Zitat
Original geschrieben von jabrokoss
hallo,
mich würde mal interessieren, wie es damit steht, dass der spender einen kleinen betrag haben möchte... immerhin kann man ja leben damit retten.
ist das in deutschland überhaupt erlaubt?
zb. 5000 eus und meine stammzellen sind dir?
Alles anzeigen
Na klar, warum so bescheiden? - Wenn Du der richtige Spender für jemanden, der den Tod direkt vor Augen hat, bist, dann werden seine Verwandten und Freunde doch bestimmt auch ein bißchen mehr als 5000 € locker machen? - 'ne halbe Million kann man da schon fordern. - Ist ja nur 'ne kleine Erpressung. :mad: :flop:
Also, manche kommen wirklich auf Ideen. 
Erstens ist Organhandel (ich nehme mal an, dass Stammzellen darunter fallen) mit gutem Grund verboten, 2. muss man ein Forumular unterschreiben, das besagt, dass man freiwillig und unentgeltlich spendet, und 3. finde ich es moralisch absolut verwerflich, sich an der Not anderer Leute zu bereichern! 
Reicht es denn nicht, dass man jemandem evtl. das Leben rettet?
Und ich bin mir sicher, der Empfänger bzw. seine Verwandten und Freunde werden sich äußerst dankbar zeigen (keine 5000€, aber bestimmt mit einer kleinen Aufmerksamkeit / Aufwandsentschädigung).
[Es entstehen Null Unkosten! s.u.]
Wäre mir aber auch völlig egal, wenn die Spende anonym vonstatten gehen würde! [Ist auch so; s.u.]
-----------------
EDIT: Für den Spender entstehen keine Kosten:
"7. Wer trägt die Kosten wenn ich für einen Patienten Stammzellen spende?
Die notwendigen Untersuchungen und Behandlungen des Lebensspenders sowie sein Krankenhausaufenthalt während der Entnahme werden von der Krankenkasse des Patienten bezahlt - ebenso wie ein eventueller Verdienstausfall des Lebensspenders, Reisekosten und andere nichtmedizinische Aufwendungen. Die DKMS regelt alle organisatorischen Punkte für den Spender, der sich um nichts zu kümmern braucht. Selbst die Abrechnung erfolgt über die DKMS, die natürlich darüber hinaus bei allen möglichen Fragen hilfreich und beratend dem Lebensspender zur Seite steht."
------------------------
2. EDIT: Anonymität von Spender u. Empfänger:
"28. Kann ein Spender mit dem Empfänger seiner Stammzellen Kontakt aufnehmen?
Über die DKMS kann der Spender Informationen vom Genesungsverlauf des Patienten erhalten und auch schriftlichen Kontakt aufnehmen. Dabei wird aber in den ersten zwei Jahren nach der Stammzelltransplantation die Anonymität von Spender und Patient auf jeden Fall aus datenschutzrechtlichen Gründen gewahrt. Danach kann die DKMS den direkten Kontakt zwischen Spender und Patient vermitteln, wenn beide dies wünschen: per Brief, Telefon oder auch durch ein persönliches Treffen.
Dies ist allerdings nicht möglich, wenn der Spender bzw. Patient in einem Land lebt, in dem die Anonymität nach den dortigen Gesetzen bestehen bleiben muss (beispielsweise Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande, Spanien). Hier kann man aber zumindest anonym miteinander Kontakt aufnehmen. Einige Länder - darunter Brasilien, Finnland, Großbritannien, die Schweiz und die tschechische Republik - erlauben leider gar keinen Kontakt zwischen Spender und Patient."
http://www.dkms.de/asp/faq/faq.asp#cat1