyeurismus ist einfach nur menschlich völlig 'normal' und dient sogar in gewisser Weise einen wichtigen Zweck: dem eigenen Überleben. Ich meine damit natürlich nicht, dass es i.O. ist, wenn Gaffer auf der Autobahn zu kilometerlangen Staus führen und die Rettungsmaßnahmen behindern. Aber wir sind nun mal so gestrickt, dass wir auch dadurch lernen, uns auf bestimmte Situationen einzustellen, indem wir uns nur vorstellen, wie es wäre, wenn wir in einer ähnlichen Lage wären. Und um das in Gedanken durchzuspielen (unbewußt), brauchen wir auch die Bilder / Identifikationsmöglichkeiten.
Ich glaube auch nicht, dass dauerhafte Armut das Publikum schnell langweilt, sondern es ist uns einfach nicht möglich, ständig an das gesamte Elend der ganzen Welt zu denken. Dann wären wir alle nur noch dauer-depressiv. Aber es gibt ja außerdem auch noch viele Menschen, die regelmäßig eine Hilfsorganisation unterstützen, eine Patenschaft übernehmen und sich auch außerhalb aktueller Katastrophen engagieren.
Die Autorin redet von einer "kollektiven Selbsttäuschung" und behauptet: "Zu beobachten ist derzeit nicht etwa landesweite Erschütterung. Sondern ein selbstgefälliger Respekt vor der eigenen Betroffenheit: Seht her, wie traurig ich bin! Ich bin so unglaublich sensibel, dass mich eine sehr weit entfernte Katastrophe entsetzlich aufwühlt. Anders ausgedrückt: Ich bin ein warmherziger und mitfühlender Mensch."
Das ist meiner Meinung nach eine vermessene Unterstellung! Ich kenne viele Leute, die wirklich erschüttert sind (natürlich tragen die Bilder dazu bei, dass man sich das ganze Ausmaß besser vorstellen kann) und weder mit ihrem - ehrlich empfundenen - Mitgefühl noch mit ihrer Spendenbereitschaft 'hausieren gehen'.
Wenn niemand hinschaut und keiner betroffen reagieren würde, wäre das der Autorin lieber? (Ironie!) Soll ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, weil mich die Bilder berühren? Soll man den Leuten, die jetzt spenden einen Vorwurf daraus machen? - Viele von denen hätten wohl ohne den Tsunami gar nichts gespendet. Einerseits muss man doch wohl auch froh sein, dass die Hilfsbereitschaft - warum auch immer - so riesig ist! Und vielleicht entdecken ja auch ein paar Leute - allen Unkenrufen zum Trotz - dass es ihnen nicht weh tut, öfter mal ein paar Euros für einen guten Zweck auszugeben.
Wenn keiner hilft, ist es nicht gut. Wenn viele helfen, ist es auch wieder nicht richtig (weil sie die falsche Motivation haben und nicht gleich auch noch für alle anderen Katastrophen spenden)?... ![]()
Eine gute Idee könnten vielleicht die längerfristigen Patenschaften für bestimmte Regionen, Dörfer, Städte usw. sein.
Zu dem Spenden-Dilemma finde ich folgenden Artikel treffender (und vor allem sachlicher): http://www.n-tv.de/5471604.html
"Nach Mitleidhoch
UN fürchten Spendentief
Wo die Kameras nicht sind, scheint es kein Leid zu geben. Ohne Fernsehbilder und bewegende Schilderungen in den Zeitungen bleibt die Not eine statistische Größe. Nicht mächtig genug, um so viel Mitgefühl zu erregen wie die Tsunami-Katastrophe, die derzeit die Medien beherrscht. Eine Woche nach dem verheerenden Beben vor Sumatra mehren sich bei den UN Stimmen, die nach der enormen Hilfsbereitschaft für Südasien ein Spendentief mit schlimmen Folgen für viele Not leidende in "nicht-prominenten" Elendsregionen der Welt kommen sehen.
Wohlweislich hat Jan Egeland, der oberste UN-Hilfekoordinator, seit dem ersten Appell für die Rettung von Menschenleben in den Tsunami-Gebieten mehrfach dazu aufgerufen, die bedrohten Menschen in anderen Teilen der Welt nicht zu ignorieren. "Innerhalb von sieben Tagen", rechnete UN-Generalsekretär Kofi Annan am Sonntag im US- Fernsehsender ABC vor, "haben wir mehr Geld für die Tsunami-Krise bekommen, als auf alle unsere humanitären Hilfsappelle im zurückliegenden Jahr zusammengenommen."
Geldmangel gehörte 2004 wieder zu den Gründen dafür, dass es den UN nicht gelang, das vermeidbare Sterben in weiten Teilen Afrikas einzudämmen. "Im Osten Kongos kommen nach jüngsten Erhebungen jeden Tag rund 1.000 Menschen an vermeidbaren Krankheiten und wegen der Vernachlässigung der humanitären Hilfe ums Leben", sagte Egeland Reportern im UN-Hauptquartier. "Das summiert sich alle vier Monate zu einer Tsunami-Katastrophe, und das schon seit Jahren."
Das Sterben im Osten Kongos, in Teilen Burundis, im Norden Ugandas oder auch in Tschetschenien heißt im UN-Jargon "orphaned disasters" - verwaiste Katastrophen. "Sie sind nicht in den Schlagzeilen, sie kommen im Fernsehen nicht vor, sie werden ignoriert und übersehen", klagte Annan. Auch 2005 dürfte sich kaum etwas ändern. Eher noch könnte es zu den Spätfolgen der Tsunami-Wellen gehören, dass es für die Menschen in den "verwaisten" Notregionen noch schlimmer kommt.
Weit mehr als 2 Mrd. Dollar (etwa 1,5 Mrd. Euro) wurden in einer Woche an Tsunami-Nothilfe für etwa 5 Mio. Menschen in den betroffenen 12 Ländern zugesagt. Das sind bereits rund 300 Mio. Dollar mehr, als die Summe, um die Annan im November für das gesamte Jahr 2005 "zur Unterstützung des Überlebenskampfes von 26 Millionen Menschen in 14 fast vergessenen Notregionen in Afrika, Europa und dem Nahen Osten" gebeten hatte.
Wie viel Geld für diese Menschen angesichts der Hilfe in Südasien wirklich noch zusammenkommt, bleibt abzuwarten. Für den Wiederaufbau in den Tsunami-Gebieten veranschlagen die UN bereits einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren - bei Kosten von etlichen Milliarden Dollar. Das wird sich im Hilfeappell widerspiegeln, den die UN und die betroffenen Länder am Donnerstag in Jakarta veröffentlichen wollen.
"Ich denke, die reiche Welt kann und muss insgesamt mehr für die arme tun", sagt Egeland. Das betreffe ebenso die langfristige Entwicklungshilfe, die schließlich auch dazu beitrage Notsituationen zu reduzieren. Egeland verweist auf sein Heimatland Norwegen, das 0,92 Prozent seines Bruttosozialproduktes (BSP) als Entwicklungshilfe zur Verfügung stellt. Fast 1 Prozent - das ist Weltspitze. Die meisten Staaten - darunter auch Deutschland - bleiben weit hinter dem UN-Ziel von wenigstens 0,7 Prozent des BSP zurück."
ZitatOriginal geschrieben von Carsten
Äh ja... :confused:
Aber was hat das nun mit diesem Thread zu tun?
War mir auch nicht klar. Aber wenn man d'rüber nachdenkt.... Das eigentliche Thema war ja eingentlich schon vor der Threaderstellung erledigt. - Also könnte man ihn zum 'Schwachkopf-Sammelthread' machen.... ![]()
(Sorry, aber es ist schon recht spät!)
Gab's heute irgendwo Drogen umsonst?
![]()
Obwohl - bei dem Gesicht wundert einen nichts mehr!